FRIEDRICH ENGELS Zu seinem 191. Geburtstag (geboren am 28.11.1920)

Im Jahr 1842 kam ein 22jähriger Mann in Manchester an, um seine in seinem Geburtsort Wuppertal begonnene kaufmännische Ausbildung fortzusetzen.  In seiner Heimat hatte er das Gymnasialstudium abbrechen müssen, weil er in der väterlichen Firma gebraucht wurde. Diese schickte ihn nach Manchester, die damals führende Industriemetropole der Welt. Der Aufenthalt blieb nicht nur in wissenschaftsgeschichtlicher Hinsicht von überragender Bedeutung: Friedrich Engels verzichtete auf den Portwein der „besseren Kreise“ und lebte für einige Zeit zusammen mit dem Proletariat. Das führte zu wertvollen Erkenntnissen.

Engels erkannte die grundlegende Bedeutung der politischen Ökonomie für die Gesellschaftswissenschaften: ich wurde mit der Nase darauf gestoßen, dass die jeweilgen Staatsstrukturen von denen der jeweiligen ökonomischen Basis abhängen. Diese von Engels zuerst erkannte zentrale Bedeutung der Ökonomie wird später den jungen Marx befruchten, den Schwerpunkt seiner Studien gerade auf dieses Gebiet zu lenken, um auf diesem den epochemachenden historischen Materialismus zu entwickeln, der in ganz zarter Keimform schon beim 22jährigen Engels vorhanden war: dass die gesellschaftlichen Verhältnisse in materielle und ideologische zerfallen und dass die letzteren den Überbau der ersteren  bilden. Aber nicht nur das: Engels erkannte in Manchester, und vielleicht war das damals nur in dieser Stadt möglich, dass die Große Industrielle Revolution zwei Klassen hervorbringt, die sich todfeindschaftlich klassenkämpferisch gegenüberstehen : Bourgeoisie und Proletariat, das mit fremden Produktionsmitteln nicht für sich arbeitet.  Diesen Antagonismus übersehen noch heute, fast 170 Jahre später, etliche „Sozialisten“, wie das jüngst erst der Parteitag der „Linken“ gezeigt hat. Dieser Klassenkampf war und ist indeß die zentrale Achse, um die sich unsere Geschichte dreht. Nicht einzelne Genies, nicht einzelne Utopisten, nicht einzelne Philantrophen und Weltverbesserer sind die treibende Kraft der Geschichte und bringen die Menschheit voran,  sondern „große Massen, ganze Völker und in jedem Volk wieder ganze Volksklassen…“ 1. Engels erfasste die weltgeschichtliche Bedeutung der maschinellen Großindustrie, sie bedeutete das Ende des utopischen und den Beginn des wissenschaftlichen Sozialismus, da sie das Proletariat massenhaft in Fabrikstädte konzentrierte.  Vor der Großindustrie konnten die Sozialisten die Arbeiter nicht erreichen und malten daher der ganzen Gesellschaft phantastische Zukunftsbilder, die nur in der Theorie ohne Verbindung mit den politischen Volksbewegungen existierten.  Die Versuche, die Gesellschaft nach diesen Idealen umzumodeln, scheiterten kläglich. Die wissenschaftliche Grundlage des Sozialismus besteht gerade darin, die Entwicklungsgesetze der auf Ausbeutung der Massen beruhenden kapitalistischen Gesellschaftformation zu erforschen. Und die Fortschritte der Ideologen in den Gesellschaftswissenschaften werden nicht allein durch die Kraft des reinen Gedankens bewirkt, sondern durch den gewaltigen Fortschritt der Naturwissenschaft und der Industrie. 2. Eine in ihrer Massenwirkung nicht zu überschätzende Frucht des Manchesteraufenthaltes von Friedrich Engels ist sein 1845 bei Otto Wiegand in Leipzig verlegtes Buch: „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“. „In der Tat: weder vor 1845 noch später ist eine so eindrucksvolle und wahrheitsgetreue Schilderung der Notlage der Arbeiterklasse erschienen.“ 3. Und diese Schilderung enthält weitere zentrale Erkenntnisse für den noch in den Windeln liegenden „Marxismus“. Noch hatte Engels 1842 Marx erst einmal in Köln getroffen, es folgte dann nur ein Briefwechsel.  Vor Engels wurde das Proletariat nur als leidende Klasse gesehen , die Junghegelianer Bruno Bauer und Konsorten in Deutschland zum Beispiel sahen in ihm nur eine unkritische Masse, sozusagen ohne weltgeschichtliche Mission, die die Intellektuellen für sich reservierten. „Engels aber hat als ERSTER (kursiv von Lenin) gesagt, daß das Proletariat NICHT NUR (kursiv von Lenin) eine leidende Klasse ist: daß gerade die schmachvolle wirtschaftliche Lage, in der sich das Proletariat befindet, es unaufhaltsam vorwärtstreibt und es zwingt, für seine endgültige Befreiung zu kämpfen. Das kämpfende Proletariat aber wird SICH SELBST HELFEN (kursiv von Lenin).“ 4.

Das Proletariat wird gezwungenermaßen aktiv klassenkämpferisch tätig werden, jeder Klassenkampf ist aber ein politischer Kampf, wie es im Kommunistischen Manifest heißt.5. , das um die Jahreswende 1847/48 von Marx und Engels geschrieben wurde. Engels hatte Marx 1844 auf seiner Rückreise von Manchester nach Deutschland umwegehalber in Paris besucht und seit diesem Zeitpunkt verband beide nicht nur eine lebenslange Freundschaft, sondern es entstanden viele theoretische Schriften, die beide gemeinsam verfassten. Marx und Engels waren Wissenschaftler von allerhöchstem Karat, aber primär waren sie REVOLUTIONÄRE, die sich den GEWALTSAMEN Sturz der Bourgoisie und die zum Kommunismus führende Herrschaft des Proletariats zum Lebenszweck gesetzt hatten. 6. An diesem Ziel arbeiteten beide mit Kalkül und besessen zugleich. Das Kommunistische Manifest kann bereits als ein Werk des reifen Marxismus bezeichnet werden, der historische Materialismus steht bereits wie ein Fels in der Brandung des Klassenkampfes.  Die Bourgeoisie produziert ihre eigenen Totengräber. 7. Die Kommunisten unterstützen überall jede revolutionäre Bewegung gegen die bestehenden gesellschaftlichen und politischen Zustände und heben die Eigentumsfrage als die Grundfrage hervor. PROLETARIER ALLER LÄNDER, VEREINIGT EUCH ! 8.

Das Manifest erschien kurz vor der bürgerlichen 48er Revolution, die Engels , der sich vom Demokraten zum Kommunisten entwickelt hatte, als Redakteur der von Marx in Köln geleiteten „Neuen Rheinischen Zeitung“ und als Soldat, als Adjudanten August Willichs sah, der an drei Gefechten teilnahm und nach der Niederlage über die Schweiz nach London fliehen mußte, wo er Marx, dem man mittlerweile die preußische Staatsbürgerschaft aberkannt hatte, wiedertraf. 9. Man hoffte auf den baldigen Ausbruch einer neuen Revolution , aber diese Jugendträume zerschellten an der harten Klippe der Machtrealitäten, die Herrschaft der alten Mächte erwies sich als stabiler denn gedacht. Wir haben uns damals alle gründlich geirrt, bemerkte der alte Engels selbstkritisch. Allein aus der  Tatsache, dass sich in der Bourgoisepoche  die Klassengegensätze vereinfacht haben 10., folgt eben noch nicht, dass auch gesellschaftswissenschaftliche Analysen einfacher geworden sind. Eine Schlüsselfunktion bekam daher die materialistische Dialektik, an der Marx und Engels über Jahrzehnte in England arbeiteten und feilten und die Engels als unser bestes Arbeitsmittel und unsere schärfste Waffe bezeichnete. 11. Wie oft hatte der alte Haudegen Engels mit diesem Schwert der Revolution Hiebe ausgeteilt – gegen den Pfaffen Malthus, gegen den Proudhonisten Mülberger (in der Schrift: „Zur Wohnungsfrage“) und gegen den Philosophieprofessor Eugen Dühring, um nur einige seiner Opfer zu nennen. Der Anti-Dühring ist bis heute die tiefsinnigste Zusammenfassung des historischen und dialektischen Materialismus und gehört als Pflichtlektüre in die Hand jedes klassenbewußten Arbeiters. Mit diesem Buch kämpft Engels kompromisslos gegen die metaphysische Weltsicht, gegen Aberglauben und Religion. „Leben ist die Daseinsweise der Eiweißkörper, und diese Daseinsweise besteht wesentlich in der beständigen Selbsterneuerung der chemischen Bestandteile dieser Körper“. 12. So lautet nach Engels die Bestimmung des Lebens in unserem Universum. Trotz der hohen Überlegenheit des wissenschaftlichen Materialismus warnte uns Lenin davor, Revolution mit großen Buchstaben zu schreiben, auch Engels wies im Anti-Dühring auf die Gebrechlichkeit des menschlichen Denkens hin: „….die Souveränität des Denkens verwirklicht sich in einer Reihe höchst unsouverän denkender Menschen, die Erkenntnis, welche unbedingten Anspruch auf Wahrheit hat, in einer Reihe von relativen Irrtümern.“ 13. Von hier aus ist auch der Erlaß vom 7. April 1935 zu bewerten, der die Todesstrafe für Kinder ab 12 Jahren in der Sowjetunion vorsah. An ihm wird deutlich, dass der Übergang von der Revolution zur Konterrevolution fließend ist und wie falsch ein rechthaberischer Hurrakommunismus ist. Die Lebensmaxime von Karl Marx lautete: An allem ist zu zweifeln ! Eine Todesstrafe für Kinder widerspricht eklatant dem humanistischen Grundgedanken des Kommunismus: wenn die Umstände den Menschen bilden, kommt es darauf an, die Umstände menschlich zu bilden, heißt es in einer Frühschrift von Marx und Engels. Mit der Todesstrafe für Kinder wird ja zugegeben, dass in der Sowjetunion unmenschliche Umstände vorhanden waren, in menschlichen Umständen hätte man normabweichende Kinder korrigieren können müssen. Wissenschaftlicher Sozialismus und Todesstrafe für Kinder ! Wie passt das zusammen ? Vielleicht ging den Exekutoren durch den Kopf: Leben ist (nur) die Daseinsweise von Eiweißkörpern…Ganz anders verhält es sich mit den volljährigen Angehörigen von Volksfeinden. Jedenfalls haben die Partisanenaktionen der RAF gezeigt, dass den Hinterbliebenen doch der rote Teppich in die Fernsehstudios ausgerollt wurde, damit sie dort, insbesondere in den Talkshows, faschistische Volksverhetzung  betreiben konnten. Wie Konterrevolutionäre behandelt werden hängt von ihrem eigenen Verhalten ab. Wir müssen unbedingt zwischen plumpen und raffinierten Faschismus unterscheiden, der raffinierte flüchtet heute unter den Deckmantel der „Demokratie“ und hofft, dass den Volksmassen nicht präsent ist, dass Engels im Zusammenhang mit der Pariser Kommune nicht nur vom Einschlafen des Staates, sondern auch vom Einschlafen der Demokratie gesprochen hat. Denn Demokratie beinhaltet ebenfalls Staatsgewalt einer Klasse gegen eine andere. Die Ausbeuter maskieren sich heute demokratisch und vertauschen in perverser Form das Verhältnis von ausbeuterischer Minderheit und ausgebeuteter Mehrheit: dass diese mehrheitlich die Zustimmung zu ihrer Ausbeutung gegeben habe.  Die bürgerlich parlamentarische Demokratie ist ein einziger Volksbetrug, die eigentlichen Geschäfte werden hinter den Kulissen abgewickelt. 14. Zudem sind  fast alle  Massenmedien kapitalistisch organisiert. Erst durch die  Zerschlagung des kapitalistischen Ausbeutungssystems wird die revolutionäre Volksdemokratie geboren.  Es war, wie Marx im Nachwort zur zweiten Auflage des „Kapitals“ bemerkt, der Wiener Fabrikant Mayer, der zur Zeit der Kommune in einer Broschüre darlegte, „…dass der große theoretische Sinn, der als deutsches Erbgut galt, den sogenannten gebildeten Klassen durchaus abhanden gekommen ist, dagegen in seiner Arbeiterklasse neu auflebt.“ 15. Und Engels beendete seine Studie über Ludwig Feuerbach mit dem Gedanken,  dass die deutsche Arbeiterbewegung die Erbin der deutschen klassischen Philosophie sei. 16. In der Tat: nur die Arbeiterbewegung kann heute dieses Erbe einlösen, das drei junge Studenten im Tübinger Stift formulierten: vom Staat könne es keine Idee geben, „…weil der Staat etwas Mechanisches ist, so wenig als es eine Idee von einer Maschine gibt…Wir müssen also über den Staat  hinaus. Denn jeder Staat muß freie Menschen als mechanisches Räderwerk behandeln, und das soll er nicht, also soll er aufhören.“ 17.  DER STAAT SOLL AUFHÖREN. Nun ist klar, dass nur die Arbeiterbewegung die Erbin der deutschen klassischen Philosophie sein kann, nicht die sogenannten Gebildeten Sahra Wagenknecht, Grogor Gysi oder Oskar Lafontaine, die mit tausend Fäden mit dem Kapital verflochten sind und daher keineswegs über die Dikatur des Proletariats das Vermächtnis der Idealisten Hegel, Schelling, Hölderlin und der Materialisten Marx, Engels und Lenin erfüllen wollen: „Im Sozialismus werden ALLE (kursiv von Lenin) der Reihe nach regieren und sich schnell daran gewöhnen, daß keiner regiert.“ 18.

Es war Engels und Marx noch vergönnt, zu ihren Lebzeiten eine wirkliche, wenn auch kurze proletarische Revolution zu erleben. Die von ihnen aus der Pariser Kommune gezogenen Schlußfolgerungen sind insbesondere für das Verhältnis von Staat und Revolution von elementarer Wichtigkeit, zumal der Opportunismus dieses Verhältnis fast völlig umging. Die vielleicht bemerkenswerteste Stelle über den Staat befindet sich in einem Brief von Engels vom 18./28. März 1875 an Bebel: die Kommune sei schon kein Staat im eigentlichen Sinne mehr gewesen (weil es galt, nur noch eine Minderheit zu unterdrücken)…“solange das Proletariat den Staat noch gebraucht, gebraucht es ihn nicht im Interesse der Freiheit, sondern der Niederhaltung seiner Gegner, und sobald von Freiheit die Rede sein kann, hört der Staat als solcher auf zu bestehen.“ Aber Bebel ließ diesen wertvollen Brief 36 (!) Jahre in der Schublade liegen. Obwohl Marx und Engels wegen der Kräfteverhältnisse dem Ausbruch der Kommune sehr skeptisch gegenüberstanden – sie sprachen von einer verzweifelten Torheit – bezeichneteten sie die Pariser Kommunarden doch als Himmelsstürmer, von denen zu lernen sei, vor allem, obwohl ein Teil der Pariser Arbeiter zu den Versaillern überging, die Revolutionäre die Elemente der demokratischen und sozialistischen Umwälzung nicht auseinanderhalten konnten, auf eine militärische Offensiven gen Versailles verzichteten und ehrfurchtsvoll vor der Bank von Frankreich stehenblieben, wurde doch eine neue Epoche sowohl in der Geschichte als auch in der Theorie des proletarischen Klassenkampfes eröffnet. (Das Proletariat kann die Macht ohne Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparates nicht erobern).

Nach dem Tode von Marx 1883 (19.) brachte Engels Band 2 und 3 des Kapitals heraus, die erst nur im Rohentwurf existierten. 1885 erschien Band 2 und 1894, ein Jahr vor seinem Tod, Band 3, zur Ausgabe des vierten Bandes (Theorien über den Mehrwert) kam Engels nicht mehr, Kautsky besorgte das in den Jahren 1905 bis 1910. Lenin bezeichnete denn auch die Bände 2 und 3 des Kapitals als „das Werk von zweien“. 20. Und dennoch hat Engels sich immer bescheiden als den Mann bezeichnet, der die zweite Violnie spielte. 21. „Ich habe mein Leben lang das getan, wozu ich gemacht war, nämlich zweite Violine spielen und glaube, meine Sache ganz passabel gemacht zu haben.“ 22. Ganz passabel gemacht – so äußert sich ein kommunistischer Klassenkämpfer, der die Weltgeschichte bewegt hat.

Ein Jahr nach der Herausgabe des dritten Bandes des Kapitals starb Engels am fünften August im Londoner Exil an Kehlkopfkrebs. Er wollte keinen Massenauflauf, nur wenige Kampfgefährten nahmen an den Trauerfeierlichkeiten teil, unter anderem August Bebel, Eduard Bernstein, Karl Kautsky, Friedrich Leßner und Paul Singer. Er liegt nicht, wie man vermuten könnte, neben Karl Marx auf dem Highgate Friedhof, auch nicht in einem Mausoleum. Seinem Wunsch und seiner Vorliebe für das Seebad Eastbourne gemäß fand er am 27. September 1895 fünf Seemeilen vor dem Badeort ein Seemannsgrab bei Beachy Head in der Nordsee. 23.

1. Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,298

2.Vergleiche a.a.O.,277

3. Lenin, Friedrich Engels, Werke Band 2, Dietz Verlag Berlin, 1961,9

4. a.a.O. Ob Friederich Engels der erste war, kann bestritten werden, immerhin war schon der Damenschneider Wilhelm Weitling in seinen theoretischen Schriften von einer revolutionären Selbsttätigkeit des Proletariats ausgegangen. (Siehe: Jürg Haefelin, Wilhelm Weitling, in: Klassiker des Sozialismus, Von Babeuf bis Plechanow, Beck Verlag 1990, Seite 87 bis 96).

5.Vergleiche Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977,471

6. „An erster Stelle steht unbedingt die praktische Propaganda- und Agitationsarbeit,…weil die theoretische Arbeit nur auf Fragen antwortet, die von der zweiten erhoben werden.“ (Lenin, Was sind die Volksfreunde und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1984,301).

7. Vergleiche Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977,474

8. Vergleiche a.a.O.,493. Berühmt ist die Aussage von Lenin über das Manifest: „Dieses kleine Büchlein wiegt ganze Bände auf: Sein Geist beseelt und bewegt bis heute das gesamte organisierte und kämpfende Proletariat der zivilisierten Welt“. (Lenin, Friedrich Engels, Werke Band 2, Dietz Verlag Berlin,1961,10).

9. Engels wurde auch der „General“ genannt, weil er sich ab 1848/49 auf das Gebiet der Militärwissenschaft spezialisiert hatte. Er verfasste militärwissenschaftliche Artikel vom deutschen Bauernkrieg, für ihn der Angelpunkt der ganzen deutschen Geschichte, bis zur preußischen Militärfrage, der amerikanische Bürgerkrieg (1861 bis 1865) war für ihn ein Schauspiel ohne Parallele in den Annalen der Kriegsgeschichte.

10. Vergleiche Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977,463

11. Vergleiche Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,293

12. Friedrich Engels, Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft, in: Marx Engels Ausgewählte Werke Band V, Dietz Verlag Berlin, 1972,92

13. a.a.O.,97f.

14. Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,436

15. Karl Marx: Das Kapital, Nachwort zur Zweiten Auflage, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1975,19

16.Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,307

17. Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Das Älteste Systemfragment des deutschen Idealismus, Theorie Werkausgabe Suhrkamp Verlag Band 1,234f. Kollektivarbeit von Hegel, Hölderlin und Schelling.

18. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,503

19. 1883 war aber nicht nur das Todesjahr von Karl Marx, im gleichen Jahr gründete der Russe G.W, Plechanow in Genf die „Gruppe Befreiung der Arbeit“, die erste marxistische Gruppe Rußlands, die sehr viel zur Verbreitung des Marxismus in Russland beigetragen hat.

20. „In der Tat, diese beiden Bände des „Kapitals“ sind das Werk von zweien; von Marx und von Engels. Antike Sagen berichten von manchen rührenden Beispielen der Freundschaft. Das europäische Proletariat kann sagen, dass seine Wissenschaft von zwei Gelehrten und Kämpfern geschaffen worden ist, deren Verhältnis die rührendsten Sagen der Alten über menschliche Freundschaft in den Schatten stellt. (Lenin, Friedrich Engels, Werke Band 2, Dietz Verlag Berlin, 1961,12).

21. Vergleiche Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,291f.

22. Brief von Friedrich Engels an Johann Phillip Becker vom 15. Oktober 1884

23. Der Zweck seines kämpferischen Lebens war, dass ein Bund Freier und Gleicher die Erde umspanne, so Bebel in seiner Grabrede. Bei den Trauerfeierlichkeiten in London bezeichnete Wilhelm Liebknecht am 10. August 1895 Marx und Engels als die Entdecker der Welt des Sozialismus. (Rede Wilhelm Liebknechts im Namen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands am 10. August 1895, abgedruckt im Vorwärts Nr. 189 vom 15. August 1895). Hier schluderte Liebknecht, denn auf Entdeckungstour einer Welt jenseits des Kapitalismus gingen gerade die utopischen Sozialisten, während dialektisch denkende Materialisten im Bestehenden die Elemente seines Untergangs entdecken. Bekanntlich bezeichnete Marx im „Bürgerkrieg in Frankreich“ als das wahre Geheimnis der Pariser Kommune, dass sie eine Regierung der Arbeiterklasse war, die endlich entdeckte politische Form, unter der die ökonomische Befreiung der Arbeit sich vollziehen konnte. Also die werktätige Bevölkerung von Paris hat die Übergangsform zum Sozialismus entdeckt, nicht Marx und Engels. Beide beschränkten sich darauf, den Entwicklungsverlauf der Kommune genau zu beobachten, sie zu analysieren und Schlußfolgerungen zu ziehen. (Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,444f.).

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Eine Antwort to “FRIEDRICH ENGELS Zu seinem 191. Geburtstag (geboren am 28.11.1920)”

  1. Happy birthday Friedrich Engels 191 « Die Rostige Laterne Says:

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