Die Menschheit wie sie ist und wie sie sein soll (1838) Wirklichkeit und Ideologie

Der bürgerliche und kleinbürgerliche Ideologe projizieren ihre verkorksten Lebenserfahrungen in die Ausgestaltung einer sozialistischen Gesellschaft hinein. Dass der Sozialismus nicht gelingen könne, spiegelt die im Kapitalismus für sie und für alle nicht zu meisternde innere und äußere Naturbeherrschung wieder. Das Abbrechen einer positiven Zukunftsvision durch die Lebenserfahrung in einer Klassengesellschaft voller Widerstände und Missgeschicke spiegelt sich in einer gebrochenen Anthropologie wider: der Mensch (als solcher) sei ein unzulängliches Wesen. Selten geschieht ja im Kapitalismus das Gewollte und seine Ideologen haben die Aufgabe, das Subjektiv-Negative zu verallgemeinern als der Gattung anhängend. Aus ihren eigenen Eingeweiden produziert die bürgerliche Gesellschaft zum Beispiel fortwährend die Prostitution und diese Konstante wurde zum Beispiel beim ersten historischen Auftauchen einer Arbeiterrepublik 1871 in Paris der Kommune unterstellt. Diese Republik bilde sich aus Zuhältern und Prostituierten, tönte die bürgerliche Propaganda.  „Die Herren Bourgeois messen uns nach ihrem Maß“ (Josef Stalin, Zu den Ergebnissen der Arbeiten der XIV. Konferenz der KPR (B), Werke Band 7, Verlag Roter Morgen, Dortmund, 1976,105).
Ideologie ergibt sich aus der fehlerhaften Verallgemeinerung einer subjektiv richtigen Erfahrung in etwas Überhistorisches, deshalb ist Ideologie nicht per se einfach falsches Bewußtsein, sondern notwendig falsches Bewußtsein als richtige Widerspiegelung des falschen Scheins. „Was ihr für das antike Eigentum begreift, was ihr für das feudale Eigentum begreift, dürft ihr nicht mehr begreifen für das bürgerliche Eigentum“ (Karl Marx / Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960,478). Ideologiekritik verfehlt ihren Kern, wenn sie Ideologie lediglich als das Beharrende im Strom der Zeit festschreibt; kein Ideologe, der einigermaßen bei Trost ist, wird leugnen, dass alles relativ ist, dass alles fließt, dass alles sich ändert, er hat nur die gegenwärtige Kardinalfixierung vor der reißenden Zeit zu schützen. Herrschende Klassen können bei der Veränderung gesellschaftlicher Erscheinungen Zugeständnisse machen, nie aber beim Wesen ihrer Klassenherrschaft.  Aus der  Existenz des Gegebenen als (s)einer Notwendigkeit wird bereits dessen Rechtmäßigkeit abgeleitet. Es kann nicht geleugnet werden, dass der absolute Idealismus Hegels  Ideologie ist: „Das was ist zu begreifen, ist Aufgabe der Philosophie, denn das, was ist, ist die Vernunft“. War die Philosophie im Mittelalter die Magd der Theologie, so wird sie im Idealismus und Positivismus die Magd der mit der Wirklichkeit zufrieden gesättigten Klassen.  Damit ist aber die philosophische Dialektik ihrer Fruchtbarkeit und Zukunft beraubt, die sie allein dadurch behaupten kann, wenn sie der Welt als einer verkehrten, in sich perversen begegnet. Die Philosophie hat es mit Perversem zu tun, ohne dem sie nur den Schatten ihrer selbst darstellt. Die Philosophie kann keine fröhliche Wissenschaft sein, der Schmerz zwischen dem Sein und dem, was sein soll, ist die Kraftquelle ihrer Arbeit des Negativen.
Ideologiekritik und Ideologie sind abhängig von der Tiefe der Klassenkonflikte, die sich in ihnen widerspiegeln. Besteht durch alle Klassen hindurch weitgehend Konsens über die Unabänderlichkeit einer gegebenen ökonomischen Gesellschaftsformation, ein seltener Fall, so herrscht nackte Ideologie fast unumschränkt und die Kritik an ihr ist fast verstummt. Einen totalen gesellschaftlichen Akkord kann es aber auch in Klassengesellschaften nicht geben, so sehr Herrschaft bestrebt ist, das ihr nicht Identische auszumerzen. Eine Zerrissenheit einer Gesellschaft in eine bunte Parteienpluralität ist zunächst Ausdruck einer existierenden Klassenkampfgesellschaft, sodann auch Ausdruck nicht der Stärke, sondern der Schwäche einer Gesellschaftsformation. Nur Volksfeinde streben danach, die Einheit des Volkes zu zerreissen. Wie ein weiser General auf die Homogenität seiner Truppen achtet, so denkt ein weiser Revolutionär an die Einheit des Volkes zuerst.
Das Ende des Mittelalterns bedeutete das Ende der großen katholischen Ideologie und die Reformation wird aus klassenspezifischen Interessen besonders in Deutschland als  erste große Ideologiekritik unserer Zeit gehandelt, als ob  Religion eine bestimmende Bedeutung für gesellschaftliche Entwicklungen habe. Bereits der junge Marx geißelt den immensen ideologischen Gehalt der Reformation trotz ihrer ideologiekritischen Grundhaltung. Ihr Ideologiekritisches liegt in der Ausschaltung des katholischen Pfaffen als eines Vermittlers zwischen Gott und dem Menschen. Luther wollte den direkten Zugang des Gläubigen, des Laien zum Idol, ohne Mitte, ohne Vermittlung, man bete direkt zu seinem Gott, ohne noch der Beihilfe eines Experten zu bedürfen. Dieses Zwiegespräch wurde primär zu einem Gespräch mit sich selbst, was es ja auch in Wirklichkeit nur war, und der Laie war jetzt der von Gott Auserwählte. Das Gottesgnadentum galt für alle Menschen, nicht nur für den Monarchen. Diesem wurde allmählich in England und Frankreich die Legislative und das Recht auf Steuererhebung aus der Hand genommen. Das Äußerliche, das religiöse Brimborium wurde sekundär, die protestantischen Kirchen waren bewußt schlicht gehalten. Nur in einer auf den Wellen der Gesellschaft schwimmenden, hermetisch abgesicherten Kugel der Religion findet in Deutschland also die Aufhebung des Verhälnisses zwischen dem Laiensklaven und dem Herrenpriester satt, mit fatalen gesellschaftlichen Konsequenzen. Hinzu kommen zwei geschichtliche Schickslasschläge, von denen sich das deutsche Volk bis heute nicht erholt hat: Mit der Niederlage der Bauern im deutschen Bauernkrieg bricht 1525 eine demokratisch begründete Weltoffenheit ab, der deutsche Philister zieht sich auf das reine Gebiet der Theorie zurück und gräbt sich ein in eine Welt voller Bücher und Spekulationen. Die verheerenden Folgen des 30jährigen Krieges tun ein Übriges hinzu. In der Geschichte der deutschen Philosophie ergibt sich daraus im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten eine Entwicklung in absteigender Linie, eine Tendenz zur unpolitischen Innerlichkeit. Trotz der deutschen Misere behauptet Leibniz trotzig, dass wir in der besten aller Welten leben würden, aber seine genialen dialektischen Gedanken sind völlig eingehüllt in einer metaphysischen Kugel und man erstaunt über seine Fähigkeit, eingenebelt in einem Himmel voller metaphysischer Wolken tiefe dialektische Gedanken zu entwickeln, die bei ihm aber nur zur Lobpreisung Gotte entwickelt werden. Gott kann gar nicht der Baumeister einer schlechten Welt sein. Kant ringt sich trotz seiner gebrochenen Anthropologie, der Mensch sei ein Thier, und trotz seines Agnostizismus‘ bis zur Möglichkeit eines ‚Ewigen Friedens‘ in der menschlichen Gattung durch, ohne aber je über die beste aller Welten ein positives Wort zu verlieren. Hegel ist ein Denker, der in vielem die letzte Konsequenz zieht: die Philosophie hat sich von der Welt abzuwenden. Da der Philosophie der Weg zur Welt letztendlich verbaut ist, sieht Hegel ihren Kern in der Erkenntnis Gottes. Durch den  philosophisch in seiner Totalität erkannten und nur durch die Philosophie total erkennbaren  Gott, in diesem Punkt sichert Hegel der Philosophie ein Exklusivrecht zu,  ist die Philosophie durch die Offenbarung Gottes in ihrer tiefen Ruhe eingesunken, ein Ende, das dem Ende der Weltgeschichte gleichzusetzen ist, denn sie hatte die totale Selbsterkenntnis Gottes durch die Philosophie Hegels zum Inhalt. Die Philosophie Hegels bildet den Schlußstein der Weltgeschichte. In seiner „Philosophie der Religion“ gelingt es Hegel, die Quintessenz der deutschen Philosophie, in der sich die deutsche Geschichte widerspiegelt und die noch nicht von der internationalen technisch-industriellen Revolution erschüttert worden war,  prägnant darzustellen: die Philosophie sei “ … ein abgesondertes Heiligtum und ihre Diener bilden einen isolierten Priesterstand, der mit der Welt nicht zusammengehen darf und das Besitztum der Wahrheit zu hüten hat. Wie sich die zeitliche, empirische Gegenwart aus ihrem Zwiespalt herausfinde, wie sie sich gestalte, ist ihr zu überlassen und nicht die unmittelbare praktische Sache und Angelegenheit der Philosophie“ (Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Vorlesungen über die Philosophie der Religion, Zweiter Band, Jubiläumsausgabe in zwanzig Bänden, von Hermann Glockner, Band 16, Stuttgart Bad Canstatt 1965, Friedrich Fromann Verlag,356).
Die technisch-industrielle Revolution hatte die Intimität zwischen Beten und Arbeiten aufgesprengt und zwang die Gesellschaftswissenschaftler, sich auf den realen Verlauf der Weltgeschichte ökonomisch und politisch einzulassen. Die politische Ökonomie trat an die Stelle von ‚Ora et Labora‘. Der Marxismus spiegelt die Essenz dieser atemberaubenden technischen Revolution und die durch sie bewirkte Erschütterung aller Lebensbereiche richtig wider. Im Gegensatz zum Idealismus muss man sich nun dem Weltgeschehen zuwenden. Der junge Marx räsonniert: „Zweierlei Facta lassen sich nicht abläugnen. Einmal die Religion, dann die Politik sind Gegenstände, welche das Hauptinteresse des jetzigen Deutschland bilden. An diese, wie sie auch sind, ist anzuknüpfen … “ (Karl Marx: Arnold Ruge, Ein Briefwechsel aus dem Jahr 1843, in: Marx Engels Gesamtausgabe MEGA I/2, Dietz Verlag Berlin,1982,487). Aber dieses Anknüpfen ist spezifischer Art: durch die Avantgardetheorie einer kommunistischen Partei von Marx und Engels und durch die von Lenin festgestellte Seelenverwandtschaft zwischen der rückständigen deutschen und russischen Geschichte der Volksunterdrückung schlängelt sich ein Hegelscher Gedanke, einer mit Vorbehaltscharakter, hindurch: noch Lenin, und das ist in der Charkterisierung des Bolschewismus oft übersehen worden, schottet seine Kaderpartei in gewisser Weise von den Volksmassen ab, die mit ihnen nicht völlig verschmelzen darf, sondern nur „bis zu einem gewissen Grade“. (Lenin, Der ‚linke Radikalismus‘, die Kinderkrankheit im Kommunismus, in: Lenin, Ausgewählte Werke, Progress Verlag Moskau, 1975567). Stalin wird dann von einem Schwertträgerorden sprechen, dessen Mitglieder aus besonderem Material geformt sind.
Näher betrachtet stellt aber der Protestantismus nur ein Aufguss der Philosphie des Nominalismus dar, der nach Marx der erste Ausdruck des Materialismus war. Der Nominalismus billigte den Allgemeinbegriffen keine Realexistenz mehr zu, sondern nur den konkret einzelnen Dingen: Universalia sunt nomina post rem. Die Abwertung des Allgemeinen untergrub die Macht der allein seligmachenden katholischen Kirche. Der einzelne Mensch wurde in den Mittelpunkt gerückt wie die Sonne im Universum. Der einzelne Mensch war Gott näher als die Kirchengemeinde oder näher als die allgemeine Kirche. Die Mystik des 16. Jahrhunderts war dezidiert antihierarchisch ausgerichtet. Wilhelm von Ockham, der Vertreter des Spätnominalismus, trat bereits für die Trennung von Kirche und Staat, Glauben und Vernunft ein, was für die Ideologiekritik ein wichtiger Schritt ist. Die von der Religion abgelöste Politik steht von allen ideologischen Überbaugebilden der Produktionsbasis noch am nächsten. Der englische Philosoph Francis Bacon forderte im 16. Jahrhundert eine Neuordnung der Wissenschaften. Diese Forderung drückte aus, dass die alten feudalen Mächte sich einer aufstrebenden Bourgeoisie gegenüber sahen, die die Welt gegen sie verändern wollte. Gegen die Scholastik forderte Bacon die Hinwendung der Wissenschaftler „zu den Dingen selbst“. Und von diesen war induktiv zu immer allgemeineren Begriffen zu steigen. Der Blick wendete sich vom Himmel zur Natur, die die Wissenschaftler laut Bacon zu zerschneiden hätten. Die bürgerliche Aufklärung entmythologisierte von Profitsucht getrieben die Natur vollends. Es kann nicht geleugnet werden, dass der absolute Idealismus Hegels durch seinen Versuch, Wissen und Glauben zu synthetisieren, hinter Bacons und Wilhelm von Ockhams Forderung einer Tennung von Staat und Kirche zurückfällt. Und hinter sich selbst.
Denn der junge Hegel hatte im Tübinger Stift noch zusammen mit Hölderlin und Schelling den Staat als das Monster schlechthin satanisiert (für Kant waren es nur die stehenden Heere, die sich nicht mit dem Rechte der Menschheit in unserer eigenen Person vereinbaren lassen; nicht das Staatsganze): es gäbe keine Idee vom Staat, er sei etwas Mechanisches, wir müssen über den Staat hinaus. „Denn jeder Staat muß freie Menschen als mechanisches Räderwerk behandeln, und das soll er nicht, also soll er aufhören (kursiv von H.A.)“. (Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Das Älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus, Theorie Werkausgabe Band I, Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M., 1972,234f. ). DER STAAT SOLL AUFHÖREN – das ist die wohl bemerkenswerteste Stelle im prämarxistichen Schriftgut, die die deutsche Sprache aufzuweisen hat und die die Frage aufwirft, ob Hegel, wäre er zeitnahe mit Ulrike Meinhof oder Andreas Baader zur Welt gekommen, nicht in Stuttgart-Stammheim ihr Zellennachbar gewesen wäre ? Es ist nun im philosophischen Werdegang Hegels zu verfolgen, dass er mit zunehmenden Alter immer mehr mit den Wölfen heult und in wissenschaftlicher Hinsicht immer unreifer wird. Seine Anpassung an die vorherrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse setzte Sein und Sollen immer mehr kongruent, an Kants Moralphilosophie kritisiert er die „Ohnmacht des Sollens“ und am Ende war der preußische Staat, mit dem er sich identifizierte, für ihn der unantastbare Gang Gottes in der Welt, in dem die Weltgeschichte mit sich identisch geworden war. Philosophisch endet Hegel als Ideologe des preußischen Staats, den es heute nicht mehr gibt. Damit wäre er heute fast vergessen. Was aber seine Aktualität ausmacht, ist die Tatsache, dass er in seinem innersten Denken eine platte Identität von Sein und Sollen nie anerkannt hat, sondern dass sich für ihn eine Identität erst dialektisch nach einem Prozess der Negation der Negation ergibt. Damit bleibt dieser einstige Anarchist für das anarchistische Gedankengut des Marxismus, der ja im Ziel mit dem Anarchismus gar nicht auseinandergeht, fruchtbar. Normalerweise bleibt das Bewußtsein der Menschen hinter der Entwicklung der Produktivkräfte zurück, in Hegels Denken begegnet uns eine rückständige Philosophie, die auf Grund ihrer dialektischen Methode ihrer Zeit voraus war. Das schägt zu Buche der idealistischen Dialektik wie es zu Buche der materialistischen schlägt, dass durch sie in einer vom Warenfetisch verblendeten und pervertierten Gesellschaft dessen Geheimnis gelöst werden konnte. Die bürgerlichen Ökonomen hatten diese Methode nicht und kamen nicht dahinter, drangen nicht durch die Nebelerscheinungen zum Wesenskern.
Das anarchistische, staatsfeindliche Gedankengut des Marxismus, mit der Diktatur des Proletariats als „Halbstaat“, wird immer wieder von Volksfeinden zugeschüttet und Lenin verwandte in der Verbannung vor der Oktoberrevolution in der Schrift „Staat und Revolution“ seine ganze intellektuelle Kraft darauf, die wahre Marxsche Lehre vom Staat wiederherzustellen. Auch der junge Marx litt an der Wunde zwischen der erbärmlichen Wirklichkeit und dem „Sollenden“, wie einem Brief an seinem Vater vom 10. November 1837 zu entnehmen ist. Ein Jahr später erscheint ein Buch von Wilhelm Weitling mit dem Titel: Die Menschheit wie sie ist und wie sie sein soll. Diese Differenz trieb die damaligen Kommunisten um und eine der intellektuellen Leistungen von Marx und Engels bestand darin, dass sie den Sozialismus von einer Utopie zu einer Wissenschaft umwandelten. Das war ein qualitativer Sprung in der Theoriegeschichte des Sozialismus. Nach diesem war wissenschaftlich unhaltbar, dem Kapitalismus entgegengesetzte und ihn ablösende Gesellschaftsmodelle zu erdichten. Der Gesellschaftswissenschaftler wurde Naturwissenschaftler, für den die Geburt der neuen Gesellschaft aus der alten  nunmehr ein naturgeschitlicher Prozess mit primär ökonomischen Gesetzescharakter ist. „Also kann die Wissenschaft von der Geschichte der Gesellschaft trotz aller Kompliziertheit der Erscheinungen des gesellschaftlichen Lebens zu einer genau so exakten Wissenschaft werden wie, sagen wir, die Biologie, zu einer Wissenschaft, die imstande ist, die Entwicklungsgesetze der Gesellschaft in der Praxis auszunutzen“ (Josef Stalin, Über dialektischen und historischen Materialismus, in: Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki), Kurzer Lehrgang, Verlag der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland, Berlin, 1946,138). Perspektiven über die Entwicklung der Menschheit durften nicht mehr losgelöst von den proletarischen Massenbewegungen und unter Ignorierung ökonomisch bedingter gesellschaftlicher Gesetzmäßigkeiten gefasst werden. Das ist einer der Gründe für die brennende Aktualität des Marxismus, der immer von den Massenbewegungen lernt, besonders von den proletarischen (Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,438). Der Clou ist nun, dass sich der Marxismus und Hegelianismus bei entgegengesetzten philosophischen Methoden, einer materialistsichen und einer idealistischen, in ihrer Polemik gegen ein ohnmächtiges Sollen wieder aufeinander zu bewegen.
Heinz Ahlreip

 

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