Archive for November 2016

Das 20. Jahrhundert – eine Übersichtsskizze, mit einem Ausblick auf das 21.

23. November 2016

 

Der französische Agronom und Ökologe René Dumont sieht das 20. Jahrhundert nur als ein Jahrhundert der Massaker und der Kriege an. Auf den ersten Blick mag das zutreffen wie es auf jedes bisherige Jahrhundert zutrifft. Man kann mit Fug und Recht das 20. Jahrhundert als das des totalen Krieges bezeichnen und das in einer Radikalität, die die bisherigen Jahrhunderte in den Schatten stellt.   Und doch scheinen mir die nach der Hälfte des Jahrhunderts Geborenen seine glücklicheren Kinder zu sein. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ist wegen der beiden Weltkriege die tragischste Jahrhunderthälfte der Weltgeschichte, während in der zweiten Hälfte der Korea- und der Vietnamkrieg trotz aller Ausweitung der Kriegsherde relativ lokal begrenzt blieben, obwohl sie den fundamentalen Weltkonflikt zwischen Sozialismus und Kapitalismus zum Austrag und Ausdruck brachten. Der zweite Weltkrieg war viel zu kolossal und läßt uns die Frage aufwerfen, ob es in der Weltgeschichte ein vergleichbares Jahrhundert gibt, das in der Mitte einen vergelicbaren Bruch aufweist. Die USA, die noch im ersten Weltkrieg durch den Kriegseintritt am 6. April 1917 mit der Kriegerklärung an Deutschland den ersten Weltkrieg entschieden hatten, verloren im zweiten den Wettlauf um Berlin.  Mittlerweile zum Haupthort des Antikommunismus „aufgestiegen“, wollten die USA den Krieg in Vietnam, in den sie als einzige Großmacht frontaktiv verwickelt waren, mit einer Siegerpose beenden. Gerade diese frontaktive Verwicklung zeigt die Kehrtwendung der US-amerikanischen Außenpolitik seit 1898 an, die sich völlig von dem Rat ihres Gründergenerals George Washingtons abgewendet hatten, der die US-Amerikaner auf eine ’splendid isolation‘ eingeschworen hatte. Einen Sieg des Vietcong hielten die westlichen Militärexperten für völlig absurd.  Der Vietnamkrieg wurde erheblich durch die vom Fernsehen weltweit vermittelte Bilderwelt beeinflusst, ein Faktor, den die Experten nicht berücksitigt hatten und wohl auch zunächst gar nicht berücksichtigen konnten. Auf Grund einer Kommunikationstechnologie, die wesentlich höher entwickelt war als 1939, war es dieser Krieg, der den Begriff der Globalisierung als einen substantiellen an den Horizont der neueren Geschichte zeichnete, obwohl der Kernbegriff ‚Weltmarkt‘ in ihm aufgehoben blieb. Nicht Europa, Asien brachte im Zeitalter der Medien den Schlüsselgeneral des 20. Jahrhunderts hervor. Der vietnamesische Bauernsohn Giap ging als Bezwinger zweier Kolonialmächte in die Geschichte ein. Die Blamage der USA im Vietnamkrieg verhinderte, dass man das 20. Jahrhundert als ein amerikanisches bezeichnen konnte, ebenso wie die Perestroika zur Einsicht zwang, dass man es auch nicht als ‚das russische oder sozialistische Jahrhundert‘ in die Weltgeschichte eingehen  lassen konnte. Letzteres hätte man in der Mitte des Jahrhunderts behaupten können, denn nur 33 Jahr nach der Oktoberrevolution hatte das bolschewistische Prinzip ein Drittel der Menschheit zum aufrechten Gang angehalten. Als am 29. August 1949 in der Sowjetunion die erste Atombombe gezündet worden war, hatte die Welt eine zweite Supermacht. Die Sowjetunion war also nur 27 Jahre nach ihrer Gründung am 30. Dezember 1922 eine Supermacht geworden, aber Staaten, die als Supermacht glänzen, sind bereits im Abstieg begriffen. Auch die USA werden ihrem historischen Schicksal nicht entgehen können. Trotz der Niederlage des Kommunismus werden zukünftige Revolutionäre in zweifacher Hinsicht rückfällig werden: Das Lenin’sche Parteikonzept und die maoistische Guerillakriegführung haben kaum an Faszination eingebüßt. Hart gesottene Kommunisten sehen den Kommunismus natürlich noch nicht am Ende. Deutet man die Oktoberrevolution als eine gewonnene Schlacht im Weltrevolutionskrieg, der nach 1923 erst einmal erlosch, und die Stalin ab dieser Zeit in einen erfolgreichen Krieg selbst umschrieb, so galt ab 1991 die Niederlage im Weltrevolutionskrieg bis heute nur als eine verlorene Schlacht. Diese Sichtweise ist im Kontext der Sowjetideologie unvermeidbar. Der Koreakrieg, in dem der Kommunismus ja nicht nur in einem Land zur Disposition gestellt wurde,  und die Gründung der NATO zeigten nach 1945 an, dass der Ost-West-Konflikt auf dem Rücken der asiatischen und westeuropäischen Völker ausgetragen werden sollte. Ein neues Wort hatte sich im Wörterbuch des Krieges eingenistet: der Stellvertreterkrieg. Das 20. Jahrhundert begann für Europa unter einem ungünstigen Stern und sollte das Jahrhundert des Niedergangs des Eurozentrismus werden: 1905 wurde Russland, das größte von Weißen bewohnte Land auf Erden vom kleinen Japan, von den Gelben militärisch bezwungen. Die weiße Rasse war fassungslos. Die europäische Bourgeoisie hat heute kein Selbstbewußtsein mehr und zittert dem Amtsantritt des gewählten, designierten  US-Präsidenten Trump im Januar 2017 nicht nur mit einem Fragezeichen, sondern mit einem ganzen Bataillon von Fragezeichen entgegen.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die Kurzlebigkeit der chinesischen Kulturrevolution, ja ihr Abbruch, haben den Fortschrittsoptimismus des 19. Jahrhunderts stark beschattet, das sein einschneidendes Kriegserlebnis schon 1812 bei Borodino hatte. Karl Kraus bereitete ab 1915 in Wien ein Buch über den ersten Weltkrieg mit dem Titel ‚Die letzten Tage der Menschheit‘ vor. Zwei Weltkriege, der erste 99 Jahre nach der Schlacht von Waterloo ausbrechend, die Massaker von Shanghai und  Nanking, Auschwitz-Birkenau und Buchenwald, der Kommissarbefehl, Hiroshima und Nagasaki, überhaupt die Ausweitung des Krieges auf die Zivilbevölkerung – bekanntlich lehnte Hitler die Evakuierung der Zivilbevölkerung Berlins 1945 mit dem Satz ab: ‚Wir müssen auch hier eiskalt bleiben, in  diesem Krieg gibt es keine Zivilisten‘, was im übrigen auch die Denkweise der anglo-amerikanischen Luftwaffenkommandos war, wahre Barbaren in der Auslöschung der Zivilbevölkerung   – belasten die Zukunftshoffnungen schwer, sind aber geschichtskonform, wenn man den Imperialismus wie Lenin als stinkenden, faulenden und parasitären Kapitalismus begreift. So gesehen musste das 20. Jahrhundert, das Eric Hobsbawm für das mörderischste von allen hielt – vielleicht war der größte Ketzermord der Geschichte, der Eispickelmord 1940 in Mexiko, der Mord des Jahrhunderts ? – im Vergleich zum neunzehnten, das frisch nur elf Jahre nach 1789 einsetzte, ein dahinfaulendes sein.

Siebzehn Jahre nach 1900 und achtzehn Jahre nach 1950 gab es aber immerhin zwei große und einen kleinen Emanzipationsschub: die Oktoberrevolution proletarisch-bäuerlicher Provenienz, die von ihr eingeleitete anti-koloniale Emanzipation in Asien, Afrika und Lateinamerika und die 68er Bewegung bürgerlicher und kleinbürgerlicher Provenienz. Die 68er Bewegung war allerdings nur die Farce der Oktoberrevolution und der chinesischen Kulturrevolution. Sowenig es der 68er Bewegung gelang, zwei, drei, viele Vietnams zu schaffen, sowenig gelang es der Perestroika zwei, drei, viele Lenins hervorzubringen. Die wirklichen Revolutionen hatten die Gleichstellung der Frau gebracht, die es in Ländern, in denen die 68er Bewegung Schrecken der Spießbürger war, bis heute nicht gibt, man findet in ihnen nicht das Prinzip des gleichen Lohns für gleiche Arbeit gesetzlich verankert. Gleichwohl kann gar nicht geleugnet werden, dass im 20. Jahrhundert ‚das Feminine‘ mächtig aufgeholt hat gegenüber ‚dem Maskulinen‘. Im Fußball zum Beispiel spielt die deutsche Frauennationalmannschaft, die es erst ab 1982 gibt, mittlerweile erfolgreicher als die Herrenelf, die seit 1908 Länderspiele bestreitet. Den Höhepunkt erreichte die Frauenbewegung im 20. Jahrhundert allerdings in der Bildung eines roten Frauenbataillons in Shanghai, der Hochburg der chinesischen Kulturrevolution. In dieser Millionenmetropole zitterte die Volkspolizei vor der Schlagkraft dieser Truppe.

Ohne den endgültigen Kollaps der Sowjetunion im Dezember 1991 hätte man der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sogar einen optimistischen Unterton beipflichten können. Es sieht heute so aus, als habe sich die Menschheit nach dem zweiten Weltkrieg rascher gefangen als nach der Todesmelodie der Perestroika. Auch Korea erholte sich auffallend rasch von den Folgen des Bürgerkrieges. Die Perestroika brachte eine Sinnentleerung der Geschichte und nahm damit der Menschheit das Fundament weltweiter Homogenität und Solidarität. Die Angst vor der Verelendung geht heute weltweit, auch besonders in Russland,  als Gespenst umher. Der Satz aus dem ‚Kommunistischen Manifest‘, die Bourgeoisie gleiche dem Hexenmeister, der die von ihm heraufbeschworenen Kräfte nicht mehr bannen könne, ist heute aktueller als zur Zeit der KPdSU. Die Zerstörung des historischen Materialimus brachte sogar eine Zerstörung der aufklärerischen Vernunft mit sich. „Die Zerstörung der Vergangenheit, oder vielmehr die jenes sozialen Mechanismus, der die Gegenwartserfahrung mit derjenigen früherer Generationen verknüpft, ist eines der charakteristischsten und unheimlichsten Phänomene des späten 20. Jahrhunderts. Die meisten jungen Menschen am Ende dieses Jahrhunderts wachsen in einer Art permanenter Gegenwart auf, der jede organische Verbindung zur Vergangenheit ihrer eigenen Lebenszeit fehlt“ (Eric Hobawm, Das Zeitalter der Extreme, Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 2014,17).  Der wirtschaftlichen Globalisierung unter kapitalistischer Flagge entspricht heute keine ideologische und kulturelle, bewußtseinsmäßige und kann es auch gar nicht. Unter kapitalistischen Lebensbedingungen kann es nur eine Pseudogegenwart geben, denn im Kapitalismus herrscht die Vergangheit über die Gegenwart, es wird geschuftet, nur um die bereits angehäufte Arbeit zu vermehren, diese dient nicht dazu, den Lebensprozess der Arbeiterinnen und Arbeiter  zu erweitern, im Gegenteil: Sie werden Krüppel „ihrer“ Arbeit.  Der in seinem Arbeitsprozess Fremde kann nicht gegenwartsbezogen leben und sich im Heute, im Hier und Jetzt wohlfühlen. Der Anspruch der Befreiung der Arbeiterinnen und Arbeiter liegt darin, die Künstlichkeit des Daseins, die sich in der Lohnarbeit manifestiert,  abzuschütteln, um als natürlicher Mensch unter natürlichen Menschen im Einklang mit der Natur zu leben. Im Milieu des Sozialismus kann im Gegensatz zur ekelhaften und perversen Arbeitshölle des Kapitalismus ausgerufen werden: ‚Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein !‘.

Die Perestroika hat nicht nur den großen europäischen Sieger des zweiten Weltkrieges auf die Straße der Verlierer gebracht, sie hat der Menscheit die Welt kaputt gemacht und das ausgeführt, wovon Hitler träumte. Der zweite Weltkrieg hatte die Frage ‚Kapitalismus oder Sozialismus‘ die sich bis 1939 konkret nur für die Sowjetvölker sozusagen intern stellte, nach 1945, nachdem sich das kriegsbedingte Bündnis zwischen Sozialismus und Kapitalismus verflüchtigt hatte, globalisiert und eine westliche und östliche Lagergeborgenheit gebracht, aus der heraus der kalte Krieg, der wie das Kaninchen vor der Schlange der thermonuklearen Weltkatastrophe starr blieb, nicht in einen heißen umschlug. Crutschows Staatsstreich zementierte den status quo. Ein Trump wäre zur Zeit des kalten Krieges nicht einmal auf die Kandidatenliste gekommen. Der Osten war revolutionsmüde geworden und der Westen war viel zu dekadent, um der formal gespaltenen Völkergemeinschaft noch einen globalen Hoffnungsimpuls vermitteln zu können. Die Frage kann höchstwahrscheinlich in ein paar Monaten mit Berechtigung aufgeworfen und bejaht werden, ob das Russland nach der Februarrevolution 1917 und nach der Oktoberrevolution 1917, als die zentralen Metropolen Europa noch unter dem Kriegsrecht darbten, nicht freier war als das Russland im Februar 2017 ?

Der Würfel der Weltrevolution war 1917 nun mal auf Russland gefallen und damit auf die Bauermassen. Mit dem maoistischen Kommunismus erlangte der Bauer und die Bauernguerilla eine weltpolitische Bedeutung, an die im 19. Jahrhundert noch nicht gedacht werden konnte. Das ‚Kommunistische Manifest‘ hätte in manchen Passagen ganz anders geschrieben werden müssen. Mit ständig zunehmender hochentwickelter Industrietechnologie in den westeuropäischen Metropolen Paris, London und Berlin werden im 20. Jahrhundert weltpolitisch nicht ihre Industriearbeiter, sondern die armen Bauern in der äußeren Mongolei zur Avantgarde der Welrevolution. Die Maobibel war das massenwirksamste Buch in der politischen Philosophie des 20. Jahrhunderts, sie erreichte eine Auflage von cirka einer Milliarde. Nach den Bauern, durch die der Kommunismus im 20. Jahrhundert hängengeblieben ist, treten heute weitere Gesellen auf, die das marxistische Weltbild vielleicht tödlich durcheinander bringen können. Diese soeben von ruraler Seite dargelegte Entwertung des klassischen Subjekts gesellschaftlichen Fortschritts in den Metropolen wird rapide zunehmen, wenn Roboterkompanien ganze Divisionen von Indutriearbeitern aus kollektiver Organisiertheit herausreissen und vor die Werkstore (ab)schieben, die nach anfänglichem Protest zersplittern und in ihrer isolierten Individualität an von  Massenmedien betriebener Vereinsamung einknicken werden. Amokläufe und Drogenmißbrauch werden Dimensionen erreichen, in die wir uns heute noch gar nicht hineindenken können. Denn soviel kann festgestellt werden, die Massenmedien, die aus Profitgier unterhaltugssüchtig machen müssen, müssen zwecks Steigerung dieser zugleich individuell unterhaltungssüchtig machen, nicht kollektiv. In der Primitivität der kapitalistischen Unterhaltungsindustrie wird der Einzelkämpfer à la John Wayne favorisiert, nicht darf stattfinden, dass Kollektive Problemlösungen finden.

Vielleicht müssen die Kapitalisten schon heute mehr darauf achten, dass die Roboter mit ihrer technischen Autonomie ihnen unterlegen bleibt als dass der noch aktive Industriearbeiter sich mit revolutionärer Intention mit seinesgleichen organisiert. Millionen und Abermillionen werden außer Brot sein, werden auf allen Kontinenten verhungern und ihren Ansturm auf die kapitalistischen Bastionen werden panzerfahrende Werkschutzroboter mühelos niederschlagen. Der Marxismus selbst steht zur Disposition, weil ihm sein Material, die organisierte Arbeiterklasse ausgehen wird, er befindet sich in einem Wettlauf, in dem es um das Schicksal der Gattung geht. Die technische Entwicklung ist jetzt in eine Phase eingetreten, in der die Hegemonie der Klasse nach und nach, aber unbarmherzig und unaufhaltsam aufgefressen wird, die nach der Vorstellung der marxistischen Klassiker in der Großproduktion zum Klassenkämpfer ausgebildet und organisiert wird. Oder es kann zu der anderen Entwicklungsvariante kommen: Dass die Roboter, den Menschen an Intelligenz überlegen, sich zu einem Kommunismus vereingen, und die Menschen wie ihnen nützliche Tiere ansehen. Gelingt der menschlichen Gattung aber der Eingang in den Sozialismus-Kommunismus bei Aufrechterhaltung ihrer geistigen Souveränität über die Technik, die nur nach diesem Eingang möglich sein wird, so würde die Verrichtung der bisher von Menschen zu ertragenden gesellschaftlich notwendigen Arbeit derart peripher werden, das jeder Mensch morgens wird jagen, nachmittags wird fischen und abends wird Viehzucht treiben können. Aber auch dies nur bei Bedarf, denn natürlich werden Roboter auch in der Landwirtschaft einsetzbar sein und die für den Kommunismus notwendige Aufhebung des Gegensatzes zwischen Arbeitern und Bauern, die im 20. Jahrhundert misslang, immens beschleunigen. Von Robotern niedergehaltene Humantiere brauchen ebensowenig ein ‚Kommunistisches Manifest‘ wie die durch revolutionären Akt gegen die Kapitalisten befreite Gattung, die natürlich der Anleitung zu klassenkämpferischen Handeln dann nicht mehr bedarf. So oder so, der Marxismus geht seinem Schicksal entgegen.

 
 

Der US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 als Ausdruck des stinkenden, faulenden und parasitären Kapitalismus

11. November 2016

 

Der um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert  einsetzende Imperialismus gestaltete den Kapitalismus nicht von Grund aus um, sondern er komplizierte und verschärfte die Widersprüche des Kapitalismus, „er ‚verknotet'“, schrieb Lenin, “ die Monopole mit der freien Konkurrenz, aber den Austausch, den Markt, die Konkurrenz, die Krisen usw. beseitigen kann der Imperialismus nicht“.  (Lenin, Materialien zur Revision des Parteiprogramms, Werke Band 24, Dietz Verlag Berlin, 1960,465).  Dieser Konkurrenzkapitalismus, dessen Blüte in den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts zu verzeichnen war, war in Europa und Amerika um die Jahrhundertwende, als der spanisch-amerikanische Bürgerkrieg (1898) und der Burenkrieg (1899 – 1902) stattfanden,   nach und nach zu einem monopolistischen, parasitär-faulenden und sterbenden Kapitalismus mutiert mit der ihm eigentümlichen Dominanz des Finanzkapitals.  Lenin bestimmte den Imperialismus 1916 als stinkenden, faulenden und parasitären Kapitalismus. Auf Grund der ökonomischen Dispositionen bedeutet der  Imperialismus politische Reaktion und Entwicklung des Militarismus auf der ganzen Linie. „Politische Reaktion auf der ganzen Linie ist eine Eigenschaft des Imperialismus, Korruption, Bestechung im Riesenausmaß, Panamaskandale jeder Art“. (Lenin, Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1960,103). Hundert Jahre später wird von Panamapapers jeder Art gesprochen. Das sind die großen Heroen der Weltgeschichte, deren Erkenntnisse über Jahrhunderte Bestand haben, während die Augenblicksgötzen, die an der Oberfläche der Probleme vagabundieren, rasch vergessen sind. Hundert Jahre später beweist der US-Präsidentschaftswahlkampf, dass der Imperialismus ein stinkender, faulender und parasitärer Kapitalismus ist. Wer nach diesem Wahlkampf noch daran zweifelt, dass dem so ist, der gehört ganz einfach mit dem Lasso eingefangen und in ‚God’s Own Country‘ ausgesetzt.

Bürgerlicher Demokratismus findet unter den Bedingungen einer Warenproduktion statt, in der die Menschen nicht wissen, was sie tun. Wahlen zu einem bürgerlichen Parlament oder zu einem Präsidialamt sind stets eine Farce und können für die Arbeiterklasse nicht mehr als ein Gradmesser ihrer Reife und der ihrer Partei sein, das bürgerliche Parlament kann im Interesse des Proletariats noch ausgenutzt werden und das Proletariat kann entscheiden, ob es je nach Lage politisch Sinn macht, sich an den Wahlen zu beteiligen oder zum Wahlboykott aufzurufen. Die russische Oktoberrevolution zum Beispiel hatte per Dekret alle wichtigen sozialen Fragen bereits im Sinne des Volkes gelöst, so dass sich ein  bürgerliches  Parlament bereits erübrigt hatte. Man zeige mir im übrigen auch einmal ein bürgerliches Parlament, das Probleme gelöst hat, die dem Volk auf den Nägeln brennen. Nur mit einem Stimmzettel kann man den Kopf der kapitalistischen Schlange nicht zertreten.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die Kurzlebigkeit der chinesischen Kulturrevolution, ja ihr Abbruch, haben den Fortschrittsoptimismus des 19. Jahrhunderts stark beschattet, das sein einschneidendes Kriegserlebnis schon 1812 bei Borodino hatte. Zwei Weltkriege, die Massaker von Shanghai und  Nanking, Auschwitz-Birkenau und Buchenwald, der Kommissarbefehl, Hiroshima und Nagasaki, überhaupt die Ausweitung des Krieges auf die Zivilbevölkerung – bekanntlich lehnte Hitler die Evakuierung der Zivilbevölkerung Berlins 1945 mit dem Satz ab: ‚Wir müssen auch hier eiskalt bleiben, in  diesem Krieg gibt es keine Zivilisten‘ – belasten die Zukunftshoffnungen schwer, sind aber geschichtskonform, wenn man den Imperialismus als stinkenden, faulenden und parasitären Kapitalismus begreift. So gesehen musste das 20. Jahrhundert, das Eric Hobsbawm für das mörderischste von allen hielt – vielleicht war der Eispickelmord 1940 in Mexiko der Mord des Jahrhunderts ? – im Vergleich zum neunzehnten, das frisch nur elf Jahre nach 1789 einsetzte, ein dahinfaulendes sein. So gesehen ist es ein schwerer subjektiver und objektiver Fehler, die Vorhänge des Todes über die proletarische Revolution zu werfen; die Fäulnis des Ancien Régimes und ihr Geruch müssen jeder großen Revolution vorangehen, in der die Völker den Wunsch äußern, frei atmen zu wollen. Man braucht heute nur aus der Haustür zu gehen und man spürt sofort diesen schweren, alles lähmenden Modergeruch in der Luft. Ja durch die Fernsehsendungen zur US-Präsidentschaftswahl 2016 ist dieser Modergeruch in unsere Wohnzimmer eingedrungen.

Durch den Verlauf und den Ausgang der Wahlen in den USA fällt eine bemerkenswertes Licht auf den Anschlag der RAF am 11. Mai 1972 im Zuge der Mai-Offensive auf das V. Korps der US-Armee in Heidelberg. Die RAF sprach mit den imperialistischen Barbaren in der einzigen Sprache, die Barbaren verstehen können: Es ist dies die Sprache des Feuers und des Schwertes. Dieser Anschlag steht fast einzigartig in der deutschen Nachkriegsgeschichte dar und zeigt an, dass die Flamme der Abrechnung mit dem US-Imperialismus in Deutschland noch nicht erloschen ist.

Novemberdepression

3. November 2016

 

Im Jahr 1917 ergab sich  in Russland auf Grund einer politisch noch nicht ausgereiften Bauernbewegung  nach der Februarrevolution die wohl bizarrste Konstellation des Klassenkampfes zwischen Altem und Neuem in der Geschichte der Volksaufstände, permanent den Bürgerkrieg der einen Hälfte gegen die andere enthaltend. Die Periode der Doppelherrschaft, die gleich in den ersten Tagen nach dem Sieg der Februarrevolution einsetzte und die selbst im Kern eine Bürgerkriegskonstellation ausdrückte, wurde von einer Regierung, die sich selbst eine „Regierung zur Rettung der Revolution““ nannte, für einige Monate in einem Meer von Bauernaufständen und unter den Gewitterwolken von Putschgerüchten, in einer fragilen Balance gehalten. Die sich immer wieder neu ausbalancierende Doppelherrschaft und das quälende Suchen nach einem Ausweg aus ihr im schwerfälligen Russland gehörte, obwohl sie in Russland fast das ganze Jahr 1917 ausfüllte, inhaltlich nicht dem 20. Jahrhundert an, einem Jahrhundert der Extreme, des Gedankenblitzes, der per se richtig sein muss, einem Jahrhundert der Stahlgewitter, der Blitzkriege. Konnte man aus dem ersten Weltkrieg noch Konturen des Rationalen eruieren, so wurde der zweite Weltkrieg von Hitler schon im Stil eines Amokläufers geführt.

Die Doppelherrschaft in Russland bewegte sich noch in einem anderen Milieu, in das aus dem Osten eine asiatische Trägheit hineinwehte und aus den USA das in großen Firmen einsetzbare Taylorsystem, während Westeuropa den cartesianischen Zweifel nicht mehr beachtete, der philosophisch an seiner Wiege stand, und das Unentschlossene, ja die Philosophie hinter sich gelassen hatte. Im Blitzkrieg öffnet sich urplötzlich ein Fatales immens, von dem Philosophie den Menschen immer entlasten wollte. Die Philosophie musste fallen, damit ein Zeitalter der Gleichgültigkeit sich durchsetzen konnte.

Durch das bäuerliche Übergewicht lag in Russland eine viel gewichtigere Naturverbundenheit vor als in Westeuropa, das sich im Zuge der technisch-industriellen Revolution immer mehr aus dieser löste und eine Autonomie des Individuums forderte, die heute von Robotern wiederum bedroht wird. Diese bürgerliche Autonomie war immer etwas Vordergründiges, in Ideologie Gehülltes. Zwei Weltkriege entlarvten diese Autonomie und zeigten zugleich an, dass der westliche Mensch das Band zwischen sich und der Natur endgültig zerschnitten hat. Im 20. Jahrhundert bildeten sich die USA als westliche Führungsmacht heraus und ihr blieb es vorbehalten, die Zeichen der Zeit amokhaft zu setzen: Hiroshima, Nagasaki, der ‚Agent Orange‘ in Vietnam.

Es wird damit zugleich angezeigt, dass das das Weltbild des Bürgertums von der Rousseau’schen Naturverherrlichung in das Gegenteil umgeschlagen ist: ihrer abgrundtiefen Verachtung, als ob Rousseau die Natur noch einmal zum Absoluten erhob und sie als solches dem Anblick der Europäer freigab, ehe die Konsumwellen und Bombenteppiche alles vernichteten. Die Zerstörung der urbanen Vernunft im 20. Jahrhundert, der die maoistische Bauernguerilla noch zu widerstehen schien, ist in diesem Jahrhundert vollendet worden und der sinnlose Amoklauf gibt heute den leeren Gehalt unserer Epoche am besten wieder. Er wird im 21. Jahrhundert noch mehr als im 20. zum Sinnbild unserer Zeit werden. So taumelt die Welt vor sich hin, ohne Sinn und ohne Ziel. In den Konsumwellen kehrt der Mensch das ihm innewohnende Animalische zur Priorität heraus und vielleicht tut er instinktiv gut daran, für die Wissenschaft ist die Auflösung unserer Sonnensysteme beschlossene Sache. Der Mensch sollte sich hüten, das Universum einem höheren Wesen zu unterstellen, das höher als er selbst ist. Dieses angeblich höhere Wesen wäre ein noch größerer Amokläufer als der Mensch selbst und hätte an Adolf Hitler seine helle Freude gehabt. Nicht Jesus Christus wäre der in Menschengestalt auf Erden wandelnde Gott, sondern Adolf Hitler.

 

Der Sado-Masochismus der Geschichte

2. November 2016

Vor der bürgerlichen Revolution in Frankreich schrieb Rousseau bereits 1762, dass alles Üble vom schlecht regierten Menschen herrühre. Die Marxisten und Anarchisten wussten vor 1917, dass alles Üble vom überhaupt regierten Menschen stamme ! Weder 1917 noch danach wusste der letzte Ministerpräsident der bürgerlichen Regierung vor der Oktoberrevolution, der von den Bolschewiki gestürzte Alexander Kerenski dies. Nach der Februarrevolution, schrieb er in seinen Memoiren, begann Russland wieder „Befehle zu geben und ihnen zu gehorchen“. Das ist das alte Weltbild, das schon mit den Parolen selbst der bürgerlichen Revolution nicht zu vereinbaren ist. Unter Brüdern gibt es weder Befehle noch Gehorsam, ebensowenig wie unter ‚Freien und Gleichen‘. Kurz nach der Oktoberrevolution wurde den Soldaten der Roten Armee in einer ‚Instruktion des Soldaten‘ mitgeteilt, dass ihre Vorgesetzten Brüder seien. Eine Revolution ohne Intention, den aus der Geschichte der Arbeitsteilung stammenden Herr-Knecht-Mechanismus ‚zu knacken‘, ist bereits von vornherein gescheitert. In einem Telegramm des Vertreters des Außenministeriums im militärischen Hauptquartier der Februararmee, die sich aus  der Februarrevolution 1917 in Petrograd gebildet hatte, dem Fürsten Gregorij Trubetzkoi, fällt kurz vor der Oktoberrevolution im Zusammenhang mit der Befürwortung des Kornilow-Putsches der markante Satz, dass die Mehrheit der ländlichen und städtischen Massen nur der Peitsche gehorcht. Das ist Anti-Kommunismus schlechthin und wir sind für diese Aussage außerordentlich dankbar. Obwohl der Sozialrevolutionär Kerenski sich in seinen Memoiren gegen die rechten Kornilowputschisten reinwaschen will, im Antikommunsimus geben sich Kornilow und Kerenski nicht viel, beide sind Sklaven, gebannt im Rahmen eines vulgären Weltbildes. Hier stimmt die Chemie zwischen ihnen.

Seit der Pariser Commune, auch das macht ihre weltgeschichtliche Bedeutung aus, zeichnen sich den Völkern Konturen eines neuen Weltbildes am Horizont der Weltgeschichte ab. Diese Konturen werden nicht ständig deutlicher, sondern sie verflüchtigen sich auch immer wieder. Ab und zu taucht heute die rote Fahne wieder vereinzelt auf, einen neuen Anlauf kontinuierlich und diszipliniert zustrebend. Der Menschheit bleibt kein anderer Ausweg aus der spätkapitalistischen Barbarei als eine Massenbewegung, die auf dem wissenschaftlichen Sozialismus basiert. Gäbe es eine Alternative, einen anderen Ausweg, gäbe es keinen wissenschaftlichen Sozialismus. Nur in ihm finden die Völker den Gehalt an Humanismus, der in der Menschheitsentwicklung vorhanden sein muss, damit sinnvolles Leben auf diesem Planeten überhaupt dereinst möglich werden kann.

Im Kern ist die Geschichte der bisherigen Klassenkämpfe trotz aller in ihr vollzogenen Fortschritte eine Orgie aus Gewalt, Perversion und Bestialität. Die Zarin Alexandra schrieb kurz vor der Oktoberrevolution an ihren Gatten: „Seien Sie Peter der Große, Iwan der Schreckliche, Seien Sie Zar Paul – zertreten sie alle unter ihren Füßen … Liebster, zeige die Macht Deiner Faust – das ist es, was die Russen brauchen … Sie selber verlangen danach … Wir brauchen die Knute !“ Habgier und Herrschsucht treiben die sogenannte Zivilisation voran. Zwei verheerende Weltkriege bilden konsequenterweise den ganzen Stolz dieser bürgerlichen Zivilisation. Die Peitsche ist das Symbol des Sado-Masochismus und einstweilen gelingt es den Soziologen und Politologen im Dienste des Kapitals noch, die Peitsche des Fürsten Trubetzkoi zu kultivieren, sie aus einem Morast kultureller, von der Religion vorangetriebener  Dekadenz herauszuheben und mit ihr zu drohen. Das für sie Fatale ist nur, dass sie immer tiefer in einen Morast einsinken und schon die Gefahr droht, dass ihr Kultobjekt mit dem Morast in Berührung kommt. Wie im Mittelalter ist auch heute das Ziel aller staatlich-pädgogischen Bemühungen von der Schultüte bis zum Universitätsdiplom: die devote Kreatur ! Marx spricht vom „Menschenkehricht“.

Es ist in diesem Zusammenhang auf ein Phänomen hinzuweisen: Ein kleiner Teil der Lohnsklavinnen und Lohnsklaven werden den Masochsimus so sehr verinnerlicht haben, dass sie auch nach einer erfolgreichen proletarischen Revolution als Menschenkehricht nach der kapitalistischen Peitsche winseln werden. Schon während der Pariser Commune ging ein kleiner Teil der Arbeiterinnen und Arbeiter ‚mit den Versaillern‘. Das war sogar noch harmlos im Vergleich zur deutschen Sozialdemokratie, deren ganzes Spießertum am 4. August 1914 bei der Bewilligung der Kriegskredite zum Vorschein kam. Die Nachricht über die Bewilligung hielt Lenin zunächst für eine Fälschung des deutschen Geheimdienstes ! Diese ekelhaften masochistischen Spießer haben den Schatten des Faschismus über das ganze 20. Jahrhundert und darüber hinaus geworfen, bis heute. Nur Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg hielten im August 1914 bis zu ihrer Ermordung mit Unterstützung durch die SPD die rote Fahne hoch. Es gibt heute in Deutschland kein besseres Kriterium für  Volksfeindlichkeit als ein Aussprechen für den Erhalt dieser politischen Partei, die wohl eher einer kriminellen Vereinigung gleicht. Kann es verwundern, dass sich die devoten Kreaturen der Linken und der Grünen zu dieser hingezogen fühlen ?

Dagegen mahnen Revolutionen, die in der Geschichte einen sozialen Fortschritt gebracht haben, an eine Natürlichkeit in den Formen der zwischenmenschlichen Beziehungen, ja an eine Schlichtheit. In den Bauernkriegen werden wir Zeugen einer urwüchsigen Primitivität der Volksmassen. In der französischen Revolution tritt die Primitivät der Volksmassen auf in einer von Robespierre kultivierten Tugend und auch proletarischen Revolutionen ist eine spezifische Primitivität inne, die Lenin in seinem Werk ‚Staat und Revolution‘ explizit betont, die zwingend auch aus dem Grunde ist, weil Revolutionen immer auch auf etwas tief in der Weltgeschichte liegendes Archaisches zurückgehen, auf einen Zustand, in dem die Menschen ohne Staat, ohne Peitsche auskamen. Die proletarische Revolution beinhaltet keineswegs eine Verfeinerung der aufgeblähten, künstlichen und ineffektiven bürgerlichen Staatsmaschinerie, die sich mit einem spezifischen Idiotismus der Bürokratie krönt, sondern diese Revolutionen konzentrieren die ganze Primitivität der Volksmassen auf die Vernichtung der bürgerlichen Staatsmaschine. Der Staatsbürger ist ein künstlicher Sado-Masochist, kein natürlicher Mensch. Auf diesen natürlichen Menschen ohne religiöse, politische, philosophische und sonstige ideologische Schlangenhäute wollte schon der junge Karl Marx hinaus. Es kann kein Zufall sein, dass Clara Zetkin 1917 in ihrer Erörterung der bolschewistischen Revolution  auf den Spruch kommt: „Der alte Urstand der Natur kehrt wieder, wo Mensch dem Menschen gegenübersteht“ (Clara Zetkin, Der Kampf um Macht und Frieden in Russland, in: Clara Zetkin, Ausgewählte Reden und Schriften, Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1957,775). Die Massen haben nicht vergessen, dass in der chinesischen Kulturrevolution den bürokratischen Idioten Schandtüten auf die Köpfe gesteckt wurden.

Nach der Oktoberrevolution blühte zum Beispiel die Folklore der russischen Völker auf, über deren Naivität die Intellektuellen die Nase rümpfen, die immer Schwierigkeiten mit einer revolutionären Materie haben werden. Intellektuelle müssen zu „einfachen“ Arbeitern und Bauern umerzogen werden, schließlich muss auch im Übergang vom Sozialismus zum Kommunismus der Unterschied zwischen Arbeitern und Bauern fallen. Ein Punkt, den man beim Ausmalen des Kommunismus, beim Ausmalen eines Lebens ohne Staat und ohne Peitsche nicht übersehen darf.