Kapitalistische Ausbeutung nimmt naturgemäß zu: Fast 20 % qualifizierter Arbeitskräfte arbeiten für Niedriglohn

Die Ausbeutung qulifizierter Arbeitskräfte mit Berufsabschluss in Vollzeitarbeit durch Unterbezahlung nimmt zu. Im Jahre 2010 waren 2,4 Millionen Vollzeitbeschäftigte mit berufsspezifischer Ausbildung lediglich Geringverdiener. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes unter Federführung von Wilhelm Adamy, dem Arbeitsmarktexperten des DGB, die im November 2012 in Berlin veröffentlicht wurde. Ausgewertet wurden die Meldungen für die Sozialversicherung, die die Kapitalisten für die Lohnarbeiter vornehmen. Untersucht wurden Entwicklungen im Niedriglohnbereich der letzten elf Jahre, von 1999 bis 2010. Demnach ist die Zahl der Niedriglohnempfänger seit 1999 um knapp 150 000 gestiegen. Für Westdeutschland wurde eine Steigerung der Ausbeutung um 8,7 Prozent festgestellt. In der gesamten Bundesrepublik ergab sich, dass 19,1 Prozent unterbezahlt sind. Also fast zwanzig Prozent arbeiten im Niedriglohnsektor, wenn man 1 800 Euro Bruttolohn als Niedriglohnschwelle zugrunde legt gemäß der Vorgabe der OECD, ein Niedriglohnempfänger ist, wer weniger als zwei Drittel des nationalen Medianeinkommens verdient. Aufgeteilt in Ost- und Westdeutschland ergab sich, dass es in Ostdeutschland 19,2 Prozent Niedriglohnempfäner gibt, im Westen 16,6 Prozent. Dabei wurde für den Osten eine Niedriglohnschwelle von 1379 Euro brutto veranschlagt, für die alte Bundesrepublik mit 1890 Euro. Erschwerend hinzu kommt, dass das Risiko, als Vollzeitbeschäftigte einen Niedriglohn zu bekommen für Qualifizierte lediglich halb so hoch ist wie für Arbeiter/innen ohne Berufsausbildung. Und die Wirtschaft klagt weiter über Fachkräftemangel. Liest man die Studie bis zu Ende durch, so muss man leider feststellen, dass sich Adamy im Kleinkrieg der Lohnarbeit gegen das Kapital verheddert hat. Die Widersprüche zwischen Lohnarbeit und Kapital sind antagonistisch, der Kapitalist will für möglichst wenig Euro viel proletarische Arbeitskraft kaufen , der Proletarier will für möglichst wenig Verausgabung von Arbeitskraft viel Geld, und insofern denkt er selbst noch im bürgerlichen Sinne, denkt er selbst noch wie ein Kapitalist, der seine Ware Arbeitskraft möglichst hoch verkaufen will. Die Gewerkschaften „verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, das heißt zur ENDGÜLTIGEN ABSCHAFFUNG DES LOHNSYSTEMS“ (kursiv von Heinz Ahlreip). (Karl Marx, Lohn, Preis und Profit, Werke Band 16, Dietz Verlag Berlin 1960,152).

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3 Antworten to “Kapitalistische Ausbeutung nimmt naturgemäß zu: Fast 20 % qualifizierter Arbeitskräfte arbeiten für Niedriglohn”

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