ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG 2013

Das Mittelalter gilt zu Recht als eine Zeit der religiösen Finsternis und des bornierten Aberglaubens. In keiner Periode erkennen wir besser, wie die Religion den Menschen verstümmelt. Und hat nicht erst am 17. Januar 2013 eine katholische Klinik zu Köln aus der Stiftung der Cellinnen zur heiligen Maria die medizinische Untersuchung einer 25 jährigen Frau, die vergewaltigt worden war, abgelehnt. Es ergibt sich von selbst, dass in Deutschland die Krankenhäuser von dem ganzen perversen mittelalterlichen Dreck gereinigt werden müssen, alle religiösen Symbole müssen aus ihnen entfernt werden.  Es ist eine Tragödie für unser Land, dass noch immer die Gesundheit des Volkes von schizophrenen mittelalterlichen Schamanen abhängig gemacht wird, besonders in ländlichen Gegenden. Dem Klerus gleich welcher Konfession müssen die Hände abgehackt werden, sollte er seine dreckigen Finger noch einmal in den Bereich des Gesundheitswesens stecken. Indeß ist dadurch nicht viel gewonnen, wenn es den weltlichen Ärzten ums Geld und nicht um den Menschen geht. Den tiefsten Punkt erreichte das Mittalalter in der Frauenfrage: ernsthaft stritten hochgelahrte Bischöfe über die Frage, ob die Frau überhaupt ein Mensch sei.

Zwar gab es hochgebildete adelige Frauen, besonders in der Kultur der Renaissance, Männern überlegen, aber sie waren Einzelkämpferinnen, zerstreut, ohne politisches und geschichtliches Gewicht. In der Aufklärung immerhin waren es Frauen aus dem Bürgertum, die in den großen Städten ihre Salons zu Treffpunkten der geistigen Eliten des Landes machten, in Frankreich wurden in ihnen die bürgerliche Revolution vorbereitet. Und in Paris traten dann die Frauen des Volkes zum ersten Mal historisch wirkungsmächtig in Aktion, ich meine den Marsch der Markthallenweiber  von Paris nach Versailles, teilweise in strömenden Regen, um die königliche Familie nach Paris zurückzuholen, damit sie von Versailles aus keine Hungerverschwörung gegen die Hauptstadt anstiften konnte. Besonders Marie Antoinette hatte Todesangst, als sie die Masse bewaffneter Frauen auf dem Schloßplatz in Versailles sah. Den Kulminationspunkt der französischen Revolution bildeten die „Revolutionären Republikanerinnen“, die ihre Kinder im Geist Jean Paul Marats erziehen wollten. Aber letztendlich setzte die bürgerliche Revolution nicht einmal das Wahlrecht für Frauen durch. Warum ? Weil in einer bürgerlichen Revolution die Gleichberechtigung der kapitalistischen Warenbesitzer wichtiger ist als die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Nach dem Sturz Robespierres wird Frauen dann verboten, an politischen Sitzungen teilzunehmen. Es war der sozialistische Utopist Charles Fourier, der endlich die Höhe der gesamtgesellschaftlichen Emanzipation von der Emanzipationshöhe der Frauen abhängig machte. In der Bundesrepublik ist die volle Lohngleichheit zwischen Mann und Frau noch nicht voll durchgesetzt, dieser Ausbeuterstaat befindet sich ungefähr auf der Höhe der Synode von Macon (585 n.u.Z.), auf der katholische Bischöfe die Gleichheit von Mann und Frau verwarfen.

Heroisch war das Auftreten revolutionärer Frauen in der Pariser Kommune, sie standen auf den Barrikaden „ihren Mann“ und es war ein bürgerlicher Beobachter der Kommune, der in einer englischen Zeitung schrieb: wenn die französische Nation aus Frauen bestünde, was wäre das für eine schreckliche Nation ! In der russischen Revolution trugen Frauen wesentlich zum Sturz der über 300 Jahre regierenden Romanowdynastie ( gegründet 1613 ) bei: proletarische Frauen, größtenteils Textilarbeiterinnen, aus dem Wyborger Armenviertel in Sankt Petersburg traten am 8. März 1917 in den Fabrikstreik, dem sich dann auch die Arbeiter anschlossen. Seitdem ist der 8. März der internationale Frauentag. Im zweiten Weltkrieg waren es sowjetische Partsisaninnen, die einen wertvollen Beitrag zur Zerschlagung des Hitlerfaschismus leisteten. Den Höhepunkt im revolutionären Kampf der Frauen im XX. Jahrhundert stellten die roten Frauenbataillone aus Shanghai während der chinesischen Kulturrevolution dar. Sie standen an der Spitze der Bewegung, nicht einmal die als wenig weicheiig bekannte Shanghaier Polizei wagte es,  ordnungsstiftend einzugreifen, als die Frauen Konterrevolutionäre, Volksfeinde, asoziale Elemente, Doppelzüngler/innen  und Karrierist/innen jagten. Man zeige mir in der Weltgeschichte etwas Vergleichbares ! Revolutionäre Frauen müssen SCHRECKLICH sein für den kapitalistischen Ausbeuter, für den Bourgeois, Kleinbürger, Nazi. Man schicke mir auch keinen kleinbürgerlichen Professor mit Kleopatra oder Madame Pompadour im Tornister, zu ihrer Zeit wahrhaft mächtige Frauen, ich meine aber FrauenKOLLEKTIVE. Gegen eine auf dem Privateigentum an Produktionsmittel beruhenden Ausbeutergesellschaft kann die Befreiung nur durch einen kolossalen Bürgerkrieg der unterdrückten lohnabhängigen Frauen und Männer gegen die Kapitalistenklasse, auf deren Seite ebenfalls Frauen stehen werden – reaktionäre,  faschistische Kleinbürgerinnen, Kulakenhuren, Intelligenzlerinnen aristokratischer und bürgerlicher Provenienz..etc. erreicht werden. Lohnsklaven und Sklavinnen haben einen gemeinsamen Feind.  Und dieser gibt heute Millionen von Euros für seine Propagandamaschine aus, um die Völker in die Irre zu schicken. . Die Völker hätten kein Recht auf Bestrafung der Konterrevolution. Ja glaubt denn dieser asoziale Ausbeuterdreck allen Ernstes, er könne seinem historischen Schicksal, mit Feuer und Schwert ausgerottet und niedergebrannt zu werden, entkommen ?

Das Sklavenlos der Frau ist doppelt schwer. Unterdrückte lohnabhängige Sklavinnen, zu deren Ausbeutung die Haussklaverei noch DAZUKOMMT deren Quelle der Kapitalismus ist und nicht die Rechtlosigkeit 1., können sich ohne militante Revolution nicht emanzipieren, sie müssen sich, wie es im Kommunistischen Manifest heißt AUFRICHTEN und können sich nur aufrichten durch die völlige Vernichtung der Bourgeoisie. Dadurch, dass das kapitalistische Ausbeuterpack Frauen weniger Lohn als Männern gibt,  stellt es  sich ja gerade außerhalb jeglicher Zivilisation, was Frau ohne Züchtigung dieses Packs gar nicht einrenken kann.  Fortschrittliche Frauen von heute sind geschult und versiert im Marxismus Leninismus, sind ausgebildet und trainiert im Nahkampf und sind Meisterinnen im Umgang mit der Kalaschnikow. Die Zeiten sind längst vorbei, in denen der bürgerliche Aufklärer Diderot über das sogenannte schwache Geschlecht schrieb: Um einer Frau zu schreiben, müsse man „seine Feder in einen Regenbogen tauchen und die Schrift mit dem Staub von Schmetterlingsflügeln überpudern“.  Es war wiederum der utopische Sozialist Charles Fourier, der in dieser zuckersüßen Melodey Diderots eine Verhöhnung der Frauen erkannte.  2. Regenbogen, Staub von Schmetterlingsflügeln ? ? Was die ausgebeuteten Frauen brauchen sind marxistisch leninistische Killermaschinen aus ihrer Mitte heraus. Ich sage ganz bewußt: Killermaschinen, an dem Begriff Maschine ist aus gutem Grund festzuhalten: Erstens steht er in der gut materialistisch atheistischen Tradition La Mettries und zweitens war es romantisierende Konterrevolution, die dem System Robespierre vorwarf, der Terror habe den Menschen zur Maschine werden lassen. (Der Abgeordnete Bailleul am 19. III. 1795 im Konvent). Das faschistische Gegenbild besteht aus einer Gattin am Herd, die keine Sehnsucht nach Farbrik, Büro und Parlament hat. „Ein trautes Heim, ein lieber Mann und eine Schar glücklicher Kinder steht ihrem Herzen näher“. So Hitler auf dem Reichsparteitag 1934.

Es kann keine Gemeinschaft, keine Einheit, keine Solidarität zwischen Arbeiterinnen und Bäuerinnen auf der einen Seite und bürgerlichen asozialen Blutsaugerinnen und Bürokratinnen auf der anderen Seite geben, die Zeichen stehen auf Klassenkrieg. „Inzwischen ist der Gegensatz zwischen Proletariat und Bourgeoisie ein Kampf von Klasse gegen Klasse, ein Kampf, der, auf seinen höchsten Ausdruck gebracht, eine totale Revolution bedeutet. Braucht man sich übrigens zu wundern, dass eine auf den Klassengegensatz begründete Gesellschaft auf den brutalen Widerspruch hinausläuft, auf den Zusammenstoß Mann gegen Mann als letzte Lösung ?“  3. So schrieb Karl Marx 1846/47  im „Elend der Philosophie“.   Diese Gedanken müssen heute ergänzt werden zum Zusammenstoß: Frau gegen Frau. Die Kommandeurinnen der roten Frauenbataillone brauchen Klassenkämpferinnen, die im Bürgerkrieg in seiner fürchterlichsten Gestalt ihre Frau stehen und durch Ströme von Blut gleichberechtigt mit den Männern die Rote Fahne hochhalten und vorantragen. Die Aktionsbühne für die Befehlshaber und Befehlshaberinnen eines Krieges „muß auf objektive Möglichkeiten gegründet sein; auf dieser Bühne aber können sie die Aufführung manch eines Dramas voller Klänge und Farben, voller Macht und Pracht in Szene setzen.“  4. Wird der Klassencharakter der modernen bürgerlichen Gesellschaft nicht geleugnet, sondern anerkannt, dann ist Blutvergießen unvermeidlich, im „Elend der Philosophie“ finalisiert es Marx ganz präsize: „Nur bei einer Ordnung der Dinge, wo es keine Klassen und keine Klassengegensätze gibt, werden die gesellschaftlichen Evolutionen aufhören, politische Revolutionen zu sein. Bis dahin wird am Vorabend jeder allgemeinen Neugestaltung der Gesellschaft das letzte Wort der sozialen Wissenschaft stets lauten:

„Kampf oder Tod; blutiger Krieg oder das Nichts. So ist die Frage unerbittlich gestellt.“ 5. (George Sand). (Aus der Einleitung zu George Sands historischem Roman „Jean Ziska“, Brüssel 1843).

1. Lenin, Über eine Karikatur auf den Marxismus, Lenin Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1957,68. Zwar hatte schon die französische Revolution die Gleichheit aller Menschen proklamiert, aber die Unterdrückung der Frau hält bis heute vor. Marx verspottete die bürgerlichen Phrasen und stellte die wirklich zentrale Frage: wie sind die Arbeitsbedingungen? Kindergärten und Krippen sind eine wesentliche Bedingung für die Emanzipation der Frau. „Die Frau bleibt nach wie vor Haussklavin, trotz aller Befreiungsgesetze, denn sie wird erdrückt, erstickt, abgestumpft, erniedrigt von der Kleinarbeit der Hauswirtschaft, die sie an die Küche und an das Kinderzimmer fesselt und sie ihrer Schaffenskraft durch eine geradezu barbarisch unproduktive, kleinliche, entnervende, abstumpfende, niederdrückende Arbeit vergeuden läßt. Die wahre BEFREIUNG DER FRAU (kursiv von Lenin) , der wahre Kommunismus wird erst dort beginnen, wo und wann der Massenkampf…gegen diese Kleinarbeit der Hauswirtschaft, oder richtiger, ihre massenhafte Umgestaltung zur sozialistischen Großwirtschaft beginnt.“ (Lenin, Die Große Initiative, Ausgewählte Werke, Progress Verlag Moskau, 1971,538).

2. Charles Fourier, Frauen Liebe Orgie, in: Jahrbuch Politik Nummer 7, Wagenbach Verlag Berlin, 1976,10

3. Karl Marx, Das Elend der Philosophie, in: Marx Engels Ausgewählte Werke Band I, Dietz Verlag Berlin, 1974,312

4. Mao Tse Tung, Vom Kriege, Die Rolle des bewußten Handelns im Kriege, Bertelsmann Verlag, 1969,150

5. Karl Marx, Das Elend der Philosophie, Marx Engels Ausgewählte Werke, Band 1, Dietz Verlag Berlin 1974,312


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