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	<title>Lenin unser aller Lehrer</title>
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		<title>Ein Briefwechsel aus dem Jahr 1843 Deutsche Misere, der Staat der französischen Revolution und kommunistische Perspektive Marx Ruge Bakunin Feuerbach</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 15:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Marx Ruge Bakunin feuerbach deutsche Misere Humanismus Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 1844 veröffentlichte Arnold Ruge in den &#8222;Deutsch Französischen Jahrbüchern&#8220; einen Briefwechsel aus dem Vorjahr, acht Briefe von und  an ihn, wobei der Austausch mit dem 25 jährigen Karl Marx 1.  dominiert. Interessant ist aber auch der Briefwechsel mit Michail Bakunin und ein Brief von Ludwig Feuerbach vom Juni 1843 aus Bruckberg.  Durchgängig wird mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=leninunserallerlehrer.wordpress.com&amp;blog=7784955&amp;post=4414&amp;subd=leninunserallerlehrer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Jahr 1844 veröffentlichte Arnold Ruge in den &#8222;Deutsch Französischen Jahrbüchern&#8220; einen Briefwechsel aus dem Vorjahr, acht Briefe von und  an ihn, wobei der Austausch mit dem 25 jährigen Karl Marx 1.  dominiert. Interessant ist aber auch der Briefwechsel mit Michail Bakunin und ein Brief von Ludwig Feuerbach vom Juni 1843 aus Bruckberg.  Durchgängig wird mit drastischen Worten die deutsche politische Misere beklagt, das deutsche Philistertum ist ein Herr der Welt, der diese aber nur wie die Würmer einen Leichnam ausfüllt. 2. Der Ansatz von Marx als nach seinem eigenen Selbstverständnis kritischer Philosoph kann nicht anders denn als radikal bezeichnet werden: er spricht von der entmenschten Welt, ja von der Philisterwelt als der Tierwelt.  3. Die &#8222;Mensch Tier Konstellation&#8220; wird vom jungen Marx variiert, in der Antwort vom Mai 1843 auf den apolitischen, zutiefst resignative Züge tragenden Brief Ruges vom März 1843 wird sie in Beziehung zur Politik gesetzt und die Fundamentalaussage des Aristoteles, dass der Mensch ein politisches Tier sei, sei für die deutschen Tiere eben einzuschränken: sie seien unpolitische Tiere, so setzt Marx in den Ökonomisch Philosophischen Manuskripten die Konstellation in Beziehung zur menschlichen Arbeit: dort heißt es: Das Thierische wird das Menschliche und das Menschliche das Thierische 4., will heißen:  nur in der animalischen Konsumtion verhält sich der Mensch menschlich, während es in der Sphäre der Produktion des Lebens, in der sich all seine Kreativität entfalten müsste, tierisch zugeht. Der 25 jährige schrieb über sein Geburtsland, dass in ihm das &#8222;Regiment der Dummheit&#8220; herrsche, gültig nach wie vor. Ruge hielt eine Erneuerung des für ihn geistig, nicht physisch 5. zu Grunde gegangenen deutschen Volkes, dessen Geist niederträchtig sei, sogar für ausgeschlossen, er zementiert seinen Unglauben an die Zukunft durch Goethes Zeile aus dem &#8222;Tasso&#8220; : &#8222;Der Mensch ist nicht geboren frei zu sein&#8220; als Leitmotiv des deutschen Volkes und seiner schmachvollen Geschichte. Dass aber das deutsche Volk sehr wohl eine nicht nur physische Zukunft  sondern auch eine in Freiheit vor sich habe, richten alle drei anderen Briefschreiber an Ruge, wobei besonders Marx auf die Bedeutung des politischen Kampfes insistiert. Die Perspektive ist eine zunächst jakobinistische, wobei ohnehin in vielen Briefpassagen die Schwärmerei für das republikanische Frankreich eindeutig zum Vorschein kommt. Freiheit wird zu diesem Zeitpunkt noch mit einer bürgerlichen Republik gleichgesetzt, Ruge zum Beispiel illusioniert noch in einen freien Staat, &#8222;der das öffentliche Wesen selbst ist&#8220;. 6. In der Staatsfrage macht der junge Marx in kürzester Zeit den größten Sprung nach vorne: deutet er im Brief  vom Mai 1843 das tolle Jahr 1789 noch als Wiedergeburt des Menschen 7., und den aus der bürgelichen Revolution geborenen demokratischen Staat als seinen höchsten Zweck,  8. so heißt es bereits in den jetzt aber bereits gegen Ruge gerichteten &#8222;Kritischen Randglossen zu dem Artikel eines Preußen&#8220;, veröffentlicht im &#8222;Vorwärts&#8220; Nummer 63 am 7. August 1844, dass die Existenz des Staates und die Existenz der Sklaverei unzertrennlich sind. 9. Die im berühmten, im September 1843 aus Kreuznach abgeschickten Brief  an Ruge angesprochene Thematik der Staatsfrage sich innerhalb eines Jahres so weit akzentuiert, dass sie einer ersten Lösung zugeführt werden kann: der bürgerliche politische Staat kann nicht der höchste Zweck der Menschen sein, sondern ist zu überwinden. Noch vor dem vier Jahre älteren Bakunin gelingt es dem jungen Marx, den sich seit der französischen Revolution immer mehr, besonders in der Exekutive  verfestigenden politischen Staat, der von bürgerlicher Ideologie unter einem theoretischen Immanenzgitter gehütet wird, substantiell zu transzendieren. Dieser Ausbruch eröffnet eine neue Weltsicht, die sich historisch im Verhältnis von bürgerlich politischer und proletarisch menschlicher Revolution durchsetzen wird. (Die russiche Doppelrevolution von 1917 ist ein Musterbeispiel dieses sukzessiven Verhältnisses). Humanismus kann mit Politik nicht vereinbart werden, der Volksmund drückt es schon ganz richtig aus, dass sie ein schmutziges Geschäft ist und den Charakter verdirbt. Die Zerschlagung der bürgerlichen politischen Eliten ist heute historisch überfällig, um aus der kapitalistischen Lohnbarbarei  herauszukommen, diese Eliten werden ja gerade akademisch herangezüchtet, um diese aufrechtzuerhalten, zu verfeinern und zu bemänteln. Bürgerliche Demokratie und Lohnsklaverei sind hingegen zu vereinbaren und harren der Transzendierung durch die gewaltsame Arbeiterrevolution. Diese Transzendierung skizziert sich bereits im bekannten Brief aus Kreuznach über die Schrift  &#8220;Zur Judenfrage&#8220; bis zu den &#8222;Kritischen Randglossen&#8220;, wobei die Konturen immer deutlicher werden. Im Brief an Ruge führt Marx aus, dass der politische Staat innerhalb seiner Form &#8222;alle sozialen Kämpfe, Bedürfnisse, Wahrheiten&#8220; 10. ausdrückt. &#8222;Der Kritker kann also nicht nur, er muß in diese politischen Fragen (die nach Ansicht der krassen Socialisten unter aller Würde sind) eingehn. Indem er den Vorzug  des repräsentativen  Systems vor dem ständischen entwickelt, interessirt er praktisch eine große Parthei. Indem er das repräsentative System aus seiner politischen Form zu der allgemeinen Form erhebt und die wahre Bedeutung, die ihm zu Grunde liegt, geltend macht, zwingt er zugleich diese Parthei über sich selbst hinauszugehn, denn ihr Sieg ist zugleich ihr Verlust.&#8220;11. Diese Darlegung ist fundamental richtig, die Sukzession von der bürgerlichen zur socialen antistaatlichen  Revolution hat sich aber als langwieriger erwiesen, als der junge revolutionäre Feuerkopf 1843 annahm. Die wirtschaftliche Prosperität nach 1848 sowohl im kapitalistischen Mutterland als auch auf dem Kontinent zwang zur Korrektur einer Kettenreaktionstheorie. Aber theoretisch ist die Kontur der wechselseitigen Bedingung  von Politikbefreiung und Humanismus in den &#8222;Kritischen Randglossen&#8220; deutlich und final gezogen: &#8222;Die Revolution überhaupt &#8211; der Umsturz der bestehenden Gewalt und die Auflösung der alten Verhältnisse &#8211; ist ein politischer Akt. Ohne Revolution kann sich aber der Sozialismus nicht ausführen. Er bedarf dieses politischen Aktes, so weit er der Zerstörung und der Auflösung bedarf. Wo aber seine organisierende Thätigkeit beginnt, wo sein Selbstzweck, seine Seele hervortritt, da schleudert der Sozialismus die POLITISCHE (kursiv von Karl Marx) Hülle weg.&#8220; 12. Die bürgerlichen Ideologen können diese Hülle selbst in ihrem Kopf nicht fortschleudern, deshalb können sie die kommunistische Revolution nicht verstehen, immer wieder wird an diese mit politischen Kategorien herangegangen. Bürgerliche Ideologie kann heute nur eine der Herrschaft, nicht aber eine der Befreiung sein, deshalb ist das Politische als Reflex klassenmäßig organisierter Gesellschaften ihr wesensimmanent, Freiheit liegt jenseits des Politischen und damit jenseits des Staatlichen. Der bürgerliche Ideologe wird aber im Kopf gerade politisch blockiert. Dass dann der Kommunismus nicht möglich ist, versteht sich von selbst. In der Dialektik von Revolution und Konterrevolution ist die Politik eindeutig zuzuordnen, geht es ersterer um eine Entpolitisierung durch die Politsierung hindurch, gerade daraus ergibt sich das apolitisch Humane, so geht es der bürgerlichen Konterrevolution immer nur um Politik, die zum Kristall gefrieren soll, um das ökonomische Sklavenjoch, auf dem die Politikerkaste selbst sitzt, für immer zu erhärten.</strong></p>
<p><strong>1. Bakunin war zu dieser Zeit 29 Jahre alt, zehn Jahre älter war Feuerbach, Ruge war 41 Jahre alt.</strong></p>
<p><strong>2. Arnold Ruge, Ein Briefwechsel aus dem Jahr 1843, in: Marx Engels Gesamtausgabe MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982, 475</strong></p>
<p><strong>3. a.a.O., 474</strong></p>
<p><strong>4. Karl Marx, Ökonomisch Philosophische Manuskripte, Heft I, Marx Engels Gesamtausgabe MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982, 239</strong></p>
<p><strong>5. &#8222;Physisch geht dieses brauchbare Volk nicht unter, und geistig oder mit seiner Existenz als freies Volk ist es längst am Ende.&#8220; (a.a.O.,474). </strong></p>
<p><strong>6. a.a.O.,473</strong></p>
<p><strong>7. a.a.O.,476</strong></p>
<p><strong>8. a.aO.</strong></p>
<p><strong>9. Karl Marx, Kritische Randglossen zu dem Artikel: &#8222;Der König von Preußen und die Socialreform. Von einem Preußen&#8220;. Vorwärts Nummer 60 vom 7. August 1844, in: MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982,456</strong></p>
<p><strong>10. Arnold Ruge, Ein Briefwechsel aus dem Jahre 1843, in: Marx Engels Gesamtausgabe MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982,488</strong></p>
<p><strong>11. a.a.O.</strong></p>
<p><strong>12. Karl Marx, Kritische Randglossen zu dem Artikel &#8222;Der König von Preußen und die Socialreform. Von einem Preußen&#8220;. Vorwärts Nummer 60 vom 7. August 1844,in: MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982,463</strong></p>
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		<title>Marxismus und Revisionismus Aus Anlass von Bernsteins 162. Geburtstag</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 21:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Bernstein Revisionismus von rechts wissenschaftlicher Sozialismus Kant Internationalismus Kriegskredite Marx Engels Lenin Bebel Liebknecht Fabier Webb Exil Mehring Bloch]]></category>

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		<description><![CDATA[Eduard Bernstein gilt in der Arbeiterbewegung, die sich auf den wissenschaftlichen Sozialismus von Marx und Engels beruft, als Abtrünniger, als klassenfeindlicher Vater des Revisionismus von rechts, das heißt: er stellte die wissenschaftliche Begründung, dass der Sozialismus zwangsläufig das historische Resultat der kapitalistischen Gesellschaft, dass er die sich aus deren antagonistischen Widersprüchen ergebende nächste höhere Gesellschaftsformation (als [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=leninunserallerlehrer.wordpress.com&amp;blog=7784955&amp;post=4346&amp;subd=leninunserallerlehrer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eduard Bernstein gilt in der Arbeiterbewegung, die sich auf den wissenschaftlichen Sozialismus von Marx und Engels beruft, als Abtrünniger, als klassenfeindlicher Vater des Revisionismus von rechts, das heißt: er stellte die wissenschaftliche Begründung, dass der Sozialismus zwangsläufig das historische Resultat der kapitalistischen Gesellschaft, dass er die sich aus deren antagonistischen Widersprüchen ergebende nächste höhere Gesellschaftsformation (als deren nächste höhere Entwicklungsstufe) ist, grundsätzlich in Frage. Der Grundwiderspruch der kapitalistischen Gesellschaft besteht darin, dass das gesellschaftliche Produkt angeeignet wird vom Einzelkapitalisten. Der materialistische Dialektiker entdeckt im Bestehenden die Elemente seines Untergangs, Bernstein aber, sich gegen die Marx´sche Zusammenbruchstheorie wendend 1.,  als ob die dialektische Bewegung keine mit Knotenpunkten ist, an denen es zu katastrophalen Einbrüchen kommt, inspirierte eine unheilvolle, sich aber immer als marxistisch verstehende und ausgebende Entwicklung in der deutschen (und internationalen) Sozialdemokratie, die über die Bewilligung der Kriegkredite 1914 für einen imperialistischen Raubkrieg zur direkten Unterdrückung der Lohnsklaven und Ermordung von deren Führern Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch sozialdemokratische Faschisten führte. Nur ein einziger Revolutionär in der SPD stimmte 1914 gegen den imperialistischen Krieg und blieb Lenins Fahne des Internationalismus treu wie nur Plechanow als einziger Marxist philosophisch gegen den Revisionismus Bernsteins kämpfte. Bernstein bemerkte den kardinalen Bewilligungsfehler erst im Frühjahr 1915. Ich sprach von einem Revisionismus von rechts, es gab aber auch noch einen Revisonismus von links vorwiegend in den romanischen Ländern, der als &#8222;revolutionärer&#8220; halbanarchistischer Syndikalismus auftrat. Um die Jahrhundertwende hatte sich der Marxismus bereits soweit in der europäischen Arbeiterbewegung durchgesetzt, dass marxismusfeindliche Strömungen nur noch unter marxistischer Fahne ihr Haupt erheben konnten. &#8222;Es sind keine antimarxistischen Gedanken, die ich da ausspreche, es sind Folgerungen, die, wenn auch Marx sie selbst nie gezogen hat, doch im Einklang mit den Fundamentalgedanken seiner Theorie stehen&#8220;.  2. Die Entstehung des Revisionismus hat objektive Gründe, die in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung liegen, nicht überall ist in dieser die für die Entwicklung einer revolutionären marxistischen Arbeiterbewegung ideale Großindustrie vorhanden, zurückgebliebene ökonomische Verhältnisse bringen Abweichungen vom Marxismus hervor, die grundsätzlich in zwei Richtungen ausarten: Revisionismus, der leugnet, dass die Arbeiterbewegung in einem grundsätzlichen Gegensatz zur GANZEN alten Gesellschaft steht, und Anarchismus. Beide Richtungen sind im Grunde leibliche Brüder. Für die Revisionisten sind Reformen bereits eine teilweise Verwirklichung des Sozialismus. Gefördert wird der Revisionismus andererseits durch einen Wechsel in der Taktik der herrschenden Bourgeoisie, die zwischen zwei Systemen des Regierens variiert oder auch zwischen diesen kombiniert. Die Variante der Gewalt fördert den Anarchismus, die Variante des &#8222;Liberalismus&#8220;, die die schlauere bürgerliche Taktik darstellt, den Revisionismus. Die schlauere bürgerliche Taktik ist noch gefährlicher für die Arbeiterbewegung, die durch Scheinzugeständnisse getäuscht werden soll und Teile dieser Bewegung auch tatsächlich täuscht, wie dies bereits der holländische Marxist Anton Pannekoek 1909 in seiner Schrift: &#8222;Die taktischen Differenzen in der Arbeiterbewegung&#8220; (Hamburg, Erdmann Dubber 1909) nachgewiesen hat. Die getäuschten Arbeiter gelangen zu der Auffassung, dass der Klassenkampf veraltet sei und wenden sich von ihm ab. &#8222;Die Zickzackwege der bürgerlichen Taktik haben eine Stärkung des Revisionismus in der Arbeiterbewegung zur Folge und steigern nicht selten die Differenzen innerhalb der Arbeiterbewegung bis zur direkten Spaltung.&#8220; 3.<br />
</strong></p>
<p><strong>Eduard Bernstein wurde am 6. Januar 1850 in Berlin als siebentes Kind eines Lokführers geboren, der sich zum jüdischen Glauben bekannte. Zu dieser Zeit fingen die ersten Fabrikarbeiter an, das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels zu studieren. Eduard wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, die seine Hinwendung zur sozialistischen Arbeiterbewegung programmierte. 1872 wurde er Mitglied der Internationalen Arbeiterassoziation und sodann auch der SDAP, der &#8222;Sozialdemokratischen Arbeiterpartei&#8220;.  Dieser Beitritt erfolgte aber primär aus Sympathie für den Internationalismus, insbesondere durch Bebels und Wilhelm Liebknechts antichauvinistischer Haltung im Deutsch Französischen Krieg, nicht etwa auf Grund der sozialen Frage, die eine der Ausbeutung ist. 4</strong><strong>. Mit dem tiefen proletarischen Milieu kommt Bernstein wenig in Berührung, im Gegenteil, nach seiner Lehre wird er Bankangestellter im Hause der Rothschilds. Er wirkte an der Vereinigung der beiden deutschen Arbeiterparteien, der &#8222;Eisenacher&#8220; und &#8222;Lassalleaner&#8220; zur &#8222;Sozialistischen Arbeiterpartei&#8220; im Jahre 1875 in Gotha mit, auf dem Einigungsparteitag wurde er in die aus achtzehn Mitgliedern bestehende Parteileitung gewählt. Aus dem Bankgewerbe wechselte Bernstein ins Sekretärische: er wurde Privatsekretär des Sozialisten Karl Höchberg, der allerdings wiederum der Sohn eines reichen jüdischen Bankiers war. Beide verlegten ihren Wohnsitz noch vor dem Sozialistengesetz in die Schweiz, das die Attentatspsychose geschickt ausnutzende Sozialistengesetz Bismarcks machte sie zu Exilanten. Bernstein fand Zeit, sich mit eines  der Hauptwerke von Friedrich Engels auseinanderzusetzen: &#8220;Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft&#8220;.  Das Buch überzeugte ihn vollends, Bernstein wurde im Winter 1878/79 endgültig Marxist und kämpfte dafür, dass der Marxismus die Theorie der Sozialdemokratie wurde. 1883, im Todesjahr von Karl Marx, übersetzte er zusammen mit Karl Kautsky das von Marx im Original französisch geschriebene Werk &#8222;Das Elend der Philosophie&#8220; ins Deutsche. &#8222;Bernstein galt damals als einer der besten Marx Kenner, so dass Engels ihm am Ende seines Lebens gemeinsam mit Bebel sogar die Verwaltung seines Nachlasses anvertraute.&#8220; 5. 1888 setzte die deutsche Regierung die Vertreibung der deutschen Sozialdemokraten, die hier immer noch publizistisch tätig waren, aus der Schweiz durch. Bernstein ging nach London und geriet hier in schlechte Gesellschaft: in die der 1884 gegründeten Fabier (Fabians), zu denen auch das Ehepaar Webb gehörte. Diese reformistische Organisation benannte sich nach dem römischen Feldherrn Fabius Cunctator (&#8222;der Zauderer&#8220;, weil er Entscheidungsschlachten auswich), sie bestand vorwiegend aus bürgerlichen Intellektuellen  und vertrat einen friedlichen Übergang zum Sozialismus durch kleine stückweise Reformen, sie verfolgte das Ziel, &#8222;to permeate Liberalism with Socialism (den Liberalismus mit Sozialismus zu durchdringen)&#8220; 6.  Durch diesen Kontakt regten sich bei Bernstein erste revisionistische (zaudernde) Keime (denn auch der Revisionismus weicht der Entscheidungsschlacht zwischen Kapitalismus und Sozialismus aus) und noch Wilhelm Liebknecht, der selbst als verfolgter Teilnehmer der 48er Revolution zwölf Jahre von 1850 bis 1862 in England im Exil lebte,und Franz Mehring waren später der Auffassung, dass Ede sich den revisionistischen Bazillus im Londoner Exil eingehandelt habe. Ab 1896, ein Jahr nach dem Tode von Friedrich Engels, propagierte Bernstein seine Revision der Marxschen Theorie, zunächst in der Artikelserie &#8222;Probleme des Sozialismus&#8220;, drei Jahre später erschien das Buch &#8222;Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie&#8220;, das auch in mehrere andere Sprachen übersetzt wurde. Bernstein griff den Kern der Marxschen Theorie direkt an. Die Kernaussage des Manifestes lautete neben dem kursiv gedruckten Schlussaufruf &#8222;Proletarier aller Länder vereinigt euch !&#8220; : Aufhebung des Privateigentums. 7. im Abschnitt &#8222;Proletarier und Kommunisten&#8220; und ganz am Ende: in allen revolutionären Bewegungen heben die Kommunisten &#8222;die Eigentumsfrage, welche mehr oder minder entwickelte Form sie auch angenommen haben möge, als die Grundfrage der Bewegung hervor&#8220;. 8. Bernstein entwickelte dagegen: &#8222;Auf lange Zeit (?!/H.A.) hinaus müssen wir uns der Vorstellung entschlagen, als ob wir einem vollkommen kollektivistischen Gesellschaftszustand entgegengingen. Wir müssen uns mit dem Gedanken an partielle Kollektivgemeinschaften vertraut machen&#8220;. 9. Im Keim lag der berühmte Satz des Revisionismus: Die Bewegung ist alles, das Endziel ist nichts ! vor.  &#8222;Die Haltung von Fall zu Fall festlegen, sich an Tagesereignisse, an das Auf und Ab im politischen Kleinkram anpassen, die Grundinteressen des Proletariats, die Grundzüge der ganzen kapitalistischen Entwicklung vergessen, diese Grundinteressen um wirklicher oder vermeintlicher Augenblicksvorteile willen opfern &#8211; darin besteht die revisionistische Politik.&#8220; 10. Bernsteins Hauptbuch erschien im Herbst 1899, pünktlich zum Beginn des Imperialismus könnte man sagen, der im gleichen Jahr mit dem Ausbruch des Spanisch Amerikanischen Krieges anhob. In Lenins Lesart ist der Imperialimus faulender und sterbender Kapitalismus, das weiß jeder. Bernstein jedoch hatte &#8222;neue&#8220; Erkenntnisse: &#8222;Ich bin der Anschauung entgegengetreten, daß wir vor einem in Bälde zu erwartenden Zusammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft stehen und dass die Sozialdemokratie ihre Taktik durch die Aussicht auf  eine solche bevorstehende große soziale Katastrophe bestimmen, beziehungsweise von ihr abhängig machen soll.&#8220; 11. Die von Marx dargelegte Polarisierung der spätbürgerlichen Gesellschaft in Lohnarbeit und Kapital träfe nicht mehr reinblütig hervor, sondern mildere sich, aus neuen  Wirtschaftsdaten ergäbe sich, dass weder in der Industrie noch in der Landwirtschaft eine gewaltsame Konzentration weniger Kapitalisten und Kulaken stattfinde. Bei Prosperität ist dieser Konzentrationsprozess der Kapitale nicht so deutlich zu sehen, aber in den periodisch wiederkehrenden Krisen tritt er doch grell hervor. Des weiteren wurde behauptet dass der Kapitalismus neue Kleinbetriebe schaffe.Besonders in der Landwirtschaft finde keine Konzentration statt, (so besonders auch vertreten von Dr. Eduard David in seinem Buch: &#8222;Der Sozialismus und die Landwirtschaft&#8220;). Bernstein behauptete auch, dass Marx den Konzentrationsprozess in der Landwirtschaft nur für England studiert habe, seine Schlußfolgerungen daher einseitig und obsolet seien.  Lenin sah die sozialen Wurzeln des Revisionismus im Kleinbürgertum und bezeichnete es als ganz natürlich, &#8222;dass die kleinbürgerliche Weltanschauung in den großen Arbeiterparteien immer wieder zum Durchbruch kommt.&#8220;10. Der spießige Kleinbürger klammert sich ans Kapital und redet die zum endgültigen Zusammenbruch führenden Krisen des kapitalistischen Wirtschaftssystems schön. Die führenden Köpfe der deutschen Sozialdemokratie  Rosa Luxemburg, Wilhelm Liebknecht und August Bebel wandten sich gegen Bernstein, Rosa wollte ihn aus der Partei wissen. Es war Kautsky zu verdanken, dass Bernstein aus der Redaktion der &#8222;Neuen Zeit&#8220; verdrängt wurde, der Verstoßene fand Unterschlupf bei den &#8222;Sozialistischen Monatsheften&#8220;, die Dr. Joseph Bloch herausgab. Bebel forcierte die Kampagne gegen den Bernstein´schen Revisionismus und auf dem Dresdner Parteitag 1903 stimmte eine große Mehrheit gegen Bernsteins Voraussetzungen und den von ihm der SPD zugedachten Aufgaben. Da verstummte Bernstein und widmete sich als Reichstagsabgeordneter pragmatischen, nicht theoretischen Fragen. Um die Jahreswende 1900/01 war der Haftbefehl gegen Bernstein berechnend aufgehoben worden, Reichskanzler Bülow soll dabei seine Hände im Spiel gehabt haben. Man versprach sich von Bernsteins Rückkehr aus England in opportunistische Richtung führende Unruhe und Verwirrung in der SPD. Der erste Weltkrieg rüttelte ihn auf. Fiel er zunächst auf die imperialistische Propaganda herein, so wandte er sich ab Frühjahr 1915 sehr zum Unwillen seines revisionistischen Anhangs gegen den imperialistischen Krieg. Ende September 1914 hatte Bernstein bereits einen Artikel gegen englandfeindliche Demonstrationen geschrieben, und schon verweigerte Dr. Joseph Bloch den Abdruck in seinen sozialchauvinistischen Monatsheften. Anfang Dezember 1914 erteilt er zum letzten Mal schweren Herzens seine Zustimmung zu den Kriegskrediten, am 20. März 1915 enthält er sich der Stimme und am 29. Dezember des gleichen Jahres stimmt er endlich gegen die Kredite. Zusammen mit Hugo Haase und Karl Kautsky schrieb er ein Buch gegen diesen Krieg: &#8222;Das Gebot der Stunde&#8220;. Diese internationalistische Haltung führte ihn 1917 zur Mitgliedschaft in der Ostern 1917 gegründeten USPD, er behielt aber seine alte Mitgliedschaft in der MSPD bei. Zum entscheidenden Bruch wollte es der Revisionist nicht kommen lassen. Ohnehin plädiert der Revisionismus für einen allmählichen und schrittweisen Fortschritt, ohne dialektische Sprünge und Brüche. Er favorisiert statt der revolutionären Dialektik die Evolution, eine ruhige, sich gesetzmäßig vollziehende Revolution 12., während Marx und Engels im Kommunistischen Manifest davon sprachen, dass das Proletariat sich nicht erheben kann, &#8222;ohne dass der ganze Überbau der Schichten, die die offizielle Gesellschaft bilden, in die Luft gesprengt wird.&#8220; 13. , spricht Bernstein von einer &#8222;Zivilisierung des Klassenkampfes&#8220; 14. Auch forderten sie despotische Eingriffe in das Eigentumsrecht 15. , während Bernstein vor brutalen Eingriffen &#8222;in den so empfindlichen Organismus der modernen, hochentwickelten Volkswirtschaft&#8220; 16. warnt.  Ein Grundgedanke des Bernstein´schen Revisionismus steht vor diesen theoretischen Darlegungen im Hintergrund, es ist der von der überaus langen Lebensfähigkeit des Kapitalismus. Wir müssen zugeben, dass Marx nach 1848 eine zu optimistische Revolutionserwartung pflegte, im Manifest hieß es sogar, in Deutschland sei die bürgerliche Revolution nur das unmittelbare Vorspiel einer proletarischen,  und sowohl primär durch die englische als auch durch die ihr folgende kontinentale positive wirtschaftliche Entwicklung zur Korrektur gezwungen wurde, was wir aber Bernstein vorwerfen müssen, dass er nicht erfasst hat, dass in den geschichtlichen Klassenkämpfen auch phantastische Zickzackbewegungen stattfinden, etwas nicht Vorauszuberechnendes, Brüche in der Kontinuität. So deutete Lenin zum Beispiel die Dreyfuss Affäre in Frankreich als ein sehr schwer zu berechnendes Ereignis, das auch zu einer Revolution hätte führen können.  Deshalb interessieren sich die Revisionisten auch so sehr für die kompromissverseuchte englische Geschichte und für die flache englische Philosophie, flach insofern, als diese durch Bacon und Locke, die von den in Einzeluntersuchungen erstarrten Naturwissenschaften ausgingen, von der metaphysischen Denkweise, vom common sense dominiert wurde.  Ja die Toleranz ging soweit, dass die Religion auch einer marxistischen Partei gegenüber Privatsache zu sein habe. (Und als vor dem ersten Weltkrieg in Deutschland eine massenhafte Kirchenaustrittsbewegung stattfand, verboten führende Sozialdemokraten ihren Mitgliedern antireligiöse Propaganda im Namen der Partei !!). Auch Marx und Engels interessierten sich für die &#8220;british history&#8220;, kamen aber als Dialektiker zu ganz anderen Schlüssen: der Tag sei nicht mehr fern, schrieb Engels am 19. April 1890 über die englische Arbeiterbewegung, nachdem er die verbürgerlichten abgehobenen Arbeiter bloßgestellt hatte, &#8222;&#8230;wo diese Masse PLÖTZLICH (kursiv von Heinz Ahlreip) sich selbst findet, wo es ihr aufleuchtet, dass sie diese kolossale sich bewegende Masse ist.&#8220; 17. Auf dem Gebiet der Philosophie fand eine Rückkehr zu Kant statt: am 17. Mai 1901 hielt Bernstein einen Vortrag vor dem Sozialwissenschaftlichen Studentenverein zu Berlin, in dem er sich das Thema vorlegte: &#8222;Wie ist wissenschaftlicher Sozialismus möglich ?&#8220; Zur Beantwortung dieser Frage bezog er sich direkt auf Kants in der 1781 erschienenen &#8222;Kritik der reinen Vernunft&#8220; (und auf die diese 1783 popularisierende &#8222;Prolegomena zu jeder künftigen Metaphysik, die als Wissenschaft wird auftreten können&#8220;) thematisiertes Kernproblem: Wie ist Metaphysik als Wissenschaft möglich ? Für Kant war Metapysik als Wissenschaft ohne Erkenntniskritik unmöglich. Im Gefolge des Kantianismus wollte denn Bernstein auch den Begriff &#8222;wissenschaftlicher Sozialismus&#8220;, der den Sozialismus im Gegensatz zum Utopismus sich aus seinen ökonomischen Wurzeln entwickeln sieht,  durch den des &#8222;kritischen Sozialismus&#8220;, dem es primär um erkenntniskritische Probleme seiner wissenschaftlichen Begründung geht, ersetzen. Für die Marxisten ist der Sozialismus eine sich aus dem Zusammenhang der geschichtlichen Entwicklung der Ökonomie ergebende Zwangsläufigkeit, allerdings keine objektiv automatische jenseits jeglicher Klasseninteressen und Kämpfe, sondern nur durch diese hindurch, für die Revisionisten eine philosophische Frage. Sie verfallen in den alten Fehler, der durch die Gewohnheit die Menschen täuscht, dass sie ihr Tun durch ihr Denken bestimmen statt aus ihren Bedürfnissen. Bernstein ging ganz in der Tradition der Aufklärung von einer objektiven unparteiischen Gesellschaftswissenschaft aus und negierte schließlich den entscheidenden Bruch, den die Marx´schen Feuerbachthesen in der Gesellschaftswissenschaftsgeschichte herbeigeführt hatten: dass richtige gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse an revolutionäre gesellschaftliche Veränderungen gekoppelt sind, besser formuliert: sich dialektisch auseinander ergeben, wobei aber die revolutionär verändernde Praxis das Primat habe. Ohne revolutionäre Praxis wird Dialektik als Prozesswissenschaft das Sich-Selbst-Erfassen der Gesetzmäßigkeit der Prozesse in immanenter Selbstreflexivität dialektisch widergespiegelter dialektischer Gesetze. Strenge und höchste Wissenschaftlichkeit müssen mit revolutionärem Geist verbunden werden.  In der Frage der Moral ist es relativ einfach, es gibt eine feudale, eine bürgerliche, eine proletarische. Ebensowenig gibt es eine übergesellschaftliche Gesellschaftswissenschaft, die bürgerliche verteidigt, in welcher modernen Toga sie sich auch immer hüllen mag, die Ausbeutung der Lohnsklaven, die proletarische Wissenschaft ist der Marxismus Leninismus. Am 28. Dezember 1918 hielt Bernstein im großen Saal der Philharmonie in Berlin einen Vortrag mit dem Titel: Was ist Sozialismus ? Vergleichen wir einmal die Bestimmung, die Friedrich Engels gibt mit der von Bernstein und wir werden sofort die Verflachung bei Bernstein bemerken. Zunächst also Engels, der in seiner Schrift &#8222;Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft&#8220; folgenden Sozialismusbegriff  entwickelte: Der moderne Sozialismus ist weiter nichts als der Gedankenreflex des tatsächlichen Konflikts zwischen Produktivkräften und Produktionsweise .&#8220; 18. Und Bernstein ? Bernstein meint: &#8222;Der Sozialismus ist die Summe der sozialen Forderungen und naturgemäßen Bestrebungen der zur Erkenntnis ihrer Klassenlage und der Aufgaben ihrer Klassen gelangten Arbeiter in der kapitalistischen Gesellschaft.&#8220; 19.  Wohltuend wird hier sein, Worte von Engels zum Charakter einer proletarischen  Revolution zu vernehmen: &#8222;Eine Revolution ist ein reines Naturphänomen, das mehr nach physikalischen Gesetzen geleitet wird, als nach den Regeln, die in ordinären Zeiten die Entwicklung der Gesellschaft bestimmen. Oder vielmehr, diese Regeln nehmen in der Revolution einen viel physikalischeren Charakter an, die materielle Gewalt der Notwendigkeit tritt heftiger hervor.&#8220; 20. Bernstein warf dem klassischen Marxismus eben &#8222;Blanquismus&#8220; vor, denn von Revolution, von der Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparates, von der völligen Vernichtung des Bürgertums findet man bei ihm keine Spur. Es liegt eine schon klassisch zu nennende Fehlinterpretation des Marx´schen &#8222;Bürgerkrieg in Frankreich&#8220; vor. In der Vorrede zum Kommunistischen Manifest von 1872  legte Marx als Lehre aus der Pariser Kommune dar: dass die Arbeiterklasse nicht die fertige Staatsmaschine einfach in Besitz nehmen und sie für ihre eigenen Zwecke in Bewegung setzen darf. Bernstein legte diese Schlußfolgerung so aus, als habe Marx die Arbeiter vor revolutionärem Übereifer gewarnt. &#8222;Eine gröbere und abscheulichere Verdrehung des Marxschen Gedankens ist kaum vorstellbar.&#8220; 21. Es ist darauf zu insistieren, dass der Revisionismus kardinal mit der dialektischen Entwicklungslehre gebrochen hat und quer zur Geschichte der Arbeiterbewegung liegt, Geschichte ist dem Revisionismus lediglich Fortschritt. &#8222;Nur die Arbeiter sind, sobald sie als Klasse auftreten, in jeder Hinsicht gebunden an den gesellschaftlichen Fortschritt, sie sind seine sicherste Vorhut, wie das Lassalle so schön in die Worte gekleidet hat, die er im Arbeiterprogramm den Arbeitern zuruft: &#8222;Sie sind der Fels, auf dem die Kirche der Gegenwart gebaut werden soll&#8220;. Wenn man das den Arbeitern sagt und ihnen die Wahrscheinlichkeit zeigt eines stetigen Aufstieges, der vielleicht langsam sich vollzieht, aber infolge ihrer zunehmenden sozialen Bedeutung ihnen doch sicher ist, sofern sie nur vereint vorgehen, so zeigt man ihnen damit ein grosses Ziel, das um so stärkere Wirkung ausüben muss, als es ein Ziel ist, an das auch der nüchtern Urteilende glauben kann&#8220;. 22. Darin steckt ganz der Allmählichkeitsgedanke, den auch der Aufklärer Kant vertritt, für diesen stieg die Fortschritt verheißende Aufklärung nach und nach zu den Thronen hinauf, Kant war aber noch insofern kritischer als Bernstein, als er immerhin betont, dass dieser Aufstieg nicht ohne Wahne und Grillen geschehe. Was bei Kant der Thron, ist bei Bernstein die Kirche. Der Revisionismus wecke &#8222;&#8230;das Selbstvertrauen, das auch bei langsamen Vormarsch die Geister zur höchsten Anspannung ihrer Kräfte zu entflammen mag&#8220;. 23. Klingt hier nicht bereits so etwas an wie der lange (langsame) Marsch durch die Institutionen ? Ein Credo des jungen Hegel war: Je besser die Methode, desto greller die Resultate. Engels sprach von der tief innerlichen ruhelosen Dialektik und Lenin von phantastischen Zickzackbewegungen in der Geschichte. Hiervon hat sich Bernstein verabschiedet. Was hätte Bernstein zu Stalins Satz gesagt: Wir liegen gegenüber den fortgeschrittenen Ländern des Westens um hundert Jahre zurück, wir müssen das in zehn Jahren aufholen, entweder wir schaffen das, oder wir werden zermalmt. Er hätte gesagt: Das geht nicht !</strong></p>
<p><strong>Bernstein verhedderte sich in der Dialektik der gesellschaftlichen Entwicklung in dem Wechselverhältnis zwischen komplexen Gebilden und ihrer zunhemenden Vereinfachhung in der geschichtlichen Progression: </strong><strong>&#8222;Eine Gesellschaft, deren Einrichtungen und Gewohnheiten auf Jahrtausende alter Entwicklung beruhen, kann man nicht von heute auf morgen nach einer ganz anderen Richtung hin umändern. Dies namentlich deshalb nicht, weil der Kapitalismus nicht die Folge gehabt hat, die man lange von ihm erwartet hat: die Gesellschaft in ihrem Bau und Organismus zu vereinfachen, durchgängig einfache Verhältnisse zu schaffen. Nein, die Gesellschaft ist komplizierter geworden, die Klassengliederung ist vielseitiger geworden, sie hat sich immer weiter verzweigt. Die kleinen Betriebe in Industrie und Handel sind nicht vernichtet worden, sie sind nur überflügelt und in ihrer Natur und wirtschaftlichen Stellung verändert worden&#8220;. 24. Lenin pflegte zu sagen, so etwas hat den Anschein der Wissenschaftlichkeit und schläfert den Spießbürger vortrefflich ein. Man habe bei Spencer und Michailowski ein paar Phrasen entlehnt über die Komplizierung des öffentlichen Lebens, die Differenzierung der Funktionen und dgl. mehr. 25. Ja heute scheint es schon völlig unbekannt zu sein, dass die marxistische Befreiungslehre ihre Ursache selbst in einer Vereinfachung gesellchaftlicher Zusammenhänge hat. &#8222;Während aber in allen früheren Perioden die Erforschung  dieser treibenden Ursachen der Geschichte (grosse Massen, ganze Völker und in jedem Volk wieder ganze Volksklassen/Heinz Ahlreip) fast unmöglich war &#8211; wegen der verwickelten und verdeckten Zusammenhänge mit ihren Wirkungen -, hat unsre gegenwärtige Periode diese Zusammenhänge so weit vereinfacht, daß das Rätsel gelöst werden konnte&#8220;. 26. Ein Grundzug des Sozialismus ist das Wiederaufleben der primitiven Demokratie und es ist kennzeichnend für den Revisionisten Bernstein, dass er sich in seinem Hauptwerk &#8222;Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie&#8220; gegen die urwüchsige Primitivität der Volksmassen ausspricht und vom &#8222;doktrinären Demokratismus&#8220; spricht. Hier ist ganz der Einfluß der englischen Gewerkschaftsbewegung in der Interpretation der Eheleute Webb zu spüren. &#8222;Während der siebzig Jahre ihrer Entwicklung hätten die Trade Unions , die sich angeblich in voller Freiheit (Seite 137 der deutschen Ausgabe) entwickelt haben, sich von der Unbrauchbarkeit des primitiven Demokratismus überzeugt und ihn durch den üblichen Demokratismus ersetzt: Parlamentarismus und Bürokratismus. &#8222; 27. Dagegen ist die Vereinfachung der Rechnungsführung und Kontrolle, die eine siegreiche sozialistische Revolution unter Abschneidens des Bürokratismus sofort praktizieren muß, fundamental für die Entwicklung zum Kommunismus, diese würde nicht möglich sein, hätte nicht der Kapitalismus Rechnungsführung und Kontrolle vorbereitend vereinfacht. Diese kann ausnahmslos von jedem durchgeführt werden, der des Lesens und Schreibens kundig ist, die vier Grundrechnungsarten beherrscht und entsprechende Quittungen ausstellen kann. 28. Auch in der Perestroikaperiode wurde die Vereinfachung der gesellschaftlichen Funktionen immer mehr verdrängt durch deren angebliche Mannigfaltigkeit. Es ist falsch, einseitig zu behaupten, dass die sozialökonomischen  Formationen der Vergangenheit beziehungsstrukturell einfach und die historisch späteren  immer innerlich komplizierter als die vorangegangenen aufgefasst werden müssen. Ich schrieb damals gegen den Perestroikaphilosophen Jakowlew: &#8222;&#8230;und überhaupt, wo kämen wir (wieder) hin, wenn alle Sowjetbürger gleichartig Soldaten Stalins wären ! Nein ! Wir wollen den diskreten Charme der Nuancierung, wir wollen Schönheitsköniginnen und Champagner aus Paris, überhaupt, wir wollen innerlich raffinierter, innerlich komplizierter sein als die bürgerliche Gesellschaft&#8220;. 29. Als Folge der den Schlußstrich des Revisionismus ziehenden Perestroika sehen wir heute eine raffinierte Verzahnung von Politik und Mafiaunwesen, die den Gewinn aus ihren Geschäften schon mal mit an Regimekritikern angewandten glühenden Lötkolben erhöht. Das ist das Resultat der revisionistischen sozialdemokratischen Perestroikaideologie, die einen Sozialismus mit menschlichem Anlitz propagierte.</strong></p>
<p><strong>Aber wie schon oben gesagt, Bernstein übte in theoretischen Fragen nach dem Dresdner Parteitag zunächst einsichtsvolle Abstinenz und war als Parteimitglied und Reichstagsabgeordneter schon während des ersten Weltkrieges bei einigen Fragen, zum Beispiel denen der Kriegskredite, durchaus nützlich. Auch in der Weimarer Republik sah er die nationalistische Gefahr deutlicher als manch andere sich für up to date haltenden  Sozialdemokraten. </strong></p>
<p><strong>Nachdem der erste Weltkrieg den Zusammenbruch der Monarchie gezeugt hatte, bestimmte der Rat der Volksbeauftragten Bernstein zum Beigeordneten des Reichsschatzamtes, in dieser Eigenschaft forderte er Sozialisierungen im Bereich der Bodenschätze und der Grundstoffindustrien. Praktiziert wurde das nur im bolschewistischen Rußland, aber Bernstein nahm, wie auch Kautsky, gegenüber der Oktoberrevolution eine feindselige Haltung ein. In der Großen Sowjetenzyklopädie der 50er Jahre wurde Bernstein als &#8222;Verräter der Arbeiterklasse&#8220; und als &#8222;leidenschaftlicher Feind der UdSSR &#8220; 30. eingeschätzt, seine positiv zu bewertende Linkswendung während des ersten Weltkrieges blieb  aber nicht unerwähnt. Im Verlauf der Weimarer Republik kritisierte er mit Gehalt immer mehr auch die SPD. &#8222;Er hielt es für einen entscheidenden Fehler, dass der Vorwärts es beharrlich vermied, in der Kriegsschuldfrage eindeutig gegen die ehemalige kaiserliche Regierung zu beziehen. Die Sozialdemokratie begünstigte damit nach seiner Überzeugung unnötigerweise eine Stimmung, die der kaiserlichen Politik in unverdient positiven Licht erscheinen ließ und der demokratischen Revolution einen wesentlichen Teil ihrer Legitimität raubte. Dadurch wurde der nationalistischen Propaganda, wenn auch wider Willen, Vorschub geleistet.&#8220; 31. Wahre Ausführungen eines Revisionisten, die anzeigten, dass die deutsche Sozialdemokratie tiefer und tiefer sank. Diese bemerkenswerten richtigen Erkenntnisse zeigten auch zugleich, dass man als Revisionist nicht mit allem falsch liegen muß. Hellsichtig erkannte Bernstein am Ende seines Lebens, bereits 1924, die unabweisbare Tendenz eines nationalistischen Staatsstreiches gegen die Republik und dessen Folgen: einen Terrorismus, wie ihn sich die meisten nicht träumen lassen. Die Hauptschuld an dieser Entwicklung trug ohne Zweifel die verfaulende SPD, die heute vollends eine faschistische Partei geworden ist. 32. Wenige Monate, bevor der  sozialdemokratisch iniierte faschistische Terror in Deutschland begann, starb Eduard Bernstein im Alter von 82 Jahren am 18. Dezember 1932 in Berlin. Spätestens im Godesberger Programm von 1959 feierte der Revisionismus seinen endgültigen Triumph, es war kein Geringerer als Carlo Schmid, der ausrief: Bernstein habe auf der ganzen Linie gesiegt ! Deshalb ist heute auch die deutsche SPD in gut Noskescher Tradition die Partei mit dem größten faschistischen Potential, zumal viele Nazis nach dem zweiten Weltkrieg in ihr Unterschlupf fanden. Helmut Schmidt und Günter Grass bilden nur die Spitze eines tiefbraunen Eisbergs. </strong></p>
<p><strong>Eine merkwürdige Stellung nimmt Karl Kautsky zu Bernstein ein. Kautsky trat gegen seinen Revisionismus an, aber Lenin stellte in seinem Fundamentalwerk  &#8222;Staat und Revolution&#8220; vor seinem Feldzug Schwankungen in Richtung Opportunismus fest. Bereits die marxistische &#8222;Sarja&#8220; (Die Morgenröte) &#8211; eine wissenschaftlich politische Zeitschrift, die von der Redaktion der &#8222;Iskra&#8220;  in den Jahren 1901 und 1902 in Stuttgart herausgegeben wurde, mußte bereits 1900 anläßlich Kautskys Auftreten auf  dem Internationalen Sozialistenkongress in Paris gegen ihn polemisieren &#8211; sie bezeichnete seine Ausführungen gegen den Opportunismus als &#8222;kautschukartig&#8220;. Das erste größere Werk Kautskys gegen den Opportunismus war das Buch &#8222;Bernstein und das Sozialdemokratische Programm&#8220;. Und in der Staatsfrage, in der Frage der Zerschlagung des bürgerlichen Apparates, verteidigt Kautsky Marx nicht gegen Bernsteins opportunistischen Entstellungen. &#8222;Davon, dass Bernstein Marx das gerade Gegenteil des wirklichen Marxschen Gedankens zuschrieb, dass Marx seit 1852 als Aufgabe der proletarischen Revolution das &#8222;Zerschlagen&#8220; der Staatsmaschinerie in den Vordergrund rückte, findet sich bei Kautsky nicht ein Wort.&#8220; 33. Wie Bernstein wollte auch Kautsky die Frage der Diktatur des Proletariats ganz ruhig der Zukunft überlassen. Lenin nannte das eine Kapitulation vor dem Opportunismus.</strong></p>
<p><strong>Am Ende dieses Artikels sei der Schlussabsatz des Vortrages von Bernstein: &#8222;Der Revisionismus in der Sozialdemokratie &#8220; in seiner ganzen Länge wiedergegeben, ich bitte den Leser für diese deprimierende Passage um Verständnis, aber es ist das Armutszeugnis des Revisionismus in Reinkultur und deshalb zweckmäßig, zur Kenntnis genommen zu werden.: &#8222;Die alte Perspektive, die durch die Marxschen Ausführungen über den sozialen Zusammenbruch uns Sozialdemokraten, die wir ja alle Schüler von Marx und Engels sind, vorleuchtete, war das Bild eines Heeres, das vorwärts dringt auf vielen Umwegen, über Gestein und durch Gestrüpp, jedoch auf diesem Wege immer wieder abwärts geführt wird auf dem Vorwärtsmarsch, bis es schließlich ankommt an eine große Kluft, jenseits derer, zu erreichen durch ein gewaltigeres Meer &#8211; nach manchen war es ein ROTES (Kursiv von E. Bernstein) Meer, &#8211; das erstrebte Ziel, der Zukunftsstaat, winkt. (Das mit dem Zukunftsstaat ist auch sachlich falsch, wie schon ABC Schüler des Marxismus wissen/Heinz Ahlreip) DIESE PERSPEKTIVE ÄNDERT SICH NUN (kursiv von Heinz Ahlreip). Ein anderer Ausblick tut sich auf. Die Perspektive, die wir jetzt vor uns sehen, zeigt uns den alltäglichen Kampf der Arbeiter, der sich abspielt und wiederholt trotz aller Verfolgungen, das Wachstum der Arbeiter an Zahl, an allgemeiner sozialer Macht, an politischem Einfluß, dem sich keine Partei mehr entziehen kann; diese Perspektive zeigt uns den Weg der Arbeiterklasse, nicht nur VORWÄRTS (kursiv von E. Bernstein), sondern gleichzeitig auch AUFWÄRTS (kursiv von E. Bernstein), nicht nur ein Stärkerwerden der Zahl nach, sondern auch eine Hebung ihres ökonomischen, ethischen und politischen Niveaus, eine steigende Befähigung und Betätigung als mitregierender Faktor in Staat und Wirtschaft. Und im Sinne dieser Perspektive wirkt und wirbt heute am entschiedensten die Richtung in der Sozialdemokratie, deren Bekenner man Revisionisten nennt&#8220;. 34. Ein mitregierender Faktor im Staat, wohlgemerkt: im bürgerlichen Staat, das ist der magere Knochen, den die Revisionisten hinwerfen und den heute DIE LINKE hinwirft. Hätte Carlo Schmid Recht, dass Bernstein auf der ganzen Linie gesiegt habe, so wäre mit diesem Sieg des Revisionismus die Versklavung der Lohnarbeit in Ewigkeit.</strong></p>
<p><strong>1. Bernstein sagt selbst: &#8222;Revisionismus, ein Wort, das im Grunde nur für theoretische Fragen Sinn hat, heisst in´s Politische übersetzt. REFORMISMUS (kursiv von Eduard Bernstein), Politik der systematischen Reformarbeit im Gegensatz zur Politik , der eine revolutionäre Katastrophe als gewolltes oder für unvermeidlich erkanntes Stadium der Bewegung vor Augen schwebt.&#8220; (Eduard Bernstein, Ein revisionistisches Sozialismusbild, Drei Vorträge von Eduard Bernstein, herausgegeben und eingeleitet von Eduard Hirsch, Dietz Verlag Hannover Nachf., 1966,42) Dagegen deutete bereits der junge Marx 1843 das Ereignis einer Umwälzung im katatrophalen Sinn: &#8222;Ich rede gar nicht von der Unfähigkeit der Herren und von der Indolenz der Diener und Unterthanen, die alles gehn lassen, wie es Gott gefällt; und doch reichte beides zusammen schon hin, um eine Katastrophe herbeizuführen.&#8220; (Karl Marx an Arnold Ruge Köln, im Mai 1843, im Marx Engels Gesamtausgabe MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982,479). Der originär von Marx entwickelte Sozialismus dient der Arbeiterbewegung gerade dazu, die qualvollen Geburtswehen abzukürzen, unter denen eine neue sozialistische Gesellschaft heraufkommt.</strong></p>
<p><strong>2. Eduard Bernstein, Der Revisionismus in der Sozialdemokratie, in: Ein revisionistisches Sozialismusbild, Drei Vorträge von Eduard Bernstein, herausgegeben und eingeleitet von Helmut Hirsch, Dietz Verlag Hannover Nachf., 1966, 25</strong></p>
<p><strong>3. Lenin, Die Differenzen in der europäischen Arbeiterbewegung , Werke Band 16, Dietz Verlag Berlin, 1962,357</strong></p>
<p><strong>4. Vergleiche Thomas Meyer, Eduard Bernstein, Klassiker des Sozialismus, Band 1, C.H. Beck Verlag, 1960, 203</strong></p>
<p><strong>5. a.a.O.,205f.</strong></p>
<p><strong>6. Aufschlußreich ist nicht nur, dass Friedrich Engels darauf hinwies, dass Bernstein seinen Opportunismus bei den Fabians &#8222;großgezogen&#8220; (siehe Karl Marx/Friedrich Engels, Ausgewählte Briefe, Berlin 1953,546) habe, sondern dass er in dem Brief an Sorge auch eine glänzende Einschätzung der ganzen Fabiergesellschaft gibt: &#8222;Die Fabians sind hier in London eine Bande von Strebern, die Verstand genug haben, die Unvermeidlichkeit der sozialen Umwälzung einzusehn, die aber dem rohen Proletariat unmöglich diese Riesenarbeit allein anvertrauen können und deshalb die Gewohnheit haben, sich an die Spitze zu stellen. Angst vor der Revolution ist ihr Grundprinzip. Sie sind die &#8222;Jebildeten&#8220; par excellence. Ihr Sozialismus ist Munizipalsozialismus</strong>; <strong>die Kommune, nicht die Nation soll wenigstens vorläufig Eigentümerin der Produktionsmittel werden. Dieser ihr Sozialismus wird dann dargestellt als eine äußere, aber unvermeidliche Konsequenz des bürgerlichen Liberalismus, und daher folgt ihre Taktik, die Liberalen nicht als Gegener entschieden zu bekämpfen, sondern sie zu sozialistischen Konsequenzen fortzutreiben, ergo mit ihnen zu mogeln, to permeate Liberalism with Socialism, und den Liberalen sozialistische Kandidaten nicht entgegenzustellen, sondern aufzuhängen und aufzuzwingen resp. aufzulügen. Daß sie dabei entweder selbst belogen und betrogen sind oder den Sozialismus belügen, sehn sie natürlich nicht ein. Sie haben mit großem Fleiß unter allerlei Schund auch manche gute Propagandaschrift geleistet und in der Tat das Beste, was die Engländer in dieser Beziehung geleistet. Aber sowie sie auf ihre spezifische Taktik kommen: den Klassenkampf zu vertuschen, wird´s faul. Daher auch ihr fanatischer Haß gegen Marx und uns alle &#8211; wegen des Klassenkampfs. Die Leute haben natürlich viel bürgerlichen Anhang und daher Geld&#8230;&#8220; (a.a.O.). Aber immerhin, in England übersetzte Bernstein den 1898 von Marxens Tochter Eleanor unter dem Titel &#8222;Value, Price and Profit&#8220; veröffentlichten Vortrag von Marx, in englischer Sprache gehalten auf den Sitzungen des Zentralrats der Internationalen Assoziation am 20. und 27. Juni 1865. Diese Übersetzung ins Deutsche erschien 1898 in der &#8222;Neuen Zeit&#8220;<br />
</strong></p>
<p><strong>7. Karl Marx, Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977, 475</strong></p>
<p><strong>8. a.a.O.,493</strong></p>
<p><strong>9. Eduard Bernstein, Probleme des Sozialismus, Die Neue Zeit, XV, 213. Das Partielle, Bruchstückhafte, nicht der Kommunismus, sondern lediglich ein  gesellschaftlicher Fortschritt, letzteres deutlich ausgesprochen in den Leitsätzen für den theoretischen Teil eines sozialdemokratischen Parteiprogramms (Siehe: den Anhang zu: Ein revisionistisches Sozialismusbild, Drei Vorträge von Eduard Bernstein, herausgegeben und eingeleitet von Helmut Hirsch, Dietz Verlag Nachf. Hannover,1966, 42 bis 48) sind kennzeichnend für den Revisionismus. Deutlich wird dies auch in der Frage, wie der Sozialismus die Einheit der Nation organisieren soll ? In Bernsteins Hauptwerk: &#8222;Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie&#8220; unterschiebt er  Marx, der sich als Lehre aus der Pariser Kommune für die Zentralisation  ausgesprochen hatte, widersinnig einen Proudhon´schen Föderalismus. Er unterschlägt aus seinem Milieu kleinbürgerlichen Spießertums heraus, dass Marx sich zugleich für die Zerschlagung der bürgerlichen Staatsmaschinerie ausgesprochen hatte. Das Verhältnis zwischen Marx und Proudhon wird doppelt mißdeutet: Bernstein sieht nicht, dass Marx und Proudhon in der Staatszerschlagungsfrage übereinstimmen, er sieht Übereinstimmung in der Frage des Föderalismus, die nicht existiert. Marx war Zentralist und in der Tat bringt der Zentralismus größere Freiheit als der Föderalismus. Der Revisionismus vertrat immer den Kommuneföderalismus (Munizipalsozialismus), schon bei Bernsteins Ziehorganisation, den Fabians, sodann bei den Broussisten in Frankreich und den Menschewiki in Rußland. Auffällig bleibt immer, dass die Kritiker Bernsteins, Plechanow und Kaustky, nicht darauf eingingen, dass bei Bernsteins Opportunismus der Marx´sche Gedanke der Zerschlagung der bürgerlichen Staatsmaschinerie geradezu unterging. Darüber wurde mit Bernstein nicht gestritten.<br />
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<p><strong>10. Lenin, Marxismus und Revisionismus, Werke Band 15, Dietz Verlag Berlin, 1962,26</strong></p>
<p><strong>11. Eduard Bernstein, Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie, Dietz Verlag Stuttgart, 1906,S.V. Man begreift sofort das Schockhafte der Oktoberrevolution für die Revisionisten, die ihr ganzes pseudomarxistisches Weltbild durcheinanderwirbelte. Bernstein ging ja von einer sehr robusten Lebensfähigkeit des Kapitalismus aus.</strong></p>
<p><strong>12. Vergleiche Eduard Bernstein, Was ist Sozialismus ?, in: Ein revisionistisches Sozialismusbild, Drei Vorträge von Eduard Bernstein, herausgegeben und eingeleitet von Helmut Hirsch, Dietz Verlag Nachf. Hannover, 1966,26. Auch die Perestroika wurde von Gorbatschow als eine ruhige und gesetzmäßige Revolution ausgegeben. In der Abendsitzung der XIX. Unionskonferenz im Jahre 1988 ist es sehr deutlich und eindeutig von ihm ausgesprochen worden: &#8222;Wir haben viel Zeit dafür aufwenden müssen, die Gesellschaft, in der wir leben, die Vergangenheit, in der viele heutige Erscheinungen wurzeln,die uns umgebende Welt und unsere Wechselbeziehungen zu ihr zu begreifen. All das mußte aufgefasst werden, damit wir nicht in revolutionären Sprüngen verfahren, die außerordentlich gefährlich sind&#8230;&#8220; (Rede Michail Gorbatschows bei der Schlußsitzung der Konferenz am 1. Juli 1988,in: XIX. Unionskonferenz der KPdSU, Dokumente und Materialien, APN Verlag Moskau 1988,21).</strong></p>
<p><strong>13. Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin,1977, 472f.</strong></p>
<p><strong>14. Vergleiche Eduard Bernstein, Was ist Sozialismus ?, in: Ein revisionistisches Sozialismusbild, Drei Vorträge von Eduard Bernstein, herausgegeben und eingeleitet von Helmut Hirsch, Dietz Verlag Nachf. Hannover,1966,29</strong></p>
<p><strong>15. Vergleiche Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977,481</strong></p>
<p><strong>16. Eduard Bernstein, Was ist Sozialismus ?, in: Ein revisionistisches Sozialismusbild, Drei Vorträge von Eduard Bernstein, herausgegeben und eingeleietet von Helmut Hirsch, Dietz Verlag Nachf. Hannover,1966,29</strong></p>
<p><strong>17. Siehe Lenin, Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin,1957,110. Schon der junge Marx fasste die Revolution als etwas Urplötzliches auf: so prognostiziert er 1843/44 die bürgerliche Revolution in Deutschland, das Schmettern des gallischen Hahns, durch das Bild: &#8222;&#8230;und sobald der Blitz des Gedankens gründlich in diesen naiven Volksboden eingeschlagen ist, wird sich die Emanzipation der Deutschen zu Menschen vollziehn.&#8220; (Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie/Einleitung&#8220;, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin,1957,391).<br />
</strong></p>
<p><strong>18. Friedrich Engels, Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, in: Marx Engels Ausgewählte Werke, Progress Verlag Moskau,1975,436</strong></p>
<p><strong>19. Eduard Bernstein, Was ist Sozialismus ?, in: Ein revisionistisches Sozialismusbild, Drei Vorträge von Eduard Bernstein, herausgegeben und eingeleitet von Helmut Hirsch, Dietz Verlag Hannover, Nachf., 1966,27</strong></p>
<p><strong>20. Brief von Friedrich Engels an Karl Marx vom 13. Februar 1851. Dagegen war für Arnold Ruge &#8222;Revolution die Umkehr aller Herzen&#8220; (Brief Arnold Ruges an Karl Marx im März 1843, in: Marx Engels Gesamtausgabe MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982, 473).</strong></p>
<p><strong>21. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,493</strong></p>
<p><strong>22. Eduard Bernstein, Der Revisionismus in der Sozialdemokratie, in: Ein revisionistisches Sozialismusbild, Drei Vorträge von Eduard Bernstein, herausgegeben und eingeleitet von Helmut Hirsch, Dietz Verlag Hannover Nachf., 1966,40</strong></p>
<p><strong>23. a.a.O.,41</strong></p>
<p><strong>24. a.a.O.,25</strong></p>
<p><strong>25. Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,401</strong></p>
<p><strong>26. Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der  klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,298f.</strong></p>
<p><strong>27. Lenin, Staat und Revolution, Werke band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,503</strong></p>
<p><strong>28. Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,488</strong></p>
<p><strong>29. Heinz Ahlreip, Die geistesgeschichtlichen Quellen des Neuen Denkens, in: Der Aufstieg und Fall der Sowjetunion, Über den wissenschaftlichen Charakter des Marxismus, 2000,7f.</strong></p>
<p><strong>30. Große Sowjetenzyklopädie: Eduard Bernstein, Moskau 1950 bis 1956,Band V,53. Historisch rückblickend sei hier angemerkt, dass sich in Rußland in den Anschauungen der legalen Marxisten, der Ökonomisten, der Bundisten und der Menschewiki viel Gedankengut Bernsteins befand. In seiner die Parteikonzeption niederlegenden Schrift &#8222;Was tun ?&#8220; hat sich Lenin intensiv mit dem Bernsteinianertum auseinandergesetzt.<br />
</strong></p>
<p><strong>31. Thomas Meyer, Eduard Bernstein, Klassiker des Sozialismus, Band 1, C. H. Beck Verlag 1960, 208</strong></p>
<p><strong>32. Siehe: google: lenin unser aller lehrer faschistische bluthunde unter sich. Brandt und Weher knüpfen an faschistisches Gedankengut an, heißt es in Erika Königs Buch: &#8222;Vom Revisionismus zum Demokratischen Sozialismus, Zur Kritik des ökonomischen Revisionismus in Deutschland, Schriften des Instituts für Wirtschaftswissenschaften Nr. 16, Akademie Verlag Berlin 1964,8. Der französische Wissenschaftler Pierre Angel bezeichnet Bernstein als &#8222;Anti-Marx&#8220; (Siehe: Pierre Angel, Bernstein et L´Evolution du Socialisme Allemand, Sammlung Germanica, Band 2, Marcel Didier Verlag Paris,1961. Das Institut für Marxismus Leninismus beim Zentralkomitee der SED gab folgende  DDR offizielle Bernsteinphysiognomie vor:  &#8222;Indem Bernstein behauptete, die allgemeinen Prinzipien des Marxismus auf die Grundfragen der neuen Epoche anzuwenden, verfälschte er dessen revolutionären Inhalt und ersetzte ihn durch Grundsätze der bürgerlichen Ideologie und Politik. Das bedeutete, die Selbständigkeit der deutschen Sozialdemokratie als politische Klassenorganisation des Proletariats zu beseitigen und die Arbeiterklasse mit der kapitalistischen Ausbeuterordnung zu versöhnen&#8220;. Auf dem Berliner Parteitag der SPD im Dezember 2011 warnte Peer Steinbrück die Parteilinke, die Reichen nicht zu verprellen. Auf diesem Parteitag bestätigte sich wieder einmal mehr der Satz Gustav Landauers, dass es in der Natur kein ekelhafteres Lebewesen gebe als die sozialdemokratische Partei. </strong></p>
<p><strong>33. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,493</strong></p>
<p><strong>34. Eduard Bernstein, Der Revisionismus in der Sozialdemokratie,in: Ein revisionistisches Sozialismusbild, Drei Vorträge von Eduard Bernstein, herausgegeben und eingeleitet von Helmut Hirsch, Dietz Verlag Hannover Nachf., 1966,41</strong></p>
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		<title>Berija wurde zu mächtig &#8211; am 24. Dezember 1953 wurde er in Moskau erschossen</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 15:24:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Berija Stalin Rudenko Suslow Crutschow Konjew Georgien Tscheka GPU Kirow Jeschow Jagoda]]></category>

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		<description><![CDATA[Lawrentij Berijas Aufstieg zur Macht in der Sowjetunion war einer der atemberaubendsten im 20. Jahrhundert. Die Oktoberrevolution hatte für Arbeiter- und Bauernsöhne diesen Weg geöffnet. Wie Stalin kam auch Berija aus &#8222;einfachen&#8220; Verhältnissen, er wurde am 17. Mai 1899 im Dorf Merceuli in eine arme Bauernfamilie hineingeboren. Über seine Jugend liegt uns als Quelle ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=leninunserallerlehrer.wordpress.com&amp;blog=7784955&amp;post=4323&amp;subd=leninunserallerlehrer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lawrentij Berijas Aufstieg zur Macht in der Sowjetunion war einer der atemberaubendsten im 20. Jahrhundert. Die Oktoberrevolution hatte für Arbeiter- und Bauernsöhne diesen Weg geöffnet. Wie Stalin kam auch Berija aus &#8222;einfachen&#8220; Verhältnissen, er wurde am 17. Mai 1899 im Dorf Merceuli in eine arme Bauernfamilie hineingeboren. Über seine Jugend liegt uns als Quelle ein vom 24jährigen Berija selbst verfasster Lebenslauf vor, aus dem hervorgeht, dass er seinen Schulbesuch durch Nachhilfestunden selbst finanzierte. Im Alter von zehn Jahren zieht er nach Baku. &#8222;Bereits während meines Studiums an der technischen Lehranstalt sorgte ich für den Unterhalt meiner alten Mutter, meiner taubstummen Schwester und meiner fünfjährigen Nichte&#8220;. 1. Seine Studien, unter anderem in Fach Baumechanik, enden 1920.</strong></p>
<p><strong>Mit 16 Jahren kommt er zunächst sporadisch mit der Kommunistischen Partei in Berührung, er nimmt als Kassierer an einem illegalen marxistischen Zirkel teil, den Studenten der technischen Lehranstalt in Baku gegründet hatten. Im März 1917 gründet er, während seiner Studienzeit immer am Rande des Existenzminimus lebend, mit den Genossen W. Jegorow, Pachowitsch, Awanessow eine Parteizelle der SDAPR. 2. Berija arbeitet für die bolschewistische Sache sowohl legal als auch illegal. Im Juni 1917 meldet er sich als Praktikant bei der hydrotechnischen Abteilung der Armee, die nach Rumänien verlegt wird, zeitweise ist er dort im Dorf Neguliasti in der Forstwirtschaft tätig. Anfang 1918 kehrt er nach Baku zurück und wird Mitglied der Arbeiter- Bauern- und Matrosendeputierten von Baku (bis September 1918). 1919/1920 betreibt er Zellenarbeit, auch unter mohammedanischen Arbeitern. Die Partei schickt ihn 1920 nach Georgien, um am Sturz der dort sehr starken menschewistichen Partei mitzuwirken. Er organisiert ein Netz von Revolutionären in Georgien und Armenien, wird aber mit den Mitgliedern des ZK Georgiens verhaftet. Nach kurzer Zeit werden sie mit der Auflage freigelassen, Georgien innerhalb der nächsten drei Tage zu verlassen. Berija aber kann unter dem Decknamen &#8222;Lakerbaja&#8220; untertauchen und arbeitet zeitweise mit Kirow zusammen, der sich zu dieser Zeit in Tbilssi aufhält. Zwischenzeitlich wieder kurz verhaftet, wird er Ende 1920 vom ZK der Partei Georgiens zum &#8222;verantwortlichen Sekretär der Außerordentlichen Kommission für die Enteignung der Bourgeoisie und die Verbesserung des Lebens der Arbeiter&#8220;. 3. ernannt. Er bewährt sich in dieser Funktion und wird im April 1921 &#8222;Leiter der operativen Sonderabteilung und stellvertretender Vorsitzender der Tscheka Aserbaidschans&#8220;. 4., eine Arbeit, die er selbst als anstrengend und nervenaufreibend bezeichnet. Er leitet die Zerschlagung der mohammedanischen Organisation &#8222;Ittichat&#8220; mit etwa 10 000 Mitgliedern und die Transkaukasische Organisation der rechten Sozialrevolutionäre, &#8222;&#8230;wofür die GPU der Tscheka mit Befehl Nummer 45 vom 6. Februar 1923 mir den Dank aussprach und mich mit einer Waffe auszeichnete.&#8220; 5. Berija rückt auf in die Kommission zur Kontrolle des Revolutionstribunals. Damit nicht genug: er ist einer Parteizelle der Arbeiter in Baku und  der Parteigruppe der Tscheka zugeordnet und ist Mitglied des Sowjets von Baku. Im November 1922 erfolgt der Aufstieg  zum Leiter der Operativen Sonderabteilung und zum stellvertretenden Vorsitzenden der Tscheka Georgiens. Kriminelle Banden, menschewistische Organisationen und sowjetfeindliche Parteien werden zerschlagen, obwohl sie sehr konspirativ vorgehen. Der Rotbannerorden ist der Lohn, am Ende der militärische Karriere steht die Ernennung zum Marschall der Sowjetunion. Einen dunklen Punkt weist der Lebenslauf des jungen Berija allerdings auf: er soll zeitweise mit dem vom britischen Intelligence Service kontrollierten konterrevolutionären Sicherheitsdienst der Mussawat Partei zusammengearbeitet haben. Trotzdem erfolgt sein weiterer Aufstieg: Bis 1931 ist er Chef der georgischen GPU, ab 1931 übt er Parteifunktionen aus. Er ist erster Sekretär  der Kommunistischen Partei (Bolschewiki) Georgiens und dann erster Sekretär des Transkaukasischen Regionskomitees der KPdSU (Bolschewiki). 1928 erscheint von ihm eine interessante Schrift: &#8222;Wie tief ist der Menschewismus gesunken ? &#8222;, 1935 dann in Millionenauflage sein Buch: &#8222;Zur Geschichte der bolschewistischen Organisation in Transkaukasien&#8220;. Zum 15. Jahrestag der Gründung Sowjetgeorgiens kommt Woroschilow und umarmt Berija in Tbilissi, der Maler W. Krotkow verewigt auf einem Gemälde beide bei einer Besichtigung von Teeplantagen in Adsharija. Im August 1938 wird er zum Stellvertreter Jeschows ernannt, im Dezember des gleichen Jahres, nach dem Sturz Jeschows, Volkskommissar des Innern. Seit dem XVII. Parteitag ist er Mitglied des ZK der KPdSU (Bolschewiki), nach dem XV III. Parteitag (1929 bis 1946) Kandidat und danach Mitglied des Politbüros des ZK der KPdSU (Bolschewiki). 1941 wird er zum Generalkommissar der Staatssicherheit ernannt, 1943 zum Helden der sozialistischen Arbeit. Bis 1941 wird er viermal mit dem Lenin Orden ausgezeichnet, zweimal mit dem Rotbannerorden und einmal mit dem Suworow Orden der ersten Klasse. Ein Doktor der Wissenschaften hat seiner Dissertation den Titel gegeben: &#8222;Lawrentij Pawlowitsch Berija &#8211; ein treuer Freund und Kampfgefährte Stalins&#8220;.  Im Alter von 50 Jahren hat Berija den Höhepunkt seiner politischen Karriere erreicht, sein fünfzigster Geburtstag wird personenkultisch gefeiert, Kasim Agumaa hat ein Lied komponiert: &#8222;Die Gärten und Felder besingen Berija, denn er bewahrte sie vor dem Tod, Möge dieses glückliche Loblied stes über unserem sonnigen Land erklingen&#8220;. Ein Jahr später, 1950, veröffentlicht Berija einen Sammelband über Stalin: &#8222;Der große Inspirator und Organisator der Siege des Kommunismus&#8220;. Drei Jahre später stirbt Stalin, sein Tod zieht den Berijas nach sich. Die unter seinem Kommando stehenden Staatssicherheitsorgane durchdringen das öffentliche Leben in immer größer werdenden Kreisen, die auch die Staatspartei miteinschließen. Die Frage: was weiß Berija über uns ? beantworten die führenden Parteikader mit seiner Verhaftung unter  Beihilfe Marschall Schukows und einem vom Generalsstatsanwalt der UdSSR Rudenko gelenkten militärischen Sondergerichtsprozess, offiziell: Sondergerichtskollegium des Präsidiums des Obersten Gerichts der UdSSR, bei dem Marschall Konjew den Vorsitz hat. In diesem Prozess, dem ein halbes Jahr Ermittlungen vorangingen, vergallopiert sich Rudenko allerdings, indem er durch  die hohe Zahl seiner Geliebten ein schlechtes moralisches Licht auf ihn werfen will. Die Anzahl der Freundinnen geht dem wissenschaftlichen Sozialismus nichts an. Berija scheint aber auf Rudenko hereingefallen zu sein, denn er bezeichnet seine Polygamie als Schande &#8211; und das  36 Jahre nach der Oktoberrevolution. Im Prozess weist Berija kategorisch zurück, ein Volksfeind mit bonapartistischen Neigungen gewesen zu sein, räumt aber Fehler ein. Eine schwache Seite Berijas war die marxistische Thorie, in ihr hätte er aus den Feuerbachthesen entnehmen können, dass die bürgerliche Familie praktisch vernichtet werden muss, einem Karl Marx die Anzahl der Geliebten also gleichgültig war, einem Friedrich Engels auch, bezeichnete er die Ehe doch als offiziellen &#8222;Deckmantel der Prostituion&#8220;. 6. Im Schuldspruch wird herausgehoben, dass Berija die Organe des Innern gegen Partei und Regierung eingesetzt habe mit dem Ziel, den Kapitalismus und die Macht der Bourgeoisie zu restaurieren. Man gibt Berija nicht einmal die Chance einer Berufung, das Urteil lautete auf Tod durch Erschießen im Bunker des Stabs des Moskauer Militärbezirks. Der Stalinnachfolger Crutschow hält sich zugute, dass zum ersten Mal ein Sicherheitschef nicht wie seine Vorgänger Jagoda und Jeschow einfach erschossen wird, sondern ein ordentliches Gerichtsverfahren bekommen habe. Was für Elemente sich nach Stalins Tod aber durchsetzten wird deutlich an der Figur Suslows, über den Berija folgende Einschätzung zusammengetragen hatte: &#8222;Die Reden des Genossen Suslow (M.A. Suslow war zu besagter Zeit Vorsitzender des Büros Litauen des ZK der KPdSU (Bolschewiki)) auf den Plenartagungen haben fast nur belehrenden Charakter. Diese Belehrungen und Reden sind den örtlichen Funktionären nichts Neues, weshalb sie ihnen keine Beachtung schenken und keine Schlüsse daraus ziehen. GENOSSE SUSLOW SELBST ARBEITET WENIG. (kursiv von Heinz Ahlreip)&#8230;In der Arbeitszeit liest er häufig schöngeistige Literatur&#8230;abends ist er selten im Dienst.&#8220; 7. Bald sollte Suslow Chefideologe Crutschows werden.</strong></p>
<p><strong>1. Vladimir  F. Nekrassow (Herausgeber): Berija &#8211; Henker in Stalins Diensten, Ende einer Karriere, Bechtermünz Verlag 1997,390f. Nekrassow nennt Berija einen der &#8222;berüchtigsten Todesengel der Geschichte&#8220; (a.a.O.,12), Stalin und er hätten das ganze Land in einer kriminellen Zeit zu einem Zuchthaus gemacht. Aber eine wissenschaftliche Anforderung besteht gerade darin, statt eine Zeit als kriminell zu denunzieren, in ihr die Dialektik von Revolution und Konterrevolution herauszulesen.</strong></p>
<p><strong>2. Vergleiche a.a.O.,391</strong></p>
<p><strong>3.a.a.O,394</strong></p>
<p><strong>4.a.a.O.</strong></p>
<p><strong>5.a.a.O.</strong></p>
<p><strong>6. Friedrich Engels, Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, in: Marx Engels Ausgewählte Werke, Progress Verlag Moskau, 1975,420</strong></p>
<p><strong>7.  Vladimir F. Nekrassow (Herausgeber), Berija &#8211; Henker in Stalins Diensten, Ende einer Karriere, Bechtermünz Verlag, 1997,484</strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/leninunserallerlehrer.wordpress.com/4323/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=leninunserallerlehrer.wordpress.com&amp;blog=7784955&amp;post=4323&amp;subd=leninunserallerlehrer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8220; Porno Prozess &#8220; beweist: Commonwealth Bürokratie moralisch 100 % bankrott</title>
		<link>http://leninunserallerlehrer.wordpress.com/2011/12/24/pornoprozess-beweist-commonwealth-burokratie-moralisch-100-bankrott/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 03:27:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigungsschutzprozess Arbeitsgericht hannover CWGC Commonwealth War Graves Commission Ieper Belgien Soldatenfriedhöfe Zweiter Weltkrieg Pornografie Porno Sexuelle belästigung sexual harrasment Ar]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Das Prinzip der Monarchie überhaupt ist der verachtete, der verächtliche, DER ENTMENSCHTE MENSCH (kursiv von Karl Marx); und Montesquieu hat sehr unrecht, die Ehre dafür auszugeben&#8230;Wo das monarchische Prinzip&#8230; nicht bezweifelt wird,da gibt es keine Menschen. &#8220; (Karl Marx an Arnold Ruge, Köln, im Mai 1843, MARX ENGELS GESAMTAUSGABE MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982,477). Im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=leninunserallerlehrer.wordpress.com&amp;blog=7784955&amp;post=4289&amp;subd=leninunserallerlehrer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Das Prinzip der Monarchie überhaupt ist der verachtete, der verächtliche, DER ENTMENSCHTE MENSCH (kursiv von Karl Marx); und Montesquieu hat sehr unrecht, die Ehre dafür auszugeben&#8230;Wo das monarchische Prinzip&#8230; nicht bezweifelt wird,da gibt es keine Menschen. &#8220; (Karl Marx an Arnold Ruge, Köln, im Mai 1843, MARX ENGELS GESAMTAUSGABE MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982,477).</strong></p>
<p><strong>Im Herbst 2005 fand vor dem Arbeitsgericht in Hannover ein Kündigungsschutzprozess mit einer zugegeben  kleinen pikanten Note statt, dessen Akten aber ansonsten beruhigt dem Spinneweb des Gerichtsarchivs hätte überlassen bleiben können, wenn nicht der damalige Prozessverlierer, die Bürokratie der Commonwealth War Graves Commission in Ieper/Belgien ( zuständig für die Pflege und Betreuung der Soldatenfriedhöfe des Commonwealth in Deutschland und in Nordeuropa) aus dem vernichtenden Urteil wohl offensichtlich keine Anleitung zur Kurskorrektur gezogen hat. So erdreistete sich  in Hamburg ein britischer Hauptgärtner, eine ganz neue Mode einzuführen: dass sich die seit Jahrzehnten dort tätigen Kollegen nicht mehr während der Arbeitszeit umziehen dürfen. So ordnete der Direktor aus Ieper für die Gärtnergruppe in Hannover ein Sessel- und Herdplattenverbot an, so dass die Arbeiter und Arbeiterinnen, deren Tätigkeit stark rückenbelastend ist, sich nicht rückengerecht ausruhen können und denen besonders im Herbst und Winter bei naßkaltem und frostigen Wetter keine gekochte warme Mahlzeit zugestanden wird. Die Arbeiterschaft soll auf das Niveau des Troglodytentums herabgedrückt werden, was sich nur unter ständiger Verletzung des Arbeitsvertrages durch die bürokratischen Hooligans aus Ieper bewerkstelligen läßt. Ständig vergiftet die Bürokratie durch Rundschreiben mit schikanösen Anordnungen das Betriebsklima und den Arbeitsfrieden. Oft entsteht die Unruhe durch sich widersprechende Anweisungen. Es ist deshalb angebracht, einen Zeitungsartikel zum damaligen Kündigungsschutzprozess nicht der Vergessenheit anheimfallen zu lassen, weil er besonders plastisch die Physiognomie des  bürokratischen Jesuitentums nachzeichnet.</strong></p>
<p><strong>&#8222;Ein skuriler Kündigungsprozess ging vor dem Arbeitsgericht Hannover über die Bühne. Über die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes, denn einen anderen Rahmen lässt die Posse nicht zu. Nicht allein genug damit, dass der Arbeitgeber zum beliebten Pornotrick griff, um einen in seinen Augen mißliebigen Arbeiter loszuwerden, nein, er stellte sich dabei noch so tölpelhaft an, dass wir den Leser/innen versichern müssen, dass die Begebenheiten wahrheitsgemäß geschildert werden, wir vor der Leserschaft quasi unter Eid schreiben.</strong></p>
<p><strong>In den letzten Jahren geht die Bürokratie der Commonwealth War Graves Commission daran, klassenkämpferische Kollegen durch Duckmäuser zu ersetzen, damit das geistige Niveau der Tarifparteien so ungefähr übereinstimmt. Das ist dann natürlich eine Frage der Kündigungsmethode. Eines der beliebtesten Mittel ist der Pornotrick und am 14. Juli 2005 griff die Bürokratie zu: anlässlich einer Ersetzung alter Privatspinde durch neue, wobei die jeweiligen Privatsachen in einem blauen Sack zwischengelagert wurden. Durch die dunkelblaue Plastiktüte hindurch wollte der Lokalaufseher Scott Cumming im Sack des zu kündigen Kollegen ein Pornoheft gesehen haben. &#8222;Rein zufällig&#8220; hatte er eine Digitalcamera dabei und schoss auch ein Foto des blauen Sackes, vergaß aber in der Hektik der Kündigungsgier (Pluspunkte sammeln) Datum und Uhrzeit einzustellen. Der erste Erfolg des Arbeitgebers konnte jedoch verbucht werden, der Vorfall war natürlich ausreichend, den mißliebigen Kollegen zunächst erst einmal &#8222;freizustellen&#8220;. Am 15. Juli verfasste der Horticultur Manager Rod Carkett (Spitzname: Kosackenlümmel) eine vorübergehende Freistellung: &#8222;Am 14.7. 2005 mussten wir leider feststellen, dass Sie in Ihrem Spind trotz eines entsprechenden Verbots pornografische Bilder aufbewahren.&#8220; Nun liegt vor aller Augen deutlich sichtbar, dass wir es mit einer Firma zu tun haben, in der man es bis zum Manager bringen kann, auch wenn man &#8222;mein&#8220; und &#8222;dein&#8220; nicht auseinander halten kann, sondern verwechselt. (Böse Zungen behaupten jetzt: gerade deshalb ist er ja Manager geworden). In der Tat hat dieser Manager aber übersehen, dass er mit dieser Aussage die Weichen für eine erfolgreiche Abwehr der Kündigung bereits gestellt hatte, wie denn auch Richter Bill in der Güteverhandlung feststellte: &#8222;In seinem Privatspind kann der Arbeitnehmer aufbewahren, was er will&#8220;. </strong></p>
<p><strong>Es half auch nichts, dass die Firma für den Vorfall auf dem Soldatenfriedhof in Hannover als einzigen Zeugen den Personaldirektor Barry Murphy anbot, der gar nicht vor Ort war, sondern weit weg Richtung Westen, in Ieper in Belgien, in der Nähe des Atlantiks. Es genügte auf diesen Sachverhalt hinzuweisen, und dieser Kronzeuge Ihrer Majestät verschwand für immer aus den Schriftsätzen der Arbeitgeberseite.</strong></p>
<p><strong>Den Höhepunkt der Posse bildete ohne Zweifel die Präsentation des Fotos mit dem blauen Müllsack, das den Rechtsanwalt der Firma wahrlich inspirierte und zu folgenden Auslassungen verführte: : Aufbewahrung eines halben Pornoladens und Handel größeren Stils mit pornografischen Materialien auf dem Friedhof, der - nebenbei bemekt- außerhalb der Stadt, umgeben von Kornfeldern liegt und zu dem sich im Jahr Menschen verwirren, die man mitzählen kann &#8211; vor allem aber sexuelle Belästigung der beiden weiblichen Mitarbeiterinnen, die aber vorsichtshalber vor Gericht nicht namentlich, also als Zeuginnen, aufgeführt wurden, genausowenig erfuhr dieses von der Art der Belästigung. </strong></p>
<p><strong>Das Gericht blieb angesichts solcher schmutzigen Phantasiegebilde unbeeindruckt und steckte die schmutzige Kündigung dorthin, wo sie hingehört: in den Müllsack. Es verzichtete sogar auf eine abschließende Entscheidung, &#8222;&#8230;weil die Beklagte (die Commonwealth War Graves Commission) dem ihr obliegenden Nachweis einer Pflichtverletzung des Klägers (des Arbeiters) nicht geführt hat. Auf das Bestreiten des Klägers zum festgestellten Inhalt des Spindes in der Arbeitsstätte Seelze am 14.7.2005 ist die Beklagte beweisfällig geblieben. Das zieht die Unbeachtlichkeit ihres Vortrags nach sich, denn sie ist als Arbeitgeberin für alle die Kündigung bedingenden Tatsachen darlegungs- und beweisbelastet.&#8220; (§ 1 Abs. 3 Letzter Satz KschG) Arbeitsgericht Hannover, Az: 6Ca 375/05&#8243; (Soweit der in seiner ganzen Länge wiedergegebene Zeitungsartikel aus dem Jahre 2005).</strong></p>
<p><strong>Bürokratischer Terrorismus könnte sich nicht realisieren, wenn er es nicht versteht, aus der Belegschaft heraus eine Arbeiteraristokratie heranzuzüchten, die ihre proletarische Ehre für eine Handvoll schäbiger Extraeuros verkauft, sich zur willfährigen Dienerin degradiert, sich zugleich aber für etwas Besseres als die Masse der gewöhnlichen einfachen Friedhofsgärtner hält. In Deutschland ist dies besonders gut gelungen. Auf Grund dieser schiefen Mittellage ist aber diese Arbeiteraristokratie in einer schizophrenen Stellung positioniert: ihren After aus Furcht vor &#8222;Den da Oben&#8220; ständig zugekniffen zu halten, diesen After aber auch zugleich in jede beliebige Richtung hinzudrehen, die von &#8222;Den da Oben&#8220; bestimmt wird. So wurde zum Beispiel einer Hartz IV Empfängerin, die gerade einmal das Busgeld für ein Vorstellungsgespräch zusammenbekommen hatte, in Hannover ein zeitlich befristeter Arbeitsvertrag aus Effektivitätsgründen nicht gegeben, das heißt diese Arbeiteraristokratie legt bei Einstellungen primär nicht den sozialen Gesichtspunkt zugrunde, sondern den kapitalistischen Rentabilitätsgedanken &#8211; sie besorgt also die Geschäfte des Klassenfeindes, sie ist ein Helfeshelfer der bürokratischen Terroristen. Dabei zeigt ja gerade dieses Verhalten, wie tief die Arbeiteraristokratie unter dem Niveau der Arbeiter steht, als Aristokratie teilt sie die Borniertheit aller Aristokraten und ist viel zu begriffsstutzig, um zu verstehen, dass ja im Grunde die Arbeiterklasse den Kapitalisten ständig kreditiert, das heißt ihre Arbeitskraft vorschießt, die erst am Monatsende bezahlt wird. und dennoch macht diese &#8222;intelligente&#8220; Aristokratie als Gläubiger den Kotau vor dem Direktor, der der Schuldner ist. Die Arbeiterklasse wird niemals vergessen, dass es in England war, wo 1765 wahrscheinlich von J. Cunningham &#8222;An Essay on Trade&#8220; erschien, in dem zur Verlängerung des Arbeitstages Arbeitshäuser vorgeschlagen wurden, die, wie er sagt, &#8222;Houses of Terror&#8220; sein müßten. Nun ist klar, dass von einem effektiven Kampf gegen die Bürokratie in Ieper nicht die Rede sein kann, wenn diesen Arbeiteraristokraten nicht die Beine weggeschlagen werden. In einem Brief an Marx vom 7. Oktober 1858 schrieb Engels, dass &#8222;das englische Proletariat faktisch mehr und mehr verbürgert, so dass diese bürgerlichste aller Nationen es schließlich dahin bringen zu wollen scheint, eine bürgerliche Aristokratie und ein bürgerliches Proletariat neben der Bourgeoisie zu besitzen. Bei einer Nation, die die ganze Welt exploitiert, ist das allerdings gewissermaßen gerechtfertigt.&#8220; Und in einem Brief an Kautsky vom 12. September 1882 schrieb Engels, das die englischen Arbeiter flott mitzehren von dem Weltmarkts- und Kolonialmonopol Englands. England zehrt noch heute davon, dass es einst Schmarotzer am Körper der übrigen Menschheit war. Instinktsicher witterte die deutsche Commonwealth War Graves Arbeiteraristokratie, hier flott mitzuzehren. Der deutsche kleinbürgerliche Spießer kommt nur allzu deutlich zum Vorschein: ich reiße an mich, was ich kann, sichere mir Privilegien, alles andere ist mir schnuppe. Im Vorwort zur zweiten Auflage der &#8222;Lage der arbeitenden Klassen in England&#8220; aus dem Jahre 1892 machte Engels eine bemerkenswerte Ergänzung, hier spricht er von einer &#8222;Aristokratie in der Arbeiterklasse&#8220;, von einer bevorrechteten geschützten Minderheit gegen die große Masse. Ein Musterbeispiel der extremen Art erlebte die Hannover Gruppe an einem schottischen Hauptgärtner, der sich innerhalb kürzester Zeit den Spitznamen &#8222;Rotzebengel&#8220; eingehandelt hatte. Dieser wurde &#8211; als Belohnung ? &#8211; zum Supervisor in England befördert, nachdem er das Briefgeheimnis eines Betriebsratsmitglieds gebrochen hatte. Vorher schon hatte dieses Mitglied ihm einen Notfallausweis gezeigt mit sämtlichen wichtigen Telefonnummern, falls es am Arbeitsplatz zu einem Unfall kommen würde, die Antwort des Rotzebengels war bezeichnend: &#8222;It doesn´t matter to me !&#8220; Und so grüßen wir Ieper von dieser Stelle aus für das Jahr 2012 mit dem Zuruf: Menschen wie Dreck zu behandeln ist keine Kunst ! Aber kann denn das alles wahr sein ? wird der kritische Leser fragen. Oder sind diese Zeilen Ausgeburten eines Fieberphantasten ? Die Erklärung ist einfach: wie der Adel im Mittelalter Töchter, die er aus gewissen Unzulänglichkeiten nicht verheiraten konnte, in die umliegenden Klöster unterbrachte, so gibt es auch in der spätbürgerlichen Gesellschaft gewisse Organisationen, in denen die Bourgeoisie ihre Elemente unterbringt, die im freien kapitalistischen Marktgeschehen notwendig scheitern müßten. Eine solche Auffanggesellschaft ist die Commonwealth War Graves Commission. Deshalb ist auch der Rotzebengel der Prototyp dieser kranken Firma.</strong></p>
<p><strong>Vergleicht man das Bürokratenpack in Ieper mit Lenin, so zwingt sich der Satz förmlich auf, dass zwischen beiden Billionen Lichtjahre liegen. Gibt uns Lenin keinen Hinweis, keinen Ausweg ? &#8222;Und es ist daher unsere Pflicht&#8230;TIEFER (kursiv von Lenin) zu den UNTERSTEN (kursiv von Lenin), zu den wirklichen Massen zu gehen&#8230;&#8220; (Lenin, Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1957,117). Die Masse und die Minderheit: es kann keinen Zweifel geben, wer am Ende siegen wird !  (Wird fortgesetzt !!)</strong></p>
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		<title>STALIN und die sogenannten Moskauer Schauprozesse Zu seinem 132. Geburtstag</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 19:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Stalin 132. Geburtstag Theoretiker Schauprozesse Entstalinisierung Todesstrafe für Kinder ab 12 Jahren Zensur Marx Engels Lenin]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zentrum des folgenden Artikels stehen die berühmt berüchtigten sogenannten Moskauer Schauprozesse, es soll aber auch die Frage der theoretischen Kompetenz Stalins zumindest angeschnitten werden als auch die haarsträubenden Umstände, die zur Entfernung seines Leichnams aus dem Lenin Mausoleum beitrugen. Dies alles zusammen läßt Stalin zu einer herausragenden Führungspersönlichkeit der weltweiten Arbeiterbewegung kristallisieren, und doch ist [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=leninunserallerlehrer.wordpress.com&amp;blog=7784955&amp;post=4273&amp;subd=leninunserallerlehrer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im Zentrum des folgenden Artikels stehen die berühmt berüchtigten sogenannten Moskauer Schauprozesse, es soll aber auch die Frage der theoretischen Kompetenz Stalins zumindest angeschnitten werden als auch die haarsträubenden Umstände, die zur Entfernung seines Leichnams aus dem Lenin Mausoleum beitrugen. Dies alles zusammen läßt Stalin zu einer herausragenden Führungspersönlichkeit der weltweiten Arbeiterbewegung kristallisieren, und doch ist Kritik an seiner Person vonnöten: die Todesstrafe für Kinder ab zwölf Jahren ist unverzeihlich, wenn sie denn wirklich galt und nicht aus bürgerlichem Lügenmaul propagandiert wurde, und in der  Presse- und Buchzensur wurde nebengleisig vom Leninismus verfahren, was allerdings &#8222;amtlich&#8220; ist.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Weltgeschichte wird nicht von grossen Männern gemacht, sondern, und um so mehr gilt das für Revolutionen , von Volksmassen und ganzen Volksklassen. Lenin sagt ausdrücklich, dass man Revolutionen gar nicht machen kann, man kann höchstens für die Revolution arbeiten. Lenin war kein Blanquist. 1.) Und eben so ein berufsmäßiger Arbeiter für die Revolution war Stalin. Nach Lenins Bestimmung können Proletarier nur zu einem trade uninonistischen Bewußtsein über die objektiven Zusammenhänge von Klassengesellschaften gelangen, gleichwohl hatte er auch einen wechselseitigen Lernprozess zwischen Arbeitern und Parteiintellektuellen betont, um in ihm den Handwerkler auf das Niveau des Revolutionärs emporzuheben. 2.) Stalin 3.) kam aber gerade von ganz unten, aus dem Proletariat, Sohn eines Flickschusters, seine Mutter bis zu ihrem 12. Lebensjahr noch Leibeigene, und doch hatte sich Stalin zu einem Marx  und Lenin ebenbürtigen sozialistischen Theoretiker emporgearbeitet, obwohl er sich selbst bescheiden immer als Schüler Lenins charakterisierte. Die Lehrer Schüler Konstellation war von Stalin instinktsicher gewählt, eine andere wäre für jeden Leninisten  eine Vermessenheit gewesen, aber in ihr liegt zugleich der Zwang, den Leninismus weiterzuentwickeln, der genuin wie der Marxismus auch von vornherein auf Weiterentwicklung über seinen Schöpfer hinaus angelegt war.  Viele kleinbürgerliche Intellektuelle und liberale Professoren sträuben sich gegen diese Ehrenerhebung Stalins und sprechen ihm ein hohes theoretisches Niveau ab. Nimmt man zum Beispiel eine der ersten theoretischen Schriften Stalins zur Hand, Anarchismus oder Sozialismus ? aus dem Jahre 1906, so scheint auf den ersten Blick ein krasses Mißverstehen der Hegelschen Methode der Dialektik vorzuliegen: „Klar ist aber auch, daß die dialektische Methode Hegels, die jede unveränderliche Idee ablehnt, von Anfang bis zu Ende wissenschaftlich und revolutionär ist“. 4.) Marx und Engels haben diese aber nicht einfach übernommen. Bekanntlich distanzierte sich Marx von der idealistischen Mystifikation der Dialektik Hegels schon sehr früh in seiner wissenschaftlichen Entwicklung (1844 in den Ökonomisch Philosophischen Manuskripten) und erklärte im Nachwort zur zweiten Auflage des Kapitals vom 24. Januar 1873, dass seine dialektische Methode „der Grundlage nach von der Hegelschen nicht nur verschieden, sondern ihr direktes Gegenteil“ 5.) ist. Noch brisanter wird die Darlegung Stalins, wenn man bedenkt, dass Engels herablassend die Hegelsche Dialektik als in der vorliegenden Form für absolut unbrauchbar erklärte. 6.) Die von Stalin nicht belichtete Komplexität des Gegensatzes und des Einheitlichen zwischen der Hegelschen idealistischen und der Marxschen materialistischen Dialektik begründet sich aus  der real richtigen Abbildung und idealistisch verkehrten Darstellung der dialektischen Grundgesetze bei Hegel. Die idealistische Dialektik kreiert sich zweifelsfrei aus einem rationellen Kern .   Der Grund für diese hier nicht vorliegende Thematisierung liegt nicht etwa in Stalins intellektueller Unzulänglichkeit, sondern in dem Auftragswunsch der Gewerkschaft der Angestellten, Stalin möge eine allgemeinverständliche Abhandlung über das Verhältnis der Marxisten zu den Schülern Kropotkins schreiben.  Im Gegensatz zu Plechanows Broschüre über die gleiche Thematik aus dem Jahre 1894 (in deutscher Sprache erschienen) thematisiert Stalin richtig die zentrale Bedeutung der Frage des Staates, was Plechanow unterläßt und deshalb von Lenin in dessen Fundamentalwerk „Staat und Revolution“ hart als opportunistisch kritisiert wurde, denn in der wissenschaftlichen Erörterung des Verhältnisses  der beiden Richtungen zueinander ist die Staatsfrage die zentrale.</em></p>
<address><em> </em></address>
<address><em>Kommen wir zu den sogenannten Moskauer Prozessen: Wenn Engels als letzte Triebkräfte der Geschichte große Massen, ganze Völker und in jedem Volk wieder ganze Volksklassen ausmacht, so darf man beim Abfassen von Biografien eben nicht personenkultisch vorgehen und unter der Hand die angeblich personenkultkritische Biografie am Ende selbst als personenkultorientierte präsentieren. Da viele Stalin Biographen in Unkenntnis des Volksmassenhintergrundes sind -  so ist es beliebt, auszublenden, dass die Moskauer Prozesse von großen Massendemonstrationen unterstützt wurden. In dem wissenschaftlichen Hauptwerk des Chefanklägers Wyschinski  „Die Theorie des gesetzlichen Beweismaterials  im sowjetischen Recht“ finden wir das grundsätzliche Rechtsbewußtsein der Stalinschen Epoche dargelegt: „Ein wirklich volkstümliches Rechtsbewußsein ist – wie die wirklich freie  innere Überzeugung des Richters – nur in einem wirklich volkstümlichen und freien Land möglich, wo die Rechtssprechung frei und unabhängig, im Interesse des Volkes und unmittelbar durch das Volk selbst ausgeübt wird.“ 7.) Das steht konträr zur These, dass ein einziger krimineller oder wahnsinniger Schachspieler Figuren hin- und hergeschoben habe und darüber hinaus noch ganze Demonstrationen befehligte.  Mit der Kritik an dieser Konstruktion  können sich die Verfasser seiner Biografie aufspreizen als moralisch gute Menschen. Damit haben sie sich aber selbst in den Schatten der Weltgeschichte gestellt, denn es ist nicht das Moralische, das diese bewegt, sondern das Negative. Im übrigen, nur so im Vorbeigehen: Es gibt in der Weltgeschichte auch noch die  Bedürfnisse der Völker. Diese sind also primär  zu berücksichtigen, auch um zu verhindern, dass die Biografien der sogenannten großen Männer abgleiten, indem sie zu großen Manipulateuren der Weltgeschichte umfunktioniert werden. Bertolt  Brecht hätte in diesem Fall gefragt, ob Stalin nicht wenigstens einen Koch oder eine Köchin bei sich gehabt hätte ? Man verbleibt dann in einer Art Rousseauismus, denn Rousseau hatte im „Contrat Social“ geäußert, dass Regierungen die Völker täuschen können und sollen: „…machmal muß man dem Volk die Dinge zeigen, wie sie sind, manchmal so, wie sie ihm erscheinen sollen.“ 8.)  Exemplarisch kann dies in Klaus Kellmanns Stalin Biograpie am Fall Jeschow gezeigt werden. „Jeschow erhielt alle nur möglichen Orden, Titel und Ehrenzeichen, nach ihm wurden Kolchosen, Betriebe und ganze Städte benannt, um ihn herum wuchs eine künstlich aufgeblähte Popularität, die einzig und allein im Zusammenhang mit seinen Mordleistungen stand, aus denen ihm im richtigen, von Stalin wohl vorbereiteten Moment der Strick gedreht wurde“. 9.). Die Manipulierungsthese, dass Stalin in der Sowjetunion alles künstlich aufblähen konnte, geht auch in die Biografien seiner Mitkämpfer hinein. So schreibt Arkadi Waksberg in seiner Biographie über den Generalstaatsanwalt der UdSSR Wyschinski, den der Militärjurist Ulrich, der den Moskauer Prozessen vorstand, das strafende Schwert des Volkes nannte,  über angebliche Inszenierungen rund um den Sinowjew Kamenjew Prozess von 1936, dass die Bevölkerung einer sowohl drastischen als auch subtilen Gehirnwäsche unterzogen wurde. Eine Atmossphäre des jugendlichen Glücks und des Optimismus sei künstlich erzeugt worden und just zu diesem Zeitpunkt sei eigens ein Schlager komponiert worden, in dem die gegen die Konterrevolutionäre verfasste Textzeile vorkam: „Denn jetzt ist jeder von uns jung in unserem jungen, herrlichen Lande“. 10.) Es konnte also nicht ausbleiben, dass die Konterrevolutionäre auf der Anklagebank gegenüber Wischinski alt aussahen. Stalin und Wischinski und anderen wachsamen Revolutionären war es gelungen, auch auf dem Gebiet der Rechtssprechung den leninistischen Kurs zu halten. Lenin hatte davon gesprochen, dass die Diktatur des Proletariats gegen einen mächtigeren Feind kämpft und dass es notwendig sei, die Konterrevolutionäre mit den verschiedensten Methoden zu bekämpfen, auch mit der Todesstrafe. Dezidiert hat Lenin seine Stellung zur Todesstrafe kurz vor der Oktoberrevolution geäußert: „Ich hatte bereits Gelegenheit, in der bolschewistischen Presse darauf hinzuweisen, daß als triftiges Argument gegen die Todestrafe nur gelten kann, daß sie von den Ausbeutern im Interesse der Aufrechterhaltung der Ausbeutung gegen die MASSEN (kursiv von Lenin) der Werktätigen angewandt wird. Ohne die Todesstrafe gegen die AUSBEUTER (kursiv von Lenin) (das heißt die Gutsbesitzer und Kapitalisten) wird eine wie immer geartete revolutionäre Regierung wohl kaum auskommen können. 11.) Gegen diese Linie trat Jewgeni  Bronislawowitsch Paschukanis, einer der führenden Juristen der UdSSR auf. Er vertrat die faule Theorie, dass der Sozialismus als humane Gesellschaft die Todesstrafe nicht in Anspruch nehmen darf, eine Humanisierung des Strafrechts sei in der Geschichte zu verfolgen. Nach dieser faulen Theorie aber hätte Lenin die Liquidierung der Romanow Dynastie nicht anordnen dürfen. Der Zar aber hatte sowohl 1905 auf unbewaffnete Demonstranten, auf Frauen und Kinder schießen lassen als auch 1912 auf unbewaffnete streikende Goldminenarbeiter an der Lena. Die gerechte Erschießung des Zaren wird oft als typisch kommunistisch angelastet, geschichtswissenschaftlich, beziehungsweise den sozioöconomischen Typen nach betrachtet war sie ein längst überfälliger Akt bürgerlich jakobinistischer Art. Für diese leninistische Linie, hart und grausam gegen Volksfeinde zu sein, stand der Name Stalin. Die Unterstützung Paschukanis durch Krylenko, dem Volkskommissar für das Justizwesen  rückte auch diesen obersten Dienstherren in die Aufmerksamkeit der Volksmassen. In der ersten Sitzung des reorganisierten Präsidiums des Obersten Sowjet im Januar 1938 griff das Präsidiumsmitglied Abbasowitch Bagirow Krylenko öffentlich an, dass er ein armseliger Volkskommissar sei, der seinen Hobbys Bergsteigen, Reisen und Schachspielen doch zuviel Aufmerksamkeit schenke. Zwar übte Krylenko noch Selbstkritik, etwa an Paschukanis Theorie, dass die Strafe abstrakt der Schuld zu entsprechen habe und verwies auf Lenin, der in folgenden Fällen Repressionen ohne Schuldbeweis vorübergehend und unter spezifisch örtlichen Bedingungen für zulässig erklärte: Erschießung jedes zehnten Proviantmeisters, falls es in einem Regiment zu Diebstählen kam und zum Beispiel Zwangsmaßnahmen gegen Kapitalistenfamilien wegen der Schuld des Familienoberhauptes, wie es Arkadi Waksberg in seiner Wischinski Biografie recherchiert hatte. So richtig diese Selbstkritik auch war, sie rettete Krylenko  nicht mehr. Die Biografie von Arkadi Waksberg entbehrt allerdings einer gesellschaftswissenschaftlichen Grundlage: wir haben schon oben gesehen, dass er zur Vorbereitung der Prozesse gegen die Volksfeinde eine stalinistische Gehirnwäsche eines ganzen Volkes für möglich hielt, eine verquere Theorie, die Friedrich der II. von Preußen bereits im achtzehnten Jahrhundert auf Anregung d´Alemberts in einer Preisaufgabe der Berliner Akademie der Wissenschaften widerlegen ließ (ob man ein Volk täuschen könne ?). Und um nur zwei Beispiele aus dem zwanzigsten Jahrhundert anzuführen: Weder haben zum Beispiel die konterrevolutionären Hitlerfaschisten das deutsche Volk zwölf Jahre lang betrogen, was ein immens betriebener Propagandaaufwand nahelegen könnte, sondern der deutsche Faschismus war vielmehr eine viehische Instinkte mobilisierende Massenbewegung, wobei die Ich-Schwäche des ohne Führung lebensunfähigen deutschen Spießers hinzukam, noch hat zum Beispiel der Sozialrevolutionär Fidel Castro das cubanische Volk irregeführt, sondern der Castrismus hat derart tiefe soziale Wurzeln, dass er sich über ein halbes Jahrhundert auf eine Massenbasis stützen konnte und noch heute stützt. Bereitete nach Waksberg eine Volksgehirnwäsche die Moskauer Prozesse vor, so sieht er als deren Ergebnis ein ganzes Volk nach einem Tanz auf dem Scheiterhaufen ohne Verstand. 12.) Ein ganzes Volk hat den  Verstand verloren !! Hier haben wir ein Musterbeispiel des „gesellschaftswissenschaftlichen“ Niveaus eines Glasnostanhängers. Wer aber hier ohne Verstand schwadroniert, das ist der Glasnostanhänger selbst. Der Sozialismus wird als eine Gesellschaft dargestellt, in der jeder jeden totschießt und dann kommt man zu dem Schluß, der Sozialismus sei Faschismus. 13.) Die Menschen, denen das harte Los zugefallen sei, „unter Stalin“  zu leben, hätten es mit dem geflügelten Wort Tayllerands halten müssen: dem Menschen sei die Zunge gegeben worden, um seine Gedanken zu verheimlichen. 14.) Gegen die These von Prozessmanipulierungen sprechen einerseits die Liste der den Prozessen beiwohnenden in- und ausländischen Beobachter, überwiegend Diplomaten,  als auch deren Prozesseinschätzungen. Der us-amerikanische Botschafter Joseph Davies überzeugte Präsident Roosevelt von der Rechtmäßigkeit der Anklagen, was sicherlich zum späteren guten Einvernehmen zwischen Roosevelt und Stalin während des Zweiten Weltkrieges beigetragen hat. In einer seiner Reden erklärte Davies: „Es ist völlig klar, dass all diese Prozesse, Säuberungen und Hinrichtungen, die seinerzeit so rücksichtslos erschienen und die ganze Welt schockierten, Teil eines energischen Bemühens der Stalinschen Regierung waren, sich nicht nur vor einem Staatsstreich von innen, sondern auch vor einem Angriff von außen zu schützen…Die Säuberungen schufen Ordnung im Lande und befreiten es von Verrat“. 15.) Es gab keinen Grund für Joseph Davies als us-amerikanischer Diplomat einen Leninorden anzustreben. Wie Davies sah es auch der tschechoslowakische Botschafter Zdenek Fierlinger. Schon der erste Prozess gegen Sinowjew und Kamenew wurde von einer Delegation der höchst angesehenen Internationalen Juristenvereinigung sehr genau unter die Lupe genommen. Ihr gehörten unter anderem der britische Kronanwalt Denis Noel Pritt (gleichzeitig Mitglied des Unterhauses) an, Dudley Collard, Robert Lazarus und der us-amerikanische Anwalt Joseph Edelman. Diese hochkarätige Delegation kam zu folgendem Ergebnis: „Wir halten die Behauptung, daß die Verhandlung verkürzt und ungesetzlich war, für völlig unbegründet…Wir erklären hiermit kategorisch, dass die Angeklagten völlig legal verurteilt wurden. Es wurde überzeugend bewiesen, dass zwischen ihnen und der Gestapo eine Verbindung bestand. SIE HATTEN DIE TODESSTRAFE VOLLAUF VERDIENT (kursiv von Heinz Ahlreip).“   16.)  Der Kronanwalt Pritt untermauerte diese klare Aussage noch durch ein privates Statement, das wohl auch den letzten Zweifel ausräumen dürfte: „Das erste, was mir als einem britischen Juristen auffiel, war das völlig freie und ungezwungene Verhalten der Angeklagten. SIE ALLE SAHEN GESUND AUS (kursiv von Heinz Ahlreip); sie alle erhoben sich und sprachen, wenn sie es wünschten…Ich persönlich bin überzeugt davon, dass es nicht den geringsten Grund gibt, irgendeine Ungesetzlichkeit zu vermuten, was den Inhalt und die Form des Prozesses betrifft. Meiner Ansicht nach waren die gesamte Verhandlung und die Art des Umgangs mit den Angeklagten mustergültig für die ganze Welt in einem Fall, da den Angeklagten eine Verschwörung zur Ermordung führender Staatsmänner und zum Sturz der Regierung vorgeworfen wird, wessen die Angeklagten sich schuldig bekannten. Ich bin der Meinung, dass das Gericht jedes beliebigen Landes unter solchen Umständen die Todesstrafe verkündet und exekutiert hätte“. 17.)  Der weltweit anerkannte englische Historiker Sir Bernard Pares hielt den Verrat vom Kamenew, Pjatakow, Radek und den anderen Angeklagten für eindeutig bewiesen, er hatte daran keinerlei Zweifel. Ein britisch sowjetischer Parlamentsausschuß hob in seinem Bericht über die Prozesse die „unstrittige Fundiertheit der Anklagen“ 18.)  hervor. Der Ausschußvorsitzende, der Labourabgeordnete Neil Maklin, hob besonders hervor, dass ihn „die Aufrichtigkeit der Geständnisse von seiten der Angeklagten beeindruckt habe“. 19.) Und selbst Churchill kam in seinen Memoiren zu einer bemerkenswerten Einschätzung: Die Säuberungen seien unerbittlich aber vielleicht nicht unnütz gewesen und Wyschinski habe als staatlicher Ankläger brilliert. 20.) Obendrein: auch die Internationale Liga für Menschenrechte ließ durch ihren Repräsentanten, durch den Anwalt Rosenmark, die Legalität der Prozesse verlauten. Damit jedoch nicht genug: der Schriftsteller Lion Feuchtwanger hatte den Prozess verfolgen können und konnte keinerlei Anzeichen von Folterspuren bei den Angeklagten entdecken. Sein Buch über den Prozess wurde in der Sowjetunion in einer Auflage von 200 000 Exemplaren gedruckt. Mitte der vierziger Jahre erschien in den USA das Buch der beiden US Amerikaner Michael Sayers und Albert E. Kahn „The Great Conspiracy“, in dem die juristische Haltbarkeit der Anklagen nachgewiesen wurde. Ich glaube, diese Aufzählung sollte schon ausreichen, die Aufzählung der Liste der „westlichen“ Intellektuellen, die ebenfalls von der Korrektheit der Prozesse überzeugt waren, erspare ich mir deshalb an dieser Stelle.</em></address>
<address><em> </em></address>
<address><em>Ich komme zu den Burlesquen, die in der Entstalinisierungsphase liefen: Vor  Stalin zitterte die Konterrevolution und man sieht leicht ein, dass von einem Aufbau des Sozialismus ohne Niederhaltung der bürgerlich kapitalistischen Konterrevolution keine Rede sein kann. Angst lähmte die Bourgeoisie zu Lebzeiten Stalins und darüber hinaus, denn erst 1961 wurde der Leichnam Stalins aus dem Leninmausoleum entfernt. Der Historiker Robert Payne führt in seiner Stalinbiografie aus, dass die Entfernung durch die Geisteskranke Dora Abramowna Lasurkina initiiert worden sei, die auf dem XXII. Parteitag unter Applaus von Gesprächen mit dem toten Lenin faselte, in denen er ihr die Entfernung seines Mausoleumsnachbarn antrug. 21.) Durch die Angst, Stalin gleich nach Crutschows Geheimrede anzutasten, ist etwas Absurdes herausgekommen: der 1956 als Schwerverbrecher Abgestempelte blieb noch fünf Jahre neben dem Gründer des Sowjetstaates im Mausoleum liegen. Diese Angst drückte der Dichter Jewtuschenko in den Zeilen aus: „Er führt etwas im Schilde, Er hat nur zum Ausruhen sich hingelegt, Und ich wende mich an unsere Regierung mit der Bitte: die Wachen an diesem Grabstein zu verdoppeln, zu verdreifachen, damit Stalin nicht aufsteht und mit ihm die Vergangenheit…“ . (Prawda vom 23.10.1962).</em></address>
<address><em> </em></address>
<address><em>War es aber nötig, die Todesstrafe für Kinder ab zwölf Jahren zu verhängen ? . „…die Souveränität des Denkens verwirklicht sich in einer Reihe höchst unsouverän denkender Menschen, die Erkenntnis, welche unbedingten Anspruch auf Wahrheit hat, in einer Reihe von relativen Irrtümern.“ 22.) schreibt  Friedrich Engels, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft. Muss man nicht gerade Kindern Irrtümer zugestehen ? Von hier aus ist auch der Erlaß vom 7. April 1935 zu bewerten, der die Todesstrafe für Kinder ab zwölf Jahren in der Sowjetunion vorsah. Das ist natürlich Sozialismus mit einem unmenschlichen Anlitz. Mit paradiesischen Zukunftsvisionen ist Barbarei in der Gegenwart nicht zu rechtfertigen. An allem ist zu zweifeln.  Eine Todesstrafe für Kinder widerspricht eklatant dem humanistischen Grundgedanken des Kommunismus: wenn die Umstände den Menschen bilden, kommt es darauf an, die Umstände menschlich zu bilden !, heißt es in einer Frühschrift von Marx und Engels. Mit der Todesstrafe für Kinder wird ja zugegeben, dass in der Sowjetunion unmenschliche Umstände vorhanden waren, in menschlichen Umständen hätte man normabweichende Kinder korrigieren können müssen. Wissenschaftlicher Sozialismus und Todesstrafe für Kinder – wie passt das zusammen ? Dieser schwere Schatten belastet Stalin für immer.</em></address>
<address><em> </em></address>
<address><em>Plechanow gab uns den Hinweis, daß die großen Persönlichkeiten in der Geschichte nicht die allgemeine Richtung der Geschehnisse ändern können, sie sind ja gerade deren Produkt, sondern nur das individuelle Gepräge der Ereignisse. Und hier mag die in Lenins sogenannten Testament gefallene Bemerkung über die Grobheit des Generalsekretärs hineinspielen, aber nur als sekundärer Faktor. So setzte nach dem Mord an Sergej Kirow am 1. Dezember 1934  in allen Bibliotheken und Buchläden, unter der Regie von Boris Volin, dem Leiter von Glavlit (Hauptverwaltung von Literatur), der 1922 eingerichteten Zentralen Sowjetischen Zensurbehörde, eine allumfassende Säuberung der konterrevolutionären trotzkistisch-sinowjewistischen Literatur sowie aller Bilddokumente (auch auf Flugblättern) ein, nachdem schon ab 1931 Namen von Volksfeinden aus Vorworten und Fußnoten gelöscht wurden. 23.)  Diese Vorgehensweise deutet daraufhin, dass die Genossen um Stalin immer noch einen gewissen Masseneinfluß der Volksfeinde und Rekrutierung neuer Anhänger fürchteten. Zu bedenken ist aber, dass zu Lebzeiten Lenins ein Verbot der Schriften Trotzkis in der UdSSR unterblieb, was Lenin und Stalin gegen Trotzki geschrieben hatten, war präsent und damit auch die korrigierende Widerlegung. Ein Vergleich der Schriften Trotzkis mit der Lenin-Stalinschen Kritik an diesen hätte durchaus produktiv für die Entwicklung revolutionären sozialistischen Bewußseins der Arbeitermassen sein können, das für Lenin die einzige Grundlage ist, die uns den Sieg verbürgen kann. 24.) Lenin scheute sich nicht, seinen Botschaftern zu empfehlen,  die gegen den Bolschewismus gerichtete Schrift von Karl Kautsky: „Die Diktatur des Proletariats“ (Wien 1918, Ignaz Brand, 63 Seiten) für einige Tausend Rubel anzukaufen, um sie dann kostenlos an klassenbewußte Arbeiter zu verteilen.  25.)  Lenin scheute sich auch nicht, einen Gedanken von Friedrich Engels aus der „Flüchtlingsliteratur“ aufnehmend, die Lektüre der Atheisten des 18. Jahrhunderts aus der Periode der französischen Aufklärung zu empfehlen, eingedenk der Tatsache, daß alle größeren Werke von Marx und Engels in Übersetzungen vorliegen. „Es gibt nicht den geringsten Grund zu der Befürchtung, daß der alte Atheismus und der alte Materialismus bei uns unergänzt bleiben könnten durch die Korrekturen, die Marx und Engels vorgenommen haben.“ 26.) Auch hielt Lenin die Aufklärung der Bauern durch die städtischen Arbeiter nur mit rein kommunistischen Ideen für zu einseitig unzureichend. Man sieht leicht, wie sensibel und wenig monomarxistisch Lenin in Fragen der Zensur war.</em></address>
<address><em> </em></address>
<address><em>1.)Lenin, IV. Konferenz der Gewerkschaften und der Betriebskomittees Moskaus, Werke Band 27, Dietz Verlag Berlin, 1962,481. Vergleiche dazu auch das Buch von Bertram D. Wolfe: Lenin Trotzki Stalin, Drei, die eine Revolution machten. Europäische Verlagsanstalt, Mannhein, 1965.</em></address>
<address><em>2.) Lenin: Was tun ? Brennende Fragen unserer Bewegung, Lenin Werke Band 5, Dietz Verlag Berlin,489</em></address>
<address><em>3.) Geboren am 21. Dezember 1879 als Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili unterzeichnete er am 12. Januar 1913 einen Zeitungsartikel zum ersten mal mit: Stalin.</em></address>
<address><em>4.) Josef Stalin, Sozialismus oder Anarchismus, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin 1950,266. Bemerkenswert ist, dass Stalin auf die Plechanowsche Broschüre nicht eingeht. Es ist heute sehr schwierig herauszufinden, ob sie ihm überhaupt vor dem Abfassen seiner Anarchismuskritik bekannt war.</em></address>
<address><em>5.) Karl Marx, Das Kapital, Nachwort zur zweiten Auflage, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin 1978,27</em></address>
<address><em>6.) Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,292 </em></address>
<address><em>7.) Andrei Wyschinski, Die Theorie des gesetzlichen Beweismaterials im sowjetischen Recht, in: Arkadi Waksberg, Gnadenlos Andrei Wyschinski – der Handlanger Stalins, Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1991,272. Im gleichen Werk Wyschinskis findet sich auch eine aufschlußreiche Bemerkung zu den politischen Erklärungen der Angeklagten in den Prozessen: sie „nehmen zwangsläufig den Charakter und die Bedeutung grundlegender, zentraler, entscheidender Beweise an“. (a.a.O.,273). Professor Strogowitsch, der zeitweise ein enger Mitarbeiter Wyschinskis war, sprach angesichts der Verschärfung des Klassenkampfes im Sozialismus von einer Verdichtung der Verfahrensform (a.a.O.), also von einer summarischen Aburteilung von Konterrevolutionären.</em></address>
<address><em>8.) Jean Jacques Rousseau, Der Gesellschaftsvertrag, Reclam Verlag, 1975,42</em></address>
<address><em>9.) Kurt Kellmann. Stalin Eine Biografie, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Primus Verlag Darmstadt 2005,131</em></address>
<address><em>10.) Arkadi Waksberg, Gnadenlos Andrei Wyschinski – der Handlanger Stalins, Lübbe Verlag Bergisch Gladbach 1991,105</em></address>
<address><em>11. Lenin, Die drohende Katastrophe und wie man sie bekämpfen soll, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,351</em></address>
<address><em>12.) Vergleiche Arkadi Waksberg, Gnadenlos Andrei Wyschinski – der Handlanger Stalins, Lübbe Verlag Bergisch Gladbach, 1991,234</em></address>
<address><em>13.) a.a.O.,321</em></address>
<address><em>14.) a.a.O.,350</em></address>
<address><em>15.) a.a.O., 469. Siehe besonders: Joesph E. Davies, Als US Botschafter in Moskau, Authentische und vertrauliche Berichte über die Sowjetunion, Steinberg Verlag Zürich, 1943. Insbesondere seinen Bericht vom 17. März 1938 Nr. 1039. Der US Botschafter spricht von einer Fünften Kolonne Hitlers in der Sowjetunion: „…dass so gut wie alle Kniffe und Umtriebe der deutschen Fünften Kolonne, wie wir sie seither kennen gelernt haben, durch die Geständnisse und Zeugenaussagen jener Prozesse gegen die „bekennenden“ Quislinge Russlands enthüllt und bloßgelegt worden sind.“ (a.a.O.,211).</em></address>
<address><em>16.) a.a.O.,164</em></address>
<address><em>17.) a.a.O.,165</em></address>
<address><em>18.) a.a.O.</em></address>
<address><em>19.) a.a.O.</em></address>
<address><em>20.) Vergleiche a.a.O.,165f. </em></address>
<address><em>21.) Vergleiche Martha Schad, Stalins Tochter, Das Leben der Swetlana Allilujewa, Gustav Lübbe Verlag, 2004,12f.</em></address>
<address><em>22. Friedrich Engels, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft, in: Marx Engels Ausgewählte Werke, Band V, Dietz Verlag Berlin, 1972,97f.</em></address>
<address><em>23.) Siehe dazu: Klaus Waschik, Virtual Reality. Sowjetische Bild- und Zensurpolitik als Erinnerungskontrolle in den 1930er Jahren, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe,7 (2010),H.1, URL: http://www.                     zeithistorische-forschungen.de/16126041-Waschik-1-2010 Textabschnitt 10 und 12.</em></address>
<address><em>24.) Vergleiche Lenin,Was tun ? Brennende Fragen unserer Bewegung, Lenin Werke Band 5, Dietz Verlag Berlin, 1955,363</em></address>
<address><em>25.) Vergleiche Lenin, Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky, Lenin Werke Band 28, Dietz Verlag Berlin, 1959,279.</em></address>
<address><em>26.) Lenin, Über die Bedeutung des streitbaren Materialismus, Werke Band 33, Dietz Verlag Berlin, 1962,216 </em></address>
<address><em> </em></address>
<h2><em> </em></h2>
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		<title>SPD Parteitag in Berlin Faschistische Bluthunde unter sich</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 21:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spätestens seit dem Auftreten des Sozialdemokraten Gustav Noske in der Novemberrevolution als Bluthund der Konterrevolution und spätestens seit der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht unter Beihilfe der SPD weiß die deutsche Arbeiterbewegung, die mit der konterrevolutionären SPD ihre Erfahrungen gemacht, und die internationale Arbeiterbewegung, die diese mitbekommen hat, dass die deutsche Sozialdemokratie eine Partei des gemäßigten Faschismus ist. 1. SPD und NPD sind keine Antipoden, sondern diese Parteien ergänzen sich, die SPD ist der gemäßigte Flügel des Faschismus. Ihr Berliner Parteitag bestätigte dies eindrucksvoll, er präsentierte uns ideologisch Faschismus fast schon in Reinkultur. Es passt zu dem Vorsitzenden dieser zur Reaktion degenerierten Partei, Sigmar Gabriel, dass er selbst gern reich und wohlhabend sein würde. 2. Ansätze zu einer Leibesfülle à la Hermann Göring hat er ja schon. Die Tendenz zum Volksfeind ist in dieser Aussage mehr als deutlich, denn sie schlägt der Intention der Pariser Kommune direkt ins Gesicht, die die Entlohnung der &#8222;staatlichen Würdenträger&#8220;  auf das Niveau eines durchschnittlichen Arbeiterlohnes justierte. Mit seiner Lüge, dass eine &#8222;neokommunistische Staatsgläubigkeit keine Alternative &#8220; 3. sei, spuckt er der Pariser Kommune direkt ins Gesicht, die nach Friedrich Engels schon kein Staat im eigentlichen Sinne des Wortes mehr war, da es galt, nur noch eine vorher schmarotzende bürgerliche Minderheit zu unterdrücken. &#8222;Man sollte das ganze Gerede vom Staat fallenlassen&#8220;, schrieb der alte Engels 1875 an Bebel. Wo sieht man hier &#8222;Staatsgläubigkeit&#8220; ? &#8211; im Gegenteil, Engels sprach von einer kommenden Generation, die den ganzen Staatsplunder von sich abwerfen wird. Und Lenin davon: &#8222;In der Frage der Abschaffung des Staates als Ziel gehen wir mit den Anarchisten keineswegs auseinander.&#8220; 4. Dagegen ist die reaktionäre SPD ein Sammelbecken faschistischer Etatisten, die ihre Staatsgläubigkeit auch offen zugeben: Eine Parole in Berlin lautete: &#8222;Unser Kapital &#8211; Demokratie und Gerechtigkeit !&#8220; Auf den ersten Blick eine hübsche, eine nette Parole; der konterrevolutionäre Satan steckt hier beim näheren Hinsehen in der &#8222;Demokratie&#8220;, denn Demokratie bedeutet ja Staat, bedeutet ja die organisierte Gewalt einer unterdrückenden Klasse gegen  andere. Heute steckt viel konterrevolutionäres Gedankengut in der Verherrlichung der Demokratie, Faschisten legen dieses Wort als Köder aus. Wenn Engels vom Einschlafen des Staates im Kommunismus sprach, so war damit auch immer ein Einschlafen der Demokratie mitgedacht und mitgesagt. Was aber interessieren einen Mann mit der Tendenz zum Reichtum schon die Schriften von Friedrich Engels ? Geradezu lächerlich ist der von Gabriel dem deutschen Volk hingeworfene Köder, der/die Bürger/innen sollten &#8222;Herrscherinnen und Herrscher ihres eigenen Lebens&#8220; 5. sein.  Ein Leben in innerer und äußerer Naturbeherrschung  ist erst im Kommunismus möglich, keineswegs unter den Bedingungen des Imperialismus &#8211; im Gegenteil: die Werktätigen sind von den Produktionsmitteln getrennt und arbeiten nicht für sich und der moderne bürgerliche Staat als eine Demokratie für die Reichen und gegen die Armen unterscheidet sich nicht sehr von der antiken Sklavenhalterdemokratie. 6. Ein sozialdemokratischer Politiker, der sich vor die vom Kapital versklavten Lohnabhängigen hinstellt und predigt, ihr sollt Herrn Eures eigenen  Lebens sein und dabei verschweigt, dass diese menschliche Emanzipation nur über die völlige Vernichtung des Feindes, der Bourgeoisie möglich ist,  gehört ganz einfach eingefangen und unter die Känguruhs Ausstraliens ausgesetzt. Wenn Steinmeier die Linke in der SPD warnt, nicht aus Daffke einen Schnaps oben drauf zu tun, so ist ihm entgangen, dass Peer Steinbrück auf den Ausführungen von Gabriel tatsächlich noch einen faschistischen Fusel draufgetan hat. Unter Beratung Steinbrücks hat der Parteivorstand sogar eine Kommission eingesetzt, die ein Konzept erarbeitet, das das Bündnis der Starken mit den Schwachen begründen soll. Philanthropischer Schwachsinn (Schwachsinn, denn die Reichen werden, wie jeder weiß, immer reicher und vertiefen dadurch die Armut des Volkes) war schon immer ein Bestandteil der politischen Demagogie gegen die Werktätigen. Ganz offensichtlich glaubt Steinbrück allen Ernstes, das deutsche Volk bestehe aus lauter Schafen, denen man predigen könne, die kapitalistischen Wölfe werden satt und lassen die Schafe dabei unversehrt. Wie kommt dieser Bündnisgedanke zustande ? Marx erläutert im Achtzehnten Brumaire, wie es zur &#8222;sozialen Demokratie&#8220; kommt: der Arbeiterklasse werden die sozialen Forderungen gebrochen und ihre politischen in den Vordergrund gerückt, umgekehrt die radikalen politischen Forderungen des Kleinbürgertums bleiben beiseite und die sozialen geraten nach vorne, so dass dann Steinbrück  dem Parteitag wörtlich hinwirft: man dürfe die Reichen nicht verprellen. Hier haben wir den spezifisch sozialdemokratischen Faschismus in Reinkultur. Man fühlt sich unwillkürlich an die Schlußszene des 1945 uraufgeführten Monumentalfilms von Sergei Eisenstein &#8222;Ivan der Schreckliche&#8220; (Ivan grosny) erinnert, in der das Gesicht des Zaren in Großaufnahme gezeigt wird und dieser den Schlußsatz des ganzen Films spricht: &#8222;Es ist die Aufgabe des Zaren, die Kleinen und Schwachen zu schützen, aber hart und grausam gegen die Reichen und Mächtigen zu sein, wenn er dies jedoch nicht vermag, so ist er kein Zar&#8220;. Wir brauchen in der Bundesrepublik Tausende und Abertausende schreckliche Ivans, die hart und grausam gegen die Reichen und Mächtigen sind, die nicht das Bündnis mit dem Kapital suchen, die nicht den Klassenkampf vertuschen, die das Volk nicht mit einem Bündnis betrügen, in dem die Starken immer gewinnen und die Schwachen immer verlieren müssen, die nicht die faschistische Ideolgie verbreiten, es muß starke kapitalistische Herrenmenschen und schwache lohnabhängige Untermenschen in der Welt geben, die sich den Reichen nicht als Lakaien anbiedern und diesen den After hinhalten, sondern ihrer historischen Pflicht gemäß als Totengräber der Bourgeoisie auftreten. Was uns in der Bundesrepublik bevorsteht, ist nicht irgendein von schwachköpfigen Sozialdemokraten ersponnenes Bündnis zwischen Arm und Reich, sondern naturgemäß , wie es der wissenschaftliche Sozialismus bestimmt hat, ein Bürgerkrieg zwischen ihnen in seiner fürchterlichsten Form. Nur auf einem Ozean aus bürgerlichem Blut kommt das stolze Schiff der proletarischen Revolution voran. Wer auf ein Bündnis hinwirkt, behandelt der nicht die Werktätigen wie Dreck, betrügt er sie nicht um ihre Revolution ? Der revolutionäre Marxismus lehrt etwas anderes: gerade die Massen systematisch zur gewaltsamen Zerschlagung der bürgerlichen Diktatur erziehen. Und zu dieser weltgeschichtlichen Tat ist die Aufklärung über das Verhältnis von Staat und Revolution zwingend erforderlich. Die Parteitagsmeute schwieg darüber &#8211; und mußte darüber schweigen, denn der Opportunismus kann zur Klärung dieses Verhältnisses nichts beitragen, da er vor dieser Frage ständig ausweicht. Wozu brauchen wir Schmarotzer in unserer Gesellschaft ? Erinnern wir uns lieber an die Worte August Bebels: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Und an seine Worte auf dem Dresdner Parteitag 1903: &#8222;Ich will ein Todfeind der bürgerlichen Gesellschaft und Staatsordnung bleiben, um sie in ihren Existenzbedingungen zu untergraben, und sie, wenn ich kann beseitigen.&#8220;  Es ist klar, dass zwischen dem Revolutionär Bebel, der ganz richtig die bürgerliche Staatsordnung beseitigen wollte, so wie die Jakobinerrevolutionäre die feudale Staatsordnung beseitigten,  und der heutigen faschistischen SPD Lichtjahre liegen, diese sozialdemokratischen Zwerge und Perverslinge haben das Recht verloren, sich auf Bebel zu berufen. Ihr Berliner Parteitag hat sie uns gezeigt, diese kleinbürgerlichen sozialdemokratischen Spießer mit ihrer abscheulichen menschenverachtenden Fratze, die die Armen an der Nase herumführen wollen. Denn man kann die Kleinen und Schwachen nicht schützen, wenn man nicht hart und grausam gegen die Reichen und Mächtigen ist. Und umgekehrt: wer die Reichen nicht verprellen will, was bleibt ihm in einer revolutionäre Situation anderes übrig als den neuen Noske zu markieren ? Das sozialdemokratische Bündnis ist ausgedacht, um das deutsche Volk von den Reichen erdrosseln zu lassen. Obwohl die Reichen überhaupt , vulgärmarxistisch ausgedrückt, durch eine &#8222;Art Prellerei&#8220; reich geworden sind, will der sozialdemokratische Kleinbürger diese nicht bestrafen, sondern&#8230;man rate ? Nicht verprellen ! Sozialdemokratische Volksfeinde arbeiten mit reichen Volksfeinden Hand in Hand. Ideologisch suchen diese hausbackenen Sozispießer den Weg zum Mittelalter, Gabriel sucht die Allianz mit der Kirche.  7. Auch an diesem Punkt muss an August Bebel gedacht werden, der  die Religion ausrotten wollte. &#8222;&#8230;jeder Religionslehrer ist ein Feind des wahren Fortschritts der Menschheit, er ist gefährliches Unkraut unter dem Volksweizen, das ausgerottet werden muß.&#8220; 8. Die Dialektik der Geschichte ist nun so verlaufen, dass heute Bebels eigene Partei gefährliches Unkraut unter dem Volksweizen geworden ist, das ausgerottet werden muß.</strong></p>
<p><strong>Es kann keinen Fortschritt in Deutschland, es kann keine Befreiung der Lohnsklaven und keine Befreiung vom Mittelalter geben, wenn die Kleinen und Schwachen, die die große Meherheit der Gesellschaft bilden, nicht die kleine Minoriät der Reichen und Mächtigen mitsamt ihrer Agentur: SPD mit Feuer und Schwert ausrotten und niederbrennen. Tod den Reichen, Schmarotzern, Faschisten und sozialdemokratischen Volksfeinden ! Um mit einem Gedanken Robespierres zu enden: Wir haben nur wenige Köpfe zu treffen und die Konterrevolution ist nur noch ein dunkles Kapitel , hier in der Geschichte des deutschen Volkes.</strong></p>
<p><strong>1. Sucht man historische Analogien, die immer etwas schief sind, so ist auf die konterrevolutionäre Gironde während der französischen Revolution und auf die konterrevolutionären kleinbürgerlichen Parteien Menschewiki  und Sozialrevolutionäre  (Kerenskianer, Kerenski war Sohn eines Gymnasialdirektors  und floh als Volksfeind vor dem Bolschewismus, später Professor in den USA) während der russischen Revolution zu verweisen. Gironde, Sozialrevolutionäre, Menschewiki und Sozialdemokraten haben Angst sowohl vor der revolutionären Schöpferkraft der Volksmassen als auch vor ihren sozialen Forderungen. Sie sind konterrevolutionär, weil sie deshalb die alte Ordnung verteidigen und für Revolutionäre ist klar, dass die revolutionäre Schöpferkraft der Massen diese Parteien vernichten muss. In der Sowjetunion war dies einstweilen gelungen. Wir sehen, dass sich die fortschrittlichste bürgerliche Klasse im 18. Jahrhundert in die beiden Flügel Jakobiner und Girondisten zerlegte wie die fortschrittlichste Klasse des 20. Jahrhunderts in Bolschewiki und Menschewiki. In Deutschland war der Reichspräsident Ebert im Grunde ein Monarchist und das kam nicht von ungefähr: In seiner Kritik am im Oktober 1891 an Stelle des Gothaer Programms von 1875 angenommenen Erfurter Programms wies Engels darauf hin, daß es in Deutschland mit seiner fast allmächtigen Regierung und einem Reichstag ohne Macht illusionär sei, von einem friedlichen Weg zum Sozialismus zu träumen und dass man Handlangerdienste für den Absolutismus betreibe. Engels blieb unerhört und die überwiegende Mehrheit der offiziellen Führer der deutschen sozialdemokratischen Partei erwies sich denn auch, wie Lenin es nannte, als &#8222;Schirmer des Absolutismus&#8220;. (Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,458).<br />
</strong></p>
<p><strong>2. &#8222;Gabriel will SPD wieder in rot-grüne Regierung führen&#8220;, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 2011, Seite 2</strong></p>
<p><strong>3. a.a.O.</strong></p>
<p><strong>4. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, Dietz Verlag Berlin, 1960,449</strong></p>
<p><strong>5. &#8222;Gabriel will SPD wieder in rot-grüne Regierung führen&#8220;, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 2011, Seite 2</strong></p>
<p><strong>6. &#8222;Die Freiheit der kapitalistischen Gesellschaft bleibt immer ungefähr die gleiche, die sie in den antiken griechischen Republiken war: Freiheit für die Sklavenhalter.&#8220; (Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,474).</strong></p>
<p><strong>7. &#8222;Ein weiter Bogen nach links&#8220;, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 2011, Seite 3. Schon Friedrich Engels mußte 1891 in seiner Einleitung zu Marxens &#8222;Bürgerkrieg in Frankreich&#8220; auf die opportunistische Nachlässigkeit der deutschen Sozialdemokratie bezüglich der Religion hinweisen, da Tendenzen deutlich wurden, die Relgion nicht nur dem Staat, sondern auch der Partei selbst gegenüber zur Privatsache zu erklären, also auf den Kampf gegen das volksverdummende Opium Religion zu verzichten. &#8222;Der künftige Geschichtsschreiber der deutschen Sozialdemokratie wird beim Aufspüren der Wurzeln ihres schmachvollen Zusammenbruchs im Jahr 1914 nicht wenig interessantes Material zu dieser Frage vorfinden, angefangen von dem ausweichenden, dem Opportunismus Tür und Tor öffnenden Erklärungen in den Artikeln Kautskys, des ideologischen Führers der Partei, bis zu dem Verhalten der Partei zu der &#8222;Los-von-der-Kirche-Bewegung&#8220; im Jahre 1913&#8243;. (Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,464). Vor dem ersten Weltkrieg gab es eine massenhafte Kirchenaustrittsbewegung, der gegenüber führende Vertreter der deutschen Sozialdemokratie nicht nur sage und schreibe Neutralität bewahrten, sondern es ihren Mitgliedern verboten, im Namen der Partei  Propaganda gegen Religion und Kirche zu betreiben !! Ohne Zweifel ein tiefer Rückfall hinter die bürgerliche Aufklärung. Gustav Landauer hatte völlig Recht, als er sagte, dass es in der ganzen Natur kein  ekelhafteres Tier gebe als die deutsche Sozialdemokratie. Und dieses  Tier wird ekelhafter Tag für Tag.<br />
</strong></p>
<p><strong>8. August Bebel: Über materialistische Geschichtsauffassung, in: August Bebel: Die moderne Kultur ist eine anti-christliche, Alibri Verlag 2007,61</strong></p>
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		<title>FRIEDRICH ENGELS Zu seinem 191. Geburtstag (geboren am 28.11.1920)</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 08:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Engels Manchester Manchesterkapitalismus Marx Lenin Malthus Mülberger Dühring Mehrwert Feuerbach Kautsky Becker]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 1842 kam ein 22jähriger Mann in Manchester an, um seine in seinem Geburtsort Wuppertal begonnene kaufmännische Ausbildung fortzusetzen.  In seiner Heimat hatte er das Gymnasialstudium abbrechen müssen, weil er in der väterlichen Firma gebraucht wurde. Diese schickte ihn nach Manchester, die damals führende Industriemetropole der Welt. Der Aufenthalt blieb nicht nur in wissenschaftsgeschichtlicher Hinsicht von überragender Bedeutung: Friedrich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=leninunserallerlehrer.wordpress.com&amp;blog=7784955&amp;post=4189&amp;subd=leninunserallerlehrer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Jahr 1842 kam ein 22jähriger Mann in Manchester an, um seine in seinem Geburtsort Wuppertal begonnene kaufmännische Ausbildung fortzusetzen.  In seiner Heimat hatte er das Gymnasialstudium abbrechen müssen, weil er in der väterlichen Firma gebraucht wurde. Diese schickte ihn nach Manchester, die damals führende Industriemetropole der Welt. Der Aufenthalt blieb nicht nur in wissenschaftsgeschichtlicher Hinsicht von überragender Bedeutung: Friedrich Engels verzichtete auf den Portwein der &#8222;besseren Kreise&#8220; und lebte für einige Zeit zusammen mit dem Proletariat. Das führte zu wertvollen Erkenntnissen. </strong></p>
<p><strong>Engels erkannte die grundlegende Bedeutung der politischen Ökonomie für die Gesellschaftswissenschaften: ich wurde mit der Nase darauf gestoßen, dass die jeweilgen Staatsstrukturen von denen der jeweiligen ökonomischen Basis abhängen. Diese von Engels zuerst erkannte zentrale Bedeutung der Ökonomie wird später den jungen Marx befruchten, den Schwerpunkt seiner Studien gerade auf dieses Gebiet zu lenken, um auf diesem den epochemachenden historischen Materialismus zu entwickeln, der in ganz zarter Keimform schon beim 22jährigen Engels vorhanden war: dass die gesellschaftlichen Verhältnisse in materielle und ideologische zerfallen und dass die letzteren den Überbau der ersteren  bilden. Aber nicht nur das: Engels erkannte in Manchester, und vielleicht war das damals nur in dieser Stadt möglich, dass die Große Industrielle Revolution zwei Klassen hervorbringt, die sich todfeindschaftlich klassenkämpferisch gegenüberstehen : Bourgeoisie und Proletariat, das mit fremden Produktionsmitteln nicht für sich arbeitet.  Diesen Antagonismus übersehen noch heute, fast 170 Jahre später, etliche &#8222;Sozialisten&#8220;, wie das jüngst erst der Parteitag der &#8222;Linken&#8220; gezeigt hat. Dieser Klassenkampf war und ist indeß die zentrale Achse, um die sich unsere Geschichte dreht. Nicht einzelne Genies, nicht einzelne Utopisten, nicht einzelne Philantrophen und Weltverbesserer sind die treibende Kraft der Geschichte und bringen die Menschheit voran,  sondern &#8222;große Massen, ganze Völker und in jedem Volk wieder ganze Volksklassen&#8230;&#8220; 1. Engels erfasste die weltgeschichtliche Bedeutung der maschinellen Großindustrie, sie bedeutete das Ende des utopischen und den Beginn des wissenschaftlichen Sozialismus, da sie das Proletariat massenhaft in Fabrikstädte konzentrierte. Im rückständigen Deutschland zum Beispiel richtete sich noch im Jahr 1834 &#8211; Engels war gerade 14 Jahre alt, Marx 21 &#8211; die revolutionäre Flugschrift &#8222;Der Hessische Landbote&#8220; &#8211; wie es der Titel schon sagt &#8211; nur an die hessischen zersplitterten Bauern und sie beginnt auch noch mit einem Bezug auf die Bibel. Vor der Großindustrie konnten die Sozialisten die Arbeiter nicht erreichen und malten daher der ganzen Gesellschaft phantastische Zukunftsbilder, die nur in der Theorie ohne Verbindung mit den politischen Volksbewegungen existierten.  Die Versuche, die Gesellschaft nach diesen Idealen umzumodeln, scheiterten kläglich. Die wissenschaftliche Grundlage des Sozialismus besteht gerade darin, die Entwicklungsgesetze der auf Ausbeutung der Massen beruhenden kapitalistischen Gesellschaftformation zu erforschen. Und die Fortschritte der Ideologen in den Gesellschaftswissenschaften werden nicht allein durch die Kraft des reinen Gedankens bewirkt, sondern durch den gewaltigen Fortschritt der Naturwissenschaft und der Industrie. 2. Eine in ihrer Massenwirkung nicht zu überschätzende Frucht des Manchesteraufenthaltes von Friedrich Engels ist sein 1845 bei Wiegand in Leipzig verlegtes Buch: &#8222;Die Lage der arbeitenden Klasse in England&#8220;. &#8222;In der Tat: weder vor 1845 noch später ist eine so eindrucksvolle und wahrheitsgetreue Schilderung der Notlage der Arbeiterklasse erschienen.&#8220; 3. Und diese Schilderung enthält weitere zentrale Erkenntnisse für den noch in den Windeln liegenden &#8222;Marxismus&#8220; . Noch hatte Engels 1842 Marx erst einmal in Köln getroffen, es folgte dann nur ein Briefwechsel.  Vor Engels wurde das Proletariat nur als leidende Klasse gesehen, die Junghegelianer Bruno Bauer und Konsorten in Deutschland zum Beispiel sahen in ihm nur eine unkritische Masse, sozusagen ohne weltgeschichtliche Mission, die die Intellektuellen für sich reservierten. &#8222;Engels aber hat als ERSTER (kursiv von Lenin) gesagt, daß das Proletariat NICHT NUR (kursiv von Lenin) eine leidende Klasse ist: daß gerade die schmachvolle wirtschaftliche Lage, in der sich das Proletariat befindet, es unaufhaltsam vorwärtstreibt und es zwingt, für seine endgültige Befreiung zu kämpfen. Das kämpfende Proletariat aber wird SICH SELBST HELFEN (kursiv von Lenin).&#8220; 4. </strong></p>
<p><strong>Das Proletariat wird gezwungenermaßen aktiv klassenkämpferisch tätig werden, jeder Klassenkampf ist aber ein politischer Kampf, wie es im Kommunistischen Manifest heißt.5. , das um die Jahreswende 1847/48 von Marx und Engels geschrieben wurde. Engels hatte Marx 1844 auf seiner Rückreise von Manchester nach Deutschland umwegehalber in Paris besucht und seit diesem Zeitpunkt verband beide nicht nur eine lebenslange Freundschaft, sondern es entstanden viele theoretische Schriften, die beide gemeinsam verfassten. Marx und Engels waren Wissenschaftler von allerhöchstem Karat, aber primär waren sie REVOLUTIONÄRE, die sich den GEWALTSAMEN Sturz der Bourgoisie und die zum Kommunismus führende Herrschaft des Proletariats zum Lebenszweck gesetzt hatten. 6. An diesem Ziel arbeiteten beide mit Kalkül und besessen zugleich. Das Kommunistische Manifest kann bereits als ein Werk des reifen Marxismus bezeichnet werden, der historische Materialismus steht bereits wie ein Fels in der Brandung des Klassenkampfes.  Die Bourgeoisie produziert ihre eigenen Totengräber. 7. Die Kommunisten unterstützen überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände und heben die Eigentumsfrage als die Grundfrage hervor. PROLETARIER ALLER LÄNDER, VEREINIGT EUCH ! 8. </strong></p>
<p><strong>Das Manifest erschien kurz vor der bürgerlichen 48er Revolution, die Engels , der sich vom Demokraten zum Kommunisten entwickelt hatte, als Redakteur der von Marx in Köln geleiteten &#8222;Neuen Rheinischen Zeitung&#8220; und als Soldat, als Adjudanten August Willichs sah, der an drei Gefechten teilnahm und nach der Niederlage über die Schweiz nach London fliehen mußte, wo er Marx, dem man mittlerweile die preußische Staatsbürgerschaft aberkannt hatte, wiedertraf. 9. Man hoffte auf den baldigen Ausbruch einer neuen Revolution , aber diese Jugendträume zerschellten an der harten Klippe der Machtrealitäten, die Herrschaft der alten Mächte erwies sich als stabiler denn gedacht. Wir haben uns damals alle gründlich geirrt, bemerkte der alte Engels selbstkritisch. Allein aus der  Tatsache, dass sich in der Bourgoisepoche  die Klassengegensätze vereinfacht haben 10., folgt eben noch nicht, dass auch gesellschaftswissenschaftliche Analysen einfacher geworden sind. Eine Schlüsselfunktion bekam daher die materialistische Dialektik, an der Marx und Engels über Jahrzehnte in England arbeiteten und feilten und die Engels als unser bestes Arbeitsmittel und unsere schärfste Waffe bezeichnete. 11. Wie oft hatte der alte Haudegen Engels mit diesem Schwert der Revolution Hiebe ausgeteilt &#8211; gegen den Pfaffen Malthus, gegen den Proudhonisten Mülberger (in der Schrift: &#8222;Zur Wohnungsfrage&#8220;) und gegen den Philosophieprofessor Eugen Dühring, um nur einige seiner Opfer zu nennen. Der Anti-Dühring ist bis heute die tiefsinnigste Zusammenfassung des historischen und dialektischen Materialismus und gehört als Pflichtlektüre in die Hand jedes klassenbewußten Arbeiters. Mit diesem Buch kämpft Engels kompromisslos gegen die metaphysische Weltsicht, gegen Aberglauben und Religion. &#8222;Leben ist die Daseinsweise der Eiweißkörper, und diese Daseinsweise besteht wesentlich in der beständigen Selbsterneuerung der chemischen Bestandteile dieser Körper&#8220;. 12. So lautet nach Engels die Bestimmung des Lebens in unserem Universum. Trotz der hohen Überlegenheit des wissenschaftlichen Materialismus warnte uns Lenin davor, Revolution mit großen Buchstaben zu schreiben, auch Engels wies im Anti-Dühring auf die Gebrechlichkeit des menschlichen Denkens hin: &#8222;&#8230;.die Souveränität des Denkens verwirklicht sich in einer Reihe höchst unsouverän denkender Menschen, die Erkenntnis, welche unbedingten Anspruch auf Wahrheit hat, in einer Reihe von relativen Irrtümern.&#8220; 13. Von hier aus ist auch der Erlaß vom 7. April 1935 zu bewerten, der die Todesstrafe für Kinder ab 12 Jahren in der Sowjetunion vorsah. An ihm wird deutlich, dass der Übergang von der Revolution zur Konterrevolution fließend ist und wie falsch ein rechthaberischer Hurrakommunismus ist. Die Lebensmaxime von Karl Marx lautete: An allem ist zu zweifeln ! Eine Todesstrafe für Kinder widerspricht eklatant dem humanistischen Grundgedanken des Kommunismus: wenn die Umstände den Menschen bilden, kommt es darauf an, die Umstände menschlich zu bilden, heißt es in einer Frühschrift von Marx und Engels. Mit der Todesstrafe für Kinder wird ja zugegeben, dass in der Sowjetunion unmenschliche Umstände vorhanden waren, in menschlichen Umständen hätte man normabweichende Kinder korrigieren können müssen. Wissenschaftlicher Sozialismus und Todesstrafe für Kinder ! Wie passt das zusammen ? Vielleicht ging den Exekutoren durch den Kopf: Leben ist (nur) die Daseinsweise von Eiweißkörpern&#8230;Ganz anders verhält es sich mit den volljährigen Angehörigen von Volksfeinden. Jedenfalls haben die Partisanenaktionen der RAF gezeigt, dass den Hinterbliebenen doch der rote Teppich in die Fernsehstudios ausgerollt wurde, damit sie dort, insbesondere in den Talkshows, faschistische Volksverhetzung  betreiben konnten. Wie Konterrevolutionäre behandelt werden hängt von ihrem eigenen Verhalten ab. Wir müssen unbedingt zwischen plumpen und raffinierten Faschismus unterscheiden, der raffinierte flüchtet heute unter den Deckmantel der &#8222;Demokratie&#8220; und hofft, dass den Volksmassen nicht präsent ist, dass Engels im Zusammenhang mit der Pariser Kommune nicht nur vom Einschlafen des Staates, sondern auch vom Einschlafen der Demokratie gesprochen hat. Denn Demokratie beinhaltet ebenfalls Staatsgewalt einer Klasse gegen eine andere. Die Ausbeuter maskieren sich heute demokratisch und vertauschen in perverser Form das Verhältnis von ausbeuterischer Minderheit und ausgebeuteter Mehrheit: dass diese mehrheitlich die Zustimmung zu ihrer Ausbeutung gegeben habe.  Die bürgerlich parlamentarische Demokratie ist ein einziger Volksbetrug, die eigentlichen Geschäfte werden hinter den Kulissen abgewickelt. 14. Zudem sind  fast alle  Massenmedien kapitalistisch organisiert. Erst durch die  Zerschlagung des kapitalistischen Ausbeutungssystems wird die revolutionäre Volksdemokratie geboren.  Es war, wie Marx im Nachwort zur zweiten Auflage des &#8222;Kapitals&#8220; bemerkt, der Wiener Fabrikant Mayer, der zur Zeit der Kommune in einer Broschüre darlegte, &#8222;&#8230;dass der große theoretische Sinn, der als deutsches Erbgut galt, den sogenannten gebildeten Klassen durchaus abhanden gekommen ist, dagegen in seiner Arbeiterklasse neu auflebt.&#8220; 15. Und Engels beendete seine Studie über Ludwig Feuerbach mit dem Gedanken,  dass die deutsche Arbeiterbewegung die Erbin der deutschen klassischen Philosophie sei. 16. In der Tat: nur die Arbeiterbewegung kann heute dieses Erbe einlösen, das drei junge Studenten im Tübinger Stift formulierten: vom Staat könne es keine Idee geben, &#8222;&#8230;weil der Staat etwas Mechanisches ist, so wenig als es eine Idee von einer Maschine gibt&#8230;Wir müssen also über den Staat  hinaus. Denn jeder Staat muß freie Menschen als mechanisches Räderwerk behandeln, und das soll er nicht, also soll er aufhören.&#8220; 17.  DER STAAT SOLL AUFHÖREN. Nun ist klar, dass nur die Arbeiterbewegung die Erbin der deutschen klassischen Philosophie sein kann, nicht die sogenannten Gebildeten Sahra Wagenknecht, Grogor Gysi oder Oskar Lafontaine, die mit tausend Fäden mit dem Kapital verflochten sind und daher keineswegs über die Dikatur des Proletariats das Vermächtnis der Idealisten Hegel, Schelling, Hölderlin und der Materialisten Marx, Engels und Lenin erfüllen wollen: &#8222;Im Sozialismus werden ALLE (kursiv von Lenin) der Reihe nach regieren und sich schnell daran gewöhnen, daß keiner regiert.&#8220; 18.</strong></p>
<p><strong>Es war Engels und Marx noch vergönnt, zu ihren Lebzeiten eine wirkliche, wenn auch kurze proletarische Revolution zu erleben. Die von ihnen aus der Pariser Kommune gezogenen Schlußfolgerungen sind insbesondere für das Verhältnis von Staat und Revolution von elementarer Wichtigkeit, zumal der Opportunismus dieses Verhältnis fast völlig umging. Die vielleicht bemerkenswerteste Stelle über den Staat befindet sich in einem Brief von Engels vom 18./28. März 1875 an Bebel: die Kommune sei schon kein Staat im eigentlichen Sinne mehr gewesen (weil es galt, nur noch eine Minderheit zu unterdrücken)&#8230;&#8220;solange das Proletariat den Staat noch gebraucht, gebraucht es ihn nicht im Interesse der Freiheit, sondern der Niederhaltung seiner Gegner, und sobald von Freiheit die Rede sein kann, hört der Staat als solcher auf zu bestehen.&#8220; Aber Bebel ließ diesen wertvollen Brief 36 (!) Jahre in der Schublade liegen. Obwohl Marx und Engels wegen der Kräfteverhältnisse dem Ausbruch der Kommune sehr skeptisch gegenüberstanden &#8211; sie sprachen von einer verzweifelten Torheit &#8211; bezeichneteten sie die Pariser Kommunarden doch als Himmelsstürmer, von denen zu lernen sei, vor allem, obwohl ein Teil der Pariser Arbeiter zu den Versaillern überging, die Revolutionäre die Elemente der demokratischen und sozialistischen Umwälzung nicht auseinanderhalten konnten, auf eine militärische Offensiven gen Versailles verzichteten und ehrfurchtsvoll vor der Bank von Frankreich stehenblieben, wurde doch eine neue Epoche sowohl in der Geschichte als auch in der Theorie des proletarischen Klassenkampfes eröffnet. (Das Proletariat kann die Macht ohne Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparates nicht erobern).</strong></p>
<p><strong>Nach dem Tode von Marx 1883 (19.) brachte Engels Band 2 und 3 des Kapitals heraus, die erst nur im Rohentwurf existierten. 1885 erschien Band 2 und 1894, ein Jahr vor seinem Tod, Band 3, zur Ausgabe des vierten Bandes (Theorien über den Mehrwert) kam Engels nicht mehr, Kautsky besorgte das in den Jahren 1905 bis 1910. Lenin bezeichnete denn auch die Bände 2 und 3 des Kapitals als &#8222;das Werk von zweien&#8220;. 20. Und dennoch hat Engels sich immer bescheiden als den Mann bezeichnet, der die zweite Violnie spielte. 21. &#8222;Ich habe mein Leben lang das getan, wozu ich gemacht war, nämlich zweite Violine spielen und glaube, meine Sache ganz passabel gemacht zu haben.&#8220; 22. Ganz passabel gemacht &#8211; so äußert sich ein kommunistischer Klassenkämpfer, der die Weltgeschichte bewegt hat.</strong></p>
<p><strong>Ein Jahr nach der Herausgabe des dritten Bandes des Kapitals starb Engels am fünften August im Londoner Exil. Er wollte keinen Massenauflauf, nur wenige Kampfgefährten nahmen an den Trauerfeierlichkeiten teil, unter anderem August Bebel, Eduard Bernstein, Karl Kautsky, Friedrich Leßner und Paul Singer. Er liegt nicht, wie man vermuten könnte, neben Karl Marx auf dem Highgate Friedhof, auch nicht in einem Mausoleum, seinem Wunsch gemäß fand er ein Seemannsgrab in der Nordsee. 23.</strong></p>
<p><strong>1. Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,298</strong></p>
<p><strong>2.Vergleiche a.a.O.,277</strong></p>
<p><strong>3. Lenin, Friedrich Engels, Werke Band 2, Dietz Verlag Berlin, 1961,9</strong></p>
<p><strong>4. a.a.O.</strong></p>
<p><strong>5.Vergleiche Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977,471</strong></p>
<p><strong>6. &#8222;An erster Stelle steht unbedingt die praktische Propaganda- und Agitationsarbeit,&#8230;weil die theoretische Arbeit nur auf Fragen antwortet, die von der zweiten erhoben werden.&#8220; (Lenin, Was sind die Volksfreunde und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1984,301).</strong></p>
<p><strong>7. Vergleiche Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977,474</strong></p>
<p><strong>8. Vergleiche a.a.O.,493. Berühmt ist die Aussage von Lenin über das Manifest: &#8222;Dieses kleine Büchlein wiegt ganze Bände auf: Sein Geist beseelt und bewegt bis heute das gesamte organisierte und kämpfende Proletariat der zivilisierten Welt&#8220;. (Lenin, Friedrich Engels, Werke Band 2, Dietz Verlag Berlin,1961,10).</strong></p>
<p><strong>9. Engels wurde auch der &#8222;General&#8220; genannt, weil er sich auf das Gebiet der Militärwissenschaft spezialisiert hatte.</strong></p>
<p><strong>10. Vergleiche Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977,463</strong></p>
<p><strong>11. Vergleiche Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,293</strong></p>
<p><strong>12. Friedrich Engels, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft, in: Marx Engels Ausgewählte Werke Band V, Dietz Verlag Berlin, 1972,92</strong></p>
<p><strong>13. a.a.O.,97f.</strong></p>
<p><strong>14. Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,436</strong></p>
<p><strong>15. Karl Marx: Das Kapital, Nachwort zur Zweiten Auflage, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1975,19</strong></p>
<p><strong>16.Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,307</strong></p>
<p><strong>17. Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Das Älteste Systemfragment des deutschen Idealismus, Theorie Werkausgabe Suhrkamp Verlag Band 1,234f. Kollektivarbeit von Hegel, Hölderlin und Schelling.</strong></p>
<p><strong>18. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,503</strong></p>
<p><strong>19. 1883 war aber nicht nur das Todesjahr von Karl Marx, im gleichen Jahr gründete der Russe G.W, Plechanow in Genf die &#8222;Gruppe Befreiung der Arbeit&#8220;, die erste marxistische Gruppe Rußlands, die sehr viel zur Verbreitung des Marxismus in Russland beigetragen hat. </strong></p>
<p><strong>20. &#8222;In der Tat, diese beiden Bände des &#8222;Kapitals&#8220; sind das Werk von zweien; von Marx und von Engels. Antike Sagen berichten von manchen rührenden Beispielen der Freundschaft. Das europäische Proletariat kann sagen, dass seine Wissenschaft von zwei Gelehrten und Kämpfern geschaffen worden ist, deren Verhältnis die rührendsten Sagen der Alten über menschliche Freundschaft in den Schatten stellt. (Lenin, Friedrich Engels, Werke Band 2, Dietz Verlag Berlin, 1961,12).</strong></p>
<p><strong>21. Vergleiche Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,291f.</strong></p>
<p><strong>22. Brief von Friedrich Engels an Johann Phillip Becker vom 15. Oktober 1884</strong></p>
<p><strong>23. Der Zweck seines kämpferischen Lebens war, dass ein Bund Freier und Gleicher die Erde umspanne, so Bebel in seiner Grabrede. Bei den Trauerfeierlichkeiten in London bezeichnete Wilhelm Liebknecht am 10. August 1895 Marx und Engels als die Entdecker der Welt des Sozialismus. (Rede Wilhelm Liebknechts im Namen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands am 10. August 1895, abgedruckt im Vorwärts Nr. 189 vom 15. August 1895). Hier schluderte Liebknecht, denn auf Entdeckungstour einer Welt jenseits des Kapitalismus gingen gerade die utopischen Sozialisten, während dialektisch denkende Materialisten im Bestehenden die Elemente seines Untergangs entdecken. Bekanntlich bezeichnete Marx im &#8222;Bürgerkrieg in Frankreich&#8220; als das wahre Geheimnis der Pariser Kommune, dass sie eine Regierung der Arbeiterklasse war, die endlich entdeckte politische Form, unter der die ökonomische Befreiung der Arbeit sich vollziehen konnte. Also die werktätige Bevölkerung von Paris hat die Übergangsform zum Sozialismus entdeckt, nicht Marx und Engels. Beide beschränkten sich darauf, den Entwicklungsverlauf der Kommune genau zu beobachten, sie zu analysieren und Schlußfolgerungen zu ziehen. (Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,444f.).</strong></p>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8222;Antifaschismus ist ein Irrtum&#8220; Justiz in Hannover nicht ausgewogen Bestraft wegen konsequenter antifaschistischer Grundhaltung</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 19:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus Hannover NPD Justiz Staatsschutz Genozid Rosa Luxemburg Karl Liebknecht Morgenthau Marx Ebgels 68er Kommunistisches Manifest KPD Lenin]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 13. Mai 2010, am Vatertag, tauchte in der Nordstadt Hannover eine Gruppe von cirka zwanzig Nazis aus der Kameradschaft Celle 73, Besseres Hannover und der NPD Hannover auf, die sich in der Kneipe &#8222;Dani´s Pub&#8220; alkoholisierten, um dann nicht nur Aufkleber und Graffiti faschistischen Inhalts anzubrigen, sondern auch Passanten bedrohten. Erst durch das couragierte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=leninunserallerlehrer.wordpress.com&amp;blog=7784955&amp;post=4136&amp;subd=leninunserallerlehrer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 13. Mai 2010, am Vatertag, tauchte in der Nordstadt Hannover eine Gruppe von cirka zwanzig Nazis aus der Kameradschaft Celle 73, Besseres Hannover und der NPD Hannover auf, die sich in der Kneipe &#8222;Dani´s Pub&#8220; alkoholisierten, um dann nicht nur Aufkleber und Graffiti faschistischen Inhalts anzubrigen</strong>, <strong>sondern auch Passanten bedrohten. Erst durch das couragierte Eingreifen von jungen Antifaschist/innen wurde diesem widerlichen Treiben ein Ende gesetzt. Die Zivilcourage dieser jungen Kämpfer/innen ist lobenswert.</strong></p>
<p><strong>Anders sehen es Nazis, Polizei 1. , Staatsschutz und bürgerliche Justiz: sie brachten drei Antifaschisten wegen &#8222;gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung&#8220; auf die Anklagebank offensichtlich dadurch, dass Nazis und Staatsschutz gut zusammenarbeiteten. Denn die Polizei selbst konnte vor Ort niemanden wegen einer Straftat festnehmen. Erst als sich der Staatsschutz in die Ermitlungen einschaltete, wurden Nägel mit Köpfen gemacht: auf einmal konnten die von ihm eingeladenen Nazis aus einer Serie von cirka 30 Portraits linker Aktivist/innen in Hannover drei Personen identifizieren, die am Vatertag angeblich angegriffen hätten. Diese Linken waren den Nazis schon seit langen bekannt. Zu Recht schreiben die Antifaschist/innen in ihren Flyer &#8222;Solidarität mit Sven, Stefan und Tim&#8220;: &#8222;Es ist brisant, mit welcher Selbsverständlichkeit Polizei und Staatsschutz den Nazis Fotos von Linken präsentiert und sie damit einer erheblichen Gefahr aussetzt.&#8220; 2. </strong></p>
<p><strong>Der Prozess wegen &#8222;gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung&#8220; in einer das Leben gefährdenden Weise kam ab Mai 2011 vor dem Amtsgericht Hannover unter der Vorsitzenden Dr. Pinski ins Rollen. Es zeichnete sich bald ab, dass die Justiz es vor allem auf  J.E. abgesehen hatte, weil er bereits wegen antifaschistischer Aktivitäten unter Bewährung stand. Der Prozess in Hannover bewies einmal mehr, dass Justitia auf dem rechten Auge blind ist. Worin besteht der inhumane Kern des Faschismus ? Es ist nicht nur ein Kern des Rassenmordes und des Genozids gegen &#8222;Untermenschen&#8220;, sondern der deutsche Faschismus bestätigte aufs Wort genau die Vorhersage von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, dass &#8222;die imperialistische Kapitalistenklasse lieber ihr eigenes Land in einen rauchenden Trümmerhaufen verwandeln wird als freiwillig die Lohnsklaverei preiszugeben&#8220;. 3. Der von Adolf Hitler in seinen letzten Tagen ausgegebene Nerobefehl bestätigt das eindrucksvoll: es sollten alle wirtschaftlichen Grundlagen auf deutschem Territorium völlig zerstört werden, damit das deutsche Volk nicht mehr überlebensfähig sei. Der US-Senator Morgenthau war wenigstens so &#8222;human&#8220;, Deutschland in ein reines Agrarland  verwandeln zu wollen. Die heute existierenden faschistischen Organisationen sind kriminelle Vereinigungen.  Erinnern wir uns an das  Völkergericht in Nürnberg. Es gibt für das deutsche Volk keine größeren Volksfeinde als die Nazis, die vorne weg Deutschland wieder in einen rauchenden Trümmerhaufen verwandeln wollen und für die imperialistischen Kapitalisten die Drecksarbeit als nützliche Idioten machen. Einer aufgeklärten bürgerlichen Justiz sollten diese Zusammenhänge allerdings klar sein, indeß wiesen uns schon Marx und Engels im Kommunistischen Manifest darauf hin, dass die Juristen von der Bourgeoisie als ihre Lohnarbeiter bezahlt werden und deren Geschäfte betreiben müssen. 4. (Und das bürgerliche Geschäft im Juristischen ist eben, die proletarischen Lohnsklaven mit diesen ihren Juristen bis aufs Blut zu knebeln). So wird wenigstens für uns dann vieles klar. Schon allein die Anklageerhebung beweist, dass die Justizorgane mit Volksfeinden paktieren. Man darf und kann von der bürgerlichen Justiz nicht erwarten, dass sie den Volksfeinden ein Existenzrecht abspricht, sie wird immer auf Seiten der Volksfeinde gegen das deutsche Volk stehen und seine elementarsten Lebensrechte bedrohen, sowohl das vom Bundesverfassungsgericht 1956 ausgesprochene Verbot der KPD als auch die Notstandsgesetzgebung beweisen das zu Genüge. Der bürgerliche Justizapparat ist eben ein sich über die bürgerliche Gesellschaft emporhebender Apparat, der sich ihr mehr und mehr entfremdet und ein einziger Schmarotzerauswurf wird, den die Arbeiterklasse in ihrer Revolution vernichten und durch einen Apparat bewaffneter Arbeiter ersetzen muß. (Diese Zusammenhänge sind ausgezeichnet dargestellt in Lenins &#8222;Staat und Revolution&#8220;. 5.)  Deshalb darf und kann das deutsche Volk aus Selbsterhaltungsgründen die Bekämpfung der Anhänger Neros nicht juristischen und anderen  staatlichen Organen überlassen, es wäre verraten und verkauft wie 1933. Kippte nicht die bürgerliche Justiz durch einen Federstrich unter das Ermächtigungsgesetz in eine faschistische um ? Überhaupt gibt es eine klare Trennung zwischen Bourgeoisie und Faschismus nicht und kann es nicht geben. Aus ihren eigenen Eingeweiden erzeugt die bürgerliche Gesellschaft fortwährend den Faschismus. Bei steigender roter Flut der Arbeiterbewegung wirft diese heute durch und durch reaktionäre Klasse alle Fesseln der Legalität beiseite und  sich den Faschisten in die Arme, die bürgerliche Klasse hat vor der proletarischen Revolution hundert mal mehr Angst als vor jeder beliebigen Reaktion. 6. Deshalb wird diese prefaschistische Klasse stets darauf achten, dass der faschistische Knüppel im Hintergrund geschmeidig bleibt. Eine gesellschaftswissenschaftliche Analyse bestätigt doch mit einer unbezweifelbaren Eindeutigkeit, dass den Spitzen der Exekutive im bürgerlichen Staatsapparat auf Grund hierarchischer Anordnung und infantilem Befehl und Gehorsam Mechanismus eine Tendenz zum Faschismus innewohnt, dass diesen Spitzen eine Tendenz innewohnt, aus ihren eigenen Eingeweiden möglichst viele Araktschejews zur Welt zu bringen. Auf einen Volksverräter, der sich der kapitalistischen Klasse als Revolvermann verdingt, müssten zwei Politkommissare aus der Arbeiterklasse als  Aufpasser kommen. Wir dürfen diesen schäbigen Arbeiterverrätern in Uniform keine ruhige Minute gönnen, mögen diese sich auch noch so naiv, durch unkritische Lektüre ihrer Gemeinschaftskundebücher in der Schule bedingt, als ehrliche Polizisten in einer ehrlichen Demokratie fühlen. Das Proletariat kann in seiner Revolution auf diese kindischen Sentimentalitäten keine Rücksichten nehmen, die Schmarotzer im bürgerlichen Staatsapparat gehören einer verfaulenden unproduktiven Klasse, dem Kapitalsystem und also der Vergangenheit  an, die durch die Diktatur des Proletariats einer sinnvollen Arbeit zugeführt werden müssen, keinesfalls dürfen diese Volksfeinde in einen &#8222;Apparat bewaffneter Arbeiter/innen&#8220; als proletarischer Halbstaat  übernommen werden.<br />
</strong></p>
<p><strong>Der im Mai begonnene Prozess ist heute unter Verzicht auf die Vorladung weiterer Zeugen überraschend zügig zu einem Ende geführt worden, nachdem wohl selbst die Staatsanwaltschaft einsehen mußte, dass sie schlecht Verurteilungen vorantreiben kann durch drei Nazizeugen, die zugegeben hatten, dass sie bis zur Zeit des Vorfalls gegen 18 uhr 30 schon vorher an Vatertagsgelagen teilgenommen hatten. Und dennoch wurde ein Fehlurteil gesprochen: der Nazizeuge Heise wurde doch als glaubwürdig eingestuft und der unter Bewährung stehende J.E. wurde zu einer Geldstrafe von 180 Taggessätzen à 10 Euro zahlbar in Raten verurteilt und zu einer Verlängerung der Bewährungsfrist, weil er zugegebenerweise am Tatort anwesend !! war, die anderen beiden Angeklagten E.W.  und  D.F. wurden freigesprochen. Einen Beweis für eine aktiv körperverletzende Handlung gab es nicht. Merkwürdig war auch, dass der Staatsanwalt Klages die Auseinandersetzungen vom Vatertag als Konflikt unterschiedlicher politischer Gruppen bezeichnete, was eine Aufwertung und Gleichwertigkeit der Nazis beinhaltet. Die nationalsozialistischen Volksfeinde können mit keiner Partei, mit keiner politischen Gruppe gleichwertig sein.<br />
</strong></p>
<p><strong>Erfreulich war, dass viele junge Antifaschist/innen den drei Angeklagten durch zahlreiches Erscheinen im Gericht ihre Solidarität bekundeten. Heute am letzten Prozesstag wurden diese nun wiederum Zeugen eines auf den ersten Blick merkwürdigen Schlußwortes der vorsitzenden Richterin Dr. Pinski. Sie erzählte von einer vor kurzem gemachten Zufallsbekanntschaft mit einem alten 68er, den sie interessant fand. Heute hätte er die Fehlerhaftigkeit seiner jugendlichen politischen Radikalität eingesehen. Diese kluge Einsicht wünsche sie auch den jungen Antifaschist/innen ! Es bestätigte sich wieder einmal die Aussage von August Bebel, dass  Juristen durch und durch reaktionäre Leute sind. Nein ! Aktiver aktionistischer Antifaschismus ist kein Irrtum, sondern eine kluge und durchdachte Notwendigkeit des deutschen Volkes, um sich und Ausländer/innen vor Volksfeinden zu schützen. Antifaschismus kann nicht radikal genug sein ! Faschisten haben kein Existenzrecht ! 7. Tod den größten Feinden des deutschen Volkes ! Das tendenziöse und überflüssige Schlußwort der Vorsitzenden passte zu der mißratenen Justizsache.</strong></p>
<p><strong>1. Stalin gibt uns in seinem  Artikel: &#8222;Der bewaffnete Aufstand und unsere Taktik&#8220; bezüglich des repressiven Charakters der Polizei einen interessanten Hinweis: im Kampf gegen fortschrittliche Menschen bewaffnet und begönnert sie Berufsbanditen und unaufgeklärte und fanatisierte Elemente. (J: Stalin, Der bewaffnete Aufstand und unsere Taktik, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1950,117). Das ist gegen die damalige zaristische Polizei geschrieben, die Polizei in einer &#8222;bürgerlichen demokratischen Republik&#8220; scheint um keinen Deut besser zu sein.<br />
</strong></p>
<p><strong>2. Solidarität mit Sven, Stefan und Tim ! Flyer der anti_soli@yahoo.de</strong></p>
<p><strong>3. Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht: Programm der Kommunistischen Partei Deutschlands, abgedruckt in: Krise des Kapitalismus &#8211; Staatsgläubigkeit und die üble Rolle der Pseudo-Linken. Gegen die Strömung, Seite 2</strong></p>
<p><strong>4. Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1961,465. Auch heißt es im Manifest: &#8222;Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet.&#8220; (a.a.O.,464). Und diese Klasse hat ein klares Feindbild: das revolutionäre Proletariat. Während also gegen fortschrittliche gesellschaftliche Kräfte unter dem Etikett &#8222;Linksextremismus&#8220; ein wirklicher Bürgerkrieg stattfindet, wird gegen die Faschisten zur Täuschung der Volksmassen ein Pseudokrieg geführt, welche herrschende Klasse würde schon gegen eigene Helfershelfer vorgehen ? Auf Grund dieser schiefen Stellung der Bourgeoisie zur Demokratie ergibt sich zwangsläufig die richtige Widerspiegelung des volksfeindlichen Charakters der Bourgeoisie in dem Spruch, dass die bürgerliche Justiz auf dem rechten Auge blind ist. Eine unabhängige und neutrale Justiz kann es in einer Ausbeutungsgesellschaft nicht geben, diese Spießbürger magisch anziehende Justiz ordnet sich brav unter als Werkzeug ausbeuterischer Volksfeinde, die Spießer gefallen sich dann als wahre Justizhyänen.</strong></p>
<p><strong>5. Siehe Lenin Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,391 bis 507. Die revolutionäre Demokratie kommt ohne Krieg gegen die Reichen und ohne Terror gegen die Kapitalisten nicht aus. (Siehe Lenin, Die drohende Katastrophe und wie man sie bekämpfen soll, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,346f.).</strong></p>
<p><strong>6. Vergleiche Lenin, Die historischen Schicksale der Lehre von Karl Marx, Werke Band 18, Dietz Verlag Berlin,1962,577</strong></p>
<p><strong>7. Liquidierungen von Faschisten dürfen strafrechtlich nicht verfolgt werden, denn sie sind ein Notwehrakt des deutschen Volkes. Siehe hierzu: google: lenin unser aller lehrer tod der faschistischen bestie<br />
</strong></p>
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		<title>Demokratie und Anarchie</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 08:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Rousseau Gesellschaftsvertrag Lenin Marx Pariser Commune Staat Revolution antike Sklaverei Lohnsklaverei Demikratie]]></category>

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		<description><![CDATA[Im kleinbürgerlichen Entwurf einer idealen Gesellschaft, im 1762 veröffentlichten &#8222;Gesellschaftsvertrag&#8220;, schreibt Rousseau: &#8222;Wenn es ein Volk von Göttern gäbe, würde es sich demokratisch regieren. Eine so vollkommene Regierung paßt für Menschen nicht&#8220;. 1. Rousseau sah keinen Ausweg aus der mit der ganzen Last der Weltgeschichte beladenen Tradition, dass die Menschen bisher immer in einer Herr [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=leninunserallerlehrer.wordpress.com&amp;blog=7784955&amp;post=4090&amp;subd=leninunserallerlehrer&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im kleinbürgerlichen Entwurf einer idealen Gesellschaft, im 1762 veröffentlichten &#8222;Gesellschaftsvertrag&#8220;, schreibt Rousseau: &#8222;Wenn es ein Volk von Göttern gäbe, würde es sich demokratisch regieren. Eine so vollkommene Regierung paßt für Menschen nicht&#8220;. 1. Rousseau sah keinen Ausweg aus der mit der ganzen Last der Weltgeschichte beladenen Tradition, dass die Menschen bisher immer in einer Herr Knecht Konstellation gelebt haben und das eine deprimierende Situation vorlag: Entweder waren die Regierenden Götter oder die Regierten Tiere. Das Menschliche war nicht die Sonne, um die sich die Weltgeschichte bisher gedreht hatte. Der junge Marx sah in der proletarischen Revolution etwas qualitativ Neues: ihr könne der entscheidende Ausbruch aus der nur politischen Revolution gelingen zu einer nur noch menschlichen, so dass die gesellschaftlichen Evolutionen aufhören, politische Revolutionen zu sein. In der Tat wäre die Arbeiterbewegung historisch belanglos, wenn sie nicht die Demokratie, also das spezifisch Politische überwindet. In einer bisher nicht wieder erreichten Klarheit hat Lenin in seinem Fundamentalwerk &#8222;Staat und Revolution&#8220; die historische Unvermeidbarkeit dieser Entwicklung aufgezeichnet unter der Bedingung, DASS DAS PROLETARIAT DAS BÜRGERTUM VERNICHTET.2. Durch diese welthistorische Tat, die die himmelstürmende Pariser Commune beerbt, sah Lenin den Ausweg aus der kleinbürgerlichen Schizophrenie, die Rousseau immerhin konkret auf den Begriff gebracht hat: &#8222;Behauptet sich die Freiheit etwa nur mit Hilfe der Knechtschaft ? Mag sein. Die beiden Extreme berühren sich&#8220;. 3. Wir befinden uns, man möge mir diesen Ausdruck einmal gestatten,  &#8222;in der Sackgasse kleinbürgerlicher Dialektik&#8220;: &#8222;Es gibt derart ungünstige Lagen, in denen man seine Freiheit nur auf Kosten der Freiheit anderer bewahren und der Bürger nur dadurch vollkommen frei sein kann, dass sich der Sklave in äußerster Sklaverei befindet&#8220;. 4. Diese 1762 geäußerten Gedanken treffen noch heute den Kern der bürgerlichen Demokratie: die Demokratie der Bundesrepublik Deutschland basiert auf der Lohnsklaverei, ist nur dadurch möglich, dass sich der Lohnsklave in äußerster Lohnsklaverei befindet. &#8222;Die Freiheit der kapitalistischen Gesellschaft bleibt immer ungefähr die gleiche, die sie in den antiken griechischen Republiken war: Freiheit für die Sklavenhalter&#8220;. 5. Die Sozialdemokraten und die Linken mögen heute in den modernsten Kongresshallen ihre Parteitage abhalten, in ihrer politischen Gesinnung befinden sie sich ungefähr auf dem Niveau von antiken Sklavenhaltern, auf dem animalischen Niveau, das vor unserer Zeitrechnung die Existenz der Sklaverei für völlig normal hielt. Auch die Sozialdemokraten und die Linke halten wie die nach mittelalterlichen Kloaken  ausgerichteten &#8222;Christ&#8220;- &#8222;Demokraten&#8220;  die moderne Lohnsklaverei für völlig normal.  Diese kleinbürgerlichen und bürgerlichen Parteien betrügen das Volk mit dem Wort &#8222;Demokratie&#8220;, die es in ihrer Reinheit nicht gibt und die immer eine Klassendemokratie ist. Die Konterrevolution flüchtet heute manisch in das formale Wort &#8222;Demokratie&#8220;, um die Arbeiter/innen zum Narren zu halten, denn die bürgerliche Demokratie beseitigt die Lohnsklaverei keineswegs, sondern täuscht die Sklaven am nachhaltigsten. Die Ausbeuter tarnen sich mit der formalen Demokratie und betrügen die Volksmassen. 6. Die in der modernen Demokratie enthaltene Einfachheit des Mehrheitsprinzips enthält zugleich eine massenhafte Ignoranz, eine Selbsttäuschung der Unanfechtbarkeit, die solange bleibt, bis die moderne Demokratie als eine auf ein Verhältnis von Warenproduzenten basierende begriffen wird.  Ohne Durchleuchtung der bürgerlichen Gesellschaft als eine warenproduzierende ist der Mechanismus des Volksbetruges durch die moderne parlamentarische Demokratie nicht zu durchschauen. Die Auflösung eines bürgerlichen Parlamentes kann sich angesichts dieses Verblendungszusammenhanges  in einer revolutionären Situation dem Mehrheitsprinzip entziehen. Die Rechte der proletarischen Revolution stehen grundsätzlich immer höher als die Rechte bürgerlicher Parlamente.</strong></p>
<p><strong>Es ist gesellschaftswissenschaftlich erwiesen, dass es sich bei der bürgerlich parlamentarischen Demokratie um eine verstümmelte, falsche und verlogene Demokratie handelt, diese perverse Demokratie ist im Grunde eine Monarchie der Banken, die dem deutschen Volk das Fell über die Ohren ziehen. Um den Klassencharakter der bürgerlichen Demokratien zu verschleiern, geben die offiziellen Regierungen Millionen und Abermillionen für Propagandazwecke aus. Millionenfach wird die Demokratielüge verbreitet mit der Intention, dass die Herrschenden ihre Ideen zu den herrschenden Ideen ihrer Zeit machen.  Von der rein kapitalistischen Organisation der Presse schon gar nicht zu reden. Die bürgerliche Ideologie hat ihr Gewicht, denn sie ist älter als die sozialistische und hat sich tief vorurteilsmäßig ins Bewußtsein der Massen eingefressen. In der Bundesrepublik ist diese Propaganda äußerst erfolgreich, denn die Wahlergebnisse zeigen, dass der masochistisch veranlagte ich-schwache Spießbürger dominiert, der sich in seiner perversen Spießerhaftigkeit ein Leben ohne Regierung gar nicht vorstellen kann und  der dem Begriff Freiheit fassungslos gegenübersteht<span style="color:#888888;">. </span>Heute ist es nur eine Minderheit, die die Idee der menschlichen Freiheit vertritt: es sind dies die Kommunisten und die Anarchisten. Alle anderen Strömungen sind Bewegungen, die sich aus dem Immanenzgitter der Lohnsklaverei nicht befreit haben und nicht befreien können, Deshalb betonten Marx und Engels mehrmals, dass das Proletariat nicht primär die bestehende bürgerliche Gesellschaft zu verbessern hat, sondern dass es seine historische Mission  ist, EINE NEUE GESELLSCHAFT ZU GRÜNDEN. Gehen die Kommunisten und  Anarchisten in der Auffassung, dass die proletarische Revolution mit der Zerschlagung der bürgerlichen Staatsmaschinerie beginnen muß und im  Ziel dieser Revolution  gar nicht auseinander, es ist dies die Anarchie, in der die Menschen ohne Staat zusammenleben (können) 7., so bestehen doch in wesentlichen  Fragen der Revolution fundamentale Unterschiede, auf die jetzt näher einzugehen ist.</strong></p>
<p><strong>Der Marxismus kann deshalb nicht dem Utopismus unterstellt werden, weil er keine Entdeckungswissenschaft ist, keine Ideen im Stile von Weltverbesserern entwirft. Marx beobachtete nur ganz genau die Massenbewegungen in der Geschichte, analysierte sie und   &#8222;lernte&#8220; von ihnen. Noch zu Lebzeiten von Marx bildete sich 1871 in Paris eine Commune heraus, eine Diktatur des Proletariats, die den Nachweis erbrachte, dass die Anarchisten im Unrecht sind, wenn sie durch eine Revolution den Staat von heute auf morgen abschaffen wollen. Die Frage, was mit dem Staat während der Revolution passiert, ist also nicht abstrakt theoretisch erörtert worden, sondern durch Marx am konkreten historischen Beispiel einer Regierung der Arbeiterklasse, die aus einer unvorbereiteten Revolution entstanden war  und auch nur acht Monate währte, erläutert worden.  Was also lehrt uns die Große Pariser Commune, in der Millionen Pariser Arbeiter klassenkämpferisch in Bewegung waren ? Die wichtigste Lehre bezüglich des Staates besteht darin, dass sich die unterdrückten produzierenden Klassen nicht aufrichten können, wenn sie nicht die alte bürgerliche Staatsmaschine zerschlagen, in dieser Frage bestand Einheit zwischen Marx, Proudhon und Bakunin.</strong></p>
<p><strong>Zwietracht zwischen den Marxisten und Anarchisten bestand jedoch in der Frage der Vergesellschaftung des Eigentums, des proletarischen postrevolutionären Staates und der Autorität. Entgegen der marxistischen Vergesellschaftung des profitmäßig verwertbaren Eigentums plädierten die Anarchisten im Sinne ihres Gründungsvaters Proudhon (Eigentum ist Diebstahl) für die Ablösung des bürgerlichen Eigentums, so dass der einzelne Arbeiter Eigentümer der Werkstatt, des Bauernhofes und der Wohnung wird, während Engels in seiner Schrift &#8222;Zur Wohnungsfrage&#8220; ausführte, dass ein Mietverhältnis zunächst auch noch nach vollzogener Vergesellschaftung bestehen bleibt. Auch in der Staatsfrage sprachen sich die Marxisten für eine notwendigwe Weiterexistenz eines spezifisch proletarischen Staates nach der Revolution aus, der erst allmählich auf einem Gebiet nach dem anderen abstirbt. Dieser Prozess des Absterbens ist nach Lenin sogar ein offenkundig langwieriger Prozess. 8. Am Anfang der Entwicklung zum Sozialismus dient der Staat primär der Unterdrückung der bürgerlichen Minderheiten und ihrer Parteien. Da es nur noch Minderheiten zu unterdrücken gilt, kann man von einem &#8222;Halbstaat&#8220; sprechen, den man gegen das Bürgertum ausnutzen muß. Die Anarchisten wollten von einer Ausnutzung des Staates weder vor noch  während  der Revolution etwas wissen, vor der Revolution wollten sie nicht den Saustall Parlament ausnutzen und während der Revolution wollten sie keinen Staatsapparat aus bewaffneten Arbeitern bilden, die die Konterrevolution niederhält, sie wollten ihn sofort abschaffen, ohne zu durchdenken, dass die gestürzten Klassen versuchen werden, ihren alten Staatsapparat zu restaurieren. Der Sozialismus entwickelt sich eben aus dem Kapitalismus und kann sich nicht mit einem Schlag von seiner Mutter abnabeln. Zum Beispiel gilt für eine gewisse Zeit, deren Länge uns unbekannt ist, noch das bürgerliche Recht als &#8222;Regulator (Ordner) bei der Verteilung der Produkte und der Arbeit&#8230;&#8220; 9. Die Anarchisten verzichteten aus Übereilung völlig darauf, die Bedingungen zu untersuchen, die zum Absterben des Staates notwendig sind. Sie untersuchten nicht konkret die Probleme, die auf eine Diktatur des Proletariats zukommen, zum Beispiel die Gründung eines Fonds aus den Konsumtionsmitteln für Verwaltungskosten, für Schulen, Krankenhäuser, Altersheime usw. Gegen die Anarchisten, die sich auch &#8222;Antiautoritäre&#8220; nannten, sprach sich Engels 1873 gerade auch aus der Verwertung der Erfahrungen der Pariser Commune für das Prinzip der Autorität aus, die Communarden seien zu kritisieren, dass sie sich zu wenig der Autorität der Waffen bedient hätten. Eine Revolution ist &#8222;die autoritärste Sache, die es gibt, ein Akt, durch den ein Teil der Bevölkerung seinen Willen dem anderen Teil durch Flinten, Bajonette und Kanonen, alles das sehr autoritäre Mittel, aufzwingt&#8220;. 10.<br />
</strong></p>
<p><strong>In der Tat ist heute &#8222;Demokratie&#8220;  der Schlüsselbegriff des Politischen. Es ist landläufig ausgemacht, dass die demokratische Republik das Nonplusultra des menschlichen Zusammenlebens darstellt und nur unter dieser Staatsform das Ideal der menschlichen Freiheit aufblühen kann. Diese Täuschung erfasst heute Milliarden Menschen. In Wirklichkeit ähnelt diese Lohnsklavenhalterdemokratie der Kapitalisten sehr stark den antiken Sklavenhalterdemokratien, vor allem aber herrscht in den demokratischen Republiken das Kapital indirekt, aber umso sicherer. Und Herrschaft des Kapitals bedeutet eine Inhumanität, die jede beliebige Naturkatatstrophe in den Schatten stellt. Milliarden Lohnsklaven werden heute vom Kapital gequält und vergiftet, gelähmt und krankgemacht, das heißt: es ist historisch unvermeidbar, dass die Lohnsklaven auch die freieste, auch die demokratischte bürgerliche Republik in Tausend Stücke zerfetzen müssen, um überhaupt frei atmen zu können. Schon Engels warnte die Sozialdemokraten davor, auf den Schwindel der demokratischen Republik hereinzufallen. 11. Die republikanische Illusion entsteht auf zwei Wegen: durch die Ausblendung des Staates, dass eben auch eine demokratische Republik ein Klassenstaat bleibt, eine Maschine zur Unterdrückung der Mehrheit der Lohnsklaven durch eine Minderheit von Kapitalisten, und zweitens wird mit dem Begriff &#8222;Demokratie&#8220; die falsche Vorstellung assoziiert, Demokratie bedeute die Unterordnung der Minderheit unter der Mehrheit, wo doch die bürgerliche Demokratie das genaue Gegenteil beweist. Man sieht sofort, wie wichtig die irreführende bürgerliche Ideologie für die Ausbeuter ist. &#8222;Nein. Demokratie ist NICHT (kursiv von Lenin) identisch mit Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit. Demokratie ist ein die Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit anerkennender STAAT (kursiv von Lenin). das heißt eine Organisation zur systematischen GEWALTANWENDUNG (kursiv von Lenin) einer Klasse gegen die andere, eines Teils der Bevölkerung gegen den anderen.&#8220; 12. Wenn sich also heute die Kommunisten als einzige Träger des Humanismus die Aufhebung des bürgerlichen Staates  zur Aufgabe gemacht haben, so beinhaltet diese zugleich die der Demokratie. Mit dem Absterben des Staates stirbt auch die Demokratie ab und Bakunin hätte  die Genugtuung, dass sein (falsch) angestrebtes Ziel erreicht worden ist. Bakunin ist mir nur auf Grund dieses richtigen Zieles der Anarchie, an dem er festhielt und mit dem er  sich als ein Mann der Fortsetzung der französischen Revolution (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) erwies, tausendmal lieber als Gabriel, Lafontaine, Gysi und Wagenknecht ..usf., die vor dem Kapital zu Boden kriechen und bewußtseinsmäßig hinter unsere Zeitrechnung zurückfallen, zu den antiken Sklavenhaltern. Wie denn der Linken in ihrer großen Mehrheit gar nicht bewußt ist, &#8222;dass die Aufhebung des Staates auch die Aufhebung der Demokratie bedeutet.&#8220; 13., ja mehr noch, der gar nicht bewußt ist, dass die Aufhebung des Staates und der Demokratie, also die völlige Vernichtung der Bourgeoisie, das Ziel der Arbeiterbewegung ist. Der Anarchismus stellte sich immerhin der Aufgabe der Zerschlagung der bürgerlichen Staatsmaschine, der Opportunismus wich ihr auf Schritt und Tritt aus. Die Arbeiterbewegung  muss den Opportunismus mitvernichten. Es darf nach einer proletarischen Revolution kein Röcheln aus einer bürgerlichen und/oder opportunistischen Kehle mehr geben.</strong></p>
<p><strong>Obwohl die Demokratie nur eine Spielart des Staates ist, müssen die Kommunisten sie mit allen Mitteln fördern, denn sie schließt das Proletariat zusammen und gibt ihm die Möglichkeit, das stehende Heer, die Polizei und das Beamtentum in &#8222;Scherben zu schlagen</strong>, <strong>aus der Welt zu schaffen&#8220;. 14. Das ist überhaupt die Vorbedingung für das Aufblühen der proletarischen Demokratie. Die Vollendung der Demokratie ist aber zugleich ihr Tod. &#8222;Je vollständiger die Demokratie, um so näher der Zeitpunkt, zu dem sie überflüssig wird&#8220; 15. Die Demokratie als absolute hat den Wendungspunkt ihrer Überwindung in der Anarchie. Wer Demokratie und Anarchie voneinander trennt, versteht von beiden nichts. Die Anarchie ist die Krone der Demokratie. </strong></p>
<p><strong>1. Jean Jacques Rousseau, Der Gesellschaftsvertrag, Reclam Verlag Stuttgart, 1960,74.  Im gleichen Kapitel &#8222;Demokratie&#8220; auch der Gedanke: &#8222;Nimmt man den Begriff in der ganzen Schärfe seiner Bedeutung, dann hat es niemals eine echte Demokratie gegeben, und es wird sie niemals geben&#8220;. (a.a.O.,72). Hier angekommen, muss also  der kleinbürgerliche Theoretiker stutzen, der marxistische geht darüber hinaus: durch die echte Demokratie in der Diktatur des Proletariats zum Absterben derselben. Lenin spricht vom Einschlafen der Demokratie im Kommunismus.<br />
</strong></p>
<p><strong>2. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag 1959, 425</strong></p>
<p><strong>3. Jean Jacques Rousseau, Der Gesellschaftsvertrag, Reclam Verlag Stuttgart, 1960,105</strong></p>
<p><strong>4. a.a.O.</strong></p>
<p><strong>5. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1959,474</strong>. <strong>Deshalb erklärt sich der auf den ersten Blick bizarre Kult der antiken Demokratie, die eine der Minderheit war, und der römisch republikanischen Tugend (etwa durch Montesquieu). Es gibt eine &#8222;Seelenverwandtschaft&#8220; zwischen antiker Sklavenhalterdemokratie und moderner Lohnsklavenhalterdemokratie. </strong></p>
<p><strong>6. Vergleiche Lenin, Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky, Werke Band 28, Dietz Verlag Berlin, 1959,302f. Schon sehr früh in seinem theoretischen Schaffen, 1894, durchleuchtet Lenin die Wurmstichigkeit des modernen Begriffes &#8222;Demokratie&#8220;: dass sich unter dem &#8222;Deckmantel des Demokratismus &#8230;Bourgeois vom reinsten Geblüt verstecken&#8230;&#8220; (Lenin, Was sind die Volksfreunde und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten ?, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1984,286). Der Demokratismus hat zwei Gesichter: ein fortschrittliches gegenüber dem Feudalismus, ein reaktionäres gegenüber dem Kommunismus. Jede Erscheinung in der Natur und in der Gesellschaft vereinigt in sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. So auch der kleinbürgerliche Demokratismus: fortschrittlich gegenüber dem Mittelalter und der Leibeigenschaft, er ist reaktionär, insofern sie für ihre Aufrechterhaltung ihrer gegenwärtigen Stellung als Kleinbürgertum kämpft, der Zukunft sein Gesicht abwendend.</strong></p>
<p><strong>7. Hieran ist schon der faux pas zu ermessen, den Thomas Thiel in seinem Artikel über die im Berliner Zentrum für Literaturforschung stattgefundene Tagung über Alexander Kojève  &#8222;Dem raschen Weltgeist nacheilend&#8220; begeht, wenn er von einem &#8222;kommunistischen Weltstaat&#8220; spricht, der Kommunismus beginnt ja gerade erst dann, wenn der Staat abgestorben ist. (Vergleiche, Thomas Thiel, Dem raschen Weltgeist nacheilend, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. November 2011, Seite N3). Aber auch zur Thematik des angeblich geschichtsdeterministisch eintretenden Kommunismus ist zu bemerken, dass kein wissenschaftlicher Sozialist diesen zugesichert hat, er erwächst nur wahrscheinlich aus dem Sozialismus. (Vergleiche Lenin</strong>, <strong>Staat und Revolution, Dietz Verlag Berlin, 1959,483f.). Ein Schwerpunkt der Tagung lag auf dem Theorem vom Ende der Geschichte. Gesellschaftsgeschichtlich ist dies sicher der Kommunismus, es wird aber oft übersehen, dass Engels ganz in einer kantischen Tradition steht, wenn er  naturgeschichtlich die Auflösung des uns bekannten Universums perspektiert. (Vergleiche Friedrich Engels, Einleitung zur &#8222;Dialektik der Natur&#8220;, in: Karl Marx, Friedrich Engels: Ausgewählte Werke Progress Verlag Moskau, 1975,372).<br />
</strong><strong></strong></p>
<p><strong>8. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin,1959 ,481</strong></p>
<p><strong>9. a.a.O.,471</strong></p>
<p><strong>10. Friedrich Engels, Von der Autorität, zitiert in: Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960, 451</strong></p>
<p><strong>11. a.a. O., 467</strong></p>
<p><strong>12. a.a.O.,469</strong></p>
<p><strong>13. a.a.O.</strong></p>
<p><strong>14.a.a.O.,487</strong></p>
<p><strong>15.a.a.O.,489. Die höchste Reife, die die Demokratie erreichen kann, ist diejenige, in der ihr Untergang beginnt. Bürgerliche Skribenten haben gute Gründe, die Demokratie von ihrem dialektischen selbstzerstörerischen Schicksalsweg abzulenken, sie für unsterblich festzuschreiben.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong></strong><strong><br />
</strong></p>
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		<title>KRITIK DES ERFURTER PROGRAMMS DER LINKEN</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 19:25:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dierostigelaterne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Wagenknecht Gysi Lafontaine Die Linke Demokratischer Sozialismus Lenin Stalin Erfurter Programm Diktatur der Finanzmärkte Rauschgift Kulturrevolution NATO Bundeswehr]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es war die stellvertretende Parteivorsitzende Sahra Wagenknecht, die das Programm der vor vier Jahren gegründeten Partei &#8222;Die Linke&#8220; als &#8222;antineoliberal&#8220; und &#8222;antikapitalistisch&#8220; bezeichnete, sodann sei es auch ein &#8222;Antikriegsprogramm&#8220;.  Das große Modewort dieser Partei und ihres Programms heißt &#8222;Demokratischer Sozialismus&#8220;, hinter dieser Fahne soll der lange Marsch in einen Sozialismus erfolgen, in dem die Belegschaften beteiligt sein sollen am Tisch der Kapitalisten. Indeß setzt der Sozialismus allerdings entschieden nicht nur die Vergesellschaftung des Privateigentums an Produktionsmitteln voraus, sondern auch &#8222;die völlige Vernichtung der Bourgeoisie&#8220; 1. ,  wie es Lenin in seinem Werk &#8222;Staat und Revolution&#8220; der Arbeiterbewegung aufgab, so daß es umgekehrt am Ende die Bourgoisie ist, die sich an nichts mehr beteiligen kann. Prüfen wir also dieses Programm, ob es die Befreiung der Lohnarbeit vom Kapital herbeiführen kann, oder ob es, um es mit den Worten Stalins zu sagen, nur ein &#8222;Umherirren um das Privateigentum&#8220; 2. ist ? Im Vorfeld ist schon zu bedenken, dass die Befreiung der Arbeiterklasse nur das Werk der Arbeiterklasse selbst, dass sie keineswegs nur eine Programmangelegenheit sein kann. </strong></p>
<p><strong>Das Programm der &#8222;Linken&#8220; sieht eine Verstaatlichung der Banken 3. und der Energieunternehmen vor</strong>, <strong>aber den Kern einer sozialistischen Revolution bildet das Industrieproletariat</strong>, <strong>das in der gesamten kapitalistischen Produktion eine &#8222;Sonderstellung&#8220; 4. einnimmt</strong>, <strong>die der demokratische Sozialismus in keiner Weise gerecht wird. Denn nur dieses Industrieproletariat der Städte ist im Bündnis mit den Kleinbauern in der Lage, das kapitalistische System zu sprengen durch die Zerschlagung der bürgerlichen Staatsmaschinerie. Man gilt heute als links progressiv, wenn man auf den Gegensatz zwischen arm und reich verweist, diesen mildern will, und übersieht den Bündnispartner der Arbeiterklasse, übersieht, dass der Sozialismus primär eine Bündnisfrage ist. Millionenmassen bilden das Blutmeer, in dem die alten Ausbeuterklassen ertrinken werden. Die Verstaatlichung der Banken war und ist stets eine Forderung des Sozialismus, übersehen wir aber nicht die Aussage Lenins, dass das Geld der Welt von gestern angehört, die, wie es vorbildlich im Kommunistischen Manifest heißt: &#8222;Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol.&#8220; 5. also nur ein Zwischenschritt sein kann. Die Linken bleiben hinter Marx und Engels zurück, die schon 1848 schrieben, dass das Proletariat seine Herrschaft dazu benutzen wird, &#8222;der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen&#8230;Es kann dies natürlich zunächst nur geschehen vermittelst despotischer Eingriffe in das Eigentumsrecht und in die bürgerlichen Produktionsverhältnisse, durch Maßregeln also, die ökonomisch unzureichend und unhaltbar erscheinen, die aber im Lauf der Bewegung über sich selbst hinaustreiben und als Mittel der Umwälzung der ganzen Produktionsweise unvermeidlich sind.&#8220; 6. Der GANZEN Produktionsweise bitteschön, und nicht nur der Energiewirtschaft.<br />
</strong></p>
<p><strong>So erstrebenswert auch zunächst eine 35, dann eine 30 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich ist, auf den ersten Blick das Paradepferd im Programm der Linken, an dem typisch kapitalistischen Ausbeutungsverhältnis ändert dieses nur quantitativ etwas. Das Proletariat aber kann sich nur aufrichten, indem es den ganzen offiziellen Überbau der bürgerlichen Gesellschaft in die Luft sprengt. 7. Die emanzipative Qualität einer radikalen sozialistischen Revolution liegt eben in der völligen Vernichtung der kapitalistischen Blutsaugerklasse, es darf aus einer bürgerlichen Kehle kein Röcheln mehr geben. Dass das ein Gebot der Stunde ist, sagt &#8222;der ewige Sozialdemokrat: sprich Anti Kommunist&#8220; Oskar Lafontaine selbst: &#8222;Wir leben in einer Diktatur der Finanzmärkte, die gegenwärtige Tyrannei der Wirtschaft über die Politik führe in die Barbarei&#8220;. 8. Und warum soll denn das Proletariat zur Rettung der Menschheit gegen diese Barbarei einer profitmaximierenden Bereicherungssucht keine barbarischen Mittel anwenden dürfen ? Es gibt den Betrug und den Selbstbetrug der Gysis, Lafontaines und Wagenknechts in zweierlei Hinsicht: a) als könne es politisch zu einer Dominanz der Politik über das Kapital kommen, als sei zum Beispiel ein Wahlsieg der Linken dafür ausschlaggebend. Lesen wir einmal nach, was Lenin über die Dialektik der demokratischen Republik schreibt: &#8222;Die demokratische Republik ist die denkbar beste politische Hülle des Kapitalismus, und daher begründet das Kapital, nachdem es&#8230;von dieser besten Hülle Besitz ergriffen hat, seine Macht derart zuverlässig, derart sicher, daß KEIN (kursiv von Lenin) Wechsel, weder der Personen noch der Institutionen noch der Parteien der bürgerlich demokratischen Republik, diese Macht erschüttern kann&#8220;. 9. Ist die demokratische Republik die beste Kapitalanlage, so ist sie zugleich für den proletarischen Klassenfeind, für uns unter dem Kapitalismus die beste Staatsform zu unserer revolutionären Entfaltung: in der demokratischen Republik besteht eine relative Einheit zwischen Bourgeoisie und Proletariat, aber nicht diese Einheit ist absolut, sondern der Kampf, und durch diesen sprengt das Proletariat die demokratische Republik, nicht um die Politik, sondern sich selbst vom Kapital zu befreien. b) Lenin sagt, dass wir im Grunde gegen Gewalt gegen Menschen sind, aber werden barbarische Mittel dem Proletariat nicht aufgezwungen ? Denn die Geschichte stellt die Klassen in ein bestimmtes unentrinnbares Wechselspiel der realen Klassen, das zu einem Bürgerkrieg in seiner fürchterlichsten Form führen muß. Der bewaffnete Aufstand unter dem blutgeröteten Banner ist eine heilige Sache. Es findet sich im Programm der Linken keine Aussage zur revolutuionären Gewalt, die aber notwendig ist,  um den Widerstand der Ausbeuter zu brechen. Dieses Programm der Linken belegt, dass sie weder in der Kategorie des Bürgerkrieges noch in der Dialektik von Revolution und Konterrevolution denkt. Kein Wort zur völligen Zertrümmerung des Parlaments, die Lenin fordert. Überhaupt ist die Umgehung der Staatsfrage: Parlamentarismus oder &#8222;Staat&#8220; nach dem Vorbild der Pariser Kommune ? nicht nur ein deutliches Anzeichen des Opportunismus, sondern es bedeutet bereits seinen Sieg. 10. Ein kurzer Blick in die Geschichte der bolschewistischen Revolution ist aufschlußreich: als eine der ersten konterrevolutionären Organisationen wurden von der TSCHEKA die &#8222;Demokratischen Sozialisten&#8220; verboten. 11. Die TSCHEKA ist ein Synonym, dass die Völker ein Recht auf Bestrafung der Konterrevolution haben.<br />
</strong></p>
<p><strong>Und dann erkläre mir die &#8222;Linke&#8220; einmal, wie ihre Forderung der völligen Freigabe von Rauschgift mit dem wissenschaftlichen Sozialismus korrespondiert ? Der Sozialismus ist eine Gesellschaft des Lernens, der Aufklärung, der Wissenschaft, in der alle Mitglied der Armee der freien Arbeit sind, in der höheren Phase des Kommunismus ist die Arbeit sogar das erste Lebensbedürfnis. Rauschgift wird wie das religiöse Opium immer überflüssiger.  Aus der Forderung seiner  Freigabe strömt der Modergeruch des faulenden und stinkenden Kapitalismus. Nicht übersehen werden darf die Notwendigkeit einer Kulturrevolution, es genügt ein kurzer Blick in eine Fernsehzeitschrift, um sich mit Ekel von diesem perversen Dreck abzuwenden. Entpolitisierung und ein infantiler Kult des Vulgären, der Zügellosigkeit, statt Wissenschaft, Aufklärung, Erlernen von Fremdsprachen..u.s.w. Dieses alles darf man aus der Kloake des Spätkapitalismus nicht erwarten. Dafür an niedrigste Instinkte appellierende Werbung, die sich in nahezu alles einmischt, alles durchsetzt, zur Gewohnheit geworden ist, allen zeigen müsste, wie sehr die Privatwirtschaft die Medien in ihren Klauen hat. Aber die Gewohnheit schläfert kritisches Nachsinnen ein. Heute müssen Millionen Menschen wieder lernen, wie das Wort &#8222;Kultur&#8220; buchstabiert wird. Unter dem Kapitalismus eine Befreiung der Massenmedien von Werbung und Massenverdummung zu erwarten ist ebenso naiv als unter ihm eine Befreiung der Politik aus den Klauen des Kapitals zu erwarten, im Gegenteil, die Medien, bürgerliche Politik parieren.   Ist sich die Linke überhaupt bewußt, was es bedeutet, dass nach einer proletarischen Revolution die Masse der Produktivkräfte möglichst rasch zu vermehren ist, welch hohe wissenschaftlichen Qualifikationen dazu erforderlich sind ? Jede Expropriation setzt eine enorme Entwicklung der Produktivkräfte frei, und sei es auch nur die der Energiewirtschaft, ohne vorhergehende Expropriationen und Kollektivierungen hätte die Sowjetunion nicht die Höhe der Produktivkräfte erreicht, die zur Niederringung des Hitler Faschismus notwendig war, auch wäre es ein großer Fehler gewesen, für die  Soldaten der Roten Armee Rauschgifte freizugeben. Diese infantile Forderung der Linken zeigt nur, dass sie Lichtjahre vom wissenschaftlichen Sozialismus entfernt ist.<br />
</strong></p>
<p><strong>In der Militärfrage wird zwar ein Verbot der Auslandseinsätze der Bundeswehr und ihr Austritt aus NATO Strukturen gefordert, die Bundeswehr als Armee des deutschen Bürgertums bleibt aber vor wie nach, auch mit dem Auftrag aus der Notstandsverfassung, Arbeiteraufstände gewaltsam niederzuschlagen. Man muß die Bundeswehr grundsätzlich in Frage stellen, sagte schon der ehemalige Bundespräsident Heinemann. Ein sozialistisches Parteiprogramm muss nicht nur in Frage stellen, es muß mehr tun, es muß die Fahne hochziehen: Ersetzung des stehenden Heeres und der Polizei, diese Hauptwerkzeuge der Gewaltanwendung der bürgerlichen Staatsmacht, durch die allgemeine Volksbewaffnung und  Liquidierung des bürgerlichen Offizierskorps. Überhaupt stützt sich eine Herrschaft der Arbeiter und Bauern auf die unmittelbar bewaffnete Gewalt der Massen und ihr Gewaltmonopol besteht in der urwüchsigen Primitivität der Volksmassen. 12. In der geschichtlichen Entwicklung des Imperialismus kommt es zwingend zu der Frage, die sich die Völker vorlegen: ein Krieg zwischen imperialistischen Staaten oder eine Revolution gegen das räuberische und kriegerische imperialistische Ausbeuterpack ? Was kommt billiger ? Die deutsche Sozialdemokratie hat in dieser Frage schon einmal eklatant versagt &#8211; und die Linke ? Wozu würde sie nach diesem Programm tendieren ? Rottet den bürgerlichen Militarismus aus, das ist die beste Gewähr gegen ein weltkriegerisches Völkergemetzel !</strong></p>
<p><strong>Durch Steueränderungen will die Partei eine Umverteilung von oben nach unten erreichen, was löblich ist, nur Steuern selbst sind ein Indiz, dass &#8222;Staat&#8220; existiert</strong>, <strong>einen Zustand herbeizuführen, in dem dieser abstirbt, ist ebenfalls ein elementares Anliegen der Arbeiterbewegung</strong>. <strong>13. Diese gelangt auch ohne Programme zum Sozialismus, nur sehr langwierig und qualvoll. Deshalb ist es ja die Pflicht der Sozialisten, durch den wissenschaftlichen Sozialismus diesen qualvollen Prozess der Geburt einer neuen Gesellschaft aus einer alten abzukürzen. Geht man von der weltgeschichtlich revolutionären Aufgabe der Arbeiterklasse aus, so ist das Programm der Linken kein &#8222;Meilenstein&#8220;, wie der Parteivorsitzende Klaus Ernst meint, sondern verleitet uns zum Manifest der Kommunistischen Partei und in ihm zum Kapitel: Der konservative oder der Bourgeoissozialismus. &#8222;Die sozialistischen Bourgeois wollen die Lebensbedingungen der modernen Gesellschaft ohne die notwendig daraus hervorgehenden Kämpfe und Gefahren. Sie wollen die bestehende Gesellschaft mit Abzug der sie revolutionierenden und sie auflösenden Elemente. Sie wollen die Bourgeoisie ohne das Proletariat.&#8220; 14. Aber nicht nur zum Manifest werden wir verleitet, sondern direkt zur Kritik des Erfurter Programms von Friedrich Engels vom 19. Juni 1891: &#8222;Das, was eigentlich gesagt werden sollte, steht nicht drin&#8220;. 15. Engels hebt hervor, dass eine Vergesellschaftung auf der Grundlage der damals geltenden Verfassung augenscheinlich sinnlos ist. Auch die Linke stellt in ihrem Programm das Grundgesetz, das eine Verfassung des Privateigentums ist, nicht in Frage. Das Grundgesetz ist aber nur ein Feigenblatt für die kapitalistische Ausbeutung. Es muß ersetzt werden durch eine Deklaration der Rechte des werktätigen und ausgebeuteten Volkes.<br />
</strong></p>
<p><strong>1. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin 1960,425</strong></p>
<p><strong>2. Josef Stalin, Kurze Darlegung der Meinungsverschiedenheiten in der Partei, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1950,83</strong></p>
<p><strong>3. Die Verstaatlichung von Großbanken verlangte auch schon ein ehemaliger Präsident des Bundes der deutschen Industrie (BDI).<br />
</strong></p>
<p><strong>4. Lenin, Die Aufgaben der russischen Sozialdemokraten, Werke Band 2, Dietz Verlag Berlin, 1961,337</strong></p>
<p><strong>5. Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1975,481</strong></p>
<p><strong>6. a.a.O.</strong></p>
<p><strong></strong><strong>7. a.a.O., 473. Der Satz darf nicht im anarchistischen Sinn mißverstanden werden, als wolle das Proletariat den modernen Staat nicht für seine Zwecke ausnutzen. Den bürgerlichen Staat gegen das Bürgertum ausnutzen, solange es erforderlich ist, ihn in einer Revolution zerbrechen (das sei &#8222;Anarchismus&#8220;, lautet der Vorwurf  der Opportunisten) und an seine Stelle einen vorübergehenden Staat setzen zwecks Unterdrückung des Bürgertums, dieser proletarische Staat bzw. Halbstaat schläft ein.<br />
</strong></p>
<p><strong>8. Oskar Lafontaine, Die Linke gibt sich &#8222;antikapitalistisches&#8220; Programm, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24. Oktober 2011, Seite 1. Die Allianz von Regierung und Börse ist ein fundamentaler Bestandteil der bürgerlichen Ausbeutergesellschaft und kann politisch innerhalb derselben nicht gesprengt werden.</strong></p>
<p><strong>9. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,405</strong></p>
<p><strong>10. Vergleiche a.a.O., 489ff. &#8222;Erhebung des Proletariats zur herrschenden Klasse&#8220; schrieben Marx und Engels im Kommunistischen Manifest. &#8222;&#8230;.auf daß das bewaffnete Proletariat selbst die Regierung sei&#8220;. (a.a.O.,505).</strong></p>
<p><strong>11. Vergleiche Werner Scharndorff, Moskaus permanente Säuberung, olzog verlag, München und Wien,1964,57<br />
</strong></p>
<p><strong>12. Ohne Zweifelwird es im Sozialismus zum Wiederaufleben der primitiven Demokratie kommen. (Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,503).<br />
</strong></p>
<p><strong>13. Ein Staat kann nur existieren bei einer Überschußproduktion, wenn die gesamte Gesellschaft mehr produziert als zu ihrem Lebensunterhalt als  Konsumtion unmittelbar notwendig ist. Dieser Überschuß wird als Steuer den unproduktiven Klassen zugeführt, sie sind der Lebensnerv des Staates. Die zentrale Bedeutung der Steuer betonte schon der Klassiker Alexis de Tocqueville: es gäbe beinahe keine öffentliche Angelegenheiten, die nicht auf einer Steuer beruhen oder auf eine Steuer hinauslaufen. (Vergleiche Alexis de Tocqueville</strong>, <strong>Der alte Staat und die Revolution, rororo klassiker, Rowohlt Verlag 1969,83).</strong></p>
<p><strong>14. Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1975,488</strong></p>
<p><strong>15. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 457. Die Kritik des Erfurter Programms schickte Engels am 29. Juni 1891 an Kautsky, aber erst zehn Jahre später wurde diese in der &#8222;Neuen Zeit&#8220; veröffentlicht.<br />
</strong></p>
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