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Tanzverbot am Karfreitag – die feudale Reaktion offenbart ihre Menschenverachtung

7. April 2012

„Die Religion ist entstanden zu einer sehr waldursprünglichen Zeit aus mißverständlichen, waldursprünglichen Vorstellungen der Menschen über ihre eigne und die sie umgebende äußere Natur“. (Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, Werke Band 21, Dietz Verlag Berlin,1975,303).

Lenin lehrte uns, dass die Religion eine Art geistiger Fusel ist, mit dem der Sklave sein Sklavendasein betäuben soll. Dass Religion Volksverdummung ist, ist hinlänglich bekannt, aber zur Überwindung der Volksverdummung ist gerade der Zusammenhang mit dem Sklavendasein ausschlaggebend. Beleuchten wir daher am uns naheliegenden Beispiel der christlich europäischen Religion die Aussage Lenins.

Die christliche Volksverdummung stand im Mittelalter in ihrer Hochblüte und reichte über die ganze Zeit des Feudalismus bis zur französischen Revolution. Für die feudalen Grundherren war die religiös betriebene Volksverdummung unbedingt notwendig, denn sie übten als Wenige die Macht über die große Mehrheit aus und ihre Pfaffen mußten das Gift der Untertanenmentalität verabreichen: die große Mehrheit mußte verinnerlichen, dass das Pfaffenpack und die Grundherren hochwürdig seien. Die katholische und auch die evangelische Kirche waren die Dominas, die die feudale Gesellschaft ideologisch zusammenhielten. Nach Machiavelli sollte die Religion machttechnisch eingeschaltet werden, um die Staaten durch Gottesfurcht in Eintracht zu halten. Um die Völker in einer Zucht der Einheit zu halten diente die Religion abgrenzend nach außen und integrierend nach innen. In den „Discorsi“ schrieb Machiavelli, dass die Reiche ohne Gottesfurcht und einen Machthaber zerfallen. Folgerichtig verweigerte der vom Papst gelenkte König Ludwig XVI. während der französischen Revolution seine Unterschrift unter die Erklärung der Menschenrechte. Rousseau gibt das politische Weltbild der Feudalen richtig wieder: die Menschen werden in Viehherden aufgeteilt und die Hirten stehen von Natur aus höher als ihre Herde. Besteht diese Herde aus Tieren, dann sind sie Menschen, besteht sie aus Menschen, dann sind sie Götter. 1.

Die bürgerliche Aufklärung unterstellte allen Menschen eine ihnen unbedingt zukommende Rationalität, sie wies dem religiösen Glauben einen sich ständig selbst belügenden Ausnahmezustand nach. Nach christlichem Selbstverständnis war der Mensch irrtumsbeladen, aber sein Glaube an ein obskures Wesen sollte die große Ausnahme davon sein, die Protestanten sangen beschwörend: eine feste Burg ist unser Gott. Sie hielt der Aufklärung nicht stand: Es war eine kurze logische Schlußfolgerung, dass der gläubige Mensch irrational, ja schizophren war. In der Kommune Florenz trieb der finstere durch und durch asketische Dominikanermönch Girolamo Savonarola es 1494 in seinen Predigten so weit, dass er der unaufgeklärten Gemeinde vorgaukelte, mit Gott selbst gesprochen zu haben, dieser habe ihm aufgetragen, für die Einheit der Kommune zu sorgen. In seinen großangelegten Kampagnen gegen Sittenverfall und Eitelkeit wurden Bücher und Bilder, Schmuck, Kostüme, Perücken; Karnevalsmasken und Toilettenartikel zu Scheiterhaufen aufgetürmt und in Brand gesteckt. Dass besonders die Frauen ihren Körper bis auf das Gesicht in der Öffentlichkeit unter Kleidung zu verbergen hatten – darüber wachte eine Kinderpolizei, deren Anzeigen gefährlich werden konnten. Das Tanzen war verboten. Die bürgerliche Aufklärung sah es als ihre Aufgabe an, diesen Spuk zu vertreiben.In Deutschland vollendete sie Feuerbach: „Unser Ideal ist kein kastriertes , entleibtes, abgezogenes Wesen, unser Ideal sei der ganze, wirkliche, allseitige, vollkommene, ausgebildete Mensch“. 2. Die christliche Sekte widersetzte sich der Aufklärung, dem Licht der Wissenschaft daher fanatisch, denn in der Tat war das Licht der Wissenschaft und der Aufklärung tödlich für sie. 3. Die Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft ist nun aber so verlaufen, dass sich an die Stelle der Feudalaristokratie eine neue Geldaristokratie setzte, die natürlich die letzten Konsequenzen aus der Aufklärung nicht mehr ziehen durfte, die weiter auf religiösen Fusel zur Volksverdummung angewiesen war. Die Zeiten sind längst vorbei, in denen Europa dank der bürgerlichen Aufklärung fortgeschritten war, heute ist es fortgeschritten trotz seiner Bourgeoisie, die „aus Furcht vor dem wachsenden und erstarkenden Proletariat alles Rückständige, Absterbende, Mitelalterliche unterstützt. Die untergehende Bourgeoisie verbindet sich mit allen überlebten Kräften, um die ins Wanken geratene Lohnsklaverei zu erhalten“. 4. Galt es vor der bürgerlichen Revolution, die leibeigenen Bauern in Zucht zu halten, so nach ihr die Lohnsklaven. Die Bourgeoisie fürchtet ihre Aufklärung und ihre Organisierung. Dagegen dient der religiöse Fusel als ideologische Waffe. Damit die Reichen in ihren Reichtümern ungestört schwelgen können, mußte die Religion die Konsumwünsche der auf ein Existenzminimum zu haltenden Sklaven buchstäblich in den Schmutz ziehen, orale, anale und genitale Bedürfnisse galten als schmutzig und so kommt es , dass noch heute ein Niedersächsisches Feiertagsgesetz 5. gilt, das Tanzen und lustiges Musizieren (als Ausdruck von Lebensfreude) von Gründonnerstag bis Ostersonntag Null Uhr unter Strafe stellt. Die Lehre von der ewigen Glückseligkeit dient nur dazu, um, wie Wilhelm Weitling es formulierte, das Volk „um die zeitliche Glückseligkeit zu betrügen.“ 6.

Es ist aus der Kulturgeschichte bekannt, wie die christliche Verteufelung der Sexualität zustande kam. Der Kirchenvater Augustinus bekennt in seiner Autobiografie, dass er im Jahr 386 in einem Mailänder Garten göttliche, immer nur das eine wiederholende Knabenstimmen gehört habe: Nimm und lies (Tolle lege). Er ging ins Haus und schlug die Paulusbriefe auf: „…zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht zur Erregung eurer Lüste.“ Danach pflegte Augustinus keinen Beischlaf mehr, sondern begann fieberhaft schreibend mit der inhumanen Verteufelung der Sexualität. So hat die Ausgeburt des Fieberwahns eines gesisteskranken Klerikers Millionen und Abermillionen Menschen Jahrhunderte lang bis heute sexuell verkrüppelt. Erste Aufklärung über die Ursachen des religiösen Fusels brachte selbstredend die Renaissance, als sie anfing, sich auf den antiken Atheismus zu besinnen. In ihr erfolgte die erste Rehabilitierung des von der Reaktion schon immer verteufelten antiken Philosophen und Hedonisten Epikur, der gegen den antiken Aberglauben und gegen die Lehre von der Unsterblichkeit gekämpft hatte. Horaz bekannte sich noch – die religiöse Reaktion provozierend -, als „Epicuri de grege porcus“, als „Schweinchen aus der Herde Epikurs“. Aber die platonische Leibfeindlichkeit bereitete die des Christentums vor. Dessen Kirchenväter stilisierten den lebensbejahenden und lebensfrohen Epikurismus zur Gegenposition schlechthin. Der Prediger des Asketismus, Augustinus, log die europäische Christenheit an, Epikur hätte einen zerrütteten Lebenswandel geführt. Das Christentum spricht Epikur das Menschsein ab und wirft ihn zu den Tieren 7. , Dante in seiner Göttlichen Komödie in die Hölle. 1619 wurde der Philosoph Vanini, der sich auf Epikur berief, in Toulouse als Ketzer verbrannt. 8. Diese christliche Lebensfeindlichkeit steckte der Menschheit eineinhalb Jahrtausende im Nacken. Sie hat sich bis heute nicht davon befreit. Hegel beteiligt sich an diesem Treiben gegen Epikur, bei diesem Denker falle alles auseinander, alles setze er auf den gemeinen Menschenverstand herunter. Es ist kein Zufall, dass Karl Marx Epikur  „den einzigen Heiligen im Kalender der Philosophen“ nennt.

Am Karfreitag startete um 18 Uhr in Hannover eine Demonstration gegen das Tanzverbot  vor Ostern am Schillerdenkmal, die bis zur Marktkirche ging, vor der das Denkmal einer der größten Übeltäter in der deutschen Geschichte steht: Martin Luther, der alle Deutschen in Mönche verwandelt hatte. 9. Friedrich der Große hatte ganz Recht, als er sagte, von allen Jesuiten seien ihm die protestantischen die übelsten. Den Leitspruch Friedrichs: Jeder solle nach seiner Facon selig werden, teilt die kirchenpolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion Dorothee Prüssner nicht, sie äußerte im Vorfeld der Demo, dass die Karfreitagsruhe absolut zeitgemäß und eine Möglichkeit sei, innezuhalten und den Müßiggang zu lernen. Wohl so, wie ihn in Feudalzeiten die asozialen Grundherren gelernt hatten und wie die Waldfee Prüssner ihn während ihrer Parlaments“tätigkeit“ lernt. (Wenn diese mittelalterlichen Kreaturen und Jammergestalten innehalten, dann nur, um nachzusinnen, wie man den Lohnsklaven besser ausbeuten kann). Vor und während der Demo unterband die Polizei jeden Ansatz tänzerischer Bewegungen, auch wenn er lautlos über MP3 Player erfolgte. Zur Demo waren cirka 200 größtenteils junge Teilnehmer gekommen, aufgerufen hatten die „Grüne Jugend“, die Jusos, die Jungliberalen, die Piraten und die Giordano Bruno Stiftung, die das Transparent hochhielt: „Gott ist Spekulation Menschen sind real Auf uns kommt es an“. (Der Philosoph Bruno wurde ebenfalls von der Inquisition zum Feuertod verurteilt). Es gab auch eine Gegendemo von der Partei „Die Hannoveraner“, an der acht Personen teilnahmen. Die Disco- und Clubbetreiber wollten sich ebenfalls an der Demo beteiligen, sie überließen dann aber die Straßenarbeit getrost den jungen Leuten. Menschen des Establishments, die nur Euros kassieren wollen,  auf der Straße…wo kämen wir denn dahin ?

1. Vergleiche Jean Jacques Rousseau, Der Gesellschaftsvertrag, Reclam Verlag Stuttgart, 1961,7

2. Ludwig Feuerbach, Vorlesungen über das Wesen der Religion, in: Lenin, Konspekt zu Feuerbachs „Vorlesungen über das Wesen der Religion“, Werke Band 38, Dietz Verlag Berlin, 1958,53f. Desgleichen auch der wichtige Hinweis von Feuerbach, dass der Geschlechtssinn bei der Lehre von den Sinnen gewöhnlich außer Acht gelassen wird, „der auch theoretisch von höchster Wichtigkeit ist“. (Ludwig Feuerbach, Darstellung, Entwicklung und Kritik der Leibnizschen Philosophie,in:a.a.O.,73)

3. Der Idealist Hegel versuchte Glauben und Wissen zu versöhnen, der Idealist Leibniz Religion und Politik. Beiden Idealisten ist gemeinsam, dass sie zum Weltlauf eine nur passive Position einnehmen, für Hegel bleibt dem Philosophen bloß das bloße Zusehen, für Leibniz ist die Monade nur „Zuschauer des Welttheaters“. ( Lenin, Konspekt zu Feuerbachs „Darstellung, Entwicklung und Kritik der Leibnizschen Philosophie, Werke Band 38, Dietz Verlag Berlin, 1958,69).

4. Lenin, Das rückständige Europa und das fortgeschrittene Asien (Prawda Artikel vom 18. Mai 1913), Werke Band 19, Dietz Verlag Berlin 1957,82.

5. Das Niedersächsische Feiertagsgesetz von 1969 verbietet öffentliche Tanzveranstaltungen in der Karwoche von Donnerstag 5 Uhr morgens bis Ostersonntag Null Uhr. Außerdem sind am Karfreitag öffentliche Sportveranstaltungen verboten. Erlaubt sind öffentliche Veranstaltungen nur, wenn sie der geistig-seelischen Erhebung oder einem höheren Interesse der Kunst, der Wissenschaft oder Volksbildung dienen. Auf den ernsten Charakter des Tages muß Rücksicht genommen werden. „Geistig seelische Erhebung“ – da liegt der Osterhase im Pfeffer. Es liegt im höheren Interesse der Wissenschaft, festzuhaltem, dass die Rehablitierung Epikurs in der Renaissance eine „Renaissance des Fleisches“ (Heinrich Heine) beinhaltete. Um so bedauerlicher muss festgestellt werden, dass der Papstbesuch auf Kuba erste faule Früchte trägt, zum ersten Mal seit der Gründung der sozialistischen Repubik im Jahre 1959 war der Karfreitag, wie die Parteizeitung Granma schrieb, „zu Ehren Ihrer Heiligkeit“ wieder ein Feiertag und die zentrale Messe in der Kathedrale von Havanna wurde aus der Hauptstadt sogar im Fernsehen übertragen. Seit 1961 waren Übertragungen religiöser Feiern im Radio und im Fernsehen verboten. Es war ein großer Fehler, dieses perverse mittelalterliche Dreckspack überhaupt auf die Insel zu lassen. Nur Volksfeinde/feindinnen und mittelalterliche Dunkelmänner/frauen, die nicht die intellektuelle Kraft haben, sich von Vorurteilen frei zu machen und sich wissenschftlich zu entwickeln,suchen die Nähe des Papstes, nur Volksfeinde/feindinnen faseln von den „Ehren ihrer Heiligkeit“.  Wer den Papst heilig spricht, der kann ebensogut Bordellwirte zu Aposteln der Tugend und Enthaltsamkeit ausrufen. Hatten nicht Marx und Engels das Papsttum zu den ALTEN  Mächten Europas gezählt ? Natürlich ! Mit diesem Gedanken beginnt das Manifest der Kommunistischen Partei: der Papst ist mitbeteiligt an der heiligen Hetzjagd gegen das Gespenst des Kommunismus. Das sind mir feine Redakteure einer kommunistischen Parteizeitung, denen nicht einmal der Anfang des Manifestes der Kommunistischen Partei präsent ist.

6. Wilhelm Weitling, Die junge Generation, 1842, Nr. 9,146

7. Eine Animalisierung des Feindes scheint das letzte Zufluchtsmittel der geistig-seelischen Erhabenen zu sein. Oder wie ist es sonst zu erklären, dass die Pilgrim Fathers, eine erzreaktionäre Sekte, die in England nicht gelitten war, mit dem christlichen Genozid an den indianischen Ureinwohner begann, sobald sie Land betreten hatte , die nach den Worten Voltaires nur gekommen war, um Amerika zu verwüsten. ? (Vergleiche Voltaire, Briefe des Herrn de Voltaire die Engländer und anderes betreffend, Eulenspiegel Verlag Berlin, o.J.,20). Noch heute leidet die ganze fortschrittliche Menschheit unter der primitiven Barbarei der Nachkommen dieser Pilgrim Fathers, die von Washington aus die ganze Menschheit terrorisieren. Zum christlichen Wahn ist bei diesen Barbaren noch der jüdische Dollarwahn hinzugekommen: „Ja, die praktische Herrschaft des Judentums über die christliche Welt hat in Nordamerika den unzweideutigen, normalen Ausdruck erreicht, dass die Verkündigung des Evangeliums selbst, dass das christliche Lehramt zu einem Handelsartikel geworden ist, und der bankerotte Kaufmann im Evangelium macht wie der reichgewordene Evangelist in Geschäftchen“. (Karl Marx, Zur Judenfrage, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin,1957,373). Der Geldwahn der Juden ist ebenfalls die Quelle der genoziden Bedrohung der arabischen Völker, die vom Judenstaat ausgeht. Die revolutionären Arbeiter und Bauern und und alle fortschrittlichen Menschen in beiden Ländern müssen „ihre“ reaktionären, auch theologischen Eliten vernichten.

8. Vergleiche Jochen Schmidt, Für und wider die Lust: Epikur und Antiepikurismus von der Antike bis zur Moderne. Mit einem Versuch über Hieronymus Boschs „Garten der Lüste“, in: Jochen Schmidt (Herausgeber): Aufklärung und Gegenaufklärung in der europäischen Literatur, Philosophie und Politik von der Antike bis zur Gegenwart, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt,1989,213. Es war der Materialist Gassendi, der gegen die philosophische Tradition den Materialismus Epikurs wiederherstellte.

9. Vergleiche Karl Marx, Kritik der hegelschen Rechtsphilosophie/Einleitung, Werke Band 1, Dietz Verlag Berlin, 1960,386

SPD Parteitag in Berlin Faschistische Bluthunde unter sich

7. Dezember 2011

Spätestens seit dem Auftreten des Sozialdemokraten Gustav Noske in der Novemberrevolution als Bluthund der Konterrevolution und spätestens seit der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht unter Beihilfe der SPD weiß die deutsche Arbeiterbewegung, die mit der konterrevolutionären SPD ihre Erfahrungen gemacht, und die internationale Arbeiterbewegung, die diese mitbekommen hat, dass die deutsche Sozialdemokratie eine Partei des gemäßigten Faschismus ist. 1. SPD und NPD sind keine Antipoden, sondern diese Parteien ergänzen sich, die SPD ist der gemäßigte Flügel des Faschismus. Ihr Berliner Parteitag bestätigte dies eindrucksvoll, er präsentierte uns ideologisch Faschismus fast schon in Reinkultur. Es passt zu dem Vorsitzenden dieser zur Reaktion degenerierten Partei, Sigmar Gabriel, dass er selbst gern reich und wohlhabend sein würde. 2. Ansätze zu einer Leibesfülle à la Hermann Göring hat er ja schon. Die Tendenz zum Volksfeind ist in dieser Aussage mehr als deutlich, denn sie schlägt der Intention der Pariser Kommune direkt ins Gesicht, die die Entlohnung der „staatlichen Würdenträger“  auf das Niveau eines durchschnittlichen Arbeiterlohnes justierte. Mit seiner Lüge, dass eine „neokommunistische Staatsgläubigkeit keine Alternative “ 3. sei, spuckt er der Pariser Kommune direkt ins Gesicht, die nach Friedrich Engels schon kein Staat im eigentlichen Sinne des Wortes mehr war, da es galt, nur noch eine vorher schmarotzende bürgerliche Minderheit zu unterdrücken. „Man sollte das ganze Gerede vom Staat fallenlassen“, schrieb der alte Engels 1875 an Bebel. Wo sieht man hier „Staatsgläubigkeit“ ? – im Gegenteil, Engels sprach von einer kommenden Generation, die den ganzen Staatsplunder von sich abwerfen wird. Und Lenin davon: „In der Frage der Abschaffung des Staates als Ziel gehen wir mit den Anarchisten keineswegs auseinander.“ 4. Dagegen ist die reaktionäre SPD ein Sammelbecken faschistischer Etatisten, die ihre Staatsgläubigkeit auch offen zugeben: Eine Parole in Berlin lautete: „Unser Kapital – Demokratie und Gerechtigkeit !“ Auf den ersten Blick eine hübsche, eine nette Parole; der konterrevolutionäre Satan steckt hier beim näheren Hinsehen in der „Demokratie“, denn Demokratie bedeutet ja Staat, bedeutet ja die organisierte Gewalt einer unterdrückenden Klasse gegen  andere. Heute steckt viel konterrevolutionäres Gedankengut in der Verherrlichung der Demokratie, gemäßigte sozialdemokratische Faschisten legen dieses Wort als Köder aus. Wenn Engels vom Einschlafen des Staates im Kommunismus sprach, so war damit auch immer ein Einschlafen der Demokratie mitgedacht und mitgesagt. Was aber interessieren einen Mann mit der Tendenz zum Reichtum schon die Schriften von Friedrich Engels ? Geradezu lächerlich ist der von Gabriel dem deutschen Volk hingeworfene Köder, der/die Bürger/innen sollten „Herrscherinnen und Herrscher ihres eigenen Lebens“ 5. sein.  Ein Leben in innerer und äußerer Naturbeherrschung  ist erst im Kommunismus möglich, keineswegs unter den Bedingungen des Imperialismus – im Gegenteil: die Werktätigen sind von den Produktionsmitteln getrennt und arbeiten nicht für sich und der moderne bürgerliche Staat als eine Demokratie für die Reichen und gegen die Armen unterscheidet sich nicht sehr von der antiken Sklavenhalterdemokratie. 6. Ein sozialdemokratischer Politiker, der sich vor die vom Kapital versklavten Lohnabhängigen hinstellt und predigt, ihr sollt Herrn Eures eigenen  Lebens sein und dabei verschweigt, dass diese menschliche Emanzipation nur über die völlige Vernichtung des Feindes, der Bourgeoisie möglich ist,  gehört ganz einfach eingefangen und unter die Känguruhs Ausstraliens ausgesetzt. Wenn Steinmeier die Linke in der SPD warnt, nicht aus Daffke einen Schnaps oben drauf zu tun, so ist ihm entgangen, dass Peer Steinbrück auf den Ausführungen von Gabriel tatsächlich noch einen faschistischen Fusel draufgetan hat. Unter Beratung Steinbrücks hat der Parteivorstand sogar eine Kommission eingesetzt, die ein Konzept erarbeitet, das das Bündnis der Starken mit den Schwachen begründen soll. Philanthropischer Schwachsinn (Schwachsinn, denn die Reichen werden, wie jeder weiß, immer reicher und vertiefen dadurch die Armut des Volkes) war schon immer ein Bestandteil der politischen Demagogie gegen die Werktätigen. Ganz offensichtlich glaubt Steinbrück allen Ernstes, das deutsche Volk bestehe aus lauter Schafen, denen man predigen könne, die kapitalistischen Wölfe werden satt und lassen die Schafe dabei unversehrt. Wie kommt dieser Bündnisgedanke zustande ? Marx erläutert im Achtzehnten Brumaire, wie es zur „sozialen Demokratie“ kommt: der Arbeiterklasse werden die sozialen Forderungen gebrochen und ihre politischen in den Vordergrund gerückt, umgekehrt die radikalen politischen Forderungen des Kleinbürgertums bleiben beiseite und die sozialen geraten nach vorne, so dass dann Steinbrück  dem Parteitag wörtlich hinwirft: man dürfe die Reichen nicht verprellen. Hier haben wir den spezifisch sozialdemokratischen Faschismus in Reinkultur. Es fallen einem sofort die Worte von Lenin ein, dass  man den Reichen Brot, Wasser und Feuer wegnehmen muß. 7. Auch fühlt man sich unwillkürlich an die Schlußszene des 1945 uraufgeführten Monumentalfilms von Sergei Eisenstein „Ivan der Schreckliche“ (Ivan grosny) erinnert, in der das Gesicht des Zaren in Großaufnahme gezeigt wird und dieser den Schlußsatz des ganzen Films spricht: „Es ist die Aufgabe des Zaren, die Kleinen und Schwachen zu schützen, aber hart und grausam gegen die Reichen und Mächtigen zu sein, wenn er dies jedoch nicht vermag, so ist er kein Zar“. Wir brauchen in der Bundesrepublik Tausende und Abertausende schreckliche Ivans, die hart und grausam gegen die Reichen und Mächtigen sind, die nicht das Bündnis mit dem Kapital suchen, die nicht den Klassenkampf vertuschen, die das Volk nicht mit einem Bündnis betrügen, in dem die Starken immer gewinnen und die Schwachen immer verlieren müssen, die nicht die faschistische Ideolgie verbreiten, es muß starke kapitalistische Herrenmenschen und schwache lohnabhängige Untermenschen in der Welt geben, die sich den Reichen nicht als Lakaien anbiedern und diesen den After hinhalten, sondern ihrer historischen Pflicht gemäß als Totengräber der Bourgeoisie auftreten. Was uns in der Bundesrepublik bevorsteht, ist nicht irgendein von schwachköpfigen Sozialdemokraten ersponnenes Bündnis zwischen Arm und Reich, sondern naturgemäß , wie es der wissenschaftliche Sozialismus bestimmt hat, ein Bürgerkrieg zwischen ihnen in seiner fürchterlichsten Form. Nur auf einem Ozean aus bürgerlichem Blut kommt das stolze Schiff der proletarischen Revolution voran. Wer auf ein Bündnis hinwirkt, behandelt der nicht die Werktätigen wie Dreck, betrügt er sie nicht um ihre Revolution ? Der revolutionäre Marxismus lehrt etwas anderes: gerade die Massen systematisch zur gewaltsamen Zerschlagung der bürgerlichen Diktatur erziehen. Und zu dieser weltgeschichtlichen Tat ist die Aufklärung über das Verhältnis von Staat und Revolution zwingend erforderlich. Die Parteitagsmeute schwieg darüber – und mußte darüber schweigen, denn der Opportunismus kann zur Klärung dieses Verhältnisses nichts beitragen, da er vor dieser Frage ständig ausweicht. Wozu brauchen wir Schmarotzer in unserer Gesellschaft ? Erinnern wir uns lieber an die Worte August Bebels: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Und an seine Worte auf dem Dresdner Parteitag 1903: „Ich will ein Todfeind der bürgerlichen Gesellschaft und Staatsordnung bleiben, um sie in ihren Existenzbedingungen zu untergraben, und sie, wenn ich kann beseitigen.“  Es ist klar, dass zwischen dem Revolutionär Bebel, der ganz richtig die bürgerliche Staatsordnung beseitigen wollte, so wie die Jakobinerrevolutionäre die feudale Staatsordnung beseitigten,  und der heutigen faschistischen SPD Lichtjahre liegen, diese sozialdemokratischen Zwerge und Perverslinge haben das Recht verloren, sich auf Bebel zu berufen. Ihr Berliner Parteitag hat sie uns gezeigt, diese kleinbürgerlichen sozialdemokratischen Spießer mit ihrer abscheulichen menschenverachtenden Fratze, die die Armen an der Nase herumführen wollen. Denn man kann die Kleinen und Schwachen nicht schützen, wenn man nicht hart und grausam gegen die Reichen und Mächtigen ist. Und umgekehrt: wer die Reichen nicht verprellen will, was bleibt ihm in einer revolutionäre Situation anderes übrig als den neuen Noske zu markieren ? Das sozialdemokratische Bündnis ist ausgedacht, um das deutsche Volk von den Reichen erdrosseln zu lassen. Obwohl die Reichen überhaupt , vulgärmarxistisch ausgedrückt, durch eine „Art Prellerei“ reich geworden sind, will der sozialdemokratische Kleinbürger diese nicht bestrafen, sondern…man rate ? Nicht verprellen ! Sozialdemokratische Volksfeinde arbeiten mit reichen Volksfeinden Hand in Hand. Ideologisch suchen diese hausbackenen Sozispießer den Weg zum Mittelalter, Gabriel sucht die Allianz mit der Kirche.  8. Auch an diesem Punkt muss an August Bebel gedacht werden, der  die Religion ausrotten wollte. „…jeder Religionslehrer ist ein Feind des wahren Fortschritts der Menschheit, er ist gefährliches Unkraut unter dem Volksweizen, das ausgerottet werden muß.“ 9. Die Dialektik der Geschichte ist nun so verlaufen, dass heute Bebels eigene Partei gefährliches Unkraut unter dem Volksweizen geworden ist, das ausgerottet werden muß.

Es kann keinen Fortschritt in Deutschland, es kann keine Befreiung der Lohnsklaven und keine Befreiung vom Mittelalter geben, wenn die Kleinen und Schwachen, die die große Meherheit der Gesellschaft bilden, nicht die kleine Minoriät der Reichen und Mächtigen mitsamt ihrer Agentur: SPD mit Feuer und Schwert ausrotten und niederbrennen. Tod den Reichen, Schmarotzern, Faschisten und sozialdemokratischen Volksfeinden ! Um mit einem Gedanken Robespierres zu enden: Wir haben nur wenige Köpfe zu treffen und die Konterrevolution ist nur noch ein dunkles Kapitel , hier in der Geschichte des deutschen Volkes.

1. Sucht man historische Analogien, die immer etwas schief sind, so ist auf die konterrevolutionäre Gironde während der französischen Revolution und auf die konterrevolutionären kleinbürgerlichen Parteien Menschewiki  und Sozialrevolutionäre  (Kerenskianer, Kerenski war Sohn eines Gymnasialdirektors  und floh als Volksfeind vor dem Bolschewismus, später Professor in den USA) während der russischen Revolution zu verweisen. Gironde, Sozialrevolutionäre, Menschewiki und Sozialdemokraten haben Angst sowohl vor der revolutionären Schöpferkraft der Volksmassen als auch vor ihren sozialen Forderungen. Sie sind konterrevolutionär, weil sie deshalb die alte Ordnung verteidigen und für Revolutionäre ist klar, dass die revolutionäre Schöpferkraft der Massen diese Parteien vernichten muss. In der Sowjetunion war dies einstweilen gelungen. Wir sehen, dass sich die fortschrittlichste bürgerliche Klasse im 18. Jahrhundert in die beiden Flügel Jakobiner und Girondisten zerlegte wie die fortschrittlichste Klasse des 20. Jahrhunderts in Bolschewiki und Menschewiki. In Deutschland war der Reichspräsident Ebert im Grunde ein Monarchist und das kam nicht von ungefähr: In seiner Kritik am im Oktober 1891 an Stelle des Gothaer Programms von 1875 angenommenen Erfurter Programms wies Engels darauf hin, daß es in Deutschland mit seiner fast allmächtigen Regierung und einem Reichstag ohne Macht illusionär sei, von einem friedlichen Weg zum Sozialismus zu träumen und dass man Handlangerdienste für den Absolutismus betreibe. Engels blieb unerhört und die überwiegende Mehrheit der offiziellen Führer der deutschen sozialdemokratischen Partei erwies sich denn auch, wie Lenin es nannte, als „Schirmer des Absolutismus“. (Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,458).

2. „Gabriel will SPD wieder in rot-grüne Regierung führen“, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 2011, Seite 2

3. a.a.O.

4. Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, Dietz Verlag Berlin, 1960,449

5. „Gabriel will SPD wieder in rot-grüne Regierung führen“, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 2011, Seite 2

6. „Die Freiheit der kapitalistischen Gesellschaft bleibt immer ungefähr die gleiche, die sie in den antiken griechischen Republiken war: Freiheit für die Sklavenhalter.“ (Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,474).

7. Vergleiche Lenin, Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky, Werke Band 28, Dietz Verlag Berlin,1959,280

8. „Ein weiter Bogen nach links“, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 2011, Seite 3. Schon Friedrich Engels mußte 1891 in seiner Einleitung zu Marxens „Bürgerkrieg in Frankreich“ auf die opportunistische Nachlässigkeit der deutschen Sozialdemokratie bezüglich der Religion hinweisen, da Tendenzen deutlich wurden, die Relgion nicht nur dem Staat, sondern auch der Partei selbst gegenüber zur Privatsache zu erklären, also auf den Kampf gegen das volksverdummende Opium Religion zu verzichten. „Der künftige Geschichtsschreiber der deutschen Sozialdemokratie wird beim Aufspüren der Wurzeln ihres schmachvollen Zusammenbruchs im Jahr 1914 nicht wenig interessantes Material zu dieser Frage vorfinden, angefangen von dem ausweichenden, dem Opportunismus Tür und Tor öffnenden Erklärungen in den Artikeln Kautskys, des ideologischen Führers der Partei, bis zu dem Verhalten der Partei zu der „Los-von-der-Kirche-Bewegung“ im Jahre 1913″. (Lenin, Staat und Revolution, Werke Band 25, Dietz Verlag Berlin, 1960,464). Vor dem ersten Weltkrieg gab es eine massenhafte Kirchenaustrittsbewegung, der gegenüber führende Vertreter der deutschen Sozialdemokratie nicht nur sage und schreibe Neutralität bewahrten, sondern es ihren Mitgliedern verboten, im Namen der Partei  Propaganda gegen Religion und Kirche zu betreiben !! Ohne Zweifel ein tiefer Rückfall hinter die bürgerliche Aufklärung. Gustav Landauer hatte völlig Recht, als er sagte, dass es in der ganzen Natur kein  ekelhafteres Tier gebe als die deutsche Sozialdemokratie. Und dieses  Tier wird ekelhafter Tag für Tag.

9. August Bebel: Über materialistische Geschichtsauffassung, in: August Bebel: Die moderne Kultur ist eine anti-christliche, Alibri Verlag 2007,61