Was ist heute links ? 10 Antworten im Rolling Stone Nahles Wagenknecht Dutschke u.a.

Im Rolling Stone Ausgabe 208 wird die Frage aufgeworfen: „Was ist heute links ?“ Und zehn namhafte Persönlichkeiten geben eine Antwort, wobei Rudi-Marek Dutschke als einziger zunächst die Frage nach dem Maßstab aufwirft, an dem man denn messen kann, was links, was heute links ist. Auch wenn sein Maßstab krumm ist, richtig ist, dass man sich, bevor man auf diese Frage drauflosplappert, über einen solchen Gedanken machen muß.

Links sein bedeutet, daß im Heute viel Morgen steckt und wenig Gestern, ja manche Linke meinen, dass Links sein zu bedeuten habe, völlig mit der Vergangenheit zu brechen. Aber man kann im Leben und in der Politik nicht völlig mit der Vergangenheit brechen, denn alles, jeder Augenblick setzt sich aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen. Im Gegenteil, Links sein bedeutet, sich auch auf die revolutionäre Tradition der Arbeiterbewegung besinnen. Es wird sich, hoffe ich, im folgenden zeigen, wie eminent wichtig das ist. Auch für Marek Dutschke, der einen Blick in die Geschichte für fruchtlos hält. Seine unhistorische Grundhaltung führt diesen wurzellosen Narziß dann auch zu unwissenschaftlichen Beurteilungen, wie wir später sehen werden.

In unserer europäischen Tradition hat die Linke drei wichtige historische Ereignisse, ja Urquellen, aus denen heraus das Linke gewachsen ist: es sind dies die Pariser Commune, die russische Sowjetrevolution von 1905 und selbstredend die Leninsche Oktoberrevolution. Durch die Besinnung auf die Frage: was haben diese Ereignisse der Arbeiterbewegung Wesentliches hinterlassen ? kann bereits eine Auslese stattfinden, wer sich am Ende wirklich als politisch links stehend definieren darf. Denn jeder mag sich zwar definieren wie er will, wie er gerade geht und steht, im wissenschaftlichen Sozialismus geht das nicht mehr. Die zehn im Rolling Stone publizierten Artikel stehen nicht auf dem Boden des wissenschaftlichen Sozialismus, sie sind voluntaristisch geschrieben worden ohne sich überhaupt um Wissenschaftlichkeit zu bemühen. Der Einwand, dass sie in einer Zeitschrift für populärer Musik abgedruckt sind, fruchtet nicht, der wissenschaftliche Anspruch muß überall in Ansehen stehen.

Gehen wir auf die drei Ereignisse ein, uns auf das Wesentliche konzentrierend: Die Pariser Commune lehrte uns, dass eine effektive Emanzipation der arbeitenden Klassen sich nur dann nach vorne, zum Morgen der vom Kapital befreiten Arbeit entwickeln kann, wenn die revolutionären Klassen die bürgerliche Staatsmaschine (Beamten, stehendes Heer) mit revolutionärer Gewalt zerschlagen. Wer nicht für die völlige Vernichtung des bürgerlichen Staatsapparates kämpft und darüber hinaus für die völlige Vernichtung der Bourgeoisie kann nicht als links bezeichnet werden. Die russische Revolution von 1905 brachte den revolutionären „Staats“typus des Arbeitersowjets und Bauernsowjets hervor, die nicht nur als Macht gegen das bürgerliche Parlament auftraten, sondern nach Lenin Vorboten „des Absterbens jedes Staates“ 1. darstellten. Wer nicht für die völlige Zerschlagung des bürgerlichen Parlaments und für den Sowjet, für die qualitativ höherstehende Rätedemokratie (Abberufungsrecht der Wähler) kämpft, kann nicht als links bezeichnet werden. In der Februarrevolution und in der Oktoberrevolution kamen Soldatensowjets hinzu. Kurz vor dem Oktoberaufstand hatte Lenin die Kernaufgabe der Arbeiterbewegung prägnant formuliert: das Ziel dieser Bewegung ist die völlige Vernichtung der Bourgeosie. 2. Wer nicht für die völlige Vernichtung der Bourgeoisie kämpft, kann nicht als links bezeichnet werden. Es erübrigt sich fast der Hinweis, dass diese Vernichtung nicht unblutig verlaufen kann. Wer an das Ammenmärchen einer friedlichen Revolution glaubt, gehört ganz einfach nach Australien unter die Känguruhs. Und so sehen wir, dass schon allein die Besinnung auf die revolutionäre Tradition der Arbeiterbewegung uns Maßstäbe in die Hand gibt, im linken politischen Spektrum die Spreu vom Weizen zu trennen: völlige Vernichtung des bürgerlichen Staatsapparates, Rätedemokratie, schließlich die völlige Vernichtung der bürgerlichen Klasse selbst…hier entlang verläuft die Scheidelinie zwischen Revolution und Konterrevolution.

Es wird gesagt, die Linke stehe immer auf Seiten der großen Mehrheit des Volkes gegen eine verschwindend geringe kapitalistische Parasitenklasse. Aber die Stellung gegen eine Minderheit ist nicht das Primäre des Linksseins, sondern positiv bedeutet Linkssein vor allem bündnisorientiert zu sein. Die revolutionär kämpferischen Linken streben stets das Bündnis zwischen Arbeitern in der Stadt und Arbeitern im Dorf an, der gewöhnliche Städter macht sich gar keine Gedanken, wie sehr er vom Bauern abhängt. Für uns ist aber gerade das Bündnis zwischen Arbeitern und Bauern das A & O der Sowjetmacht.  Die französischen Jakobiner wandten sich nach ihrer Machtergreifung 1793 zuerst der Agrarfrage zu, um ein festes Bündnis mit dem Landvolk herzustellen und gaben die Emigrantengüter für die Parzellenaufteilung frei. Das Gesetz vom 10. Juni 1793 gab den Gemeinden das ursupierte Gemeindeland zurück, das für alle Dorfbewohner, gleich welchen Alters und Geschlechts, in gleich große Stücke teilbar war. Andrea Nahles zum Beispiel erwähnt in ihrem Beitrag Bob Dylan, Peter Licht, The Clash; der Bauer kommt nicht vor. Der Bauer kommt erwartungsgemäß überhaupt in keinem der zehn Beiträge vor. Ein untrügliches Zeichen menschewistischer bzw. trotzkistischer Abarten, Stalin wies in seinen Vorlesungen an der Swerdlow Universität „Über die Grundlagen des Leninismus“ auf den Kampf Lenins gegen die Anhänger der „permanenten Revolution“ hin, die „die große Rolle der Bauernschaft in der russischen Revolution nicht verstanden“3. , die die in ihr steckenden revolutionären P?otenzen übersahen. . Wer der für die Befreiung des Proletariats vom Joch des Kapitals lebenswichtigen Bauernfrage keine oder nicht genügend Beachtung schenkt, fürchtet im Grunde die proletarische Revolution – die Revolutionäre müssen von der Stadt aufs Land gehen, müssen, wie Engels in der „Bauernfrage in Frankreich und Deutschland“ schrieb, eine Macht auf dem Lande werden. 4. Fixierung auf Urbanität ist urbürgerlich, die Bourgeoisie hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen, heißt es im Kommunistischen Manifest. Plechanow, der einen wertvollen Beitrag zur Verbreitung des Marxismus in Russland geleistet hat, hat dennoch die Bedeutung der Bauern nicht richtig erkannt und sah revplutionäre Potenzen im liberalen Bürgertum. „Außer der Bourgeoisie und dem Proletariat sehen wir keine anderen gesellschaftlichen Kräfte, auf der sich bei uns oppositionelle oder revolutionäre Kombinationen stützen könnten“.  5. Da sitzen sie nun, diese armen Würstchen, und schwitzen für den rolling stone in irgendeinem Café auf dem Kurfürstendamm, wo Nikotinluft gar nicht an Landluft denken läßt, ihre chickymickyartikel über die Frage: „Was ist heute links ?“ aus, selbst der Pfaffe Lothar König aus Jena hat sich „in Schale geworfen“. „Ich höre noch heute die Stones. Wobei glaube ich, so richtig links sind die Stones auch nicht, vielleicht ein bißchen“. Glauben Sie weiter, was Sie wollen – trotz eines vorliegenden Interviews mit Mick Jagger, in dem dieser seine Ablehnung der Oktoberrevolution deutlich zum Ausdruck gebracht hat. Mit dem Schwachsinn „I can´t get no satisfaction“ ist er Multimillionär geworden, Millionen und Abermillionen darben auf dem Erdball und kommen vor Hunger nicht in den Schlaf. Deshalb sammeln ja die satten Pfaffen, die nur allzu gut wissen, dass die Not, dass „no satisfaction“ eine Quelle der Religion ist, heuchlerisch für die Hungernden „Brot für die Welt“, die Linke sammelt für sie Waffen, damit sie ihre Ausbeuter töten und auch ihrer Religion den Todesstoß versetzen.

Wenn durch die dialektische Methode die wechselseitigen Zusammenhänge der Natur und ihrer Geschichte und der Gesellschaft und ihrer Geschichte erforscht wird, was Engels zu der Einsicht brachte, dass weder eine Natur- noch eine Geschichtsphilosophie vonnöten ist, und ich durchdenke nicht einmal die elementaren Zusammenhänge von Stadt und Land, Industrie und Landwirtschaft, Arbeiter und Bauern, deren Unterschied im Kommunismus aufgehoben ist, so müßte ich mich im stillem Kämmerlein doch ehrlich fragen, ob ich Fragen des gesellschaftlich politischen Lebens überhaupt öffentlich beantworten sollte. Es erübrigt sich daher, auf die Beiträge von Karl Nagel, Matthias Matussek, Robert Wyatt und Jörg Thadeusz einzugehen. Nehmen wir allein die Überschrift des Beitrages von Robert Wyatt: „Demokratisiert die Demokratie !“, der das Kommunistische Manifest als unbequemen Text bezeichnet und es offensichtlich gar nicht verstanden hat. Demokratie ist im marxistischen Kontext eine systematische Gewaltanwendung gegenüber Menschen, worauf würde eine Demokratisierung der Demokratie hinauslaufen ? Im Manifest wird von der „Erkämpfung der Demokratie“ gesprochen und deren systematische Gewaltanwendung gegen die Kapitalisten führt zum Einschlafen der Demokratie, zur Anarchie einer Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist. Es gibt keine Demokratie (systematische Gewaltanwendung gegenüber Menschen) mehr.

Für die revolutionäre Linke steht das Kollektiv höher als das Sichaufspreizen der bürgerlichen Egoität. Der Grundgedanke der Kollektivität wird selbst bei dieser Themenstellung im Rolling Stone ebenfalls nicht erwähnt, die bürgerliche Pädagogik, die die Kinder des Volkes nach der Devise: „Jeder für sich, Gott für uns alle“ statt „Alle für einen, einer für alle“ erzieht, scheint erfolgreich gewesen zu sein. Was kommt heraus bei dieser bürgerlichen Pädagogik ? Gegen Ende des zweiten Weltkrieges schrie Hitler im Führerbunker seine Generäle an: „Ich habe ganz allein auf mich gestellt ganz Europa erobert“. wie gesagt, jeder für sich…Ausblendung des Kollektiven und Ausblendung der Klassen gehen Hand in Hand, es werden dann nur die einzelnen Individuen in der bürgerlichen Gesellschaft angeschaut statt in ihren klassenspezifischen Beziehungsgeflechten.  So deformiert die bürgerliche Pädagogik die Schüler nicht nur bereits in die Unfähigkeit zur Klassenanalyse, sondern zur Ausblendung des Nachdenkens, wie die Menschheit jenseits des Klassenkampfes glücklich werden kann. Das Glück der Menschheit ist das große Tabu in der bürgerlichen Pädagogik. . Dass nur Menschen gesehen werden sollen ist ureigenste bürgerliche Ideologie, höchste Form der Verblendung deshalb, weil Natur, Gesellschaft und Wissenschaft ihre Wirklichkeit haben nur als Kollektives. Die sich subjektiv für den Mittelpunkt der Gesellschaft haltende bürgerliche Egoität ist daher objektiv betrachtet nur deren Abschaum. Lenin sah die spezifische Organisationsabneigung des Intellektuellen, dessen Prototyp Martow war, der eine politische Kampfpartei nur begleiten wollte. Der im universitären Ghetto verzüchtete bürgerliche Intellektuelle wird umso mehr das Opfer dieser Verblendung, je mehr er uns die bürgerliche Gesellschaft als ihm durchschaute vormacht. Zu tiefen gesellschaftswissenschaftlichen Erkenntnissen kann man nur dort kommen, wo der Klassenkampf Millionen und Abermillionen kollektiv organisierter Massen gegeneinander schleudert. Ausdrücklich verwirft Engels in diesem Zusammenhang große geniale Männer der Geschichte. „Wenn es also darauf ankommt, die treibenden Mächte zu erforschen, die – bewußt oder unbewußt, und zwar sehr häufig unbewußt – hinter den Beweggründen der geschichtlich handelnden Menschen stehn und die eigentlich letzten Triebkräfte der Geschichte ausmachen, so kann es sich nicht so sehr um die Beweggründe bei einzelnen, wenn auch noch so hervorragenden Menschen handeln, als um diejenigen, welche große Massen, ganze Völker und in jedem Volk wieder ganze Volksklassen in Bewegung setzen; und auch dies nicht momentan zu einem vorübergehenden Aufschnellen und rasch verlodernden Strohfeuer, sondern zu dauernder, in einer großen geschichtlichen Veränderung auslaufender Aktion“. 6. Vergleichen wir einmal den Inspirator der klassischen bürgerlichen Revolution, Jean Jacques Rousseau, mit Lenin. Jean Jacques Rousseau hat in jungen Jahren maßgebliche Werke geschrieben, die Ausbruch und Verlauf der französischen Revolution nachhaltig bewirkten und beeinflußten. Er schrieb in einer Zeit, in der die Volksmassen noch als geschichtsunwürdiger Pöbel galten, in der man noch an die weltgeschichtliche Allmacht von gottgesandten Monarchen glaubte. Rousseau sang ein Loblied auf Friedrich II. von Preußen, ein Portrait von ihm hing in seinem Zimmer. Und in seiner zweiten Lebenshälfte veröffentlichte er Schriften, in denen es nur um seine Person ging, er bespiegelte sich fortwährend selbst, richtete über sich. Marx und Engels entdeckten, dass die Volksmassen in geschichtlicher Hinsicht eine fundamentale Bedeutung haben, ab dieser Entdeckung gilt als Lump, wer noch Zeit hat, eine Autobiografie zu schreiben. Von Trotzki liegt allerdings eine vor („Mein Leben“, zuerst in deutscher Sprache veröffentlich 1929 im S. Fischer Verlag Berlin), er identifizierte die Weltgeschichte mit sich, Lenin identifizierte sich mit der Weltgeschichte, die durch Kollektive von Volksmassen bewirkt wird.

Sahra Wagenknecht weist in ihrem Beitrag „Wer Verantwortung lebt, muss links sein“ darauf hin, dass in Deutschland 1 % der Bevölkerung inzwischen über ein Geldvermögen von 2,2 Billionen Euro verfügt. „Das sind mehr als die gesamten Staatsschulden Deutschlands. Die ärmere Hälfte der deutschen Gesamtbevölkerung verfügt statistisch dagegen über nichts. Ihr zusammenaddiertes Vermögen beträgt null Euro. Zur schrecklichen Wahrheit gehört auch: Ungleichheit geht über Leichen…“  7. Die Lebenserwartung von Geringverdienern ist in den letzten zehn Jahren um zwei ganze Jahre gesunken. Das sind asozial perverse Verhältnisse, in ihren Disproportionen schlimmer als vor dem Ausbruch der französischen Revolution, in Frankreich führten gerade diese asozialen Verhältnisse zur Revolution. Manchmal kann man schon allein aus der Statistik das Programm einer Revolution eruieren. Sahra Wagenknecht läßt den amerikanischen Präsidenten Roosevelt zu Wort kommen: „The first truth is that the liberty of a democracy is not safe if the people tolerate the growth of private power to a point where it becomes stronger than their democratic state itself. That, in its essence, is fascism – ownership of government by an individual, by a group, or by any other controlling private power“.  8. Also eine zweite Perversion, nach der des Eigentums die des Faschismus. Der Kapitalismus in seiner imperialistischen Phase potenziert eben alles Abgestorbene, Reaktionäre, Faschistische, alles Stinkende, weil er als sterbender Kapitalismus gar nicht anders kann. Andrea Nahles sieht es anders: „In der Tat sind die gesellschaftlichen Freiheiten rapide gestiegen. Während früher schon Langhaarige suspekt waren, dürfen heute sogar Polizisten Ohrringe tragen.“ 9. Das ist niedlich, fürwahr, eine Perle, und wir sollten dem Rolling Stone dankbar sein, Genossin Andrea den Platz zur Verfügung gestellt zu haben. So etwas liest man nicht alle Tage. Das Tragen von Ohrringen vermindert indeß keineswegs das faschistische Potential, das in jedem uniformierten Büttel des Spätkapitalismus steckt, im Gegenteil, ich habe bei Demonstrationen beobachten können, wie gerade diese Typen besonders hart  eindreschen.

Aber auch bei Genossin Sahra, die so viel von Hegel hält, ist nicht genügend politische Sensibilität vorhanden, um  den genuin perversen Charakter des Spätkapitalismus  zu spüren, der nach einer Revolution geradezu schreit. Hegel sprach in der Phänomenologie des Geistes von der verkehrten Welt. Sahra Wagenknecht begnügt sich gegen diese mit der Forderung nach einem Politikwechsel. Im Licht des wissenschaftlichen Sozialismus ist diese Forderung Unsinn, Politik ist gerade ein fundamentaler Bestandteil der verkehrten Welt.  Denn Politik bedeutet immer, dass Klassenunterdrückung stattfindet und ein Politikwechsel würde lediglich einen Wechsel in der Klassenunterdrückung beinhalten. Deshalb schrieb schon der junge Marx: „Die Revolution überhaupt – der Umsturz der bestehenden Gewalt und die Auflösung der alten Verhältnisse – ist ein politischer Akt. Ohne Revolution kann sich aber der Socialismus nicht ausführen. Er bedarf dieses politischen Aktes, , so weit er der Zerstörung und der Auflösung bedarf. Wo aber seine organisierende Thätigkeit beginnt, wo sein Selbstzweck, seine Seele hervortritt, da schleudert der Socialismus die politische Hülle weg.“ 10. Das ist eben kein Politikwechsel, sondern die Politik hat einzig das Zerstören des Alten zu vollbringen, für Sahra Wagenknecht hat sie dagegen einzig das Alte zu konservieren. Sie kann die Politik nicht wegschleudern: mit der bisherigen Politik nehme die Ungerechtigkeit kein Ende, sie erwartet das Ende von einer anderen Politik. „Wir sollten gemeinsam verhindern, dass durch die Fortsetzung dieser Politik die Demokratie und der Frieden in Europa gefährdet werden. Das ist links“ 11. Da haben wir die beiden Fetische: Demokratie und Frieden, mit denen die Völker Europas heutzutage eingelullt werden. Demokratie ist eine Spielart des Staates, die an der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft durch das Kapital  essentiell nichts ändert, im Gegenteil, die Demokratie ist die beste politische Hülle, hinter der sich der bürgerliche Staat verbirgt, dieser aber ist ein Kriegswerkzeug des Kapitals gegen die Arbeit. Die Lohnsklaven müssen dieses Kriegswerkzeug zerbrechen, deshalb träumt auch die revolutionäre Linke von einem revolutionären Großbrand von Wladiwostok bis Gibraltar, ja vom Nordpol bis zum Südpol, (denn das Proletariat ist ein Produkt des Weltkapitalismus, nicht nur des europäischen, nicht nur des imperialistischen Kapitalismus 12.), in dem das kapitalistische Schmarotzerpack, nach Roosevelt Betreiber des Faschismus, ausgerottet wird. Wir müssen die europäische Erde zehnmal, zwanzigmal umgraben, bis auch die letzte Sippenwurzel des asozialen Abschaums der Menschheit entdeckt worden ist. Für das Proletariat stellt sich primär nicht die Frage von Demokratie und Frieden, sondern die der VERNICHTUNG der Bourgeoisie als Klasse als Bedingung für das Absterben der Demokratie. Dieses Absterben löst zugleich die Friedensfrage. Erinnern wir uns an Kautsky, der die Parteien der II. Internationale als Friedensinstrument, nicht als Kriegsinstrument bezeichnete. Politikwechsel hin, Politikwechsel her, die Linken müssen ständig durchdenken, was Lenins Aussage, daß die Menschen in der Politik immer Opfer von Betrug und Selbstbetrug sind 13. , wirklich beinhaltet. Sahra Wagenknecht ist aus der Kommunistischen Plattform ausgetreten und gerät immer mehr auf die schiefe Bahn des Betruges und Selbstbetruges.

Einen Weg weg von der Politik sucht auch Marek Dutschke und findet die zwischenmenschliche Ebene: „Doch linkes politisches Engagement fängt nicht in der Politik an…Linkssein fängt auf der zwischenmenschlichen Ebene an“. 14. Aber wie sieht denn die zwischenmenschliche Ebene unter der Herrschaft der Bourgeoisie aus ? „Die Bourgeoisie hat in der Geschichte eine höchst revolutionäre Rolle gespielt…Sie hat…kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose `bare Zahlung` „. 15. Hier kann also das Linkssein nicht anfangen, Dutschke kommt folglich zu einer falschen Definition des Linksseins: „Für mich ist jemand links, der sozial liberal, humanistisch, undogmatisch und kritisch zugleich ist.“ 16.  Das klingt nach einem Superlinken. Gerade der objektive Gang der revolutionären Arbeiterbewegung zeigt, dass diese nicht sozial liberal ist, sondern klassenkriegerisch an die völlige Vernichtung der Bourgeoisie geht (wie die revolutionären bürgerlichen Jakobiner klassenkriegerisch an die völlige Vernichtung des Feudaladels gingen), sie ist auch nicht uneingeschänkt humanistisch, sondern klassenkriegerisch hart und grausam gegen das kapitalistische Ausbeuterpack, in dessen Eigentum sie despotisch eingreift. Der Liberalismus sträubt sich ja gerade mit Händen und Füßen gegen staatliche Eingriffe in den privaten Wirtschaftssektor.  Die Arbeiterbewegung ist kritisch und revolutionär im klassenkriegerischen Sinne, denn alles was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht. Sie fasst „jede gewordne Form im Flusse der Bewegung, also auch nach ihrer vergänglichen Seite“ auf, läßt „sich durch nichts imponieren“, und ist „ihrem Wesen nach kritisch und revolutionär“. 17. Das ist ihre Methode.

Andrea Nahles ist in ihrem Beitrag „Links sein muß Freiheit bedeuten“ glänzend der Nachweis gelungen, dass es sich bei ihrer Partei um eine Agentur der Bourgeoisie in den Reihen des Proletariats handelt. Es ist aufschlußreich zu verfolgen, wie sie unter Leugnung des Klassenkampfes an die Dialektik von Lohnarbeit und Kapital herantritt, als habe diese gerade auf sie gewartet. „Wie wahr: Kapitalismus in seiner jetzigen Form kommt unseren Gesellschaften teuer zu stehen“. 18. Nicht nur der jetzige. Kapitalismus bedeutet immer eine Art Ausbeutung, egal in welcher Form, und diese Form können wir weder auswählen noch bestimmen, diese Form ist von unserem Willen völlig unabhängig. Wir können nur für die revolutionäre Überwindung des Kapitalismus arbeiten, denn ein Kapitalismus mit humanistischen Zügen ist nicht drin. Auf diesen läuft es bei Andrea Nahles hinaus, wenn sie es als Anspruch der Sozialdemokraten bezeichnet, das Leben für alle besser zu machen. Das ist Betrug an den Werktätigen, die nur dadurch ein besseres Leben bekommen können, das das der Kapitalisten in einer Phase revolutionärer Erschütterungen aufhört. Als ob die Völker kein Recht zur Bestrafung der Konterrevolution hätten. Die SPD spricht dieses Recht ab und die schmerzhaften Konsequenzen hat die Arbeiterbewegung oft genug zu spüren bekommen. Entweder eines von beiden: entweder völlige Vernichtung der Bourgeoisie, die Lenin fordert, oder Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch Bluthunde à la Noske. Die Kette konterrevolutionärer Sünden der SPD ist sehr sehr lang (Ebert, der sich gegen das „Chaos“ der Revolution für einen Monarchen aussprach, Hörsing, Zörgiebel, Kurt Schumacher, Willy Brandt, Helmut Schmidt, der Freisler bei Prozessen gegen Widerstandskämpfer zusah, Gerhard Schröder, der der Armut in Deutschland die gesetzliche Weihe gab, obwohl er selbst aus armen Verhältnissen kam, Günter Grass….usw,usf…) 19. Die linke Politik der Sozialdemokratie besteht darin, der Arbeiterbewegung ihre militant revolutionäre Spitze abzubrechen und die Lohnsklaven auf Gedeih und Verderb den kapitalistischen Herrenmensch hinzuwerfen. Für Andrea Nahles beinhaltet linke Politik Befreiung von Bevormundung, daß nicht der eine Herr, der andere Knecht ist. 20. Ich habe in der Besprechung ihres Buches: „Frau links gläubig“ 21. nachgewiesen, wie sehr diese gläubige Linke in den Bahnen der reaktionären bürgerlichen Aufklärung denkt (es gab auch eine progressive, die war aber atheistisch ausgerichtet). Man kann heute verstehen, warum es der bürgerlichen Aufklärung auf Grund der unzulänglichen Höhe der Produktivkräfte ihrer Zeit nicht gelingen konnte, zu den „ehernen“ Gesetzen der sozialökonomischen Basis vorzudringen und deshalb nicht klasenspezifisch, sondern allgemein philanthropisch argumentierte. Wer die sozialökonomische Basis mißachtet, erfasst nicht, dass das industrielle Proletariat in der bürgerlichen Gesellschaft eine Sonderstellung einnimmt. 22. Ist die Notwendigkeit, bei Aussagen über unsere Gesellschaft die sozialökonomischen Basis zu Grunde zulegen, heute allgemeines Bildungsgut, so kommt die Mißachtung der daraus folgenden Sonderstellung des Proletariats noch häufig in den besten linken Familien vor. Ging es  der bürgerlichen Aufklärung nur um Befreiung von kirchlicher Bevormundung, so geht es der Arbeiterbewegung um Aufklärung über die Ausbeutung der Lohnarbeit durch das Kapital. sodann um den Aufbau disziplinierter gut funktionierender Organisationen, die zu Totengräbern des Kapitals werden. Mit ihrem frommen Wunsch, der eine solle nicht Herr, der andere nicht Knecht sein, kommt sie zwar an den Klassenkampf heran, zieht aber nicht die einzig mögliche Konsequenz: dass zum Zerbrechen dieses abscheulichen Herr-Knecht-Joches der Weltgeschichte die „völlige Vernichtung“ des Herrn nötig ist. Die revolutionäre Linke zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie ein klares Feindbild und einen gesunden Klassenhass hat und ständig danach strebt, die Kalaschnikow immer virtuoser zu handhaben. Die zu liquidierenden Feinde sind der Kapitalist in der Stadt und der Kulak auf dem Dorf. Nur auf einem Ozean aus bürgerlichen Blut kommt das stolze Schiff der proletarischen Revolution voran. Für Andrea Nahles sind „die Fronten nicht mehr so klar. Früher ging es bei linker Politik um Klassenkampf. Um den Gegensatz zwischen Arbeitern und Arbeitgebern. Der Gegner stand fest – und er war greifbar. Heute ist der Gegner die Logik des finanzmarktgetriebenen Turbokapitalismus. Der nur Profite maximiert, ohne reale Produkte zu produzieren. Der für eine Abwärtsspirale bei Löhnen und Arbeitsbedingungen sorgt…und diese Logik wollen wir Linke sprengen…um zu erreichen, dass Politik den Märkten übergeordnet ist“. 23. Revolutionäre Arbeiter und Bauern tun gut daran, statt der Andrea Nahles , der es nicht mehr um Klassenkampf geht, den gestrigen Revolutionären Marx und Engels zu folgen: „Das Proletariat, die unterste Schicht der jetzigen Gesellschaft, kann sich nicht erheben, nicht aufrichten, ohne daß der ganze Überbau der Schichten, die die offizielle Gesellschaft bilden, in die Luft gesprengt wird“. 24.

Gestattet mir einen kleinen Exkurs in die Geschichte, um zu zeigen, dass die konterrevolutionären Schlangen  keineswegs so harmlos giftfrei sind, wie ihre volksverdummenden Schriften zunächst vermuten lassen. Die Klassenkampfentwicklung in Deutschland treibt sowohl die proletarische Revolution als auch die bürgerliche Konterrevolution in einen Entscheidungskrieg auf Leben und Tod, in eine revolutionäre Situation, in der schon viele sich für „links“ Ausgebende durch ihre Taten bewiesen, was wirklich in ihnen steckt und wohin sie wirklich gehören, denn in revolutionären Situationen gibt es keine Alternativen, keinen Mittelweg. In der französischen Revolution zum Beispiel hielten sich sowohl die Jakobiner als auch die Girondisten für links und revolutionär, und doch war es die Girondistin Charlotte Corday, die den großen Freund des Volkes Marat ermordete. In der Oktoberrevolution war es die linke Sozialrevolutionärin Fanny Kaplan, die das Attentat auf Lenin verübte. Es gibt eben eine revolutionäre und eine konterrevolutionäre „Linke“.

1. Lenin, Die Aufgaben des Proletariats in unserer Revolution, Werke Band 24, Dietz Verlag Berlin 1960,72

2. Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin 1960,425

3. Stalin, Grundlagen des Leninismus, Werke Band 6, Dietz Verlag Berlin, 1952,91

4. Friedrich Engels, Die Bauernfrage in Frankreich und Deutschland, in: Karl Marx, Friedrich Engels, Ausgewählte Schriften in zwei Bänden, Band II, Seite 395 und 408. Auch von Marx gibt es den wichtigen Hinweis, dass in Deutschland die ganze Sache davon abhängen wird, die proletarische Revolution durch eine Art zweite Auflage des deutschen Bauernkrieges zu unterstützen – in einem Brief an Engels aus dem Jahre 1856. Während die Theoretiker der II.  Internationale in dieser Beziehung keinerlei Weiterentwicklung betrieben, arbeitete sie Lenin zu einer „geschlossenen Theorie der sozialistischen Revolution aus“. (Geschichte der KPdSU, Kurzer Lehrgang (Bolschewiki), Verlag der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland, Berlin 1946,90).

5. Plechanow, Werke Band III, Seite 119 ruus., zitiert in: Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki) Kurzer Lehrgang, Verlag der Sowjetischen Militärverwaltung, Berlin 1946,20

6. Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin,1975,298

7. Sahra Wagenknecht, Wer Verantwortung lebt, muß links sein. In: Rolling Stone Februar 2012,53

8. a.a.O.,54

9. Andrea Nahles, Links sein muß Freiheit bedeuten, a.a.O.,55

10. Karl Marx, Kritische Randglossen zu dem Artikel: „Der König von Preußen und die Socialreform. Von einem Preußen, MEGA I/2,463

11. Sahra Wagenknecht, Wer Verantwortung lebt, muß links sein. In: Rolling Stone Februar 2012,54. Demokratie und Frieden – da haben wir die beiden Fetische, mit denen die Völker im Banne des herrschenden Kapitals gehalten werden sollen. Um das Gespenst des Krieges zu bannen wird Friedenspolitik beschworen. Kriege sind durch dieses Gespenst noch nicht gebannt worden, aber man hat ein vorzügliches Mittel, um durch trügerische Friedenshoffnungen die Völker auf den Knieen zu halten. Es gibt heute keinen Demokraten, keine Demokratin, die nicht Friedenspolitik verkauft, die Friedenssehnsüchte werden mißbraucht und gebannt sollen diese auf die auf die Kunst der „hohen“ Politik und Diplomatie schauen, auf Haupt- und Staatsaktionen. Die bürgerliche Ideologie kann die Frage der Überwindung des Krieges nicht mit der Frage der Überwindung der Politik verbinden, weil das den Lohnsklaven die Perspektive einer herrschaftsfreien Gesellschaft aufzeigen würde. Das  von Sahra Wagenknecht dargelegte Verhältnis von Demokratie und Frieden ist also nicht links, sondern rechts. Nicht durch und mit Demokratie ist der Frieden erreichbar, sondern nur durch das Einschlafen der Demokratie im Kommunismus.

12. Vergleiche Lenin, Der Imperialsimsu und die Spaltung des Sozialismus, Werke Band 23, Dietz Verlag Belin, 1957,108

13. Vergleiche Lenin, Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus, Werke Band 19, Dietz Verlag Berlin, 1960,8

14. Marek Dutschke, Die Linke ist keine Partei, in: Rolling Stone Februar 2012,54

15. Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960,464

16. Marek Dutschke, Die Linke ist keine Partei, in: Rolling Stone Februar 2012,54

17. Karl Marx, Das Kapital, Nachwort zur zweiten Auflage, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1960,28

18. Andrea Nahles, Links sein muß Freiheit bedeuten, in: Rolling Stone Februar 2012,55

19. Siehe meinen Aufsatz: google: lenin unser aller lehrer spd parteitag faschistische bulthunde unter sich

20. Andrea Nahles, Links sein muß Freiheit bedeuten, in: Rolling Stone Februar 2012,55

21. siehe meine Buchbesprechung; google lenin unser aller lehrer andrea nahles

22. Vergleiche Lenin, Die Aufgaben der russischen Sozialdemokraten, Werke Band 2, Dietz Verlag Berlin,1961,337. In seinem Artikel „Wladimir Iljitsch Lenin“ vom Januar 1942 übersieht Herbert Wehner diese Sonderstellung. Dieser „Kommunist“ eilt zu schnell voran und ist schon bei der moralischpolitischen Volkseinheit angekommen. Siehe: Wladimir Iljitsch Lenin, Gedenkartikel zum Todestag  des russischen Revolutionärs in der kommunistischen Emigrantenzeitschrift  „Die Welt“ unter dem Pseudonym K. Friedemann, in: Herbert Wehner, Wandel und Bewährung, Ausgewählte Reden und Schriften 1930 bis 1980, Ullstein Verlag 1981,29f.

23. Andrea Nahles, Links sein muß Freiheit bedeuten, in: Rolling Stone Februar 2012,55. Die Fronten seien nicht mehr so klar, Habermas hat ja auch eine neue Unübersichtlichkeit ausgerufen. Man darf diesem Apologeten des Kapitals nicht auf den Leim gehen, wie Güner Yasemin Balci in ihrem Rolling Stone Beitrag: „Vergesst Biosiegel, schafft Gerechtigkeit“: es sei insgesamt komplizierter geworden, „zu erkennen, für wen oder was eigentlich noch gekämpft werden muss“ (Rolling Stone, Seite 58). Ja wenn das immer so weiter geht mit dem Komplizierung des öffentlichen Lebens ?  Gegen diese von bürgerlichen Ideologen gestiftete Verwirrung mußte sich schon Lenin wenden: „Ein solcher Hinweis hat den Anschein der „Wissenschaftlichkeit“ und schläfert den Spießbürger vortrefflich ein, da er das Wichtigste und Grundlegende vertuscht: die Spaltung der Gesellschaft in einander unversöhnliche feindliche Klassen.“ (Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin,401). Schorsch Kamerun hat denn auch in seinem Beitrag „Onkel Berner und die Linken“ geschrieben: die Marxsche Grundkritik bleibt zeitrichtig.

24. Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960,472f.

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