Die Instrumentalisierung eines „edlen Menschen“ Der Fall Liu Xiaobo

Um Mißverständnissen vorzubeugen, ich will mit diesem Artikel keinesfalls die KPCh in Schutz nehmen, die chinesische Arbeiterklasse bekommt sehr wenig ab von den Reichtümern, die sie schafft, vieles an dem Kurs der KPCh ist zu korrigieren. Man sollte einen guten einfachen sozialistischen Grundsatz hervorkehren: Verkürzung des Arbeitstages, damit die Arbeiterklasse mehr Zeit hat sich politisch revolutionär zu entwickeln. Mir geht es darum, aufzuzeigen, daß Imperialisten mit der Marionette Liu versuchen, an die von der chinesischen Arbeiterklasse geschaffenen Reichtümer heranzukommen.

Der Imperialismus, der in sogenannten Krisenregionen einen Teil seiner Mordmaschinerien laufen läßt und weltweit seine anderen in Stellung hat oder bringt, hat in einem chinesischen Gefängnis einen edlen Menschen entdeckt, der vom Nobelpreiskomittee in Oslo unter Vorsitz des Sozialdemokraten Jagland den Friedensnobelpreis zugedacht bekommen hat. Dass es unter Leitung eines Sozialdemokraten, also eines gemäßigten Faschisten tagte, ist schon sehr aufschlußreich. Weltweit täuschen die sich in den Händen der Kapitalisten befindlichen Massenmedien die Öffentlichkeit: dass der Friedensengel für 1,3 Milliarden Chinesen und für den Rest der Welt als Vorbild für gewaltfreies demokratisches Verhalten dargestellt wird, hat nur einen Haken: wer sich für Demokratie einsetzt, setzt sich für Gewalt ein. Denn „Demokratie ist eine Staatsform, eine der Spielarten des Staates.“ 1. Landläufig wird Demokratie so erklärt, dass sich in ihr die Minderheit der Mehrheit zu beugen hätte. „Demokratie ist NICHT (kursiv von Lenin) identisch mit Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit. Demokratie ist ein die Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit anerkennender STAAT (kursiv von Lenin), d.h. eine Organisation zur systematischen GEWALTANWENDUNG (kursiv von Lenin) einer Klasse gegen die andere, eines Teils der Bevölkerung gegen den anderen.“ 2. Ich weiß nicht, ob das Komittee gut beraten war, einem Intellektuellen den Friedensnobelpreis zuzusprechen, der sich für die systematische Gewaltanwendung eines Teils der Bevölkerung gegen den anderen ausspricht. Dass der stark unter dem Einfluß des deutschen Philosophen Nietzsche stehender Irrationalist Liu in den Augen der KPCh ein Krimineller ist, ist durchaus nachvollziehbar, seine in der Charta O8 aufgestellten Forderungen riechen nur allzusehr nach bürgerlicher Konterrevolution. So sehr, dass es auch der Redakteur der Frankfurter Rundschau, Bernhard Bartsch, erfasst hat, der Liu einen aufrichtigen Intellektuellen und überzeugten Demokraten nennt: „Der Weg zu einem neuen politischen System ist lang und hart.“ 3. Was mag denn das für eine neues politisches System sein ? Reden wir Klartext: „Die Formen der bürgerlichen Staaten sind außerordentlich mannigfaltig, ihr Wesen ist aber ein und dasselbe: Alle diese Staaten sind so oder so, aber in letzter Konseqenz unbedingt eine DIKTATUR DER BOURGEOISIE (kursiv von Lenin). Der Übergang vom Kapitalismus zum Kommunismus muß natürlich eine ungeheure Fülle und Mannigfaltigkeit der politischen Formen hervorbringen, aber das Wesentliche wird dabei unbedingt das EINE sein: DIE DIKTATUR DES PROLETARIATS (kursiv von Lenin). 4. Da haben wir den“ spezifischen Pazifismus“ Liu Xiaobos, Spaß beiseite. 1956 hat das deutsche Bürgertum durch sein ihm höriges Bundesverfassungsgericht ganz im Stile einer Diktatur die KPD verboten, viele Genossen hatten schwer unter der Verfolgung zu leiden, und doch sollten wir der Bourgeoisie dankbar sein, sie macht es uns vor: die Diktatur des Proletariats wird ebenfalls nicht zögern, nach und nach eine bürgerliche Partei nach der anderen als Schmarotzer am deutschen Volk zu verbieten. Wo kämem wir denn auch wieder hin, wenn solche Parteien legal blieben ? In die Sklaverei der Lohnarbeit ! Nein, das wollen wir nicht, auf dem Weg zum Kommunismus schläft die Demokratie ein 5. und die kommunistische Partei hebt sich selbst auf.

1. Lenin, Staat und Revolution, Lenin Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin 1960, 486

2.a.a.O., 469

3.Berhard Bartsch: Die Macht des Nobelpreises, Frankfurter Rundschau vom 9./10. Oktober 2010, Seite 11. Andrea Seibel bezeichnet Liu Xiaobo in ihrem Kommentar in der WELT als Leuchtturm in der Dunkelheit (Andreas Seibel, Der Freiheit eine Gasse, DIE WELT,9.10.2010, Seite 1) Ich möchte doch wohl eher von einem Leuchtturm des Mittelalters sprechen. Gleichwohl ist die Verurteilung zu 11 Jahren Gefängnis entschieden zu hoch.

4. Lenin, Staat und Revolution, Lenin Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin 1960, 425.

5.a.a.O.,409

Heinz Ahlreip, Hannover, 11.10.2010

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2 Antworten to “Die Instrumentalisierung eines „edlen Menschen“ Der Fall Liu Xiaobo”

  1. Dr. S. Weitenbach Says:

    Der Artikel ist schlecht und enthält wesentliche inhaltliche und logische Fehler. Es ist ein Skandal, dass solch ein unwissenschaftliches Geschwafel publiziert werden darf. Ich habe eigentlich immer eine hohe Meinung von ihnen gehabt Herr Ahlreip, aber nun muss ich meine Ansicht gezwungenermaßen ändern.

    • dierostigelaterne Says:

      Sehr geehrter Herr Dr. Weitenbach
      Wesentliche Fehler scheinen so wesentlich nicht zu sein, wenn Sie sie nicht einmal angeben wollen. Ihr Kommentar kann auch als Kommunikationsabbruch gedeutet werden.
      Auch ein Schwafler kann doch durch Einsicht in seine wesentlichen Fehler vielleicht etwas auf den Weg der Besserung gebracht werden. Und das ist doch schon etwas. Ich richte mich nach dem Prinzip der Kritik und Selbstkritik und arbeite an mir. Für eine konkrete Fehlerbenennung wäre ich Ihnen sehr dankbar. Sind Ihre Angaben stichhaltig, werde ich den Text dementsprechend korrigieren.
      Viele Grüße von der rostigen laterne

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