Über den fundamentalen Unterschied zwischen Gesellschafts- und Naturwissenschaften

Wie es ein Wechselverhältnis zwischen sozialer Revolution, Materialismus und Atheismus gibt, so gibt es auch ein Wechselverhältnis zwischen Konterrevolution, Idealismus und Religion und sodann noch ein Wechselverhältnis zwischen Revolution und Konterrevolution selbst.  Der vormarxsche Materialismus wusste zwar, dass das Sein das Bewußtsein bestimmt, nicht aber, dass es das gesellschaftliche Sein ist, das das Bewußtsein bestimmt. 1. Der alte Materialismus konnte den politisch-historischen Ereignissen noch keinen Klassensinn unterlegen und die sich wandelnden Wechselbeziehungen der Klassen wissenschaftlich eruieren und zur Sprache bringen. Dieser Sprung nach vorn in der menschlichen Erkenntnis wurde bedingt durch die naturwüchsig vor sich gehende große industrielle Revolution 2., von der der Marxismus stark abhängt, insofern durch sie die Vergesellschaftung der Arbeit einen ungeheuren Schub erfuhr. Durch die Ende des 18. Jahrhunderts einsetzende industrielle Revolution, die mit einer starken Bevölkerungsvermehrung und dem Aufkommen des Malthusianismus verbunden war, wurde die Erkenntnis der materiellen und gesellschaftlichen Zusammenhänge ungemein gefördert und die Bedingungen für den Sprung vom mechanischen zum dialektischen Materialismus waren durch sie gegeben.

Der historische Materialismus mit der ihm entwachsenen Klassenkampftheorie konnte erst wissenschaftlich entwickelt werden, nachdem sich die Gesellschaft in zwei große Lager gespalten hatte: in das des Proletariats und in das der Bourgeoisie. Auch diese Spaltung ist eine Frucht der industriellen Revolution und der Expropriation des Landvolks von Grund und Boden im Zuge der Herstellung eines inneren Marktes für das industrielle Kapital. Das Proletariat ist durch die Einführung der Maschinen ins Leben gerufen worden, stellte der junge Engels 1842 in Manchester fest. Die industrielle Revolution mit der Potenz, die Produktion ins Unendliche zu vermehren, setzte omnipotente Phantasien frei und wies zugleich die historische Vergänglichkeit von allem an. Der Prozess ist ein Vorwärts und Rückwärts zugleich, gegen sich arbeitend.  Ohne Phantasien im Hintergrund wäre die Oktoberrevolution in Russland nicht erfolgreich gewesen. In diesem rückständigen Agrarland beflügelte die Tatsache, dass in ihm in sehr kurzer Zeit Industrien emporgeschossen waren, bis zu deren Blüte Westeuropa Jahrhunderte brauchte. Eine Industrialisierung könnte sich also rasch nachholen lassen. Diese Überlegung hatte sich in den Gehirnen der führenden bolschewistischen Revolutionäre festgesetzt. Eine zügige Industrialisierung – das war ja nun wohl die Leimrute, die die Geschichte für die jungen bolschewistischen Vögelchen, trunken von den aufgepickten Aprilthesen, nach der Februarrevolution 1917 ausgelegt hatte.

Der mechanische Materialismus, so historisch notwendig er war, auch er bereits eine wenn auch nicht immer scharfe Waffe gegen die feudale Ideologie, war beschränkt, er konnte zur Erklärung der Bewegung der Materie nur äußere Anstöße anführen. Goethe war auf der Höhe der Zeit, auf der Höhe Hegels, als er Faust besessen forschen ließ, was die Welt im Innersten zusammenhält. „Im eigentlichen Sinne ist die Dialektik die Erforschung des Widerspruchs im Wesen der Dinge selbst“. 3. Im Zuge der Emanzipation der Bourgeoisie gegen die feudalen Gewalten ‚Adel und Klerus‘ werden wir Zeugen der Ablösung der von Descartes begründeten mathematischen Rationalität als dem Kern wissenschaftlichen Denkens, dem sich noch Kant verpflichtet fühlte, durch die Durchdringung von Objektivität durch die tief innerliche und ruhelose Dialektik. Ein Rationalist steht der Hegelschen Intention des Denkens, durch sich selbst ich allem sich selbst zu fiinden, ganz fremd gegenüber. Dialektisches Denken ist ein sich stets selbst transzendierendes, sich steigerndes Denken, das sich damit auch immer zugleich negativ gegen sich selbst richtet, es denkt sich als ein in sich Entgegengesetztes als Abbild widersprüchlicher Prozesse. Ohne Wechselspiel zwischen Sein und Nichts, Existenz und Nichtexistenz gäbe es keine Prozesse, die sich immer negativ gegen sich selbst verhalten.

Der mechanische Materialismus war zu eng geworden, das Weltgeschehen zu erfassen. Das Weltbild wandelte sich: die Welt ist nicht ein Komplex fertiger Dinge, sondern ein Komplex von Prozessen. Die mathematische Methode reichte nicht mehr hin, die Dialektik kam auf als eine „Prozesswissenschaft“, genauer: als eine wissenschaftliche Methode, die für Hegel die Bewegung des Begriffes selbst ist. Die dialektische Methode eruiert, nach welchen Gesetzen Prozesse ablaufen, wobei sie sich besonders auf die Übergänge von einer Prozessperiode zur folgenden konzentriert. Es reicht nicht aus, eine Prozessperiode nur gemäß ihren Faktenknochen abzubilden, sondern es gilt zu eruieren, dass und wie das zunächst kleine Neue sich im zunächst großen Alten  entwickelt.   Konnte sich in den der Natur zugewandten Agrargesellschaften noch ein Weltbild halten, das analog der immer in der gleichen Abfolge wiederkehrenden Jahreszeiten Geschichte als ständige Wiederkehr des Gleichen deutete, weil die unveränderte Beibehaltung der alten Produktionsweise die erste Existenzbedingung der industriellen Klassen war 4., so brachte die urbane Dynamik ein Weltbild hervor, das vom Gedanken der Entwicklung, der ständigen Höherentwicklung geprägt war. Durch die technisch-industrielle Revolution waren Stätten der Produktion nicht mehr primärabhängig von natürlichen Kraftquellen. Sie konnten wandern, und sobald sie sich niedergelassen hatten, konnten qualifiziertere Arbeiter leicht von einer Arbeit in eine andere wandern.  Durch die technisch-industrielle Revolution war die Möglichkeit gegeben, dass der Bauer aus dem Idiotismus des Landlebens, aus einer Naturbefangenheit  herausgerissen wurde und von einem Herrn über eine Handvoll Hühner zu einem Ausbeutungsobjekt in den großen Städten wurde, in denen die Naturwissenschaft Naturbefangenheit verdrängt hatte. Die bürgerliche Wissenschaft muss mit Vorbehalten anerkennen, dass die Welt ein Komplex von Prozessen ist, nur deutet sie diese lediglich evolutionär (sozialdemokratisch), nicht dialektisch. Sie operiert summativ, so dass ihr  Einfaches immer komplexer wird. Damit ist sie nicht auf der Höhe der kommunistischen Urgesellschaft, die in der bestimmten Negation aufgehoben ist und sich durch die Negation ihrer Negation zum Kommunismus hinentwickelt.

Politisch entsprach die bürgerliche Revolution diesem Prozess, in der das bisherige rurale Objekt der Naturgeschichte ein urbanes der industriellen Produktion wurde. Die mechanischen Materialisten, die einseitig mit den Naturwissenschaften ihrer Zeit korrespondierten und noch nicht die Früchte der technisch-industriellen Revolution kennen und ernten konnten, waren noch nicht in der Lage, den Materialismus auf gesellschaftlich-historische Prozesse stichhaltig anzuwenden. Daran ‚krankte‘ die ganze bürgerliche Aufklärung, die auf das Ideal eines aufgeklärten Monarchen ausgerichtet blieb (siehe Kants plumpes Lob auf Friedrich), auch weil sie über keinen wissenschaftlich durchdachten Begriff einer objektiven Geschichtsentwicklung verfügte, den erst Hegel, ein Kritiker der bürgerlichen Aufklärung, auf den Begriff brachte. Für Engels war die Revolution von 1789 nur ein halbe Revolution. Sie hatte nicht einmal das Wahlrecht für Frauen durchgesetzt.

Die technisch-indutrielle Revolution hatte auch eine Revolution im Verhältnis der Gesellschaftswissenschaften zu den Naturwissenschaften ausgelöst und gerade die Bedeutung der Gesellschaftswissenschaften akzentiert, so widersinnig dies zunächst erscheinen mag. Die bürgerlichen Ideologen vor der französischen Revolution konnten, nachdem sie die Einschränkung der Forschungen durch die Theologie beiseite geschoben hatten, ihren Materialismus nur wesentlich naturwissenschaftlich untermauern und hatten für die großen Fragen der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft noch keine wissenschaftlichen Grundlagen. Erst die theoretische Emanzipation der Arbeiterklasse ist sowohl naturwissenschaftlich als auch gesellschaftswissenschaftlich untermauert. Wir erhalten also auch von der theoretischen Seite her den Wink, dass die Emanzipation der Arbeiterklasse keine ausbeuterische Minderheit an die Macht bringen wird, die die Totalität der Gesellschaftswissenschft scheut.“Sozialistisches Bewußtsein kann sich erst dann entwickeln, wenn zu der Erkenntnis der Gesetzmäßigkeiten der Natur auch die der Gesellschaft hinzugekommen ist“. 5.  In Ausbeuterordnungen kann es kein übergreifendes Korrespondenzverhältnis zwischen Gesellschafts- und Naturwissenschaften geben, auch der Gaul der  Geschichte der Wissenschaften hinkt.  „Daher wird die Entfaltung des sozialistischen Bewußtseins durch alle Vorgänge gefördert, die die Klassengrundlage der bürgerlichen Gesellschaft auflösen“ 6.

Heute besteht der fundamentale Unterschied zwischen den Gesellschaftswissenschaften, deren Bedeutung wissenschaftsgeschichtlich später als die der Naturwissenschaften bewußt wurde, noch Bacon sieht nur in der Natur Vermehrung, nicht in den Meinungen, und den Naturwissenschaften darin, dass erstere durch den Marxismus ihren höchsten Grad an Totalität erreicht haben. „Aber das moderne bürgerliche Privateigentum ist der letzte und vollendetste Ausdruck der Erzeugung und Aneignung der Produkte, die auf Klassengegensätzen, auf die Ausbeutung der einen durch die andern beruht“. 7. Es kann in den Naturwissenschaften keinen Satz geben, der selbst nur rudimentär analog ginge. Die Gesellschaftswissenschaften kamen später zum Bewußtsein ihrer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung als die Naturwissenschaften.  Festen Boden unter die Füße bekamen diese  bereits durch Galileis Kritik an  Thomas von Aquin, der aus Gründen päpstlicher Hoheitsansprüche über die Wissenschaften die wissenschaftliche Unberechenbarkeit der Natur vertrat. Gegen das mittelalterliche Naturbild, dass die Natur unbeständig und unsicher sei und – so Thomas von Aquin in „De Trinitatis“ – die Naturwissenschaften auf Grund dieses ihres Gegenstandes nicht zu endgültigen ganz abgesicherten Erkenntnisse gelangen könnten, vertrat Galilei eine logische Struktur der Natur: sie bilde ein geordnetes Ganzes, handele mit Notwendigkeit und verstoße nie gegen ihre eigenen Gesetze, zudem bediene sie sich der einfachsten Mittel. 8. 

Die Gesellschaftswissenschaften  hatten dagegen niemals eine Begründung durch sich selbst, im Gegenteil, ihre Auflösung ist gegeben im Proletariat, dem das Kapital trotz Kultivierung der bürgerlichen Rechtspflege Unrecht schlechthin zufügt und das daher die bestehende Ausbeuterordnung nicht verbessern kann, sondern um sein Menschsein willen gezwungen ist, eine neue Gesellschaft ohne Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu gründen … eine Gesellschaft ohne Klassen, ohne Klassenkampf und folglich auch ohne Marxismus. Dieser als Anleitung zum politisch-revolutionären Handeln in Klassengesellschaften erübrigt sich in einer klassenlosen Gesellschaft, in der es keine Klasse mehr zu bekämpfen und zu unterdrücken gilt, die Aufhebung der bürgerlichen Klassengesellschaft durch die revolutionäre Tätigkeit des Proletariats schließt die Selbstaufhebung des Proletariats und die des Marxismus bei Aufhebung des nichtantagonistischen Widerspruchs zwischen Arbeitern und Bauern mit ein. Wie schwierig es ist, den philosophischen Materialismus auf gesellschaftliche Prozesse anzuwenden, wird deutlich im Wirken Ludwig Feuerbachs. Trotz fruchtbarer materialistischer Ansätze bestimmen sich die Charaktere historischer Epochen für ihn durch – ? … durch die Religion.

Die vom Kapital befreite menschliche Gesellschaft wird dagegen nicht nur nicht ohne Naturwissenschaften auskommen können, diese werden bei Freisetzung der Produktivkräfte in Dimensionen vorstoßen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Klassenbedingte Herrschaft des Menschen über den Menschen und politische Gesellschaftswissenschaften verhalten sich ebenso reziprok wie Anarchie und nur noch benötigter Naturwissenschaften. Hier erst wirklicher Freiraum und disponible time für Kunst und Musik. Die Geschichte der Gesellschaftswissenschaften in ihrem Verhältnis zu den ökonomischen Gesellschaftsformationen zeigt uns, dass man mit den Gesellschfatswissenschaften nicht fertig werden kann durch ihre abstrakte Negation durch die bis 1917 herrschenden Klassen, die bis zu Bücherverbrennungen ging. Nicht erst die Nazis, schon Minister des Absolutismus ließen 1762 Rousseaus Gesellschaftsvertrag und Rousseau Erziehungsroman ‚Emile‘ gleichzeitig auf den Treppen des Pariser Justizministeriums verbrennen. Brauchten die ausbeutenden Klassen die Naturwissenschaften zur Steigerung der Produktion, so hatten sie natürlich kein Interesse an einer gesellschaftswissenschaftlichen Weiterentwicklung ihrer Ausbeutungsobjekte, nur an einer technischen. Die große kapitalistische Industrie schafft erst die Bedingungen, unter denen die verknöcherten Gestalten des Produktionsprozesses „stetem Wechsel der Arbeit, Fluß der Funktion und allseitiger Beweglichkeit des Arbeiters weichen“. 9. Aber das alles verläuft einseitig, es ist ganz abwegig, es für möglich zu halten, dass sich aus der Belegschaft eines großen Industrieunternehmens  ein Literaturkreis bildet, um in der sogenannten Freizeit, sagen wir, kollektiv Goethes Werther zu lesen und kollektiv zu besprechen. Das geht schon deshalb nicht, weil die Arbeit, sobald sie tagesmäßig vertraglich endet, wie die Pest geflohen wird. Die bloße Konzentration in der Fabrik gibt keinen Hebel der Revolution ab.

Obwohl die Bourgeoisie sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde schafft, sind ihre Ideologen nicht in der Lage, diese wissenschaftlich richtig widerzuspiegeln. Das Abbilden der Entwicklungsgesetze der Natur und der menschlichen Gesellschaft im menschlichen Denken ist insofern widersprüchlich, als es von spezifisch widersprüchlichen Klassenkonstellationen bedingt ist, die den Nachweis ermöglichen, dass der wissenschaftliche Konflikt ein Reflex der Dialektik von Revolution und Konterrevolution ist. Der dialektischen Abbildung als dialektischer Prozess steht die ideologische entgegen, die den lebendigen Weltprozess unter der Kategorie der Ewigkeit auf eine zeitlich befristete Klassenherrschaft deformativ fixiert. Aus der Fixierung von Prozessualität ergibt sich die ideologische Weltinterpretation als verzerrte Realität, in der sich Klassenherrschaft als unabänderlich ergeben soll. In der Vereinnahmung einer historisch, also nur für einen bestimmten Zeitraum tätigen und gültigen Prozesskonstellation als ewige, spiegelt sich die prätendierte Allmacht einer bestimmten Eigentumsform über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wider. Marx und Engels haben dargelegt, dass die Blockade dialektischen Denkens eigentumsbedingt ist: „Die interessierte Vorstellung, worin Ihr eure Produktions- und Eigentumsverhältnisse aus geschichtlichen, in dem Lauf der Produktion vorübergehenden Verhältnissen in ewige Natur- und Vernunftgesetze verwandelt, teilt ihr mit allen untergegangenen herrschenden Klassen. Was ihr für das antike Eigentum begreift, was ihr für das feudale Eigentum begreift, dürft ihr nicht mehr begreifen für das bürgerliche Eigentum“. 10. Der Kern der marxistischen Weltveränderung ist die revolutionäre Veränderung der bürgerlichen Eigentumsverhältnisse.

Der Frühkommunist Wilhelm Weitling zum Beispiel sagte der Humanmedizin im Kommunismus eine große Zukunft voraus, was sehr verheißungsvoll ist. Wer ist der schäbige Lump, der sich dagegen ausspricht, dass in kollektiven, nicht profitorientierten Produktionsprozessen die Zahl der Arbeitsunfälle rapide zurückgeht, während auf der anderen Seite eine technisch hochentwickelte Humanmedizin bereitsteht, immer bessere und kürzere Heilmethoden zu entwickeln, die uns heute noch phantastisch vorkommen. Als Fourier im 19. Jahrhundert verkündete, dass die Menschen in einem nichtkapitalistischen Produktionssystem 144 Jahre alt werden können, hatte man das als Spinnerei abgetan, heute kann man das nicht mehr machen. Diese schäbigen Lumpen gibt es heute. Aus ihren eigenen Eingeweiden produziert die bürgerliche Gesellschaft fortwährend diese schäbigen Lumpen, Bücherverbrenner und Volksfeinde, die niedergehalten werden müssen. “Das Eigentum ist abscheulich“…schrieb  Morelly schon 1755 in seinem „Gesetzbuch der Natur“: “ … und wer es wieder einzuführen versucht, soll wie ein rasender Narr und Feind der Menschheit zeitlebens eingesperrt werden.“ 11. Im kommenden US-Präsidenten Trump ist jetzt dieser rasende Narr aufgetaucht, der nicht auf einen Präsidentenstuhl gehört, sondern im Namen der Völker der Welt hinter Schloss und Riegel.

1. Vergleiche Karl Marx, Zur Kritik der politischen Ökonomie,  Werke Band 13, Dietz Verlag Berlin, 1960, 9

2. Vergleiche Karl Marx, Das Kapital, Werke Band 233, Dietz Verlag Berlin, 1960,499

3. Lenin, Konspekt zu Hegels Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, in: Lenin, Über Hegelsche Dialektik, Reclam Verlag Leipzig, 1986,179. Hegel dringt zwar tiefer in die Materie der Geschichte ein als die französischen Materialisten und erkennt, dass in ihr hinter den vordergründigen Triebkräften noch verborgene hausen müssen. Sein Fehler war, diese Kräfte nicht in der Geschichte selbst, sondern in der Philosophie zu suchen. (Vergleiche Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin, 1960,298). Hegel ist damit unfähig geworden, ein Historiker zu sein, er ist immer ein Geschichtsphilosoph. Der wahre Mensch ist für ihn nicht der Mensch, sondern der Philosoph.

4. Vergleiche Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960,465

5. Hermann Ley, Oktoberrevolution und Wissenschaft, in: Oktoberrevolution und Revolution, Beiträge der Deutschen Zeitschrift für Philosophie zum 40. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1958,103). 

6. a.a.O.

7. Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960,475

8. Siehe sein Brief an Castelli vom 21. Dezember 1613 

9. Karl Marx, Das Kapital, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1960,451f. 

10. Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960,478

11. Siehe: Alexis de Tocqueville: Der alte Staat und die Revolution, rororo klassiker, Rowohlt Verlag Hamburg 1969,143. Fünf Jahre früher hatte Rousseau Analoges verfasst. In den  anklagenden Sozialtexten dieser beiden Theoretiker begegnen wir dem Höhepunkt der Sozialkritik der französischen Aufklärung. Zu erinnern ist auch an die Aussagen Jean Paul Marats und Denis Diderots, dass die Klasse der unglücklichen Arbeiter der gesündeste Teil der Nation sei (Marat) und dass das Unglücklichsein des Tagelöhners das Unglück der ganzen Nation nach sich ziehe (Diderot).

 

 

 

 

 


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