“ Porno Prozess “ beweist: Commonwealth Bürokratie moralisch 100 % bankrott

„Das Prinzip der Monarchie überhaupt ist der verachtete, der verächtliche, DER ENTMENSCHTE MENSCH (kursiv von Karl Marx); und Montesquieu hat sehr unrecht, die Ehre dafür auszugeben…Wo das monarchische Prinzip… nicht bezweifelt wird,da gibt es keine Menschen. “ (Karl Marx an Arnold Ruge, Köln, im Mai 1843, MARX ENGELS GESAMTAUSGABE MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin, 1982,477).

Im Herbst 2005 fand vor dem Arbeitsgericht in Hannover ein Kündigungsschutzprozess mit einer zugegeben  kleinen pikanten Note statt, dessen Akten aber ansonsten beruhigt dem Spinneweb des Gerichtsarchivs hätte überlassen bleiben können, wenn nicht der damalige Prozessverlierer, die Bürokratie der Commonwealth War Graves Commission in Ieper/Belgien ( zuständig für die Pflege und Betreuung der Soldatenfriedhöfe des Commonwealth in Deutschland und in Nordeuropa) aus dem vernichtenden Urteil wohl offensichtlich keine Anleitung zur Kurskorrektur gezogen hat. So erdreistete sich  in Hamburg ein britischer Hauptgärtner, eine ganz neue Mode einzuführen: dass sich die seit Jahrzehnten dort tätigen Kollegen nicht mehr während der Arbeitszeit umziehen dürfen. So ordnete der Direktor aus Ieper für die Gärtnergruppe in Hannover ein Sessel- und Herdplattenverbot an, so dass die Arbeiter und Arbeiterinnen, deren Tätigkeit stark rückenbelastend ist, sich nicht rückengerecht ausruhen können und denen besonders im Herbst und Winter bei naßkaltem und frostigen Wetter keine gekochte warme Mahlzeit zugestanden wird. Die Arbeiterschaft soll auf das Niveau des Troglodytentums herabgedrückt werden, was sich nur unter ständiger Verletzung des Arbeitsvertrages durch die bürokratischen Hooligans aus Ieper bewerkstelligen läßt. Alexis de Tocqueville konstatierte bereits in der englischen Arbeitswelt den Grundzug, dass in ihr der zivilisierte Mensch fast in den Zustand der Wildheit zurückgeworfen wird. (Vergleiche Alexis de Tocqueville, Journeys to England and Ireland, London 1958, Seite 108). Ständig vergiftet die Bürokratie durch Rundschreiben mit schikanösen Anordnungen das Betriebsklima und den Arbeitsfrieden. Oft entsteht die Unruhe durch sich widersprechende Anweisungen. Es ist deshalb angebracht, einen Zeitungsartikel zum damaligen Kündigungsschutzprozess nicht der Vergessenheit anheimfallen zu lassen, weil er besonders plastisch die Physiognomie des  bürokratischen Jesuitentums nachzeichnet.

„Ein skuriler Kündigungsprozess ging vor dem Arbeitsgericht Hannover über die Bühne. Über die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes, denn einen anderen Rahmen lässt die Posse nicht zu. Nicht allein genug damit, dass der Arbeitgeber zum beliebten Pornotrick griff, um einen in seinen Augen mißliebigen Arbeiter loszuwerden, nein, er stellte sich dabei noch so tölpelhaft an, dass wir den Leser/innen versichern müssen, dass die Begebenheiten wahrheitsgemäß geschildert werden, wir vor der Leserschaft quasi unter Eid schreiben.

In den letzten Jahren geht die Bürokratie der Commonwealth War Graves Commission daran, klassenkämpferische Kollegen durch Duckmäuser zu ersetzen, damit das geistige Niveau der Tarifparteien so ungefähr übereinstimmt. Das ist dann natürlich eine Frage der Kündigungsmethode. Eines der beliebtesten Mittel ist der Pornotrick und am 14. Juli 2005 griff die Bürokratie zu: anlässlich einer Ersetzung alter Privatspinde durch neue, wobei die jeweiligen Privatsachen in einem blauen Sack zwischengelagert wurden. Durch die dunkelblaue Plastiktüte hindurch wollte der Lokalaufseher Scott Cumming im Sack des zu kündigen Kollegen ein Pornoheft gesehen haben. „Rein zufällig“ hatte er eine Digitalcamera dabei und schoss auch ein Foto des blauen Sackes, vergaß aber in der Hektik der Kündigungsgier (Pluspunkte sammeln) Datum und Uhrzeit einzustellen. Der erste Erfolg des Arbeitgebers konnte jedoch verbucht werden, der Vorfall war natürlich ausreichend, den mißliebigen Kollegen zunächst erst einmal „freizustellen“. Am 15. Juli verfasste der Horticultur Manager Rod Carkett (Spitzname: Kosackenlümmel) eine vorübergehende Freistellung: „Am 14.7. 2005 mussten wir leider feststellen, dass Sie in Ihrem Spind trotz eines entsprechenden Verbots pornografische Bilder aufbewahren.“ Nun liegt vor aller Augen deutlich sichtbar, dass wir es mit einer Firma zu tun haben, in der man es bis zum Manager bringen kann, auch wenn man „mein“ und „dein“ nicht auseinander halten kann, sondern verwechselt. (Böse Zungen behaupten jetzt: gerade deshalb ist er ja Manager geworden). In der Tat hat dieser Manager aber übersehen, dass er mit dieser Aussage die Weichen für eine erfolgreiche Abwehr der Kündigung bereits gestellt hatte, wie denn auch Richter Bill in der Güteverhandlung feststellte: „In seinem Privatspind kann der Arbeitnehmer aufbewahren, was er will“.

Es half auch nichts, dass die Firma für den Vorfall auf dem Soldatenfriedhof in Hannover als einzigen Zeugen den Personaldirektor Barry Murphy anbot, der gar nicht vor Ort war, sondern weit weg Richtung Westen, in Ieper in Belgien, in der Nähe des Atlantiks. Es genügte auf diesen Sachverhalt hinzuweisen, und dieser Kronzeuge Ihrer Majestät verschwand für immer aus den Schriftsätzen der Arbeitgeberseite.

Den Höhepunkt der Posse bildete ohne Zweifel die Präsentation des Fotos mit dem blauen Müllsack, das den Rechtsanwalt der Firma wahrlich inspirierte und zu folgenden Auslassungen verführte: : Aufbewahrung eines halben Pornoladens und Handel größeren Stils mit pornografischen Materialien auf dem Friedhof, der – nebenbei bemekt- außerhalb der Stadt, umgeben von Kornfeldern liegt und zu dem sich im Jahr Menschen verwirren, die man mitzählen kann – vor allem aber sexuelle Belästigung der beiden weiblichen Mitarbeiterinnen, die aber vorsichtshalber vor Gericht nicht namentlich, also als Zeuginnen, aufgeführt wurden, genausowenig erfuhr dieses von der Art der Belästigung. 

Das Gericht blieb angesichts solcher schmutzigen Phantasiegebilde unbeeindruckt und steckte die schmutzige Kündigung dorthin, wo sie hingehört: in den Müllsack. Es verzichtete sogar auf eine abschließende Entscheidung, „…weil die Beklagte (die Commonwealth War Graves Commission) dem ihr obliegenden Nachweis einer Pflichtverletzung des Klägers (des Arbeiters) nicht geführt hat. Auf das Bestreiten des Klägers zum festgestellten Inhalt des Spindes in der Arbeitsstätte Seelze am 14.7.2005 ist die Beklagte beweisfällig geblieben. Das zieht die Unbeachtlichkeit ihres Vortrags nach sich, denn sie ist als Arbeitgeberin für alle die Kündigung bedingenden Tatsachen darlegungs- und beweisbelastet.“ (§ 1 Abs. 3 Letzter Satz KschG) Arbeitsgericht Hannover, Az: 6Ca 375/05″ (Soweit der in seiner ganzen Länge wiedergegebene Zeitungsartikel aus dem Jahre 2005).

Bürokratischer Terrorismus könnte sich nicht realisieren, wenn er es nicht versteht, aus der Belegschaft heraus eine Arbeiteraristokratie heranzuzüchten, die ihre proletarische Ehre für eine Handvoll schäbiger Extraeuros verkauft, sich zur willfährigen Dienerin degradiert, sich zugleich aber für etwas Besseres als die Masse der gewöhnlichen einfachen Friedhofsgärtner hält. In Deutschland ist dies besonders gut gelungen. Auf Grund dieser schiefen Mittellage ist aber diese Arbeiteraristokratie in einer schizophrenen Stellung positioniert: ihren After aus Furcht vor „Den da Oben“ ständig zugekniffen zu halten, diesen After aber auch zugleich in jede beliebige Richtung hinzudrehen, die von „Den da Oben“ bestimmt wird. So wurde zum Beispiel einer Hartz IV Empfängerin, die gerade einmal das Busgeld für ein Vorstellungsgespräch zusammenbekommen hatte, in Hannover ein zeitlich befristeter Arbeitsvertrag aus Effektivitätsgründen nicht gegeben, das heißt diese Arbeiteraristokratie legt bei Einstellungen primär nicht den sozialen Gesichtspunkt zugrunde, sondern den kapitalistischen Rentabilitätsgedanken – sie besorgt also die Geschäfte des Klassenfeindes, sie ist ein Helfeshelfer der bürokratischen Terroristen. Dabei zeigt ja gerade dieses Verhalten, wie tief die Arbeiteraristokratie unter dem Niveau der Arbeiter steht, als Aristokratie teilt sie die Borniertheit aller Aristokraten und ist viel zu begriffsstutzig, um zu verstehen, dass ja im Grunde die Arbeiterklasse den Kapitalisten ständig kreditiert, das heißt ihre Arbeitskraft vorschießt, die erst am Monatsende bezahlt wird. Und dennoch macht diese „intelligente“ Aristokratie als Gläubiger den Kotau vor dem Direktor, der der Schuldner ist.  So verweigerte die „Kollegin“ K. dem Betriebsrat gegenüber eine Streiksolidarität anläßlich einer Kürzung des Geldes für Übernachtungen in Polen mit dem Satz: Hä Hä, der Betriebsrat kommt zu spät, ich habe ja unterschrieben, dass ich Übernachtungen mitmachen werde. „Niemand ist schuld daran, daß er als Sklave geboren wurde; aber ein Sklave, dem nicht nur alle Freiheitsbestrebungen fremd sind, sondern der seine Sklaverei noch rechtfertigt und beschönigt… – ein solcher Sklave ist ein Lump und ein Schuft, der ein berechtigtes Gefühl der Empörung, der Verachtung und des Ekels hervorruft“. (Lenin, Über den Nationalstolz der Großrussen, in: Lenin, Über den Kampf um den Frieden, Dietz Verlag Berlin, 1956,35). Die Arbeiterklasse wird niemals vergessen, dass es in England war, wo 1765 wahrscheinlich von J. Cunningham „An Essay on Trade“ erschien, in dem zur Verlängerung des Arbeitstages Arbeitshäuser vorgeschlagen wurden, die, wie er sagt, „Houses of Terror“ sein müßten. Nun ist klar, dass von einem effektiven Kampf gegen die Bürokratie in Ieper nicht die Rede sein kann, wenn diesen Arbeiteraristokraten nicht die Beine weggeschlagen werden. In einem Brief an Marx vom 7. Oktober 1858 schrieb Engels, dass „das englische Proletariat faktisch mehr und mehr verbürgert, so dass diese bürgerlichste aller Nationen es schließlich dahin bringen zu wollen scheint, eine bürgerliche Aristokratie und ein bürgerliches Proletariat neben der Bourgeoisie zu besitzen. Bei einer Nation, die die ganze Welt exploitiert, ist das allerdings gewissermaßen gerechtfertigt.“ Und in einem Brief an Kautsky vom 12. September 1882 schrieb Engels, das die englischen Arbeiter flott mitzehren von dem Weltmarkts- und Kolonialmonopol Englands. England zehrt noch heute davon, dass es einst Schmarotzer am Körper der übrigen Menschheit war. Instinktsicher witterte die deutsche Commonwealth War Graves Arbeiteraristokratie, hier flott mitzuzehren. Der deutsche kleinbürgerliche Spießer kommt nur allzu deutlich zum Vorschein: ich reiße an mich, was ich kann, sichere mir Privilegien, alles andere ist mir schnuppe. Diese verräterische und volksfeindliche Aristokratie imitiert die Kapitalistenklasse, die nimmt, was zu nehmen ist. (Vergleiche Karl Marx, Lohn, Preis und Profit, Vortrag in englischer Sprache auf den Sitzungen des Zentralrates der Internationalen Arbeiterassoziation am 20. und 27. Juni 1865, Dietz Verlag Berlin, 1971,6). Im Vorwort zur zweiten Auflage der „Lage der arbeitenden Klassen in England“ aus dem Jahre 1892 machte Engels eine bemerkenswerte Ergänzung, hier spricht er von einer „Aristokratie in der Arbeiterklasse“, von einer bevorrechteten geschützten Minderheit gegen die große Masse. Ein Musterbeispiel der extremen Art erlebte die Hannover Gruppe an einem schottischen Hauptgärtner, der sich innerhalb kürzester Zeit den Spitznamen „Rotzebengel“ eingehandelt hatte. Dieser wurde – als Belohnung ? – zum Supervisor in England befördert, nachdem er das Briefgeheimnis eines Betriebsratsmitglieds gebrochen hatte. Vorher schon hatte dieses Mitglied ihm einen Notfallausweis gezeigt mit sämtlichen wichtigen Telefonnummern, falls es am Arbeitsplatz zu einem Unfall kommen würde, die Antwort des Rotzebengels war bezeichnend: „It doesn´t matter to me !“ Am 24. Oktober 2012 ließ die „Kollegin“ K.  einen Kollegen, der einen Schwächeanfall hatte, allein im Frühstücksraum zurück und überließ ihn eiskalt seinem gesundheitlichen Schicksal. Und so grüßen wir Ieper von dieser Stelle aus für das Jahr 2013 mit dem Zuruf: Menschen wie Dreck zu behandeln ist keine Kunst ! Aber kann denn das alles wahr sein ? wird der kritische Leser fragen. Oder sind diese Zeilen Ausgeburten eines Fieberphantasten ? Die Erklärung ist einfach: wie der Adel im Mittelalter Töchter, die er aus gewissen Unzulänglichkeiten nicht verheiraten konnte, in die umliegenden Klöster unterbrachte, so gibt es auch in der spätbürgerlichen Gesellschaft gewisse Organisationen, in denen die Bourgeoisie ihre Elemente unterbringt, die im freien kapitalistischen Marktgeschehen notwendig scheitern müßten. Eine solche Auffanggesellschaft ist die Commonwealth War Graves Commission. Deshalb sind auch der Rotzebengel und die von ihm eingestellte K. Prototypen dieser kranken Firma.

Vergleicht man das Bürokratenpack in Ieper mit Lenin, so zwingt sich der Satz förmlich auf, dass zwischen beiden Billionen Lichtjahre liegen. Gibt uns Lenin keinen Hinweis, keinen Ausweg ? „Und es ist daher unsere Pflicht…TIEFER (kursiv von Lenin) zu den UNTERSTEN (kursiv von Lenin), zu den wirklichen Massen zu gehen…“ (Lenin, Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1957,117). Die Masse und die Minderheit: es kann keinen Zweifel geben, wer am Ende siegen wird !  (Wird fortgesetzt !!)

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