Lenins Dekret über den Frieden vom 26. Oktober 1917

Nur einen Tag nach der Oktoberrevolution, nach der Ablösung der ‚Provisorischen Regierung zur Rettung der Revolution‘ durch die ‚Provisorische Arbeiter- und Bauernregierung Russlands‘, nahm der Zweite Gesamtrussischen Sowjetkongress am 26. Oktober 1917 das Dekret über den Frieden an, dessen weltgeschichtlich überragende Bedeutung kaum zu überschätzen ist. Die russischen Bolschewiki standen hier in der Tradition fortschrittlicher Arbeiter Westeuropas, die den herrschenden Klassen schon im Vorfeld des deutsch-französischen Krieges das Wort ‚Frieden‘ zuriefen. Das Dekret allein schon, dann mit seinem Anliegen, allen kriegführenden Mächten einen sofortigen dreimonatigen Waffenstillstand vorzuschlagen, dann die Tatsache, dass es nur einen Tag nach der Revolution zur Aussprache vorgelegt wurde (Lenin hatte es dem Sowjetkongress verlesen) sind schallende Ohrfeigen in die widerwärtig blutige Fratze der Imperialisten. Allen kriegführenden Völkern und ihren Regierungen wurden Verhandlungen über einen gerechten demokratischen Frieden vorgeschlagen, also Verhandlungen über einen Frieden ohne Annexionen und Kontributionen, unabhängig davon, ob es sich um das Kriegsgeschehen in Europa oder in Übersee handele. Die Fortsetzung des Krieges wird in diesem Dekret als das größte Verbrechen an der Menschheit bezeichnet. Eine weitere schallende Ohrfeige in die widerwärtig blutige Fratze der Imperialisten. Der erste deutsche Spielfilm nach dem zweiten Weltkrieg trug den Titel: „Die Mörder sind unter uns“, es hätte zunächst richtiger heißen müssen: Die Völkermörder sind unter uns ! Und dann ist auch noch zu fragen: Was bedeutet ‚unter uns‘ ? Waren nicht führende faschistische Völkermörder am Aufbau der Terrorstrukturen der BRD beteiligt, in denen, um nur einen Namen für viele zu nennen,  Ulrike Meinhof ermordet wurde ? 1. Diese faschistische Pest lähmt noch heute das deutsche Volk, das seinen Nacken noch zusätzlich unter dem US-amerikanischen Stiefel zu beugen hat. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen Faschisten und US-amerikanischen Imperialisten nach dem Zweiten Weltkrieg ist selbst von bürgerlichen  US-amerikanischen Historikern bestätigt worden. Doch zurück zum Sowjetdekret: es versteifte sich nicht auf einen demokratischen Frieden, sondern ließ die Erwägung anderer Friedensbedingungen zu. Geradezu bahnbrechend war dann die Ankündigung, die Geheimdiplomatie abzuschaffen und dass die Regierung ihrerseits fest entschlossen sei, „alle Verhandlungen völlig offen vor dem ganzen Volk zu führen; sie wird unverzüglich darangehen, alle Geheimverträge zu veröffentlichen, die von der Regierung der Gutsbesitzer und Kapitalisten in der Zeit vom Februar bis zum 25. Oktober 1917 bestätigt oder abgeschlossen wurden. Alle Bestimmungen dieser Geheimverträge, soweit sie, wie es zumeist der Fall war, den Zweck hatten, den russischen Gutsbesitzern und Kapitalisten Vorteile und Privilegien zu verschaffen, die Annexionen der Großrussen aufrechtzuerhalten oder zu erweitern, werden von der Regierung bedingungslos und sofort für ungültig erklärt“ (Lenin, Die ersten Dekrete der Sowjetmacht, Berlin Verlag, Berlin, 1970,25). Besonders hervorzuheben ist auch, dass sich das Friedensdekret insbesondere an die klassenbewussten Arbeiter der drei fortgeschrittensten Nationen der Menschheit – England, Frankreich und Deutschland – wendet. Auf sie sei das Vertrauen zu lenken, denn sie hätten durch die Chartistenbewegung, durch weltgeschichtliche Revolutionen in Frankreich und durch die Schaffung von disziplinierten Massenorganisationen in Deutschland dem Fortschritt des Sozialismus größte Dienst erwiesen. Das Dekret endet mit dem Gedanken, „die Sache des Friedens und zugleich damit die Sache der Befreiung der werktätigen und ausgebeuteten Volksmassen von jeder Sklaverei und jeder Ausbeutung erfolgreich zu Ende zu führen“ (a.a.O.,26). Das Dekret ist nur von Lenin unterschrieben.

1. Sie starb durch Abdrücken der Hauptschlagader, so dass ein Herzstillstand folgte, eine Todesursache, die sich nicht durch Erhängen  herbeiführen läßt. Es wurde außerdem Samenflüssigkeit an ihren Geschlechtsteilen gefunden. Auch auf der Glühbirne in ihrer Zelle fand man eigentümlicherweise keine identifizierbaren Fingerabdrücke, obwohl die Schließerin Frede zu Protokoll gab, um 22 Uhr die Birne aus der Zelle geholt zu haben. Warum wurden ihre Fingerabdrücke verwischt ? Oder wurde eine andere Birne vorgelegt ? (Vergleiche Rote Hilfe, Ortsgruppe Hamburg, Glaubt den Lügen der Mörder nicht, in: Die Rote Hilfe, 2.2016,50f.).


 

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