Helmut Kohl – der ‚Kanzler der Einheit‘

Ich schreibe diesen Artikel bewusst am 13. August, am 56. Jahrestag des Berliner Mauerbaus. Am 16. Juni 2017  ließ die Partei DIE LINKE zum Ableben von Helmut Kohl verlauten, mit ihm verliere Deutschland eine prägende Persönlichkeit. Träfe das zu, so wäre das schlimm für das deutsche Volk, man muss sich von solch einem Konterrevolutionär nicht prägen lassen, sondern man muss solche Type weit von sich spucken. Kohl wurde 1930 geboren und trat mit 16 Jahren, also 1946, in die Partei Adenauers ein. Bekanntlich wies Adenauer 1952 die Stalin-Note zurück, Kohl hätte als Mann der Einheit des deutsche Volkes sofort aus dieser spalterischen Verräterpartei am deutschen Volk austreten müssen, aber dieser  Konterrevolutionär war insgesamt 71 Jahre, bis zu seinem Tod, Mitglied der Partei, die die Spaltung Deutschlands zu verantworten hat. Gerhard Schiller hat in seinem Aufsatz ‚Gedanken über und um Kohl‘ betont, dass die Wiedervereinigung Kohl nur zugefallen sei (Vergleiche Gerhard Schiller, Gedanken über und um Kohl, in: offensiv, Nummer 4 / 2017,25).  Das ist richtig, deshalb gilt: Josef Stalin – ein Freund des deutschen Volkes / Helmut Kohl – ein Feind des deutschen Volkes.

Können wir denn überhaupt von einer deutschen Einheit sprechen, wenn zur Einheit einer Nation auch die territoriale Souveränität gehört ? Noch immer gibt es auf dem Territorium des deutschen Volkes imperialistische Militärbasen, auf denen jeden Morgen ausländische Fahnen hochgezogen werden. Die bürgerliche Kompradorenregierung steht aus Angst vor einer Volksbewaffnung unter proletarischer Führung vor allem unter dem us-amerikanischen Militärstiefel, den sie  begierig leckt. Sie macht sich vor aufgeklärten und fortschrittlichen Menschen lächerlich, wenn sie das Wort von der deutschen Einheit in dem Mund nimmt.

Die Bourgeoisie hat zwar stets die grossen Wörter ‚Einheit des Volkes‘ und ‚Einheit der Nation‘ in den Mund genommen, aber schon während der französischen Revolution verbot die französische Bourgeoisie der Arbeiterklasse Frankreichs durch ein Dekret vom 14. Juni 1791, sich zu vereinigen, spaltete also das Volk. Selbst die Jakobiner, die das Land ein Jahr lang, vom Juni 1793 bis Juni 1794, regierten, ließen dieses Dekret unangetastet und traten die Rechte der Mehrheit des französischen Volkes mit Füßen. (Vergleiche Karl Marx, Das Kapital, Werke Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1960,769f.). Die französische Revolution von 1789 wird von interessierten Kreisen gern als eine große Revolution verbreitet, aber wir müssen bedenken, dass es in ihr gerade nicht zur Zerschlagung des Staatsapparates der absoluten Monarchie gekommen war, sondern zu seiner Weiterentwicklung und Vollendung durch Napoleon. Die Dialektik der Geschichte des klassischen bürgerlichen Staatsapparates verlief gerade so, dass die Bourgeoisie das Instrument, das zur halbherzigen Befreiung vom Feudalismus diente, umschlug in einen Repressionsapparat des Kapitals gegen die Arbeit. Die Herrschaft der Bourgeoisie bedeutet Volksausplünderung, die schon der bürgerliche Aufklärer, der nicht gerade arme Voltaire als die wahre Staatskunst des Bourgeois denunzierte. Die Kunst der Politik bestand für Voltaire darin, das Geld aus der Tasche von Leuten einer Klasse in die Taschen von Leuten einer anderen Klasse zu bewegen. Das fand auch unter Helmut Kohl in unverschämter Weise statt. Marx hatte schon 1844 im ‚Elend der Philosophie‘ die wechselseitige Bedingtheit von Reichtum und Armut als Fundamentalkonstellation der bürgerlichen Gesellschaft herausgearbeitet. Deshalb  können nur  proletarische Revolutionäre die großen Einiger der Völker sein, die nach Einheit, Frieden und Beseitigung von Klassenunterschieden streben.

Nach dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 kam es in der Generallinie zur Verwässerung, ja zur Fälschung dialektischen Denkens, was zur Folge hatte, dass die Revisionisten auf den revolutionären Klassenkampf verzichteten und den nationalrevolutionären Gedanken von der Einheit der Nation preisgaben. In Berlin wurde 1961 eine Mauer errichtet, im gleichen Jahr, als man in Moskau Stalin, der der  Garant der deutschen Einheit gewesen war, aus dem Lenin-Mausoleum entfernte. Ich erinnere mich noch an einen Vortrag des DDR-Chefphilosophen Manfred Buhr im Jahr 1982 im Leibniz-Saal der niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover. In der dem Vortrag folgenden Diskussion belog er dreist die Anwesenden mit der Aussage, dass für Lenin die Einheit der Gegensätze absolut, der Kampf der Gegensätze nur relativ sei. Genau umgekehrt verhält es sich. Aber diese Vertauschung war notwendig, um die friedliche Koexistenz zu rechtfertigen. Es gibt keine Dialektik der Welt, die die Errichtung des Reiterdenkmals Friedrichs des sogenannten Großen vor der Humboldt-Universität mit Blick auf das damals abgeriegelte Brandenburger Tor zusammenbringen kann mit dem von Chrutschow und seinen DDR-Ablegern proklamierten Übergang vom Sozialismus zum Kommunismus, insbesondere, wenn man sich vor Augen hält, was Marx und Engels über das reaktionäre Preußentum geschrieben haben. Es stehen einem nicht nur die Haare zu Berge, sie fallen aus.

Dem deutschen Volk steht also der große Befreiungskrieg noch bevor, in dem die ausländischen NATO-Militärbasen durch die Wucht eines Volkskrieges zermalmt werden. Natürlich haben proletarische Revolutionäre ihren Schwerpunkt auf den Verfolg der Dialektik von Lohnarbeit und Kapital zu  setzen, um den geeigneten Augenblick zu erfassen, in dem diese unter der Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparates gesprengt werden kann. Für die Vorbereitung der großen Volkserhebung gegen den Imperialismus sind die militärtehoretischen Schriften von Engels, Lenin, Stalin, Mao und Giap kein Schnee von gestern. Stalin wies uns nach dem zweiten Weltkrieg darauf hin, dass man heute nicht mehr bei Clausewitz in die Schule gehen könne. Was noch, allerdings sehr bedingt, von Interesse ist, das sind die Schriften von Gneisenau und Scharnhorst zur Kleinkriegführung. Ein großer Befreiungskrieg schließt eine Guerillakriegführung unbedingt ein. Es versteht sich von selbst, dass das höhere Offizierskorps der Bundeswehr, das durch Belecken imperialistischer Militärstiefel schon ganz wunde Zungen bekommen hat, weder für den großen noch für den kleinen Verwendung finden kann, ohnehin wird man es in den Kasernen  der Imperialisten wiederfinden.

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