Die Commonwealth War Graves Commission auf den Spuren von Adolf Hitler und Dr. Joseph Goebbels

Historisch dokumentiert sind die Monologe, die Adolf Hitler in seinen letzten Tagen im Führerbunker unter der Berliner Reichskanzelei hielt und bei denen er von Dr. Joseph Goebbels sekundiert wurde. (Siehe you tube: hitler himmler). Einer dieser Monologe hatte das Thema: „Die sogenannte Menschlichkeit“ zum Gegenstand, die für Hitler „ein Geschwätz der Schweinepfaffen“ war („This so-called humanity is just priest´s drivel“) und Dr. Goebbels ergänzte: „Das Starke kann sich nur dadurch erhalten, dass das Schwache ausgemerzt wird“. („The strogness can only be victorious by eradicating the weak“). Soweit der Stand zum Thema „Humanismus“ aus faschistischer Sicht.

Ohne Zweifel hatte der deutsche Faschismus den Zweiten Weltkrieg durch den getarnten Überfall auf den Soldatensender Gleiwitz (Deckname Zitadelle) provoziert. Allein – wer heute den Schwerpunkt nur auf die Seite der Auslösung eines Krieges legt, versperrt sich in der Regel den Zugang zu seinem Charakter. Der Aggressor macht den Krieg gegen ihn nicht automatisch zu einem defensiven Befreiungskrieg. Man darf auf keinen Fall das, was für die Epoche der nationalen Kriege zwischen den europäischen Großmächten galt, auf das Zwanzigste Jahrhundert übertragen. Lenin stellte schon im Januar 1916 fest, dass die Epoche der nationalen Kriege zwischen den europäischen Großmächten „durch die Epoche der imperialistischen Kriege zwischen denselben ersetzt“ (Lenin, Der Opportunismus und der Zusammenbruch der II. Internationale, in: Lenin, Ausgewählte Werke Band I, Verlag für fremdsprachige Literatur Moskau 1946,757) worden ist. Schon der erste Weltkrieg konnte nur als imperialistischer Krieg mit durchgängig reaktionärem Grundzug auf beiden Seiten gedeutet werden. (Raub fremder Länder, Erdrosselung kleiner Völker, Errichtung der Finanzherrschaft über die Welt, Kolonialismus, Rettung des Kapitalismus vor dem sich konzentrierenden Proletariat durch seine Entzweiung. Vergleiche Lenin, Briefe aus der Ferne, in: Lenin, Ausgewählte Werke Band I, Verlag für fremdsprachige Literatur, Moskau 1946,889 ).  Sehr oft hatte Lenin die internationale Arbeiterbewegung darauf hingewiesen, dass in der Epoche der imperialistischen Kriege die Frage, wer den Krieg angefangen habe, sekundär ist, sondern vielmehr: welche Klasse oder welche Klassen führen ihn zu welchem Zweck, welchen sozialen Inhalt hat der Krieg, der sich lange vor seinem Ausbruch angebahnt hat ? – Und für die imperialistischen Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges gilt: „Es kämpfen miteinander große Haifische, um fremde „Vaterländer“ zu verschlingen“ (a. a. O.,756). Ohne Berücksichtigung der Tatsache, dass alle imperialistischen Großmächte der westlichen Welt im Zweiten Weltkrieg  reaktionäre Kriege führten, Haifische wie das faschistische Deutschland waren, kann zum Beispiel eine so interessante historische Erscheinung wie der deutsch sowjetische Nichtangriffspakt weder verstanden  noch welthistorisch eingeschätzt werden.

Im Hintergrund dieses Vertrages steht die imperialistische Politik Englands, Frankreichs und der USA, deren Kapitalisten, wie Mao sagt, „von einem Berge aus den Kampf der Tiger“ (Mao Tse tung, Die Einheit der Interessen der Sowjetunion und der gesamten Menschheit, in: Mao Tse tung, Ausgewählte Schriften Band 3, Dietz Verlag Berlin 1956,51) beobachten wollten. Unter dem Banner der Nichteinmischung ließen sie den deutschen Faschismus aufblühen, ließen ihm freie Hand in Spanien, opferten ihm Österreich und die Tschechei, damit er als europäischer Wirtschaftsgroßraum den Kampf auf Leben und Tod gegen die verhasste Sowjetunion aufnehmen konnte. Nach gegenseitiger Ausblutung der gigantischen Tiger wollte man fette Beute auf dem europäischen Kontinent machen. Der Nichtangriffspakt zwischen den Tigern durchkreuzte zunächst diese kriegsimperialistische Politik. Das Kapital der imperialistischen Großmächte hatte ein elementares Interesse, einen Weltkrieg auf dem europäischen Kontinent zu entfesseln. „Wie viele Menschen in der Welt wurden durch die süßen Reden Chamberlains & Co getäuscht, ohne zu begreifen, wie gefährlich deren Lächeln ist, hinter dem sich das Messer versteckt, ohne zu wissen, daß die Sowjetunion den Nichtangriffspakt mit Deutschland erst abschloß, als Chamberlain und Daladier die Vorschläge der UdSSR abgelehnt und beschlossen hatten, den imperialistischen Krieg zu entfesseln“ (a.a.O.,52). Entscheidend ist eben nicht, wer den Krieg angefangen hat. Als dieser für die englischen, französischen und us-amerikanischen Imperialisten begann, ungünstig zu verlaufen. als die Rote Armee immer näher auf Berlin vorrückte, beeilten sich auf einmal die westlichen Kriegsverbrecher, eine „Zweite Front“ im Westen zu eröffnen, die sie bisher so beharrlich verweigert hatten. Sie waren nun durch den Zusammenbruch der Wehrmacht an der Ostfront gezwungen, von ihrem Berg herunterzusteigen. Alle imperialistischen Großmächte haben heute die Archive des Zweiten Weltkrieges für die internationale Forschung geöffnet: mit einer Ausnahme: England ! Man fragt sich warum ? Vieles deutet darauf hin, dass die englischen Imperialisten am meisten Dreck am Stecken haben.“Ich werde den Engländern ein schönes Sündenregister zusammenstellen, ich klage die englische Bourgeoisie vor aller Welt des Mordes, des Raubes und aller übrigen Verbrechen in Masse an…“ (Friedrich Engels in einem Brief an Karl Marx vom 19. November 1844, in Werke Band 27, Dietz Verlag Berlin, 1960,10). Und Marx bezeichnete drei Jahre später England als den „Despoten des Weltmarktes“, der die Bourgeoisklassen der verschiedenen europäischen Nationen kommerziell unterjocht“. (Vergleiche Karl Marx, Lohnarbeit und Kapital, in: Ausgewählte Werke, Moskau 1975,73). Lenin sprach von einer spezifisch englischen Raffiniertheit, von einer „Raffiniertheit in ihrer widerwärtigen Heuchelei“ . (Lenin, Brief an die amerikanischen Arbeiter, in: Lenin, Über den Kampf um den Frieden, Dietz Verlag Berlin, 1957,203).

Auf dem Englischen Kriegsfriedhof in Hannover, auf dem 2 561 gefallene Sodaten und Soldatinnen des Commonwealth ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, soll ein über 60jähriger Friedhofsgärtner, der 23 Jahre lang deren Gräber gepflegt hat, wegen Krankheit gekündigt werden. Seine Krankheiten wurden verursacht durch einen Chemieunfall, an dem er keine Schuld trug, sondern sein Vorgesetzter , der überflüssigerweise trotz richtiger Vorausberechnung von nur noch benötigten 40 Litern 160 Liter Reinigungsflüssigkeit auf chemischer Basis (für die Säuberung von Grabsteinen) zuviel angerichtet hatte, die dann auf engem, teilweise überwölbten, nach drei Seiten verschlossenen Raum sinnlos vergeudet werden mussten, wobei eben die Chemievergiftung erfolgte, die zu Durchblutungsstörungen im Gehirn führten. Nun soll das Opfer der fahrlässigen Fehlkalkulation entlassen werden. „Die sogenannte Menschlichkeit ist ein Geschwätz der Schweinepfaffen“. Außerdem ist ein durch jahrzehntelange Arbeit auf dem Kriegsfriedhof bedingter Bandscheibenvorfall bei dem über 60jährigen anhängig. Statt sich aber um eine „Betriebliche Eingliederungsmaßnahme“ zu bemühen, die das Gesetz vorsieht und dem Opfer einen adäquaten Arbeitsplatz zu suchen, zieht man den einfachen Weg der Kündigung vor. „Das Starke kann sich nur dadurch erhalten, dass das Schwache ausgemerzt wird“. Die Commonwealth War Graves Commission (zuständig für die weltweite Pflege von Commonwealth Kriegsgräbern) hat angekündigt, rechtsanwaltlichen Beistand zu bemühen, um das Schwache auszumerzen. Rechtsanwälte gibt es zu Hauf, die mit den Gesetzbüchern des Arbeitsrechts unter dem Arm ankommen. In diesen ist ganz genau ausgeklügelt, wie der Kapitalist dem Proleten das Fell über die Ohren ziehen kann, wie er soadann blugesaugt werden und sodann wegen Blutarmut gekündigt werden kann. „Da ist alles durchdacht und niedergeschrieben, wie der Arme „auszupressen“ ist. Da gibt es Tausende  bürgerliche Advokaten und Beamte…die die Gesetze so auszulegen verstehen, dass es dem Arbeiter und dem Durchschnittsbauern  niemals gelingt, durch die Fußangeln dieser Gesetze hindurchzukommen.“ (Lenin, Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky, Werke Band 28, Dietz Verlag Berlin, 1959,274).

Vor der Arbeiterklasse und den Millionen Kleinbauern steht die welthistorische Aufgabe, das kapitalistische Wirtschaftssystem, in dem das Starke das Schwache ausmerzt, in dem der Ankauf der Ware Arbeitskraft, die einzige Ware, deren Konsum Wertschöpfung ist,  ein Glück für den Käufer, aber kein formaljuristisches Unrecht gegenüber dem formell freien Verkäufer ist, gewaltsam zu zerschlagen, das mit Euros vollgefressene Bürgertum mit Feuer und Schwert auszurotten und niederzubrennen.

Diese Aufgabe ist nicht leicht, sie ist auch dadurch schwierig, weil die Arbeiterklasse noch nicht als monolithischer Block auftritt. Ein nicht unerheblicher Teil der Arbeiterklasse ist heute von einer durch und durch kleinbürgerlichen Mentalität durchseucht: ich reiße an mich, was ich kann, alles andere ist mir schnuppe. Daraus ergibt sich eine Entsolidarisierungs-  und Entkollektivierungseinstellung, die nur allzu schnell in eine faschistische Grundhaltung des bedingungslosen Gehorsams übergeht. Dieser Teil hat sich gegen die Revolution seiner Klasse entschieden und seine Seele auf ekelhafteste Art den Ausbeutern verschrieben, mit denen sie sich zu fast 100 % gegen ihre eigenen Kollegen identifizieren. Bei diesem soziologischen Typ liegt eine Reifeverzögerung vor, er gibt sich infantil und willensschwach billigster Konsumonanie hin, statt den dornenvollen Weg des Studiums des Marxismus und der proletarischen Revolution zu beschreiten. Dieser verwahrloste Teil der Arbeiterklasse sucht widerlich einschmeichelnd die Nähe der Vorgesetzten, der „Haifische“, der „Tiger“ zwecks kretinhaften Afterleckens für eine Handvoll schäbiger Extraeuros mehr. Bereit zu Spitzeldiensten wollen sie kleine Posten ergattern, um ihre Kollegen endlich schikanieren zu können. Den edelsten Aufgaben der Arbeiterklasse, der Zerstörung des Kapitalismus und dem Aufbau des Sozialismus abhold, stumpfen sie allmählich ab und können  sich auf ihren Grabsteinen den Spruch meißeln lassen: „Hat nur fürs Kapital und für die Statistik gelebt“. Das ist eine Folge des Afterleckens, denn dieses führt zu einer völligen geistigen, intellektuellen, moralischen und kulturellen Degenerierung, so dass diese kleinbürgerlichen Arbeiterverräter vor JEDEM Faschismus, sei es der englische, sei es der deutsche, katzenbuckeln und mit animalischen Hass jeder progressiven Regung der arbeitenden Menschen begegnen, wenn sie ihre Lohnsklavenlage verbessern wollen. So verweigerte die „Kollegin“ K. K. dem Betriebsrat gegenüber eine Streiksolidarität anläßlich einer Kürzung des Geldes für Übernachtungen in Polen mit dem Satz: Hä Hä, der Betriebsratsvorsitzende Philippe  kommt zu spät, ich habe ja unterschrieben, dass ich Übernachtungen mitmachen werde. „Niemand ist schuld daran, daß er als Sklave geboren wurde; aber ein Sklave, dem nicht nur alle Freiheitsbestrebungen fremd sind, sondern der seine Sklaverei noch rechtfertigt und beschönigt… – ein solcher Sklave ist ein Lump und ein Schuft, der ein berechtigtes Gefühl der Empörung, der Verachtung und des Ekels hervorruft“. (Lenin, Über den Nationalstolz der Großrussen, in: Lenin, Über den Kampf um den Frieden, Dietz Verlag Berlin, 1956,35). „.

Die Befreiung der Arbeiterklasse vom Joch des Kapitals kann nur gelingen, wenn dieser dumpfegomanischen Arbeiteraristokratie, die die produktive Klasse spaltet und so ihr Sklavenjoch aufrechterhält, bei ganz geringen schäbigen Verbesserungen für sich selbst, die Beine weggeschlagen werden. Denn tief im Inneren der Arbeiterklasse lebt ein gesunder robuster , ständig glühender und intransingenter Kern, der seiner wuchtigen Entfaltung harrt.

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