Islamischer und christlicher Terrorismus

„Ich habe mich nachts in einem rieisgen Wald verirrt und habe nur ein kleines Licht, um mich zurechtzufinden. Da kommt ein Unbekannter hinzu und sagt zu mir : „Lieber Freund, blase deine Kerze aus, um deinen Weg besser zu finden“. Dieser Unbekannte ist ein Theologe“. (Denis Diderot).

Angesichts  des islamischen Faschismus‘ ist heute auf die perverse Substanz der Religion überhaupt hinzuweisen:  Lenin lehrte uns, dass die Religion eine Art geistiger Fusel ist, mit dem der Lohnsklave sein Sklavendasein betäubt. Wer die Religion für normal erklärt, muss zugleich erklären, dass der Mensch keine humane Potenz habe, dass er auf immer Sklave sein wird, dass fremde Wesen ihn beherrschen und dass er diese auf immer anbeten wird. Dekadenz beginnt dort, wo die Ohnmacht des Menschen vor dem historischen Schicksal bestätigt wird. Es war der französische Dorfpfarrer Meslier, der größte politische Schriftsteller der französischen Aufklärung, der forderte, dass man die Reichen und Vornehmen dieser Welt an den Gedärmen der Pfaffen aufhängen müsse und es war der Deist Voltaire, der 1762 Auszüge aus dem Werk Mesliers veröffentlichte (Extraits des Sentiments de Jean Meslier). Nach der Oktoberrevolution setzte sich Lenin vehement dafür ein, das atheistische Schriftgut gerade der französischen Aufklärung ins Russische zu übersetzen und er meinte Stellen wie oben von Meslier. Für den ‚IS‘ ist Paris, die Stadt der Aufklärung und der Commune, natürlich die Stadt der Sünde …. eine Stadt, aus der Walter Benjamin schrieb: „Kaum hat man die Stadt betreten, so ist man beschenkt“. Und nun überlege man mal, wer denn außer dem ‚IS‘ die Stadt dem Erdboden gleich machen wollte und welche Rolle der General Dietrich von Coltitz dabei spielte, der diesen Wahnsinn noch zu verhindern wusste.

Gerade die Erklärung des  Zusammenhanges zwischen der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und der Religion  müssen aber die bürgerlichen Medien unterlassen, es darf in den produktiven Klassen nicht zur Erkenntnis der primär sozialen Ursachen der Religion kommen, die zugleich die wissenschaftliche Haltlosigkeit jeglicher Religion aufzeigen würde. Argumentierte die französische Aufklärung gegen die Religion weitgehend mit einem naturwissenschaftlichen Ansatz, die metaphysischen Begriffe seien, so der mechanische Materialist Holbach, relativ auf den Stand der Naturbeherrschung, so hat der Marxismus primär einen gesellschaftswissenschaftlich-sozialen Ansatz: „Der religiöse Widerschein der wirklichen Welt kann überhaupt nur verschwinden, sobald die Verhältnisse des praktischen Werkeltagslebens den Menschen tagtäglich durchsichtig vernünftige Beziehungen zueinander und zur Natur darstellen“ (Karl Marx, Das Kapital, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1960,94). Der Atheismus ist heute eine culpa levis (kleine Sünde) verglichen mit der Kritik überlieferter Eigentumsverhältnisse. (Vergleiche a.a.O.,16). Holbach argumentierte insofern schief, als es durch die Anlage des Schlosses von Versailles, seiner Gebäudeeinbettung und seines Gartensystems architektonisch und ästhetisch schon in einem katholischen Land gelungen war, eine totale Raumkontrolle zu erobern. Die Spitze dieses Landes bildete Ludwig der XIV., ein Katholik durch und durch. In Versailles rief der Herzog von Saint-Simon aus: “ … dieses herrliche Vergnügen, die Natur zu bezwingen …“, ohne deswegen aber Atheist geworden zu sein, ebensowenig wie der mit ihm verwandte gleichnamige 1760 in Paris geborene utopische Sozialist Henri de Saint-Simon einer werden sollte, trotz seiner Vision einer globalen Industrialisierung.

Trotz aller verbalradikalen Distanzierung vom Islamischen Staat darf nicht untergehen, dass der Christliche Staat, der „Staat der Heuchelei“, der auf „Menschenkehricht“ (Karl Marx, Zur Judenfrage, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1960,358f.) basiert, ebensosehr dem Mittelalter zugewandt ist und sich in der Notwendigkeit, die Völker  auszurauben, mit den Dschihadisten einig ist. (Siehe nur die Tätigkeit von Frau Birgit Breuel an der Spitze der Treuhandgesellschaft). Während den Kindern in der DDR bis 1956 ein wissenschaftliches Weltbild vermittelt wurde und für die Pfaffen auf persönliche Anweisung Stalins („Es gibt an den Schulen keinen Religionsunterricht“.) ganz im Geiste Mesliers eine Bannmeile um das einheitliche sozialistische Bildungssystem gezogen worden war, prügelten in der BRD klerikale Sadisten Heimkinder grün und blau. Ich verweise auf das 2006 erschienene Buch von Peter Wensierski: „Schläge im Namen des Herrn. Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik“. Am 8. September 2015 demonstrierten Opfer der Heime in Hannover gegen das Kirchenamt der hannoverschen Evangelischen Landeskirche: „Ehemalige Heimkinder fordern Entschädigung – keine Almosen“ stand auf ihrem Transparent. Ein 73jähriger aus Hannover berichtete, dass die Jugendlichen ohne Entgelt Torf stechen mussten, sexuell missbraucht und geschlagen wurden und dass sie (wie bei den Talibans) nicht zur Schule gehen durften. „Ich habe zugesehen, wie sie einen Freund von mir totgeschlagen haben“. (Gabriele Schulte: „Einst gedemütigt, heute abgespeist“, Ehemalige Bewohner kirchlicher Kinderheime fordern höhere Entschädigung, in: Hannoversche Allgemeine vom 9. September 2015). Wer heute noch behauptet, die Religion habe einen humanen Kern und keine perverse Substanz, gehört ganz einfach mit dem Lasso eingefangen und unter die Kängurus Australiens ausgesetzt.

 Die islamischen Terroristen und die christlichen Terroristen stecken unter einer Decke, die christliche Kritik am ‚IS‘ ist hohl und unwissenschaftlich. Einig sind sich die islamisch-christlichen Kreaturen des Mittelalters darin, dass es zur Unterdrückung der internationalen Arbeiterklasse Staatsterror und religiöse Verdummung der Massen geben muss. Die Werke von Marx und Engels, das Gold der arbeitenden Menschheit, landeten nach dem Ende der DDR auf der Müllkippe und in Palmyra wird heute aus mittelalterlicher Intention heraus lediglich kirchlicher Tinnef ohne kulturellen Wert in die Luft gesprengt. Über diese ‚culpa levis‘ wird mehr Geschrei gemacht als es bei der zweiten Büchvernichtung in Deutschland im zwanzigsten Jahrhundert der Fall war. Es ist also festzustellen, dass die christlichen Terroristen barbarischer, faschistoider sind als der ‚IS‘. Es besteht heute die Gefahr, dass der Hass der Völker gegen die mittelalterlichen Dunkelmänner durch die bürgerlichen Verdummungsmedien nur in eine Richtung gegen den ‚IS‘, nicht gegen den Islam und gegen das Christentum überhaupt gerichtet wird. Hier gilt es, gegen den Strom zu  schwimmen und mit atheistischer Militanz gegen den menschenverachtenden Menschenkehricht anzutreten. Logik ist nie einseitig. Gerade durch den Terror im Namen Allahs kann es weltweit zu einer Aufwertung der christlichen Barbarei kommen zum Nachteil der Arbeiterklasse und aller fortschrittlichen Menschen auf der Welt. Indem die christlichen Terroristen sich lauthals weltweit vom islamischen Terror distanzieren, und die Massenmedien stellen ihnen dazu jede beliebige Sendezeit zur Verfügung, spreizen sie sich auf in dem Sinne, dass es eben eine schlechte intolerante und eine gute tolerante Religion gäbe.

„Kyrie eleison, daß wir de Pfaffe net dürfe todtschlagen, Kyrie eleison  …“, diese Strophe aus einem revolutionären Kampflied der Bauern erschall im ‚Großen Deutschen Bauernkrieg‘ aus den Kehlen des Hegauer Haufens. Bereits 1525 warfen also fortschrittliche Bauern die Frage auf, warum sie die Pfaffen nicht ganz einfach totschlagen ? Dieser Geist des Hegauer Haufens ist eines der großen Vermächtnisse des Bauernkrieges an das deutsche Volk, er darf niemals aus dem deutschen Volk weichen.  Es wäre verloren, wenn es diesem Geist untreu werden würde, es wäre auf immer Sklave des Kapitals und aller sich um ihn gruppierenden finsteren Mächte. Es wird auch auf immer ein Sklave des Staates BRD sein, einer der reaktionärsten Staaten der Welt. Dieser ‚Christliche Staat‘ treibt für das faule Pfaffenpack die Steurn ein, was weltweit fast einmalig ist, nur in Bhutan wird es auch so gehandhabt, aber da bewegen wir uns bereits im Kreis des Buddhismus. Die Kirche in der BRD ist eine der reichsten der Welt und das Eigentum der Dunkelmänner à la Tebartz-van Elst muss dem deutschen Volk zurückgegeben werden.

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