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Eine betrunkene Fuselhändlerin Käßmann (Dr. Lügnerin) wirbelt Medienstaub auf

7. Januar 2010

„Nur wer die schrecklichen Auswirkungen eines langen Krieges kennt, vermag die überragende Bedeutung einer raschen Beendigung zu sehen.“

Sun Tsi (Die Kunst des Krieges)

Eine Neujahrspredigt der EKD-Vorsitzenden Landesbischöfin Margot Käßmann hat es in die Schlagzeilen der bürgerlichen Medien gebracht. In ihnen wird räsonniert über Krieg und Frieden, Religion und Gewaltspirale…usw…usf, während in Afghanistan weiter Soldaten sterben. Liest man sich die Artikel in den bürgerlichen Zeitungen durch, so werden wir Zeugen eines Wirrwarrs von widersprüchlichen Äußerungen der Politiker/innen zu dem Thema Krieg und Frieden, und doch zeichnen sich bei genauerem Hinsehen in diesem Wirrwar die Physiognomien der verschiedenen Klassen der bürgerlichen Gesellschaft ab. Lenin lehrte den Arbeitern und Bauern, den Völkern, dass man bei jedem Krieg nach seinem Charakter fragen muss, nach seinem sozialen Inhalt, nach den Klassen, die ihn führen und nach der Politik, die ihn vorbereitet hat,  nach seinem strategischen Zweck.

Zunächst muss man zur Person der Landesbischöfin an Lenins Bestimmung der Religion erinnern. „Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenanlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen.“ 1. Wie die Taliban in Afghanistan das Mittelalter repräsentieren, so repräsentieren unsere christlichen Mullahs  in Deutschland es nicht minder. Es zeugt ja gerade von einer mittelalterlichen Borniertheit der bürgerlich-sozialdemokratischen Politiker, dass sie das unwissenschaftliche Geschwafele  der Bischöfin überhaupt ernst nehmen, die sich mit ihrer „Phantasie für den Frieden“ einer Lächerlichkeit der Weltfremdheit preisgibt. Schäuble erinnert daran, dass die Bundeswehr im Auftrag der UNO tätig ist, er ist aber auch daran zu erinnern,  dass die UNO es im Koreakrieg zuließ, dass die us-amerikanischen Aggressionstruppen unter General Mac Arthur während des Koreakrieges unter dem Banner der UNO in der südkoreanischen Hafenstadt Pusan landeten, um die Volksbefreiungskräfte zurückzuschlagen. Noch heute ist die UNO als Unterdrückerin in Korea stationiert. Wer sich auf die UNO beruft, zeigt gerade, dass er ein Volksfeind ist, der sich für die Unterdrückung der Völker einsetzt. Des weiteren haben die Imperialisten auf einmal ihr Herz für die afghanischen Frauen entdeckt, die Frauen, ja die Frauen…erstens tun diese Herren in ihren eigenen Ländern nichts, um sie von dem religiösen Fusel zu befreien, noch mehr, in keinem kapitalistischen Land bekommen die Frauen den gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Befreiung vom mittelalterlichen Fusel und vom Kapital ist dann auch die ureigenste Angelegenheit der Arbeiterinnen und Bäuerinnen. Und diese die Arbeitskraft der Frauen blutsaugenden Kapitalisten spielen sich in Afghanistan als Vertreter moderner Gleichberechtigung auf. 2.Der niedersächsische Innenminister Schünemann, selbst in einem mittelalterlichen Schwarweißdenken befangen – alles Linke kommt vom Satan –  geht mit der Bischöfin besonders hart ins Gericht, sie beurteile den Afghanistan-Einsatz lediglich nach gesinnungsethischen Gesichtspunkten, nicht nach verantwortungsethischen. 3.Dem Innenminister ist zu sagen: manch einer liebt die Afghanen, nur um die Kinder seines eigenen Volkes verantwortungsbewußt am Hindukusch zu opfern.

Weiterhin ist es sehr bezeichnend für die einseitigen Diskussionen in den bürgerlichen Medien, dass eine Frage ständig vertuscht , ständig umgangen wird, und so kann denn der Krieg auch munter weitergeführt werden, ich meine die Frage des bürgerlichen und adeligen Offizierskorps der Bundeswehr, das nur eine Minderheit des deutschen Volkes repräsentiert. Nimmt man dieses von bürgerlichen Medien tabuisierte Hauptbollwerk der Konterrevolution in Deutschland  genau unter die Lupe, so erkennt man, dass es sich um eine ganz kleine Clique handelt, die in Afghanistan das Leben der Arbeiter- und Bauernsoldaten opfert. Es ist ein Offizierskorps ohne Soldaten, durch und durch durchsetzt von feudalen Elementen, verbrämt mit allerlei mittelalterlichem Plunder („Ich bete an die Macht der Liebe.“) Und an dieses Offizierskorps der Bundeswehr wendet sich denn auch die Bischöfin im speziellen, mit dem Kriegsminister Guttenberg hat sie vereinbart, dass die Doktor Lügnerin  4. einen Vortrag vor der Führungsakademie der Bundeswehr halten will, auf Gegenseitigkeit beruhend: Guttenberg hält einen Vortrag an einer Evangelischen Akademie.  Die EKD teilte mit, das Gespräch zwischen Bischöfin und Minister sei in einer „konstruktiven und harmonischen Atmossphäre verlaufen.“ 5. Mittelalterlicher Fusel fühlt sich eben zu mittelalterlichem Fusel hingezogen. Man stelle sich das mal bildlich im urchristlichen Sinne vor: Jesus hält einen Vortrag in einer Militärakademie !? Na ja…aber eine Doktor Lügnerin ! Anders verfuhr da Thomas Müntzer. Luther lud ihn wiederholt zu einer Disputation in die Universität Wittenberg ein, aber Müntzer lehnte ab, denn man soll das Zeugnis des Geistes „…nicht ausschließlich auf die hohe Schule bringen.“ 6.

„Es gibt in der Politik nur zwei entscheidende Mächte: die organisierte Staatsgewalt, die Armee,  und die unorganisierte, elemantare Gewalt der Volksmassen“. 7. So stehen die Fronten im Klassenkampf, hier gibt es keinen Spielraum für Friedensphantasien, wer diese predigt, segnet  die Unterdrückung des Volkes nur ein. Gysi hat im Bundstag Frau Käßmann in Schutz genommen, weil Gysi nichts mehr fürchtet, als dass die einfachen Soldaten in Afghanistan das Profitgeschäft der Imperialisten durchkreuzen. Oder wendet sich die Bischöfin Käßmann mit ihrer Neujahrspredigt etwa an die Volksmassen ? So wie Thomas Müntzer, der schon 1525 die Volksbewaffnung forderte ? „…denn die ganze Gemeinde habe die Gewalt des Schwertes…“ 8. Käßmann vertritt da einen ganz anderen, konterrevolutionären Standpunkt. „Frieden schaffen ohne Waffen“. Die konterrevolutionären Pfaffen totschlagen, das war eine Forderung Thomas Müntzers und des Bundschuhs im Bauernkrieg. Thomas Müntzer „…bestand darauf, daß die gottlosen Regenten,  besonders (!!) Pfaffen und Mönche, die das Evangelium als Ketzerei behandeln, getödtet werden müßten…“ 9. Dieser Geist darf niemals aus dem deutschen Volk absterben, es würde auf ewig in Knechtschaft unter Pflugscharen darben. „Frieden schaffen ohne Waffen, sei immer ihre Option gewesen. Daher will sie auch als Präsidentin der Zentralstelle Kriegsdienstverweigerung, die sie seit 2003 ist, das Militär überflüssig machen.“ 10. Wie sie dies erreichen will, kann sie nicht erklären, wie denn alle pazifistischen Wunschträume an der rauhen Klippe der Kriegswirklichkeit zerschellen. Sie beherrschen nicht den dialektischen Widerspruch, dass man nur durch den Krieg hindurch den Krieg überwinden kann, durch den revolutionären Bürgerkrieg gegen die Kapitalisten, durch Zertrümmerung ihres Parlamentes und ihres Staatsapparates. Vergleichen wir einmal die Bischöfin mit einer proletarischen Frau: „Was sollen die proletarischen Frauen dagegen tun ?? Nur jeden Krieg und alles Militärische verwünschen, nur die Entwaffnung fordern ? Niemals werden sich die Frauen einer unterdrückten Klasse , die revolutionär ist, mit solcher schändlichen Rolle bescheiden. Sie werden vielmehr ihren Söhnen sagen: Du wirst bald groß sein, man wird dir das Gewehr geben. Nimm es und erlerne gut alles Militärische – das ist nötig für das Proletariat, nicht um gegen deine Brüder zu schießen, wie es jetzt in diesem Räuberkrieg geschieht und wie dir die Verräter am Sozialismus raten, sondern um gegen die Bourgeoisie deines „eigenen“ Landes zu kämpfen, um der Ausbeutung, dem Elend und den Kriegen nicht durch fromme Wünsche, sondern durch das Besiegen der Bourgeoisie und deren Entwaffnung ein Ende zu bereiten.“ 11. Lenin macht hier also die Entwaffnung, das Überflüssigmachen des Militärs vom Sieg über die  Bourgeoisie abhängig, und das ist auch ganz richtig so. Also,  wenn  Frau Käßmann ihre Worte wirklich ernst nimmt, dann wirft sie die Kutte beiseite und nimmt eine Knarre in die Hand. So würde sie sich aus einer Hasspredigerin gegen die arbeitenden Menschen in Deutschland zu eine ihrer Befreierin emanzipieren.Vergessen wir nicht den wichtigen Hinweis von Marx und Engels im Manifest, dass „…der Pfaffe immer Hand in Hand ging mit dem Feudalen, so der pfäffische Sozialismus mit dem feudalistischen.“ 12. Eine ihrer ersten Aktionen sollte darin bestehen, das fette Luther Denkmal an der Seite des Eingangs zur Hannoverschen Marktkirche in die Luft zu sprengen 13., denn Luther verwandelte alle Deutschen in Pfaffen. Der junge Marx erhoffte sich von einer philosophischen Verwandlung der pfäffischen Deutschen in Menschen die Emanzipation des Volkes. 14.  So sei es. Das Luthertum ist etwas urbürgerliches, Marx kritisierte das von Lassalle verfasste Bauernkriegsdrama „Sickingen“ gerade dahingehend, dass Lassalle  die lutherisch- ritterliche Opposition über die plebejische Münzerische gestellt habe. Auch in der DDR stand es einem Staatsratsvorsitzenden schlecht zu Gesicht, den Vorsitz der Martin Luther Kommission anläßlich des Geburtstages des Reformators zu übernehmen. Die protestantischen Pfaffen in der DDR registierten das mit Aufmerksamkeit. Die Diskussionen um die Käßmann Äußerungen müssen von einer mittelalterlichen auf eine humanistische Ebene gehoben werden. 15.

Der uns in Europa prägende Humanismus hat seinen Umweg über China genommen. Es war der Aufklärer Voltaire, der den Ursprung der Zivilisation in geschichtsphilosohischer Hinsicht dorthin verlagerte, um die christlich abendländischen Wurzeln abzutrennen. Das Christentum taugte nicht mehr, es hatte die Welt mit konterrevolutionären Terror im Namen der, meist royalistischen, Mächte überzogen 16.und Voltaire persönlich bekam noch die Infamien der Jesuiten zu spüren. „Ecrasez l´Infame“ war sein Schlachtruf, aber als bürgerlicher Aufklärer griff er nur die Institution Kirche an, nicht die Religion als solche. Rousseau, in vielerlei Hinsicht sein Gegenspieler, prägte den Satz: ein Mensch, der anderen Menschen Befehle geben will, muß krank sein. Demnach ist jeder Staat, der seine eigene Negation nicht mitdenkt, ein antihumanistisches konterrevolutionäres Machtinstrument. Die Pariser Kommune und der russische Sowjetstaat dachten ihre eigene Negation mit. Nur die Marxisten und Anarchisten sind heute Träger eines aufklärerischen Humanismus´, da aber die Anarchisten in der Emanzipation ohne Staatsgewalt  gegen die Bourgeoisie auskommen wollen, tendiert ihre revolutionäre Intensität zur Bestrafung der Konterrevolution auf Null.

1. Lenin, Sozialismus und Religion, in: Ausgewählte Werke Band II, Dietz Verlag Berlin 1980,200

2.Angela Davis hat am Beispiel der USA  die enge Verbindung von Lohndumping bei Frauen und ihrer sexuellen Vergewaltigung aufgezeigt. (Siehe: Angela Davis: Der Mythos vom schwarzen Vergewaltiger (1981),in:  absolute Black Beats orange press, 2003, 146)

3. Uwe Schünemann, Gesinnung und Verantwortung, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11.1.2010,8

4. Thomas Müntzer bezeichnete Martin Luther als Doktor Lügner.

5. Guttenberg lädt Käßmann zu Truppenbesuch ein. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12.1.2010,4

6.Friedrich Engels, Der deutsche Bauernkrieg, MEGA I,10. Dietz Verlag Belin 1977, 391

7. Friedrich Engels, Die Rolle der Gewalt in der Geschichte, MEW 21, Dietz Verlag Berlin, 1975,431

8.Friedrich Engels, Der deutsche Bauernkrieg, MEGA I,10. Dietz Verlag Berlin 1977, 390

9.a.a.O.

10. Käßmann will das Militär schon lange überflüssig machen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.1.2010,5

11. Lenin, Das Militärprogramm der proletarischen Revolution, LW 23,78

12.Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Dietz Verlag Berlin 1984, 56

13. Eine Predigt Thomas Müntzers führte zur Zerstörung der Marienkapelle zu Mellerbach bei Allstedt. So muß es sein. (Siehe:Friedrich Engels: Der deutsche Bauernkrieg, MEGA I,10, Dietz Verlag Berlin 1977,389)

14. Vgl. Karl Marx, Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie/Einleitung, Dietz Verlag Berlin 1957, MEW 1, 386

15. Wenn Pfaffenpack im Politisch- Militärischen mitmischen will, ist revolutionäre Aufmerksamkeit gefordert. Im proletarischen Bewußtsein ist noch die Erinnerung an die Rolle des Popen, Provokateurs  und Polizeispitzels Gapon wach, die dieser in der russichen Revolution von 1905 spielte. Er lockte Arbeiter, Frauen und Kinder in eine Falle, die mit dem Blutsonntag von Petersburg endete. „Gapon übernahm es, der zaristsichen Ochrana zu helfen, ein Blutbad unter den Arbeitern zu provozieren und die Arbeiterbewegung in Blut zu ertränken.“ (Geschichte der KPdSU (B) Verlag der Sowjetischen Militärverwaltung in Deutschland, Berlin, 1946, 68) …die Arbeiterbewegung in Blut zu ertränken…, daran sollten die Soldaten denken, falls Käßmann zu ihnen nach Afghanistan kommt. Wie gesagt: …der pfäffische Sozialismus geht immer Hand in Hand mit dem feudalistischen. Die Absicht, als Bischöfin nach Afghanistan zu pilgern, erübrigte sich in der Nacht vom 21. auf den 22. Februar an der an der Kreuzung Friedrichswall/ Willy-Brandt-Straße in Hannover.

16. Ein Beispiel für antiroyalistische Mächte gibt Oliver Cromwell ab: als England um seine maritime Weltmacht gegen Spanien und den Niederlanden kämpfte schrieb er an einen seiner Admirale: die Banner flattern im Namen Christi.

KRIEG UND POLITIK

30. Juni 2009

Von Heinz Ahlreip

In Afghanistan fallen Bundeswehrsoldaten für andere, ihnen fremde Interessen. Ihr christlicher Oberbefehlshaber Jung vermeidet in diesem Zusammenhang das Wort „Krieg“, das der Sozialdemokrat Struck wiederum für angebracht hält genauso wie der Wehrbeauftragte des Bundestages Robbe (SPD) und der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes Kirsch, denn nach eigenem Empfinden fühlten sich die Soldaten im Krieg. Der Grüne Nachtwei warnt vor einem pauschalen Entweder-Krieg Oder-Frieden. (1.) Wir sehen aus allen diesen Aussagen zunächst nur, was für schiefe Stellungen bürgerliches Politpack zum „Krieg“ einnehmen kann, Pack deshalb, weil es unqualifizierte Meinungen von sich gibt, so wie es ihm gerade einfällt und dabei übersieht, dass es eine gesellschaftswissenschaftliche Durchdringung dieser Thematik gibt, kurz: dieses Pack ist Lichtjahre davon entfernt, in einer Volksarmee auch nur irgendeine Position mit einer gewissen Verantwortung zu übernehmen. „Papperlapapp“ pflegte Lenin zu sagen, „Papperlapapp, womit die Kapitalisten immer das einfache Volk zum Narren halten.“ (2.) Vor allem wird vertuscht, dass es sich um einen imperialistischen Krieg handelt.

Drei zusammenhängende Komplexe gilt es zu untersuchen: a) das Wesen des Krieges, b) das Wesen der Politik, c) das Wesen des Zusammenhangs und des Wechselverhältnisses zwischen Krieg und Politik.

a)Der Krieg, gleich welcher Art,  birgt in sich Attraktives und Repulsives zugleich und Napoleon schrieb in seinen „Pensées“, dass in allen Schlachten stets ein Zeitpunkt eintritt, „wo die tapfersten Soldaten , nachddem sie die größten Anstrengungen gemacht haben, Lust verspüren zu fliehen… (3.) Der Krieg ist das Komplexeste und damit Schwierigste im gesellschaftlichen Verkehr und die Arbeiterklasse und die armen Kleinbauern müssen  an die Untersuchung jedes Krieges mit der Frage herantreten, welche Klasse oder welche Klassen führen ihn zu welchem Zweck ? Insofern hat der Krieg auch einfache Elemente, denn aus der Frage ergibt sich die Unterscheidung in gerechte Kriege zur Befreiung von einem historisch überlebten Klassen- oder unerträglichen imperialistischen Joch und in ungerechte Kriege zur Unterdrückung und Ausbeutung von produktiven Klassen und Ländern. Ebenso ist die elementare Bedeutung der Ökonomie für die Kriegführung und ihr Wechselverhältnis seit dem Aufkommen des historischen Materialismus (insbesondere die Untersuchungen von Friedrich Engels) zu einer Binsenweisheit geworden.Die Grundlage der Armee ist der Soldat, der sich in der Kunst des Krieges selbst erhalten und den Feind vernichten muss.  Die Kunst des Überlebens vervollkommnet sich oder auch nicht in dem  alles überragenden, besser überschattenden  Elementaren der Unbestimmtheit, in dem  sich rascher oder langsamer verflüchtigende Momente der Bestimmtheit eingeschlossen sind. In Scheinmanövern wird eine Bestimmtheit nur vorgemacht. Das Wechselverhältnis zwischen Krieg und Politik ist ebenso elementar: die Politik ist als Vorform des Krieges unblutiger Krieg,Krieg Politik fortsetzend blutige Politik und wie Mao sagt:“die gegenseitige Ausrottung zweier Armeen“ (4.) Die Dialektik stellt den Wechsel der Gegensätze in der Geschichte dar und es zeigt sich in jedem historischen und aktuellen Krieg, dass er aus Frieden übergegangen ist und in Frieden übergehen wird. Über das Wesen des Krieges erfährt man viel bei Clausewitz, der das Primat der Politik richtig eingeschätzt hat. Die Marxisten haben ihn immer mit Nutzen gelesen, seine Lehre aber nicht unkritisch übernommen (5.). Clausewitz lebte zur Zeit der Dampfmaschinen und interpretierte die Kriege Napoleons, der auf St. Helena rückblickend sagte: Die Politik ist unser Schicksal. Politik als Schicksal- hier haben wir den Horizont der bürgerlichen Ideologie erreicht, denn das Clausewitzsche Primat der Politik wird in der Weise verselbständigt, als könne man durch Politik, von der Politik aus, von Politikern mit einem guten Charakter zum Frieden gelangen. Die bürgerliche Friedensideologie muß gerade den Zusammenhang von Krieg und Politik auseinanderreißen, um zu glauben und glauben zu machen, daß man durch vernünftige Einsicht eine von kriegerischen Auseinandersetzungen freie Politik betreiben kann. Wir erinnern uns an die wissenschaftliche Aussage von Clausewitz, daß der Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln beinhaltet und darstellt. Die bürgerliche Friedensideologie muß diesen Satz pervertieren: Um das Gespenst des Krieges angeblich zu bannen, baut diese Ideologie das Gespenst der über den Klassen schwebenden Politik auf und tauft es Friedenspolitik. Kriege sind durch dieses Gespenst noch nicht gebannt worden, aber man hat ein vorzügliches Mittel, um durch trügerische Friedenshoffnungen die Völker auf die Kniee zu halten. Es gibt heute keinen bürgerlichen Politiker, der nicht Friedenspolitik verkauft, die Friedenssehnsüchte der Völker werden mißbraucht und gebannt sollen diese auf die Kunst der hohen Politik und Diplomatie schauen, auf Haupt- und Staatsaktionen. Auf dem Parkett der hohen Politik küßt heute jeder jeden und in den Dunkelkammern der Geheimdienste werden Völkermorde vorbereitet. Die Friedenspolitik ist das endlich gefundene Medium, um bürgerliche Herrschaft zu verewigen. Ganz anders der Marxismus: „Die Revolution überhaupt- der Umsturz der bestehenden Gewalt und die Auflösung der alten Verhältnisse- ist ein politischer Akt. Ohne Revolution kann sich aber der Sozialismus nicht ausführen. Er bedarf dieses politischen Aktes, so weit er der Zerstörung und Auflösung bedarf. Wo aber seine organisierende Tätigkeit beginnt, wo sein Selbstzweck. seine Seele hervortritt, da schleudert der Sozialismus die politische Hülle weg.“ (6.) Die bürgerliche Ideologie kann die Frage der Überwindung des Krieges nicht mit der Frage der Überwindung der Politik verbinden, weil das den Lohnsklaven die Perspektive einer herrschaftsfreien Gesellschaft aufzeigen würde. Das Proletariat darf nicht erkennen, daß Politik immer Herr-Knecht-Konstellationen zum Inhalt hat und Politik deshalb betrieben wird, weil unterdrückende und zu unterdrückende Klassen existieren. Die Bürger haben große Angst vor der Ankündigung im Manifest, daß die Arbeiter/innen den ganzen Überbau in die Luft sprengen. (7.)

b) Neben der Frage nach dem Wesen des Staates wird wohl keine andere Frage so verzerrt, so verfälscht wie die Frage nach dem Wesen der Politik. Wir leben in einem angeblich politischen Zeitalter. Fast alle politisieren und fast alle sind in den elementaren Fragen der Politik Analphabeten. Der Politologe schwätzt drauf los und versagt bei der Erläuterung der Idee seiner Wissenschaft. Journalisten schreiben drauflos, ohne sich über die elementaren Konstellationen ihrer Fragestellung zu vergewissern. Die Herrschenden sagen: Politisiert soviel ihr wollt, solange ihr nicht hinter das Wesen der Politik kommt. Das Wesen der Politik für das 20. und 21. Jahrhundert hat Lenin im Linken Radikalismus in sehr prägnanter Form dargelegt: die Massen sind in Klassen geteilt, „….daß die Klassen gewöhnlich und in den meisten Fällen wenigstens in den modernen zivilisierten Ländern von politischen Parteien geführt werden, daß die politischen Parteien in der Regel von mehr oder minder stabilen Gruppen der autoritativsten, einflußreichsten, erfahrensten, auf die verantwortungsvollsten Posten gestellten Personen geleitet werden, die man Führer nennt.“ (8.)

Und Politik beinhaltet gerade den Kampf dieser Parteien um die Macht im Staate. Viele Lösungen der Frage der Beendigung von Kriegen in der Geschichte sind deshalb verfehlt, weil man sich über das Wesen der Politik nicht klar geworden ist, weil man an diese Frage abstrakt herangeht, eben von der Politik- losgelöst von den konkret stattfindenden Klassenkämpfen. Man kann nicht die Unterscheidung zwischen gerechten und ungerechten Kriegen treffen, wenn man vom Wesen der Politik Spießbürgervorstellungen hat. So negiert der bürgerliche Pazifismus abstrakt jeden Krieg, es soll keine Gewalt in der Politik angewendet werden. Politik ist aber nach Lenins Bestimmung gerade sehr klassen- und gewaltbeladen. Wer also die Wörter Frieden und Politik zusammenbringt, versteht von beiden nichts. Eine wissenschaftliche Lösung der Frage des Verhältnisses von Politik und Krieg bleibt dem bürgerlichen Pazifismus natürlich versagt- wie kann man sie von Leuten erwarten, die Probleme, fast möchte man sagen: psychologisch verdrängen. Seine Kehrseite bildet der revisionistische Pazifismus. Er verdrängt die Notwendigkeit des revolutionären Krieges zum Sturz der bis an die Zähne bewaffneten Bourgeoisie- es soll keine Gewalt in der Revolution angewendet werden. Und so sind diese Jünger dann aufgetreten, als habe man gerade heute, gerade jetzt auf diese Erlöser der Menschheit gewartet. Ihr Pazifismus trieb narzistische Blüten. ihr Versuch, den Ewigen Frieden in die Weltgeschichte einzubilden, ist Einbildung geblieben. Beide Pazifismen bleiben unterhalb der objektiv wissenschaftlichen Lösungsebene, weil sie nicht den dialektischen Widerspruch beherrschen, daß man nur durch den Krieg hindurch den Krieg überwinden kann. Das ist eben der tiefere Sinn der Ausführungen Hegels in der Vorrede zur Phänomenologie des Geistes: „…als ob die Ungleichheit weggeworfen wäre, wie die Schlacke vom reinen Metall, auch nicht einmal so, wie das Werkzeug vom fertigen Gefäße wegbleibt, sondern die Ungleichheit ist als das Negative, als das Selbst im Wahren als solchem selbst noch unmittelbar vorhanden.“ (9.) Die Marxisten haben keine Scheu vor dem Negativen, ich darf  wohl sagen, sie sind vielmehr die  eifrigsten Anhänger des revolutionären Krieges. Dieser Krieg wird indeß mit der Intention geführt, die völlige Vernichtung der Bourgeoisie  so schnell wie möglich herbeizuführen. Dieser Widerspruch ist jedem revolutionären Krieg immanent. Siegreiche Revolutionen schließen revolutionäre Kriege nicht mit einem Male völlig aus. Die siegreiche Revolution wird weitergehen und Befreiungskämpfe in anderen Regionen direkt mit Waffengewalt unterstützen. Warum spricht Lenin von einem internationalen Bund schrecklicher Nationen ? ( 10.) „Die sozialen Pfaffen und Opportunisten sind gerne bereit, von dem zukünftigen friedlichen Sozialismus zu träumen…“ (11.) schrieb Lenin im Militärprogramm der proletarischen Revolution.

c) Man kann tief in das Wesen des Krieges, tief in das Wesen der Politik eingedrungen sein, und dennoch bei der Lösung der Frage versagen, wenn man es nicht versteht, den dialektischen Zusammenhang und das Wechselverhältnis zwischen Krieg und Politik aufzuzeigen. Darauf wies eben Engels hin, als er an Conrad Schmidt schrieb: „Was den Herren allen fehlt, ist Dialektik. Sie sehen stets nur hier Ursache, dort Wirkung. Daß dies eine hohle Abstraktion ist, daß in der Welt solche metaphysischen polaren Gegensätze nur in Krisen existieren, daß der ganze große Verlauf aber in der Form der Wechselwirkung vor sich geht, daß hier nichts absolut und alles relativ ist, das sehen sie nun einmal nicht, für sie hat Hegel nicht existiert…“ (12.)  Die Unterscheidung zwischen metaphysischer und dialektischer Betrachtungsweise, die Engels hier gibt, ist aufschlußreich für die Beantwortung der Frage: „Wann wird der Krieg kein Mittel der Politik mehr sein ?“ Der Hauptfehler, der hier begangen wird, liegt in der einseitigen negativen Verabsolutierung des Krieges und in der einseitigen positiven Verabsolutierung der Politik. Im dialektischen Prozess herrscht Wechselwirkung zwischen Krieg und Politik, Politik ist eine Vorform des Krieges und geht in den Krieg über, Krieg ist eine Vorform der Politik und geht in die Politik über, das Erste ist auch immer das Zweite. (13.)Die metaphysische Methode trennt aber den Krieg abstrakt aus dem politischen Prozess der Geschichte, will ihn mechanisch wie ein Werkzeug aus der Geschichte wegwerfen, der Krieg ist das aufzuhebende Negative, zugleich aber verabsolutiert sie die Politik, sie sei nicht relativ, sondern absolut, ewig, die Aufhebung des Krieges wird nicht zugleich mit der Aufhebeung der Politik gedacht, vielmehr wird eine versierte bürgerliche Politik als Ursache eines Friedenszustandes angepriesen. Die Politik ist nach dem metaphysischen Weltbild ein ewiges Schicksal der Menschheit. Ganz anders der Dialektiker: „Diese Reflexion aber, daß der Zweck in dem Mittel erreicht und im erfüllten Zweck das Mittel und die Vermittlung enthalten ist, ist das letzte Resultat der äußerlichen Zweckbeziehung, worin sie selbst sich aufgehoben und das sie als ihre Wahrheit dargestellt hat.“ (14.) In dieser Aussage Hegels finden sich mehrere interessante Hinweise: zum einen: im erfüllten Zweck ist das Mittel und die Vermittlung erhalten. Man übertrage das auf die revolutionäre Politik, im Keim ist der Gedanke angelegt, daß man nur durch die Vervollkommnung der Volksbewaffnung zum erfüllten Frieden gelangen kann. Und dann: die äußerliche Zweckbeziehung hebt sich selbst auf,d.h.: Wenn es den Krieg nicht mehr als Mittel gibt, gibt es die Politik auch nicht mehr als Zweck. Die Momente und ihre Beziehungen sind im Kommunismus allesamt aufgehoben. Ideologie verblendet diesen Kommunismus, weil sie Momente oder Teilprozesse aus dem ganzen großen Verlauf der Geschichte fixiert, verabsolutiert, festgerinnen läßt. Dies findet sowohl mit dem Krieg ais auch mit der Politik statt, wenn man sie aus ihrem Wechselverhältnis herauslöst. So zieht eine Einseitigkeit eine andere nach sich und beide resultieren aus konservierendem Beharren gegen vorwärtstreibende Klassen. Aprozessuale Begriffsfixierung ist selbst nur Reflex gesellschaftlicher Stagnation, um fixierte Begriffe lagern sich wie magnetisch angezogen ideologische Gehalte, die Ballast sind auf den Köpfen nach Freiheit strebender Klassen. Genau diesen Ballast setzte der Revisionismus vor. Aufschlußreich ist der Artikel „Identität“ in der vierten Auflage des Kleinen Philosophischen Wörterbuchs der Sowjetunion: „Es kann keine Identität geben zwischen Krieg und Frieden, Bourgeoisie und Proletariat,  Leben und Tod und anderen derartigen Phänomenen, denn sie stehen in einem grundsätzlichen Gegensatz zueinander und schließen einander aus.“ (15.) Und gegen diesen Ballast hat Mao tse tung den Kampf gegen den Revisionismus auf dem philosophischen Feld eröffnet. „Wie kann ein Krieg plötzlich ausbrechen, wenn er nicht in der Zeit des Friedens vorbereitet wurde ? Wie kann der Frieden plötzlich eintreten,wenn er nicht im Krieg vorbereitet wurde ? Manche Leute in der Sowjetunion sind so metaphysisch und erstarrt in ihrem Denken, daß sie meinen, ein Ding sei entweder so oder so, und die Einheit der Gegensätze nicht erkennen, daher machen sie in der Politik Fehler.“ (16.) Ich habe immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge ein Bildband in DDR-Buchläden betrachtet, das den Titel trug: Ewige Freundschaft UdSSR-DDR. In einem wahrhaft sozialistischen Land ist ein solcher Titel ganz unmöglich. Die UdSSR ist überhaupt der erste Staat in der Weltgeschichte, der mit der Intention seiner historischen Aufhebung im Kommunismus konzipiert wurde. Das eben meinte Lenin, als er die Sowjets als Keimformen des Absterbens jedes Staates bezeichnete. „Selbstverständlich ist es ein Grundsatz der marxistischen Dialektik, daß alle Grenzen in der Natur und in der Gesellschaft bedingt und beweglich sind, daß es keine einzige Erscheinung gibt, die nicht unter gewissen Bedingungen in ihr Gegenteil umschlagen könnte.“ (17.)

1. Siehe: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25.6.2009 Seite 1:  Struck: Merkel muß klar sagen, dass es ein Krieg ist.

2.Lenin, Briefe aus der Ferne, LW 23,350

3. Napoleon, „Gedanken“, zitiert in: Lenin, Philosophische Hefte, Werke Band 38, Dietz Verlag Berlin, 1964,379f.

4. Mao tse tung, Über den langdauernden Krieg, Ausgewählte Schriften, Band 2, Dietz Verlag Berlin, 1957,195

5.Siehe den für die Militärphilosophie des 20. Jahrhunderts aufschlußreichen Artikel Stalins gegen den Oberst Rasin (Antwortschreiben an Oberst Rasin, in: SW 15, 25ff.) In ihm finden wir eine wissenschaftliche Einschätzung Clausewitzens für den Marxismus.

6.Karl Marx: Kritische Randglossen zu dem Artikel: „Der König von Preußen und die Sozialreform. Von einem Preußen.“ MEGA I/2,463

7.Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistsichen Partei. MEW 4,473

8.Lenin: Der linke Radikalismus, Ausgewählte Werke Progress Vlg. Moskau 1971,582

9.G.W.F. Hegel: Phänomenologie des Geistes, Rheinisch Westfälische Akademie Ausgabe Bd. 9,31

10.Lenin: Das Militärprogramm der proletarischen Revolution,in: Lenin über Krieg und Frieden, Drei Artikel, Peking 1975, 71

11.a.a.O.,66f.

12.Engels an Conrad Schmidt 27.10.1890

13. Welche Schwierigkeiten ein Kriegstheoretiker hat, wenn er dialektisch ungeschult ist, zeigt der Aufsatz von Ulf Häußler(Regierungsdirektor in der Rechtspflege der Bundeswehr): ´s ist Krieg ? in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 13. August 2009, S.6. Das klassische Völkerrecht kannte nur die Alternative „Krieg oder Frieden“, Krieg wurde nach Ulf Häußler definiert als bewaffneter Konflikt zwischen mindestens zwei souveränen Staaten und mit dieser Schablone kommt man in der Zeit der asymmetrischen Kriege ins Rotieren. „Freilich ist die Dichotomie von Krieg und Frieden dem heutigen Völkerrecht unheimlich geworden.“ Eine Dichotomie von Krieg und Frieden hat es indeß geschichtlich nie gegeben. Es gab und gibt eben, wie Lenin schreibt, Kriege und Kriege. (vgl. Lenin: Krieg und Revolution, LW 24, 396) Die Schwierigkeit besteht eben darin, dass Krieg und Frieden prozessual ineinander übergehen, der Frieden ist nicht etwas vom Krieg grundsätzlich Verschiedenes. Lenin sagt, sowohl den bürgerlichen als auch den sozialistischen Pazifisten ist der Gedanke fremd geblieben: „…“der Krieg ist die Fortsetzung der Politik der Friedenszeit, der Frieden ist die Fortsetzung der Politik des Krieges.“ „Daß der imperialistsiche Krieg von 1914 bis 1917 die Fortsetzung der imperialistischen Politik von 1898 bis 1914, wenn nicht einer noch früheren Periode ist, das haben weder Bourgeois noch Sozialchauvinisten sehen wollen und wollen es auch jetzt nicht sehen. Daß der Frieden jetzt, solange die bürgerlichen Regierungen nicht auf revolutionärem Weg gestürzt sind, nur ein IMPERIALISTISCHER FRIEDEN sein kann, der den IMPERIALISTISCHEN KRIEG FORTSETZT (Hervorhebungen von mir), sehen weder die bürgerlichen noch die sozialistischen Pazifisten.“ (Lenin: Bürgerlicher und sozialistischer Pazifismus,in: Lw 23,196)

14.G.W.F. Hegel: Logik II, edition suhrkamp Bd. 6,461

15. „Kleines Philosophisches Wörterbuch“ (vierte Auflage), in Kommunismus und Klassenkampf 1/80,1

16.Mao tse tung, Werke Bd.5,414

17.Lenin: Über die Junius Broschüre, LW 22,314