Die weltgeschichtliche Bedeutung des roten Oktober

Das von der Oktoberrevolution geschaffene Reich ist am Ausgang des Jahres 1991 endgültig zerfallen. Mit dem Abtritt Gorbatschows hat die Perestroika ihre historische Mission erfüllt, vom kapitalistischen Inhalt Rußlands seine sozialistische Hülle fortzuschleudern und ihm endlich ein zeitgemäßes Anlitz zu geben: nach Gorbatschow leben cirka. 40 Prozent der russischen Familien unterhalb der Armutsgrenze.

Die internationale Reaktion hat während der Perestroikaperiode alle Ideologen, die nur irgendwie schreiben und lesen konnten, aufgeboten, das Todesurteil der Oktoberrevolution zu verfassen. Der von ihr angestachelte konterrevolutionäre Mob, der die Lenindenkmäler gestürzt hat, soll angeblich das Urteil vollzogen haben, während er nur die Form dem schmutzig kapitalistischen Inhalt des Landes angepaßt hat. Ist die Oktoberrevolution wirklich historisch entwertet ?

Man muß bedenken: das revolutionäre Rußland ist aus einem vierjährigen Bürgerkrieg siegreich hervorgegangen, hat siebzehn Interventionsarmeen zurückgeschlagen, eine Arbeitsproduktivität, die während der NÖP Periode noch beträchtlich geringer war als vor dem Krieg derart gesteigert, dass eine Schwerindustrie errichtet und die Landwirtschaft kollektiviert werden konnten, dadurch systematisch die soziale Wohlfahrt verbessert und die Grundlage geschaffen, um dem Hitlerfaschismus in Berlin den Todesstoß zu versetzen. Und das alles trotz der denkbar ungünstigsten Voraussage, die die bürgerliche Presse in Rußland über die  Bolschewiki vor der Revolution gemacht hatte. daß nämlich „der erste Tag ihres endgültigen Triumphs zugleich auch der erste Tag jähen Niedergangs wäre.“ (1.) Das sagte eine Partei, die ein halbes Jahr vor der Oktoberrevolution an einer Koalition beteiligt war, die doch ein Fiasko erlitten hatte !

Diese Erfolge stehen einzigartig da in der Geschichte und können nur verstanden werden, wenn man sich der Basis der Revolution bewußt wird. In keinem anderen Land Europas war am Vorabend der Revolution die Industrie so stark konzentriert wie in Rußland: 54 % aller Arbeiter waren in Betrieben mit mehr als 500 Arbeitern in den Kerngebieten Moskau und Petersburg, am Ural und in der Ukraine beschäftigt, und diese derartig konzentrierten Industriearbeiter bildeten die Basis der Revolution. 1917 waren 43,2 Prozent aller Industriearbeiter Frauen.  In der Auswertung der Streiks aus dem Jahr 1912 schlußfolgerte Lenin, dass die Metallarbeiter Petersburgs die Rolle der Vorhut gegenüber den Metallarbeitern ganz Rußlands übernommen hätten. (2.). Die Produktionsmittel waren komplex zusammengesetzt und dementsprechend lag eine kollektive Organisation der Arbeit, ein fruchtbarer Boden für die sozialistische Machtübernahme, vor. Man erinnert sich an den Brief von Marx an Engels vom 7. Juli 1866: „Unsere Theorie von der Bestimmung der Arbeitsorganisation durch das Produktionsmittel.“  (3.). Es mußte gelingen, die, salopp formuliert, „kleine aber feine“ Arbeiterklasse mit den Millionen verarmter Bauern zu verbünden, ein Konzept, das so im klassischen, traditionell westeuropäischen Marxismus nicht vorlag, aus dem heraus dann ja auch die Oktoberrevolution als ein Irrläufer der Weltgeschichte dargestellt wurde. Der eigenartige Schwebezustand der Doppelherrschaft vor der Oktoberrevolution, in dem zwei Diktaturen „MITEINANDER UND INEINANDER VERFLOCHTEN“ (kursiv von Lenin) (4.) waren, ergab sich aus der Tatsache, dass Russland ein ausgesprochnes kleinbürgerliches Bauernland war und diese machte den Ausgang der labilen Doppelherrschaft, die „sich nicht lange halten kann“ (5.) sehr ungewiss. Nach der Februarrevolution setzten sich die Sowjets aus  Bauern zusammen, die man in die Soldatenröcke gepresst hatte. Im Gegensatz zu Trotzkis Auffassung, dass der Bauer ein „Fanatiker der Ordnung“ sei, und zu der Plechanows, er sei dumpf (siehe seine Schrift aus dem Jahr 1895: Zur Frage der Entwicklung der monistischen Geschichtsauffassung), sah Lenin, auf Marx fußend, der als Ergänzung einer proletarischen Revolution eine Art zweite Auflage des Bauernkrieges sehen wollte, durchaus revolutionäres Potential in der Dorfarmut, das man durch geduldige Aufklärungsarbeit  über den verbrecherischen Charakter des trotz der Februarrevolution weitergehenden imperialistischen Krieges entzünden musste. Denn zunächst hatten die Sowjetsoldaten als Bauernsoldaten ein kleinbürgerliches, wenig entwickeltes politisches Bewußtsein, sie traten die Sowjetmacht daher freiwillig an die bürgerliche Regierung ab.   Die Oktoberrevolution, die durch dieses Leninsche Konzept eine Brücke zu den Völkern des Ostens wurde,  hatte unter anderem zum Inhalt, kollektive Formen von Beziehungen unter den Werktätigen zu realisieren, zunächst auf alle Fälle die alten kapitalistischen Formen der Beziehungen unter den Menschen aufzuheben, das heißt: Ausschaltung der Volksfeinde aus dem gesellschaftlichen Leben der Arbeiter und Bauern. Während die Revolution in den Industriezentren schon im Herbst 1917 stattfand, verzögerte sich diese auf dem Dorf, in dem es noch haarsträubende Überbleibsel der Leibeigenschaft gab,  um ein Jahr. (6.) Während aber die Industrie bereits 1918 verstaatlicht wurde, gab es auf dem Sektor der Landwirtschaft bis 1929 das Verbot der Kulakenenteignung, erst 1929 wurde mit der Liquidierung der Kulaken als Klasse die letzte Quelle der Konterrevolution verstopft. Gingen 1918 die industriellen Produktionsmittel in die Hände des Staates über, so 1929 die kulakischen in bereits bestehende Kollektivwirtschaften. In der „Geschichte der KPdSU (B) Kurzer Lehrgang“ wird die Liquidierung des Kulakentums ihrem revolutionären Gehalt nach mit der Oktoberrevolution gleichgesetzt. So gesehen initiierten die russischen Völker in 24 Jahren vier Revolutionen, wobei nur die letztere sowohl eine von oben als auch von unten war. „Die Eigenart dieser Revolution bestand darin, dass sie von oben, auf Initiative der Staatsmacht, mit direkter Unterstützung von unten, durch die Millionenmassen der gegen das Kulakenjoch und für ein freies kollektivwirtschaftliches Leben kämpfenden Bauern vollzogen wurde“. (7.)

Und hier haben wir einen der Hauptpunkte, warum die Ideologen des dekadenten Bürgertums danach streben, diese Revolution zu entwerten- das Jahr 1917 darf keine besondere Bedeutung im Gedächtnis der ausgebeuteten Volksmassen haben. Die Oktoberrevolution soll das Schicksal einer anderen großen Revolution teilen, die Revolution Robespierres. Die nationale Erhebung der Franzosen wurde von den Ideologen der jungen Bourgeoisie noch gefeiert, Kant sprach von ihr als von einem Ereignis, das sich nicht vergißt und Hegel hob ihre weltgeschichtliche Bedeutung hervor: „Wir haben jetzt die Französische Revolution als welthistorische zu betrachten, denn dem Gehalte nach ist diese Begebenheit welthistorisch…Es war dies somit ein herrlicher Sonnenaufgang. Alle denkenden Wesen haben diese Epoche mitgefeiert. Eine erhabene Rührung hat in jener Zeit geherrscht, ein Enthusiasmus des Geistes hat die Welt durchschauert.“ (8.).  Dem spätbürgerlichen Geschichtsbild paßte das alles bereits nicht mehr. Nietzsche wurde gerufen, der die Geschichte nur als ständige Wiederkehr des Gleichen deutete, ohne qualitativen Sprung. Trotzki wandte sich sogar noch mehr der Vergangenheit zu, für ihn war die Menschheit düsterer geworden. (9.) Und so reduzierte dann auch der spätbürgerliche Philosoph Adorno die Große Französische Revolution auf einen lapidaren Aufstand eines Pariser Straßenpöbels. In Wirklichkeit ist dieser Pöbel betrogen worden, denn zehntausend Arbeiter aus der Vorstadt Saint Antoine hatten die Bastille gestürmt und  damit die Macht des Bürgertums gesichert. Und wie dankte es das verlogene Bürgertum ? Durch das Gesetz Le Chapelier, das den Arbeitern verbot, sich zu koalieren. Nur insofern ist ein pessimistischer Grundton bei der bürgerlichen Revolution angebracht und ein solcher liegt denn auch vor bei dem Volksfreund, der als einziger gegen das le Chapelier Gesetz aufstand: Jean Paul Marat. „Unsere Revolution ähnelt einer Kristallisation, die durch heftige Stöße gestört wird; erst bewegen sich alle in der Flüssigkeit verstreuter Kristalle, fliehen sich und mischen sich ohne Ordnung; dannbewegen sie sich weniger lebhaft, nähern sich allmählich einander, und sie nehmen schließlich ihre erste Kombination wieder an und verbinden sich eng.“ (10.)

Durch welchen Gedanken aber haben sowohl 1789 als auch 1917 eine außerordentliche Bedeutung in der Weltgeschichte, an der das Schicksal der ganzen Menschheit hängt ? Warum werden die Volksmassen weder das eine noch das andere Jahr vergessen ?

Abgesehen von dem heiligen Recht auf Brot- es ist dies vor allem der Gedanke der Anarchie ! Obwohl Hegel das Wesen der welthistorischen Begebenheit von 1789 noch nicht von dem Entwicklungsstand der Produktionsmittel her deuten konnte, hat er doch die ideelle Grundintention erfasst: „…die die Anarchie zu constituiren strebende Anarchie…“ (11.).  Und allerdings ! Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit- sind diese Forderungen etwa mit irgendeiner Herrschaftsform vereinbar ? Und überhaupt hat die französische Revolution „…Ideen hervorgetrieben, welche über die Ideen des ganzen alten Weltzustandes hinausführen. Die revolutionäre Bewegung, welche 1789…begann…hatte die kommunistische Idee hervorgetrieben. Diese Idee, konsequent ausgearbeitet, ist die Idee des neuen Weltzustandes.“ (12.).  Diese Idee wurde von Marx, Engels und Lenin konsequent ausgearbeitet: Über die Diktatur des Proletariats zur realen historischen Erfüllung dessen, was in der bürgerlichen Revolution nur eine Idee ihrer sozialistisch- anarchistischen Strömung war. “ In der Frage der Abschaffung des Staates als Ziel gehen wir mit den Anarchisten keineswegs auseinander.“ (13.)

Es war der bürgerliche Ökonom und Vertreter der Theorie des Freihandels, David Ricardo, der hundert Jahre vor der Oktoberrevolution in seinen „Grundsätzen der Ökonomie und der Besteuerung“ eine Werttheorie aufstellte, die zwei für den Sozialismus beachtenswerte Sätze enthielt: 1. dass der Wert jeder Ware bestimmt wird einzig und allein durch die zu ihrer Produktion erheischte Arbeitsmenge, und 2. dass das Produkt der gesamten gesellschaftlichen Arbeit verteilt wird unter die drei Klassen der Grundbesitzer (Rente), Kapitalisten (Profit) und Arbeiter (Arbeitslohn). (14.). Der Mehrwert besteht aus unbezahlter Arbeit. „Die Nutzanwendung der Ricardoschen Theorie „…führt direkt in den Kommunismus.“ (15.). Die bürgerliche Ökonomie wird heute von ihrer Genesis eingeholt: die Frage bleibt also brennend aktuell für die Arbeiterklasse: Wie kommt es, dass die Arbeit der Vielen in den Reichtum der Wenigen mündet ?  Bertolt Brecht formulierte trotzdem, obwohl doch die Vielen die Wenigen eigentlich leicht besiegen können, dass der Kommunismus das so schwierig zu machende Einfache sei. Lenin wies uns ja nicht nur darauf hin, dass der Bürgerkrieg zum Sturz der Bourgeoisie hundert mal schwieriger sei als ein Krieg zwischen Staaten, in seinem Fundamentalwerk „Staat und Revolution“, das das Einmünden der Weltgeschichte in den  Kommunismus als höchstwahrscheinliche weltgeschichtliche „Notwendigkeit“ (16.) darstellt, findet sich eine bemerkenswerte Textpassage, die einen am Kommunismus verzweifeln läßt, ja an der man irre werden kann. Lenin bezieht sich auf die Aussage von Engels, dass der Staat abstirbt:  „Man könnte wetten, dass von 10 000 Menschen 9 900 überhaupt nicht wissen oder sich nicht entsinnen, daß Engels seine Schlußfolgerungen aus diesem Satz nicht nur gegen die Anarchisten richtete. Und von den übrigen zehn Menschen wissen neun sicherlich nicht, was der „freie Volksstaat“ ist und warum in dem Angriff auf diese Losung ein Angriff auf die Opportunisten steckt.“ (17.).  Wie soll sich der Kommunismus bei einem Wissenden gegen 9 999 Unwissende realisieren ? Stellte sich nicht schon Rousseau auf seinen letzten Spaziergängen die Frage: Bin denn ich allein weise auf der Welt ?

1.Leitartikel der „Retsch“ vom 16. September 1917, in: Lenin, Werden die Bolschewiki die Staatsmacht behaupten ?, Lenin Ausgewählte Werke, Progress Verlag Moskau, 1971,397. „Retsch“ (Die Rede) war eine Tageszeitung und das Zentralorgan der Kadettenpartei, sie stellt im August 1918 ihr Erscheinen ein. Die „Nowaja Shisn“, das Organ der Viertelbolschewiki, schrieb in ihrem Leitartikel vom 23. Septemebr 1918, daß das Proletariat nicht fähig sei, „den ganzen Ansturm der feindlichen Kräfte standzuhalten, der nicht nur die Diktatur des Proletariats, sondern obendrein auch die ganze Revolution hinwegfegen würde.“ (a.a.O.,399).

2. Vergleiche Lenin, Die Metallarbeitertsreiks im Jahre 1912, Werke Band 18, Dietz Verlag Berlin,1962,313. Im Jahre 1901 arbeiteten immerhin schon 46,7 % aller Arbeiter in Betrieben mit mehr als 500 Arbeitern, 1910 waren es bereits 54 %, so dass von einer außerordentlichen Konzentration der Industrie gesprochen werden kann, selbst in den technisch so hochstehenden USA arbeiteten nur cirka ein Drittel in Großbetrieben. In Russland stieg die Zahl der Arbeiter in staatlichen Fabriken von 120 000 im ahre 1914 auf 400 000 im Januar 1917 an, bei den Eisenbahnen arbeiteten 1914 600 000 Arbeiter, 1917 1,1 Millionen. Im Bergbau verdoppelte sich die Zahl der Arbeiter von 1914 bis 1917. (Vergleiche Jörg Leonhard, Die Büchse der Pandora, Geschichte des Ersten Weltkrieges, Verlag C.H. Beck, München 2014,662).

3.Schon 1894 weist Lenin in seiner ersten fundamentalen Schrift: „Was sind die Volksfreunde und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten ?“ auf die zwingende Tendenz der kapitalistsichen Großproduktion hin, die Ausbeutung in reiner Gestalt hervortreten zu lassen, „…ohne irgendwelche verwirrenden Besonderheiten.“ (Lenin Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin 1959,303). Rosa Luxemburg sah schon 1905, dass das städtische Proletariat in Rußland „hier und da“ höhere Löhne hätte als ihre Arbeitsbrüder in Deutschland. Wir finden diesen Hinweis in ihrer Broschüre „Massenstriek, Partei und Gewerkschaftem“, die die SPD auf Betreiben rechter Gewerkschaftsführer in ihrer ersten Auflage einstampfen ließ !

4. Lenin, Die Aufgaben des Kampfes des Proletariats in unserer Revolution, Werke Band 24, Dietz Verlag Berlin,19758,45

5. a.a.O.

6. Vergleiche Lenin, Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky, Lenin Werke Band 28, Dietz Verlag Berlin 1959,303. In der chinesischen Revolution war es umgekehrt, sie ging von den Dörfern aus.

7. Vergleiche „Geschichte der KPdSU (B) Kurzer Lehrgang“, Verlag der sowjetischen Militärverwaltung, Berlin 1946,369

8. Hegel, Philosophie der Weltgeschichte, Reclam, Stuttgart 1961, 593

9. Vergleiche Leo Trotzki, Die Russische Revolution, Kopenhagener Rede 1932, Voltaire Flugschrift Nummer 29, Berlin,o.J.,5

10. Jean Paul Marat, Ein Militärtribun, oder ihr seid unwiderbringlich verloren ! Ami du Peuple vom 27. August 1791, in: Jean Paul Marat, Ich bin das Auge des Volkes, Ein Portarit in Reden und Schriften, herausgegeben von Aglalia I. Hartig, Wagenbach Verlag Berlin, 1987,112f.

11. Hegel, Phänomenologie des Geistes, Akademieausgabe Band 9, Felix Meiner Verlag Hamburg 1980, 322

12. Marx, Die Heilige Familie, Marx Engels Werke Band 2, Dietz Verlag Berlin 1961,126

13. Lenin, Staat und Revolution, Lenin Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin 1959, 449. Gedenken müssen wir in diesen Zusammenhängen vor allem auch der ersten proletarischen Erhebung mit einem mehrmonatigen Erfolg: der Pariser Commune. Was Marx über sie schrieb mag auch auf die Oktoberrevolution angewandt werden: was immer auch das historische Schicksal der Commune sei, „ein neuer Ausgangspunkt von welthistorischer Wichtigkeit ist gewonnen“. (Karl Marx, Brief an Ludwig Kugelmann in Hannover vom 17. April 1871, in: Marx Engels Ausgewählte Werke Band II, Dietz Verlag Berlin, 1971,435). Die kommunistische Weltbewegung wird weiter wachsen, der Zerfall der Sowjetunion ist schmerzlich, aber welcher Fall ? Was war das für ein spezifischer Sozialismus nach 1956 ? Die Völker Russlands werden Lenins Satz nicht vergessen, dass die Weltgeschichte nicht glatt und gleichmäßig vor sich geht, „ohne manchmal Riesensprünge rückwärts zu machen.“ (Lenin, Über die Junius Broschüre, Lenin Werke Band 22, Dietz Verlag Berlin, 1960,315).  Riesensprünge rückwärts  !! – Dialektik darf eben nicht nur als Vorwärts- bzw. Höherentwicklung gedacht werden.

14. Friedrich Engels, Vorwort zur ersten deutschen Ausgabe der Schrift von Karl Marx „Das Elend der Philosophie“, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977,559

15.a.a.O.,561

16.  „…denn es ist keinem Sozialisten je eingefallen, „zuzusichern“, dass die höhere Phase der Entwicklung des Kommunismus eintreten wird…“ (Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin,1960,483f.). Diese sei aber wahrscheinlich.

17. a.a.O.,410. Auch hiernach bleibt der Kommunismus also eine „Wahrscheinlichkeitsrechnung“.

von Heinz Ahlreip

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