191 Jahre Karl Marx, 60 Jahre Grundgesetz !

Am 22. Mai 2009 überträgt das ZDF TV anläßlich des 60. Jahrestages des Grundgesetzes der BRD einen ökomenischen Gottesdienst aus dem Berliner Dom.

Die unterdrückten Volksmassen wissen seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden, daß das Pfaffenpack, gleich welcher Konfessionsschrulle, parasitär, arbeitsscheu und faul ist. Wenn faules Pfaffenpack eine Verfassung bis in den Himmel hebt, ihr eine höhere sakrale Weihe gibt, kann es für die werktätigen Menschen, für die lesenden Arbeiter und Arbeiterinnen, für die lesenden Bauern und Bäuerinnen nur eine Schlußfolgerung geben: dass an dieser Verfassung etwas faul sein muß.Und wie sehr diese Verfassung historisch verfault ist ergibt am besten ein Vergleich des Grundgesetzes mit der Stalinschen Verfassung von 1936.

Und in der Tat: das Grundgesetz war immer und wird immer, so lange es das GG noch gibt,  eine Verfassung des Privateigentums, insbesondere eine Verfassung des Privateigentums an Produktionsmitteln sein. Damit ist diese Verfassung aber ein Instrument der immensen millionenfachen Ausbeutung der Arbeitskraft der Arbeiter und Arbeiterinnen, der Bauern und Bäuerinnen. Lenin lehrte uns, dass die Religion eine Art geistiger Fusel ist, mit dem der Sklave sein Sklavendasein betäuben soll. (1.) Und genau das findet am 22. Mai im Berliner Dom statt. Den Werktätigen sollen  mit Religionsfusel die Gehirne benebelt werden, sie sollen nicht nach dem Klassencharakter dieser Verfassung fragen.

Es ist pure Ideologie, wenn behauptet wird, wir seien heute wie noch nie allseitig informiert, hätten noch nie soviele Bezugsquellen der Bildung, seien noch nie so aufgeklärt wie heute. Es kommt nicht auf die Quantität der Fersehprogramme an, sondern auf ihren qualitativen Inhalt, und hier ist zunächst festzustellen, dass der dem Kapital hörige Medienpöbel bedenkenlos mittelalterliches Gedankengut popularisiert. Oder ist etwa nicht wahr, dass zum Beispiel am 5. Mai, am 191. Geburtstag von Karl Marx im deutschsprachigen Fernsehen für Marx nicht eine Sendeminute verausgabt worden ist.

Karl Marx hatte sein Gehirn nicht mit religiösem Fusel benebeln lassen, sondern wissenschaftlich nüchtern die Frage untersucht, wie in der bürgerlichen Gesellschaft die Arbeit der Vielen in den Reichtum der Wenigen mündet, wie im Lohnarbeit-Kapital Verhältnis die Ausbeutung arbeitender Menschen stattfindet. Im Lohn wird das wirkliche Verhältnis von bezahlter und unbezahlter Arbeit, der Anteil, den der Arbeiter für sich verdient und der Anteil, den er umsonst für den Kapitalisten arbeitet, der diesen Mehrwert einstreicht, gelöscht, ideologisierend geht die ganze bürgerliche Arbeitsvertragstheorie von einer Gleichheit der Vertagsseiten aus. Alle Arbeit würde auch bezahlt. Der größte Sohn des deutschen Volkes, dem nicht nur die kämpfende Arbeiterklasse von Wladiwostok bis San Franzisco, von Spitzbergen bis zum Kap der Guten Hoffnung, sondern die ganze unterdrückte Menschheit mehr verdankt als jedem anderen, hat für den deutschen Mediendreck nicht existiert. Das volksverdummende Verleugnen beweist einmal mehr, dass Marx mit seinem Hauptwerk „Das Kapital“ dem bürgerlichen Ausbeuterpack einen Schlag versetzt hat, von dem es sich bis heute nicht erholt hat und auch nie mehr erholen wird.

Vor der Arbeiterklasse steht also nicht nur die Aufgabe, das Bürgertum ökonomisch und politisch zu entmachten, sie muß auch den kulturellen Zwergmißgeburten des Medienjetsets die proletarische Faust spüren lassen.

Am Grab von Karl Marx sagte Friedrich Engels 1883: Sein Name wird durch die Jahrhunderte fortleben und so auch sein Werk. Während die heraufziehende Finanzkrise bereits die Totenglocken des GG anstimmt, beginnt der Marxismus erst seinen Siegeszug durch die Jahrhunderte.

1. Nachtrag: Es wurde frei zitiert. Die genaue Stelle bei Lenin lautet: „Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenanlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen.“ LENIN: Sozialismus und Religion, in: Ausgewählte Werke Band II, Dietz Vlg. Berlin 1980, 200

Heinz Ahlreip, Rede am 11.5.2009 auf der Montagdemo gegen Hartz IV und Sozialabbau in Hannover am Schillerdenkmal

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