Scharnhorst, Clausewitz und die deutsche philosophische Militärtradition

Lenin setzte sich mit dem Fundamentalwerk „Vom Kriege“ des preußischen Generalmajors und Kriegsphilosophen Carl von Clausewitz nur als Politiker, nicht als Militärfachmann auseinander, die Bezeichnung Militärexperte hat Lenin abgelehnt und sich während des Bürgerkriegs geäußert, dass es für ihn bereits zu spät sei, die Kriegskunst noch zu erlernen. 1. Lenin zollte dem Nichtmarxisten Clausewitz aber immer Anerkennung für dessen Erkenntnis des vielgestaltigen Wechselverhältnisses zwischen Krieg und Politik, dass die Politik den Krieg gebiert.

Stalin bezeichnete es in einem Brief an den Oberst Rasin als töricht, heute noch bei Clausewitz militärisch in die Schule gehen zu wollen, Deutschland habe im 20. Jahrhundert zwei Weltkriege verloren und die deutsche Militärphilosophie habe ihre welthistorische Prüfung nicht bestanden.  Clausewitz 2. gehöre der Manufakturepoche an und seiner Theorie komme daher heute nur noch wenig Gewicht zu. (Engels assoziierte einmal die proletarische Revolution mit der Kriegführung, jene schaffe nicht die auf dem neusten Stand der Technik stehende Industrie ab, diese potenziere Massenhaftigkeit und Mobilität der Armee. 3.  Engels wies uns auch auf die enge Verflechtung zwischen Ökonomie und Militärwesen, öconomischer und militärischer Potenz hin: „Nichts ist abhängiger von öconomischen Vorbedingungen als gerade Armee und Flotte“ 4.). Überhaupt enthalte der Brief des Obersten und Professors an der Militärakademie an Stalin, in dem er um eine Einschätzung Clausewitzens bat, zuviel Philosophie.

„Zuviel Philosophie“ enthält auch der Aufsatz des Kapitäns zur See Prof. Dr. Wolfgang Scheler: „Clausewitz und das militärtheoretische Denken in der DDR“ 5. In diesem Aufsatz versucht Scheler eine Brücke zu schlagen zwischen der revisionistischen Clausewitzrezeption in der DDR und imperialistischen Militärkreisen in der BRD. Ausdrücklich bezieht sich Scheler auf die Clausewitzsche Auffassung, dass Erfahrung und Philosophie sich gegenseitige Bürgschaft leisten müssten. 6. Gelehrte vom Fach sind sich bis heute nicht einig, ob mehr die Hegelsche oder Fichtesche, also Idealismen , auch etwas kantische agnostische Philosophie auf Clausewitz eingewirkt habe, die marxistische Clauswitzkritik muss sich aber gerade gegen diese bürgerliche Philosophien und überhaupt  sehr wachsam gegen jede Aufwertung der Philosophie verhalten. In ihren jungen Jahren schrieben Marx und Engels in der „Deutschen Ideologie“: „Die selbständige Philosophie verliert mit der Darstellung der Wirklichkeit ihr Existenzmedium“ 7. und Engels wies folglich in einer Spätschrift von 1880 der Philosophie einen engen Rahmen zu, hatte sie von Natur und Geschichte amputiert:es bleibt der Philosophie nur noch die Lehre vom Denken und seinen Gesetzen: „…die formelle Logik und die Dialektik. Alles andre geht auf in die positive Wissenschaft von Natur und Geschichte.“  8.  Es ist daher gewagt, wenn Professor Scheler behauptet, die Verbindung von Philosophie und Erfahrung verhindere beim Soldaten den Verlust der Wirklichkeitsnähe. Philosophie kann auch zur Wirklichkeitsferne führen, was Marx und Engels an damals bekannten Linkshegelianern (Feuerbach, Stirner, Bruno Bauer…u.a.) bewiesen. Der/die  proletarische Klassenkämpfer/in muß vor allem  dialektisch denken können.  Ab 1980 sieht Scherer sicherlich zu Recht eine Aufwertung Clausewitzens in der NVA, die er positiv sieht ohne Sensibilität für die verhängnisvolle revisionistische Gefahr. „Clausewitz´ Theorie des Krieges und kriegswissenschaftliche Erkenntnismethode wurde zum Schlüssel für die Umwälzung, die sich in den achtziger Jahren im Denken über Krieg und Frieden, militärische Gewalt und Sicherheit in der DDR vollzog und schließlich auch die militärdoktrinären Auffassungen und das militärwissenschaftliche Lehrsystem erfassten. Weil der Zweck des geistigen Ringens immer der Lösung politisch hochbrisanter Sachfragen galt, blieb fast unbemerkt, wie das Clausewitzsche Denken wieder zu seinem Recht kam. Um so mehr wirkte Clausewitz nun aber in die Tiefe des öffentlichen Bewußtseins“. 9. Mit diesen Ausführungen wird –  nebenbei bemerkt – der revolutionären Wachsamkeit in der NVA kein gutes Zeugnis ausgestellt, denn es führt zu einer erstaunlichen Konsequenz: ein Royalist konzipert die proletarische Klassenkriegstheorie,  hier ein Royalist befangen in einem idealistischen und obrigkeistsstaatlichen Denkstil. Wir müssen uns immer vergegenwärtigen, in welchem ideologischen Rahmen  die preußische Militärphilosophie ihre aparten Fäden nur spinnen konnte. Schon bei Scharnhorst, den Clausewitz als seinen geistigen Vater bezeichnete 10. , können wir eine Abneigung gegen revolutionäre Umwälzungen bemerken, er ist deshalb zu Recht auch lediglich als Reformer in die deutsche Militärgeschichte eingegangen. Zwar lagen nach  Scharnhorst die Ursachen für die teilweise deprimierenden Niederlagen der royalistischen Armeen gegen die französischen Revolutionsheere tief in den inneren Verhältnissen der Monarchien und ihrer veralteten Heeresverfassungen, aber er kritisierte das Alte „ohne einen wegwerfenden Blick“ 11. Es mag diese spezifisch deutsche, philosophisch versauerte Intellektualatmosphäre gewesen sein, die Clausewitz vom Krieg als von einem „Halbding“ sprechen lassen konnte, „ein Widerspruch in sich und nicht seiner eigenen, sondern der Logik der Politik folgt…“ 12. , was ja durchaus für eine bürgerliche Kriegstheorie ein fruchtbarer Keim sein kann, gerade der Kleinbürger liebt den Widerspruch, der aber für die proletarische Kriegstheorie nicht mehr als eine Anregung bleibt. Das Proletariat braucht den Krieg nicht als Halbding, sondern rüstet zum letzten totalen Gefecht, das in absoluter Vernichtungsfeindschaft gegen die Bourgeosie geführt wird und den Bürgerkrieg „in seiner fürchterlichsten Form“ 13. beinhaltet. Es geht um das Entscheidende, die Herausbildung der sich befreienden werktätigen Massen aus der kapitalistischen Barbarei, um die Überwindung der sich bisher in Klassenkämpfen bewegenden Weltgeschichte und damit auch jeglicher Politik, die immer Ausdruck von Herrschaft des Menschen über den Menschen, von Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ist. Clausewitz stellte lediglich die Überlegung an, zu solchen Kriegen herunterszusteigen, „…die in einer bloßen Bedrohung des Gegners und in einem Subsidium des Unterhandelns bestehen…Die ganze Kriegskunst  verwandelt sich in bloße Vorsicht, und diese wird hauptsächlich darauf gerichtet sein, dass das schwankende Gleichgewicht nicht plötzlich zu unserem Nachteil umschlage und der halbe Krieg sich in einen ganzen verwandle“. 14. Hier liegt der dialektische Hase im Pfeffer, denn das plötzliche Umschlagen von Quantität in Qualität lehrte bereits Hegel, dessen Systemphilosophie zwar gegen die in Frankreich sieghafte bürgerliche Aufklärung die Metaphysik restaurierte, aber innerhalb dieser Restauration fruchtbare dialektische Gedanken darlegte. Und mit einer derartig von dialektischen Sprüngen gereinigten Theorie will Scheler durch Clausewitz eine Zukunftsperspektive für das wiedervereinigte Deutschland mit seiner imperialistischen Armee anvisieren. Und ein kleiner Steg ist ja auch gebaut worden: einige durch Clausewitz geläuterte reaktionäre Offiziere der NVA und der Stasi sind dann auch in Bundeswehr und Polizei integriert worden. Die Entwicklung verläuft indeß anders, denn die natürliche Geschichte und die geschichtliche Natur zeigen, dass die Dauer eines Gleichgewichts nur relativ ist und dieser Theorie, hinter der sich die Unterdrückung der Volksmassen verbirgt, den Todesstoß geben wird. Die obrigkeitsstaatliche Gesinnung von Clausewitz wird deutlich, wenn er von der „wunderlichen Dreifaltigkeit des Krieges“ spricht, in der dem Volk nur der „blinde Naturtrieb“ des Hasses und der Feindschaft bleibt, dem Feldherren und seinem Heer aber „Mut und Talent“ und der Regierung der Verstand der Politik. Staatsgebilde kommen offensichtlich ohne Hierarchiegebilde nicht aus und stehen dann immer in der Tradition von Platons Politeia 15., alle haben die Sklaverei zur Basis.  Ganz anders Lenin. In einer Periode des revolutionären Sprungs erwachen „… Millionen getretener Menschen zu Verstand und Vernunft…“ 16., legen also ihre Blindheit ab. Der sowjetische Militärexperte Maryganow entwickelte schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg  die These, dass die  Lehre von den moralischen Faktoren  Clausewitz nur entwickelt habe, um die Volksmassen zum Krieg für die verbrecherischen Ziele der preußischen Junker zu mobilisieren. 17. Engels bezeichnete die Volkserhebung gegen Napoleon lediglich als eine halbe Insurrektion, ist man sehr wohlwollend, so kann man Clausewitz eine Negation des feudalabsolutistischen Kriegswesens zubilligen, aber die Geschichte bleibt beim bürgerlichen Militärwesen nicht stehen, sondern entwickelt immer radikalere Negationen, man kann den Ruf „Zurück zu Clausewitz“ in gewisser Weise vergleichen mit dem revisionistischen Ruf auf dem Gebiet der Philosophie „Zurück zu Kant“. So hatte denn auch Clausewitz ab 1806 bei dem Kantianer Professor Kiesewetter philosophische Vorträge gehört.

Insbesondere war es ja der Volksschädling Gorbatschow, der sich den imperialistischen Aggressoren mit der Phrase vom „Gleichgewicht der Vernunft und des guten Willens“ 18. anbiederte, das es in Klassengesellschaften letztendlich nicht gibt, in denen ein „bald versteckter, bald offener Kampf“ 19. herrscht. Diese Phrase hätte auch Kant in Königsberg mit Wohlwollen aufgenommen, da die Vernunft „…vom Throne der höchsten moralisch gesetzgebenden  Gewalt herab den Krieg als Rechtsgang schlechterdings verdammt, den Friedenszustand dagegen zur unmittelbaren Pflicht macht.“ 20.  Die Idee des Gleichgewichts in naturgeschichtlichen Prozessen ist in der philosophischen Diskussion zur Zeit der Industrialisierungsdebatte von A. Bogdanow vertreten worden, der sie in seinem Werk „Die Tektologie“ als „…das Wesen der materialistischen marxistischen Auffassung der Dialektik …“ 21.  bezeichnete. Was damals gegen diese These eingewendet wurde, ist nachzulesen in N. Karews Aufsatz „Die Theorie des Gleichgewichts und der Marxismus“:“…daß alle jetzt in der Welt existierenden Unterschiede nichts Gegebenes sind, sondern etwas, was füher nicht existierte – das entstanden ist und ein Produkt der Geschichte darstellt. Und es ist deshalb vollkommen natürlich, dass die logische Folgerung aus der Gleichgewichtsheorie die Anerkennung einer allmählichen Neutralisierung der Gegensätze der Welt, und auf diese Weise ein allmähliches Absterben des Universums in einem gewissen absoluten Gleichgewichtssystem sein muß.“ 22.  Will man die geistesgeschichtliche Quelle dieses Gleichgewichtsdenkens in der sozialistischen Theoriegeschichte ausfindig machen, dieser Idee des Gleichgewichts, die, wie Volker Gebhardt bemerkt, „…im Umfeld des Wiener Kongresses  und dann wieder in der Ära Bismarcks in aller Munde“ 23.  war, so wird man auf ein Buch von Eugen Dühring stoßen, auf: „Der Werth des Lebens“, Breslau 1865. Engels muß das Gleichgewicht seines guten Willens verloren haben, als er gegen Dühring schrieb, „…unbedingtes Gleichgewicht gibt es nicht. Die einzelne Bewegung strebt dem Gleichgewicht zu, die Gesamtbewegung hebt das Gleichgewicht wieder auf“. 24.  Heute allerdings tanzt in ganz Europa der Wiener Kongress um das Goldene Eurokalb.

Am 12. November 2010 wäre Scharnhorst  225 Jahre alt geworden.  An diesem Tag war in seinem Geburtsort Bordenau,  ein feierliches Gelöbnis von Rekruten der zur Zeit in Afghanistan kriegerisch tätigen Bundeswehr vorgesehen, das auf Anweisung von Kriegsminister Guttenberg abgesagt wurde. Damit beweist diese Armee nicht gerade eine große Anhänglichkeit an das nach ihrem eigenen Selbstverständnis  leuchtende Vorbild und überließ das Terrain den antimilitaristischen Gegendemonstranten. Es zeigt sich, dass diese Armee keine Akzeptanz im Volk hat und dass sich diese unbeliebte Armee  lieber in die Kaserne zurückzieht.  In diesem Fall war es einerseits sogar angebracht, denn der Mißbrauch, den die Bundeswehr mit dem Namen Scharnhorst treiben wollte, lag auch ganz offensichtlich auf der Hand. Denn der im Geist der bürgerlichen Aufklärung von Graf Wilhelm erzogene Scharnhorst hielt nur noch Defensivkriege für sittlich gerechtfertigt. Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr ist mit diesem Gedankengang unvereinbar. Man kann nicht wie Dr. Otto-Eberhard Zander, Autor des Buches „Bundeswehr und Nationale Volksarmee, Traditionen zweier deutscher Streitkräfte“ auf einer Abendveranstaltung im Hotel Courtyard in Hannover am 2. Dezember 2010 zum Thema: „Traditionsverständnis der Bundeswehr und der NVA Zwanzig Jahre Armee der Einheit“ mit dem Totschlagargument kommen: Die Zeiten ändern sich eben. Damit kann man natürlich Mord und Totschlag überall in der Welt und im ganzen Universum begründen. Nicht so stürmisch mit der Weltgeschichte. Wie man 1812 einen Defensivkrieg von einer militärischen Aggression unterscheiden konnte, so kann man das auch im Jahr 2010.  Die Zeiten haben sich allerdings  derart geändert, dass 1812 die Bourgeoisie sich noch auf einem aufsteigendem Ast befand und progressives Gedankengut vertrat, heute aber mit dem Satz „Die Zeiten ändern sich“ mehr als nur ihren ideologischen Niedergang dokumentiert.Wie reaktionär die Grundausrichtung dieser Armee ist, wird auch im Traditionserlass der Bundeswehr deutlich: sie orientiere sich „…nicht allein am Erfolg und an den Erfolgreichen, sondern auch am Leiden der Verfolgten und Gedemütigten.“ (siehe: google: Traditionserlaß der Bundeswehr) Das ist eine Lüge ! Die Bundeswehr steht bereit, im Falle von bewaffneten aufständischen Arbeitern und Arbeiterinnen sofort und bedingungslos gegen sie vorzugehen, während es gerade die Aufgabe einer Volksarmee ist, die Kleinen und Schwachen zu schützen und  hart und grausam gegen die Erfolgreichen und Mächtigen zu sein, damit es keine Gedemütigten mehr gibt. Gegen das vorgesehene Militärspektakel in Bordenau hatte der Arbeistkreis Regionalgeschichte aus Neustadt am Rübenberge ein Flugblatt verteilt, in dem das sogenannte öffentliche Gelöbnis als ein Initiationsritus bezeichnet wird, dessen Wurzeln im feudalstaatlichen Obrigkeitsstaat liegen. Aber man darf Scharnhorst nicht nur als Theoretiker eines rein defensiven Krieges gegen die Afghanistaneinsätze der Bundeswehr ins Feld führen, wer das tut, hält immer noch die Bundeswehr hoch, wenn sie denn rein defensiv ausgerichtet werden könnte, was aber für diese über die Grenzen Deutschlands hinausgehende imperialistische Aggressionsarmee auf Grund der öconomischen Ausgangbedingungen unmöglich ist. Man kann sich nicht für eine defensive Kriegführung aussprechen und nicht die Zerschlagung der Bundeswehr fordern, man kann sich nicht für eine defensive Kriegführung aussprechen und sich nicht gleichzeitig für die Volksbewaffnung aussprechen. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht: Das Essentielle ist, dass Scharnhorst ein Verfechter der allgemeine Wehrpflicht und damit der VOLKSBEWAFFNUNG war und nur über die Volksbewaffnung führt heute der Weg zum Sozailismus, der die Vernichtung der bürgerlichen Armee zur Voraussetzung hat. Und die Wurzeln einer progressiven deutschen Militärtradition gehen vom Bauernsohn Scharnhorst noch tiefer zu Thomas Müntzer: „Das Schwert ist das Recht der Gemeinde !“ Dieser Geist darf bis zum Kommunismus niemals aus dem deutschen Volk weichen, seine Aufgabe käme seiner Verewigung von  Knechtschaft unter Pflugscharen gleich. Es hängt alles davon ab, „OB DIE UNTERDRÜCKTE KLASSE WAFFEN BESITZT“ (kursiv von Lenin). 25.

1. J.W. Stalin, Antwortschreiben an Oberst Rasin, Stalin Werke Band 15, Dortmund 1979, 42. Der Brief des Oberst Rasin an Stalin ist datiert vom 30.1.1946 und wurde kaum drei Wochen später beantwortet und ein Jahr später im Parteiorgan „Bolschevik“ veröffentlicht. Obwohl Lenin sich im Gegensatz zu Friedrich Engels nicht für einen Militärfachmann hielt, befanden sich in seiner Kremlbibliothek cirka 174 Bücher genuin miltärwissenschaftlichen Inhalts.

2. Clausewitz entstammt einer Theologenfamilie.

3.Vergleiche Friedrich Engels, Bedingungen und Aussichten eines Krieges der Heiligen Allianz gegen ein revolutionäres Frankreich im Jahr 1852, MEGA I/10, Dietz Verlag Berlin 1977,523.

4. Friedrich Engels, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft, in: Marx Engels Ausgewählte Werke Band V, Dietz Verlag Berlin 1972,184

5. siehe google: scheler clausewitz

6.Carl von Clausewitz, Vom Kriege, Verlag des Ministeriums für nationale Verteidigung, Berlin, 1957,10

7. Karl Marx, Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie, Marx Engels Werke Band 3, Dietz Verlag Berlin, 1969, 27

8. Friedrich Engels, Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, in: Marx Engels, Ausgewählte Werke Progress Verlag Moskau,1975, 433

9. siehe: google: scheler clausewitz. Dort auf Seite 58

10. Zwischen beiden liegt eine Differenz von 25 Jahren. Schon bei Scharnhorst finden sich Vorstudien für eine umfassende Darstellung des Wesens des Krieges, die er 1812 in Breslau unter dem Titel: „Krieg und Kriegführung“ begann, die er aber auf Grund eines durch Kriegsverletzung bedingten Todes nicht ausführen konnte.

11. Friedrich Hossbach, Scharnhorst, Hölzner Verlag, Würzburg/Main,o.J., Seite 13. Ganz richtig hat deshalb Franz Mehring eine wichtige Nuancierung in die Beurteilung von Scharnhorst eingebracht: „Auf der anderen Seite können wir Scharnhorst auch nicht als Schwurzeugen für eine Miliz anrufen, wie wir sie fordern. Wir können wohl sagen, dass unsere Gedanken über Heeresverfassung eine folgerichtige Entwicklung der Gedanken sind, die sich Scharnhorst darüber machte, aber eine Miliz in unserem Sinne zu befürworten, lag ganz außerhalb seines Gesichtskreises.“ (Franz Mehring, Miliz und stehendes Heer, in. Zur Kriegsgeschichte und Militärfrage, Berlin 1967,233). Mehrings Kriegsschriftstellerei wird von einigen Autoren als Bindeglied zwischen Engels und Lenin gedeutet, so Clemente Ancona: Der Einfluß von Clausewitz´ „Vom Kriege“ auf das marxistische Denken von Marx bis Lenin, in: Günter Dill (Herausgeber): Clausewitz in Perspektive, Frankfurt am Main, Berlin, Wien, 1980, 571 und Dietmar Schössler: Carl von Clausewitz, Reinbek bei Hamburg,1991, 123f. (siehe: Olaf Rose: Carl von Clausewitz, Wirkungsgeschichte seines Werkes in Rußland und der Sowjetunion 1836 bis 1991, Oldenbourg Verlag 1995,92f.)

12. Carl von Clausewitz, Vom Kriege, Verlag des Ministeriums für nationale Verteidigung, Berlin, 1957,727

13. Karl Marx, Die Klassenkämpfe in Frankreich, in: MEGA I/10, Dietz Verlag Berlin,1977,138

14. Carl von Clausewitz, Vom Kriege, Verlag des Ministeriums für nationale Verteidigung, Berlin,1959,727

15. In der platonischen Staatskonstruktion bilden die Bauern und Handwerker die unterste Schicht, die  Mittelschicht die Wächter und Soldaten, an der Spitze stehen die Philosophenkönige als Staatslenker.

16. Lenin, Notizen über die Diktatur, Geschichtliches zur Frage der Diktatur (Notizen), in: Lenin, Ausgewählte Werke Band V, Dietz Verlag Berlin, 1987,726

17. Olaf Rose, Carl von Clausewitz, Wirkungsgeschichte seines Werkes in Rußland und der Sowjetunion 1836 bis 1995, Oldenbourg Verlag, 1995,209.

18. Antworten von Michail Gorbatschow auf Fragen der Zeitung „Washington Post“ und des Nachrichtenmagazins „Newsweek“ in: Neue Zeit Nummer 22, 1988,5

19. Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Dietz Verlag Berlin,1984,10

20. Immanuel Kant, Zum Ewigen Frieden, Akademie Ausgabe VIII, de Gruyter Verlag Berlin, 1968, 356

21. A. Bogdanov, Die Tektologie, Seite 511 (russisch).

22. N. Karew, Die Theorie des Gleichgewichts und der Marxismus, in: Die Sowjetphilosophie, herausgegeben von W. Goerdt, Darmstadt, 1967,143

23. Volker Gerhardt, Das Prinzip des Gleichgewichts, in: Pathos und Distanz, Reclam 1088,110

24. Friedrich Engels, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft, Marx Engels Werke Band 20, Dietz Verlag Berlin, 1960, 58

25. Lenin, Staat und Revolution, Lenin Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,463

Heinz Ahlreip, 12. November 2010, am 225. Geburtstag von Scharnhorst, mit einem Nachtrag vom 2.12.2010.

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Eine Antwort to “Scharnhorst, Clausewitz und die deutsche philosophische Militärtradition”

  1. airtyper Says:

    Auch für jemanden für mich, der zwar 2 Jahre gedient hat, aber sich nicht so intensiv mit Politik beschäftigt ein sehr guter Beitrag und sehr lehrreich.

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