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DIE OKTOBERREVOLUTION – EINE AKTION ELITÄRER MINDERHEITEN ODER EINE IM DIENST DER MENSCHHEIT?

29. April 2017

Die Oktoberrevolution war eine in sich gebrochene Totalität permanenter Selbstkorrektur revolutionärer Massenbewegungen (Partei Lenins, Fabrikarbeiter/innen, arme Bauern und arme Bäuerinnen, Frauen und Räte) per Bürgerkrieg, eine sich quälende, wie es Karl Marx einer proletarischen Revolution im 18. Brumaire vorhergesagt hatte. In seiner Analyse der Pariser Kommune sagte Marx, man dürfe keine Wunder von dieser erwarten, und so durften die auf ein besseres Morgen Hoffenden auch 1917 keine Wunder von der ersten russischen Diktatur des Proletariats erwarten. Es fehlte ihr trotz gigantischer Naturreichtümer des Landes nach Lenins Worten an Zivilisation, um unmittelbar zum Sozialismus überzugehen.

Für Dietrich Geyer, einem bürgerlichen Geschichtsprofessor, der auf der 68er-Bewegung mitschwamm, besteht die Oktoberrevolution darin, dass sie im sozialen Kern  eine „Agrarevolution kleinbäuerlicher Massen“, im politischen Kern eine „Aktion elitärer Minderheiten“ war. „Das fehlende gesellschaftliche Mandat wird durch den Anspruch der Revolutionäre ersetzt, die Interessen der übergroßen Mehrheit des Volkes zu vertreten; die Diktatur der Partei substituiert den Willen einer Bevölkerung, die zu eigener Organisation und Orientierung noch nicht gekommen ist“. 1.  Es stimmt trübe, am Ende eines ansonsten nicht einmal so schlecht  geschriebenen Buches über die Oktoberrevolution so etwas zu lesen. In dem Zitat von Geyer ballen sich viele Vorurteile bürgerlicher Historiker über den Massencharakter der Oktoberrevolution zusammen, die sie gerne auf einen trotzkistischen Militärputsch verkürzen. Auf dem Prüfstand soll die Aussage von Marx und Engels aus dem ‚Kommunistischen Manifest‘ kommen, dass alle bisherigen Bewegungen Bewegungen von Minoritäten oder im Interesse von Minoritäten waren. „Die proletarische Bewegung ist die selbständige Bewegung der ungeheuren Mehrzahl im Interesse der ungeheuren Mehrzahl“. 2. Zu Aktionen elitärer Minderheiten gelangt man, wenn man die Aufhebung der Leibeigenschaft im Jahre 1861 als wirkliche Aufhebung hinnimmt, was sie doch nur auf dem Papier war. In seinem Artikel ‚An die Dorfarmut‘ (Die Ziele der Sozialdemokraten, dargelegt für die Bauern) schreibt Lenin im März 1903: „Nirgends in der Welt gibt es eine solche Erniedrigung, eine solche Verelendung der Bauern, ein so fürchterliches Hinsterben von Millionen Bauern durch den Hungertod wie in Rußland. Der Bauer ist bei uns dem Hungertod preisgegeben, weil ihn schon die Adelskomitees ausgeplündert haben, weil man ihn seither Jahr für Jahr plündert, weil man den alten, an die Erben der alten Fronherren zu zahlenden Tribut aus ihm herauspreßt, Ablösegelder und Fronzinsen aus ihm herauspreßt“ 3. So spiegelt Lenin 1903 die soziale Wirklichkeit Russlands, die Lage der um den Zweck ihres Daseins gänzlich Betrogenen wider, eine Wirklichkeit und eine Lage, die im Jahr 1905 die gewaltigste Streikwelle der Welt brachte und im Jahr 1917 mit zwei Revolutionen der gänzlich um den Zweck ihres Dasein Betrogenen dazu führte, die Bestimmung einer Revolution von Engels zu bestätigten:  Eine Revolution ist ein reines Naturphänomen“, hatte Engels am 13. Februar 1851 an Marx geschrieben, „das mehr nach physikalischen Gesetzen geleitet wird, als nach den Regeln, die in ordinären Zeiten die Entwicklung der Gesellschaft bestimmen. Oder vielmehr, diese Regeln nehmen in der Revolution einen viel physikalischeren Charakter an, die materielle Gewalt der Notwendigkeit tritt heftiger hervor“. 4. Es gilt also, das gesellschaftliche Mandat der Oktoberrevolution, ihre materielle Gewalt der Notwendigkeit herauszuarbeiten, dass sie eine Massenrevolution mit einer aus dem Volk kommenden Sowjetbewegung und keine Ersatzrevolution für diese war, dass erst durch sie die noch existierende halbe Leibeigenschaft in Russland aufgehoben wurde.  Die Sowjets waren eine Selbstorganisation des Volkes. Nur in diesem Sinne, unter dieser Voraussetzung kann man die Oktoberrevolution eine authentische nennen. Noch unter Kerenski wurden Bauern, Matrosen und Soldaten von den Gutsherren und ihren Offizierssöhnchen wohl ‚aus Gründen der materiellen Gewalt der Notwendigkeit‘ geprügelt. Das geschah in der Periode, die uns von bürgerlichen Gesellschaftswissenschaftlern als die freieste in der Geschichte Russlands angedreht wird, Russland sei damals das freieste Land unter den kriegführenden Staaten gewesen. 5. Und aus diesen Geprügelten bildete sich die oberste“Staats“macht, die den Rat der Volkskommissare gemäß der Sowjetverfassung kontrollierte.

Geyer verkürzt die Weltveränderung aus „marxistischem Geist“ bzw. konkreter aus massenproletarisch-bäuerlichen Interessen auf eine „Weltveränderung nach programmatischen Zukunftsentwürfen elitärer Kleingruppen“. 6. Die Bestimmung einer Revolution als ‚Aktion‘ greift doch zu kurz, die ein Komplex komplizierter ineinander verschlungener Prozesse ist, dem man durch keine Schablone Herr werden kann. Abweichungen vom eigenen Anspruch machen eine Sache angreifbar und diese lagen im roten Oktober allerdings vor: weder konnte das Programm strikt eingehalten werden, siehe zum Beispiel die Übernahme des Agrarprogramms der Sozialrevolutionäre durch die Bolschewiki, noch der Fahrplan, noch realisierte sich die weltrevolutionäre Intention. Die Oktoberrevolution rührte her aus dem Massenelend, aus dem Massenhunger, aus den Massen von Kriegskrüppeln, dem Landhunger von Millionen Kleinbauern, man  kann doch nicht eine Revolution mit so elementarer Wucht als eine von elitären Kleingruppen inszenierte bezeichnen. Man beachte auch das riesige Terrain, auf dem sich diese Revolution letztendlich behauptet hat. Rousseau ging 1762 in seinem Gesellschaftsvertrag noch von der Unregierbarkeit Russlands aus, was für Minderheitsregierungen allerdings etwas für sich hatte. Die Oktoberrevolution korrigierte gerade diese spezifische ‚russische Anarchie‘ im Sinne von Marx, der während der 48er Revolution eine „energische Diktatur“ der Revolution gefordert hatte. In der Prawda erschien im Mai 1917 ein Artikel von Lenin, in dem er sich für  eine feste revolutionäre Staatsmacht‘ aussprach. Die Revolution war 1917 auch eine mit starken Defiziten, aber wie jede Revolution war auch sie keine zu machende, keine zu inszenierende. Improvisieren sollte eine fundamentale Eigenschaft eines Revolutionärs sein. Wer kann schon in einem so großen Ozean alle Inseln ausmachen ? Die Defizite der Revolution bewirkten den hohen Ausstoß an Ketzern. Heute spielt die Putin-Administration die Zeit des starken Staates unter Stalin, der die Zersplitterung des Volkes (rasdroblennost) aufgehoben hatte, gegen die Oktoberrevolution aus, die sie als Zeit der Wirren denunziert und mit den Zeit der Wirren (smutnoje wremja) 1598 bis 1613 analogisiert.

Lenin pflegte zu sagen, dass man eine Revolution nicht machen, dass man höchstens für sie arbeiten könne, dass eine Revolution reifen müsse. Die überragende Position, die Lenin in der Oktoberrevolution einnahm, zu der er zudem durch eine von der deutschen Geheimdiplomatie eingefädelten Reise in einem plombierten Waggon gelangte, Kontakte zwischen bolschewistischen Ultras und deutschen Geheimdiplomaten gab es seit 1914, verführen bürgerliche Historiker leicht zu der Annahme, dass Männer Geschichte machen. So kommt das „Machen“, das „In-Szene-Setzen“ von Revolutionen in die Debatte. So noch jüngst Manfred Hildermeier: Lenin könne als ein Beispiel dafür gelten, „dass Persönlichkeiten Geschichte gestalten“. 7. Stalin als ein roter Zar darzustellen gehört auch dazu. Diese Oberflächlichkeit, die Darstellung einer Revolution aus  den revolutionären Hauptaktionen und Hauptakteuren und ihrem Charakter, der in der Regel düster gezeichnet wird,  zu entwickeln, verhindert den Durchbruch zu den „Triebkräften der Triebkräfte“ der Geschichte, von denen Engels in seiner Polemik gegen Starcke Buch über Feuerbach sprach und die er in der Polemik gegen Dühring meisterhaft stets in der Ökonomie liegend lokalisierte. Die Flut an Publikationen zum hundertsten Geburtstag der Oktoberrevolution hat bereits zu steigen begonnen und wir sollten bei ihrer Lektüre stets darauf achten, ob es den Autoren gelingt, zu den Triebkräften der Triebkräfte dieser Revolution durchzudringen, zu den Entwicklungen der Produktivkräfte und zu denen der Klasenkämpfe.

Nehmen wir kurz Notiz von der Einschätzung der Oktoberrevolution, die Michail Gorbatschow vorgenommen hat. Wohl selten hat die Weltgeschichte einem Mann so schlechte Karten in die Hand gegeben und noch seltener hat ein Mann so schlecht mit ihnen gespielt. „Die Oktoberrevolution war ein machtvolles Aufbegehren von Millionen Menschen, in dem die grundlegenden Interessen der Arbeiterklasse, die in Jahrhunderten gehegten Hoffnungen und Wünsche der Bauernschaft, der Friedenswille der Soldaten und Matrosen und die unbezwingbare Sehnsucht der Völker des multinationalen Rußland nach Freiheit und Licht zu einer Einheit verschmolzen“. 8. Die ‚grundlegenden Interessen der Arbeiterklasse‘ hätten hier viel schärfer gefasst werden müssen, ich meine in ökonomischer Hinsicht die „Vergesellschaftung des Privateigentums an den Produktionsmitteln“, die Vergesellschaftung des Grund und Bodens und der Fabriken, in politischer die Zerschlagung des Kerenski-Kischkin-Staates, auf dass keine öffentliche Angelegenheit mehr von Beamten erledigt werden konnte.  Zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution trug Gorbatschow vor, dass das Hauptanliegen der Oktoberrevolution die Gestaltung eines neuen Lebens gewesen sei. Das ist eine schwindelerregende Aussage. In ihr wird ein Hintertürchen offen gehalten. Die Aussage ist viel zu pauschal und gilt für eine Revolution überhaupt, durch deren Erfolg sich stets die Beziehungen unter den Menschen gewandelt haben bzw. geben veränderte Beziehungen unter den Menschen das Kriterium einer erfolgreichen Revolution ab. Das Spezifische der Oktoberrevolution und zugleich ihr Hauptanliegen im marxistischen Kontext war die ‚Vergesellschaftung des Privateigentums an den Produktionsmitteln‘, nach der sich erst ein ‚Neuer Mensch‘ herausbilden kann. Die unverdorbene Generation, die den ganzen Staatsplunder in kommunistischer Intention von sich abwirft, muss erst noch im Sozialismus heranwachsen. Für die Anarchisten ist diese Generation bereits unmittelbar da, es ist ihre eigene.

Der Vollständigkeit halber und der Korrektur halber fügen wir hinzu, dass Lenin die Bolschewiki stets anhielt, nach  der Februarrevolution zu den Menschewiki auf Distanz zu gehen. In Revolutionen liegt eine viel schärfere Trennung der Klassen und ihrer Parteien vor als in Friedenszeiten. Revolutionen klären in dieser Beziehung auf, die Klassen sind gezwungen, offen aufzutreten und  in der Praxis ihren Klassen- und Kampfinhalt bloßzulegen. Es ging in der Oktoberrevolution nicht primär  um eine neue Lebensgestaltung noch um das Wohl der ganzen Menschheit (zu der im übrigen auch der konterrevolutionäre Abschaum gehören würde). Das Wort Menschheit kommt im ‚Kommunistischen Manifest‘ nicht vor. Es ist ein Kennzeichen des Revisionismus, die konkreten ökonomischen und politischen Interessen konkreter Klassen durch eine allgemein-abstrakte Menschheitsduselei verschwimmen zu lassen. Sie schwimmen dann im Fahrwasser bürgerlicher Ideologie, die den offen vorliegenden Gegensatz zwischen arm und reich immer benutzt hat und benutzt, um wie die Aufklärer als Vertreter der ganzen leidenden Menschheit aufzutreten, selbst die utopischen Sozialisten ideologisierten noch kosmopolitisch. 9.  Die reaktionäre Menschheitsduselei wurde Ende der 80er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts bei der regierungsamtlichen Verbreitung der Perestroika immer penetranter. Die französischen Jakobiner, die 1789 noch nicht mit einem Klassenbegriff politisch operieren konnten und nur einen abstrakten Gleichheitsbegriff entwerfen konnten, waren kosmopolitisch ausgerichtet, Robespierre sagte, wir kämpfen für das Wohl der ganzen Menschheit, der Mainzer Rebell und Jakobiner Georg Forster bezog 1794 in einem Essay über die Staatskunst diese auf das Glück der ganzen Menschheit. 10. Der Abiturientenaufsatz des 17jährigen Karl Marx im Fach Deutsch ‚Betrachtung eines Jünglings bei der Wahl eines Berufes‘ aus dem Jahr 1835 ist noch ganz im Geiste eines bürgerlich-aufklärerischen Kosmopolitismus, im Sinne einer allumfassenden Beglückung der Gattung und ihrer Vervollkommnungsfähigkeit verfasst. Der Jüngling solle den Beruf wählen, durch den er am meisten für die Menschheit bewirken könne. 11. Parallelen zu Fichtes ‚System der Sittenlehre‘ aus dem Jahr 1798 sind leicht zu finden. Der Leninsche Berufsrevolutionär stand noch nicht zur Debatte. Im übrigen schließt sich ein Kreislauf. Es ist bezeichnend, dass sich der letzte Generalsekretär der KPdSU mit seiner Menschheitsduselei auf dem geistigen Niveau eines 17jährigen befand.

Wir brauchen uns doch nur an den Schlußsatz des Kommunistischen Manifestes zu erinnern: nur eine spezifische Klasse wird angesprochen. Der Fortschritt der Gesellschaftswissenschaften, der Übergang vom bürgerlichen Kosmopolitismus zum proletarischen Internationalismus besteht in dieser Beziehung in einer Verengung, aber eben nicht auf elitäre Kleingruppen. Es liegt eine Verengung und Erweiterung zugleich vor, denn die proletarische Emanzipation ist weiter gefasst als die bürgerliche und zwar gerade dadurch, dass sie ein begrenztes, ein umrissenes Epochenbewußtsein hat, während dieses spezifische Kriterium historischer Relativität der bürgerlichen Aufklärung noch abging, dass eben alles abhängt vom Raum, von der Zeit und den gesellschaftlichen Bedingungen. Das dialektische Denken war in der bürgerlichen Aufklärung nur rudimentär vorhanden, Allgemeinplätze wie ‚die ewige Natur‘, der ‚ewige Mensch‘, die ‚ewige Vernunft‘ und die ‚ewige Gerechtigkeit‘ dominierten sie.  Die wissenschaftliche Forschung war noch angelegt auf das Auffinden ewiger Gesetze, selbst die utopischen Sozialisten appellierten noch an die Vernunft, um ihre Projekte zu realisieren. Man malte sich im Kopf gesellschaftliche Paradiese aus, weil man in der Wirklichkeit noch keine Grundrisse dieser fand. Konnten die utopischen Sozialisten  also den Sozialismus noch nicht als notwendiges Ergebnis der Geschichte begreifen, so konnten die bürgerlichen Aufklärer sich höchstens eine Abschaffung der Klassenprivilegien vorstellen, nicht aber der Klassen selbst im endlosen Prozess der Weltgeschichte. Es wäre ein interessantes Thema für sich, einmal dem Zusammenhang zwischen technisch-industrieller Revolution und der Herausbildung dialektischen Denkens nachzugehen, bei den bürgerlichen Aufklärern finden wir jedenfalls noch ein Nichtverstehen der Relativität wissenschaftlicher Theorien vor. So auch in der bürgerlichen Ökonomie: Für sie kam die Eigenschaft, Profit zu erwirken, jeder Wertsumme zu, als ob  die Ausbeutung der Mehrarbeit freier Arbeiter ein Axiom sei und nicht in Italien im 15. / 16. Jahrhundert aufgekommen war. Im Wesen war nach Hegel alles relativ. In dem Werk von Friedrich List ‚Das nationale System der politischen Ökonomie‘ (1841) finden wir den Hinweis auf den italienischen Ökonomen Antonio Serra aus Neapel, der 1613 ein Werk schrieb, um den Königreichen einen Überfluß an Gold und Silber zu verschaffen. 12. Wie tief die bürgerliche Revolution ging, wird schon deutlich in ihrer ersten Äußerungsform: die US-amerikanische Verfassung ließ Farbige außen vor. Der „große Humanist“ und pfäffische Friedensengel, der Südstaatler  Woodrow Wilson, der während des ersten Weltkrieges die Welt retten wollte, betrachtete die Afroamerikaner immer als Menschen zweiter Klasse und führte die Rassentrennung ein. Die tiefste Revolution der Weltgeschichte, die Oktoberrevolution  auf Aktionen elitärer Kleinbürger  zu minimisieren, spiegelt eben auch das subjektive Bewußtsein bürgerlicher Autoren wider, die in der Regel in Kleingruppen auftreten.

1. Dietrich Geyer, Die Russische Revolution, Historische Probleme und Perspektiven, Kohlhammer Verlag, Stuttgart Berlin Köln Mainz, 1968,139

2. Karl Marx / Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960,472

3. Lenin, An die Dorfarmut, Werke Band 6, Dietz Verlag Berlin, 1960,409. In den Memoiren des bekannten Anarchisten Kropotkin ist nachzulesen, dass sein Vater, ein Großgrundbesitzer, nach 1861 doppelt soviel Pacht erhielt als vor der Reform. (P. A. Kropotkin, Zapiski revoljucionera, Moskau, 1966,150).

4. Zu dieser Fundamentalbestimmung von Engels gerät Leo Trotzki in Widerspruch: „Unmittelbare Ursachen der Revolutionsereignisse sind Veränderungen im Bewusstsein der kämpfenden Klassen“. (Leo Trotzki, Geschichte der russischen Revolution, Oktoberrevolution, Mehring Verlag, Essen, 2010,219). Auch Mao Tse tung sieht in seiner Schrift ‚Über den Widerspruch‘ das Verhältnis von Basis und Überbau eher trotzkistisch denn mit den Augen von Engels. Eine Denkweise, ob kleinbürgerlich, ob proletarisch, geht unter in der materiellen Gewalt der Notwendigkeit. In der Arbeitsteilung zwischen Hand- und Kopfarbeit lag die Verführung, das Tun der Menschen aus ihrer Denkweise, statt aus ihren Bedürfnissen zu erklären (Vergleiche Friedrich Engels, Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen, in: Karl Marx / Friedrich Engels, Ausgewählte Werke, Progress Verlag Moskau, 1975,379).  Es war diese materielle Gewalt in Form von Massendemonstrationen während der Moskauer Prozesse, die im 20. Jahrhundert selbst den ‚Liebling der Partei‘ vor Gericht brachte. Wir sehen hieran auch, wie sehr die revolutionären Prozesse 1917 und ff. von einer elitären Minderheit von Intellektuellen noch idealistisch gedeutet werden mussten. Es gibt auch heute noch diese elitäre Minderheit, die sich unbeachtet aller Revolutionsphysik an dem Schnuller der proletarischen Denkweise festgebissen hat, Intellektuelle, deren geistige Kraft nicht ausreicht, sich aus idealistischer Befangenheit zu lösen. Warum ? Das menschliche Denken hat nun mal die Eigenschaft,  sich  auf einer gewissen Entwicklungsstufe von  der wirklichen Welt zu trennen, um sich dann nicht mehr auf seine Basis zurückzubesinnen, im Gegenteil, aus der Trennung eine Selbständigkeit gegenüber der Wirklichkeit zu behaupten. (Vergleiche Friedrich Engels, Anti-Dühring, Werke Band 20, Dietz Verlag Berlin, 1960,36). So hat dann die MLPD ein ganzes System der Lehre von der Denkweise entwickelt, dass der kapitalistischen Gesellschaft aufgepropft werden soll, wie es für Utopisten üblich ist: die Lösung gesellschaftlicher Widersprüche soll im menschlichen Kopf, im richtigen, sprich: im proletarischen Denken erzeugbar sein.  Der Kommunismus ergäbe sich dann daraus, dass alle Mitglieder der Gesellschaft von Stefan Engel abgerichtete Vögel in ihrem Kopf herumflattern haben, die ihnen von morgens bis abends, vom Aufwachen bis zum Schlafengehen die proletarische Melodey vortrillern. Das deutsche Volk tut gut daran, der MLPD einen Vogel zu zeigen. Es ist bereits ausgeschlossen, dass das deutsche Volk auf den Denkweiseschwindel der MLPD hereinfällt und zwar auf Grund seiner ganzen vielfältigen materiellen Tätigkeiten. „Aber gerade die Veränderung der Natur durch den Menschen, nicht die Natur als solche allein, ist die wesentlichste und nächste Grundlage des menschlichen Denkens, und im Verhältnis, wie der Mensch die Natur verändern lernte, in dem Verhältnis wuchs seine Intelligenz“. (Friedrich Engels, Dialektik der Natur, Werke Band 20, Dietz Verlag Berlin, 1960,498). Die MLPD kann also nicht im Proletariat Fuß fassen, sondern nur bei An-Intellektualisierten, die in einer kleinbürgerlichen Atmosphäre groß geworden sind bis zur mittleren Reife, gerade unreif genug, auf der einen Seite die Natur zu sehen und getrennt davon auf der anderen das Denken. So konnte die Lehre von der Denkweise bei ihnen greifen. Für die MLPD ist die proletarische Revolution kein reines Naturphänomen wie für Engels, sondern ein Denkweisephänomen wie für Engel. Liegen zwischen beiden nicht Lichtjahre ?

5. Vergleiche Leonid Luks, Das kurze Jahr der Freiheit, in: ZEITGeschichte Nr. 2, Epochen, Menschen, Ideen. Revolution in Russland, Kriegseintritt der USA: Ein Jahr, das die Welt verändert, Hamburg, 2017,36

6. Dietrich Geyer, Die Russische Revolution, Historische Probleme und Perspektiven, Kohlhammer Verlag, Stuttgart Berlin Köln Mainz, 1968,140

7. Manfred Hildermeier, Genie des Augenblicks, in: ZEITGeschichte Nr. 2, Epochen, Menschen, Ideen. Revolution in Russland, Kriegseintritt der USA: Ein Jahr, das die Welt verändert, Hamburg, 2017,24. In diesem Magazin der ZEIT wird noch ganz die These vertreten, dass die Oktoberrevolution keine der Massen war. Zwar bemerkt Klaus Latzel am Anfang seines Beitrages „Der Weg zur Revolution“ganz richtig, dass diese Revolution nicht auf einen Putsch verkürzt werden dürfe, um ihn aber gerade mit diesem Gedanken am Ende zu betonen (Vergleiche Klaus Latzel, Der Weg zum roten Oktober, in: ZEITGeschichte Nr. 2, Epochen, Menschen, Ideen. Revolution in Russland, Kriegseintritt der USA: Ein Jahr, das die Welt verändert, Hamburg, 2017, 82 und 87). Und Michael Thumann gibt gleich zu Beginn seines Beitrages „Der gefährliche Lenin“zum Besten, dass die eigentliche Revolution im Februar stattgefunden habe, während „Lenins Machtübernahme eher ein Putsch war“. (Michael Thumann, Der gefährliche Lenin, in: ZEITGeschichte Nr. 2, Epochen, Menschen, Ideen. Revolution in Russland, Kriegseintritt der USA: Ein Jahr, das die Welt verändert, Hamburg, 2017,103).

8. Michail Gorbatschow, Oktoberrevolution, Umgestaltungsprozeß und der Frieden, Rede zum 70. Jahrestag der Oktoberrevolution, Pahl-Rugenstein Verlag, Köln, 1987,15

9. Vergleiche Friedrich Engels, Anti-Dühring, Werke Band 20, Dietz Verlag Berlin, 1960,17f.

10. Vergleiche Georg Forster, Über die Beziehung der Staatskunst auf das Glück der Menschheit, in: Friedenspräliminarien, 6. Band, 23. und 24. Stück, 1794,373ff.

11. „Die Hauptlenkerin aber, die uns bei der Standeswahl leiten muß, ist das Wohl der Menschheit, unsere eigene Vollendung. Man wähne nicht, diese beiden Interessen könnten sich feindlich bekämpfen, das eine müsse das andere vernichten, sondern die Natur des Menschen ist so eingerichtet, daß er seine Vervollkommnung nur erreichen kann, wenn er für die Vollendung, für das Wohl seiner Mitwelt wirkt“. (Karl Marx, Betrachtung eines Jünglings bei der Wahl eines Berufes, in: Marx Engels Werke, Ergänzungsband, Schriften bis 1844, Erster Teil, Dietz Verlag Berlin, 1960,594).

12. Vergleiche Friedrich Engels, Anti-Dühring, Werke Band 20, Dietz Verlag Berlin, 1960,215

 

 

DIE APRILTHESEN Heute vor 100 Jahren verkündete Lenin seine Aprilthesen

4. April 2017

Durch die Oktoberrevolution hatte sich ein Name unauslöschlich in die Weltgeschichte eingebrandt. Die ganzen äußeren Umstände des (Sich-)Einfügens Lenins in den Revolutionsablauf via einer Eisenbahnreise im plombierten Waggon 1.,   lassen zwei ungleichgewichtige Überlegungen beharrliche Konturen gewinnen, die gewichtige: als sollte durch ihn und seine Anhänger als weltgeschichtlicher Auftrag der Sozialismus in Rußland „eingeführt“ werden. Nichts ist irriger, immer wieder warnte Lenin vor einem, zumal vorzeitigen „Einführen des Sozialismus“. Man kann einen Sozialismus nicht einführen ebensowenig wie man eine Revolution einführen oder machen kann. Und die lapidare der deutschen Agentenschaft wie auch Hindus, Irländer und Juden in Agentendiensten der deutschen Armee standen. Lenin war also kaum aus dem Exil zurück und gab nach einer Aussage Molotows damit der Partei festen Boden unter den Füßen, da verkündete er (am russischen Ostermontag) seine Aprilthesen, die er im Gepäck mitgebracht hatte. Diese wiederum verwirrten. Insbesondere diese waren es, die der marxistischen Orthodoxie der II. Internationale (1889 bis 1914) mitten ins Konzept schlugen, nicht zufällig wurde Lenins Antipode Karl Kautsky, der die größte Autorität dieser Internationalen war. Die Thesen, die Plechanow als eine Fieberphantasie denunzierte – Plechanow, der im Jahr 1917 mit seiner eigenen politischen Gruppe „Jedinstwo“ hervortrat und mit ihr auf der Junidemonstration Schiffbruch erlitt, blieb sich hier treu, schon vor dem ersten Weltkrieg schimpfte er die im Basler Manifest von 1912 niedergelegte revolutionäre Taktik, den kommenden Weltkrieg in einen Bürgerkrieg umzuwandeln, ein „Mittelding zwischen Traum und Farce“. Die Thesen schlugen in ein künstlich errichtetes theoretisches Lehrgebäude ein, dessen Zentralsatz lautete, dass die proletarische Revolution nicht in einem zurückgebliebenen Agrarland zum Ausbruch kommen könne. Die Aprilthesen waren fundamental und stellten einen Bruch in der Kontinuität dar, diese Thesen waren bereits die ‚Oktoberrevolution in der Theorie‘, so dass das Jahr 1917 auch noch eine ‚Aprilrevolution in der Theorie‘ aufzubieten hat. Die eindeutige Aussage von Clara Zetkin, die Oktoberrevolution sei die konsequente Weiterentwicklung der Februarrevolution gewesen, ist sicherlich nicht falsch, aber präziser gehören markant und wegbestimmend die Aprilthesen in diesen Kontext, die Kontinuität und Bruch in dieser zugleich beinhalten und ohne die es nicht so rasch zum roten Oktober gekommen wäre. Sie bedingten einen qualitativen Sprung in der Revolutionstheorie, einen neuen Begriff der Revolution. Konsequente Entwicklungen gibt es streng genommen in der Geschichte nicht. Revolutionen, Krisen und Kriege zeigen vielmehr die Brüche, Halbheiten und Inkonsequenzen auf, wie die folgende: Karl Marx hatte Ende Oktober 1847, ohne Russland Beachtung zu schenken, ohne es zu erwähnen, noch die Notwendigkeit herausgestellt, dass der Sieg des Proletariats „nur vorübergehend, nur ein Moment im Dienst der bürgerlichen Revolution selbst sein“ wird, „wie Anno 1794, solang im Lauf der Geschichte, in ihrer ‚Bewegung‘, die materiellen Bedingungen noch nicht geschaffen sind, die die Abschaffung der bürgerlichen Produktionsweise und darum auch den definitiven Sturz der politischen Bourgeoisherrschaft notwendig machen“. 2. Waren 1917 in Russland die materiellen Bedingungen vorhanden oder nicht ? Darum ging es, und Martow wandte auch dieses Marx-Zitat gegen Lenins Aprilthesen ein. Nach dem Aufbruch einer Revolution schwirren viele Theorien in noch mehr Köpfen und es fehlte noch der ordnende und richtende Geist. Die Darstellung der geheimdiplomatischen Umstände, die zur Reise Lenins und seiner Anhänger im sogenannten ‚plombierten Waggon‘ führten, sind ein Kapitel für sich, das aber nicht zum Kern der Oktoberrevolution gehört. Kerenski spürte, was da auf Russland zukam: „Lenin ist unterwegs, jetzt wird es erst richtig losgehen“: Nach seiner Ankunft in Russland wurde Lenin frenetisch begrüßt, sodann aber erst einmal als Folge seines ‚Gegen-den-Strom-des Bolschewismus-Schwimmens‘ in die linkeste Ecke verbannt, in der er nahezu isoliert war, Stalin aber hielt zu ihm.  Man irrte sich, wenn man meinte, Lenin sei zu lange im Ausland gewesen, kenne die Situation nicht; Lenin war bereits weiter. Die Ankunft Lenins und seine Thesen vom vierten April gehören von allen Ereignissen vor der Oktoberrevolution zu den genuinsten, die zu ihr führten. Die Aprilthesen sind mit ein entscheidendes Kettenglied im Entwicklungsprozess zur Oktoberrevolution. Die Kernfrage lautete: Wie verhält sich eine revolutionäre proletarische Partei in bzw. zu einer soeben ausgebrochenen bürgerlichen Revolution ? Die Antwort Lenins verursachte einen heilsamen Schock unter den Bolschewiki, alles, was diese bisher seit dem Ausbruch der Revolution politisch gedacht und politisch getan hatten, wurde von Lenin kühn verworfen. Der Lehrer der Revolution war gekommen und es setzte eine Periode schmerzhafter Korrekturen ein. Ohne diese Kurskorrekturen wäre es nicht einmal zu einem Aufflammen der Oktoberrevolution gekommen, jedenfalls zu keiner erfolgreichen. Lenin sah die Partei im Fahrwasser des Menschewismus und riss sie nicht nur aus dieser „Entwicklung nach rechts“ heraus, sondern trieb sie auf Neuland, stellte sie vor Aufgaben, die bisher noch keine kommunistische Partei zu lösen hatte. Gegen die politische Mauschelei mit Fingerspitzengefühl zwischen menschewistisch dominierten Sowjets und ‚Provisorischer Regierung‘ wurde Klartext gesprochen, die proletarische Faust schlug nun zu: Diese Regierung sei kapitalistisch, räuberisch und imperialistisch. Die Bankiers wurden als Volksfeinde bezeichnet. Die bürgerliche Etappe der Revolution sei bereits vorbei ! Das Gelingen einer proletarischen Revolution würde das russische Proletariat zur Avantgarde des internationalen revolutionären Proletariats machen. Bereits am sechsten März hatte Lenin in einem Telegramm noch aus der Schweiz die Partei gewarnt: Keine Annäherungen an andere Parteien ! Nach Lenins Konzept einer Doppelrevolution galt es, das Schwert zur Enthauptung der russischen Bourgeoisie zu schärfen. Überall gab es Verwässerungen des Marxismus und – – – vergegenwärtigen wir uns noch einmal die Intention von „Staat und Revolution“, es ging in diesem einige Wochen später im September 1917 geschriebenen Fundamentalwerk um die Wiederherstellung des revolutionären Marxismus. Auf seinem Weg blieb Lenin stur und Trotzki sah in dem Revolutionsführer einen „pedantischen Notar“, für Keresnski sah dieser Notar der Revolution alles durch die Brille seines Fanatismus. Lenin stand gegen die Mehrheit seiner Partei, die politische Parolen auswendig gelernt hatte, mit denen man natürlich keine grundlegenden Fragen der Revolution lösen konnte. Lenin kannte keine Schonung und die russische Öffentlichkeit bekam mit, dass selbst die höchsten „Generäle“ der Partei von ihm angegriffen wurden.  Es galt sowohl für die Marxisten Westeuropas als auch für die in Russland als ausgemacht, dass nach der Februarrevolution eine längere Periode der Herrschaft der Bourgeoisie ‚an der Reihe‘ wäre und nicht wenige rechneten in Jahrzehnten. Das war Konsens und galt quasi als offizieller Marxismus, der meinte, revolutionäre Ungeduld gemeistert zu haben. Und jetzt kam der ‚Anarchist Lenin‘ und überraschte alle. Der Mann, dem in praktisch-politischer Hinsicht auf Grund der ganz eigenartigen Umstände seiner Rückkehr nach Russland der Vorwurf gemacht wurde, Agent im Dienste des kaiserlichen Deutschland zu sein und in theoretischer Hinsicht ein Anarchist geworden zu sein, ein ‚Mietling Wilhelms‘, hatte das Überraschungsmoment auf seiner Seite. Über die Wirkung von Lenins Reden wird berichtet, dass den Zuhörern schwindelig wurde, es konnte über das Ausgesprochene keine Diskussionen mehr stattfinden, im Nu hatte sich Fassungslosigkeit ausgebreitet. „Alle waren zu betäubt, und jeder wollte erst seine Gedanken sammeln“ 3. Lenin schlug mit dem Hammer zu und Suchanow notierte: „Ich ging auf die Straße hinaus, ich hatte das Gefühl, als wäre ich in dieser Nacht mit Ketten auf den Kopf geschlagen worden“. Nach dem Verkünden der Aprilthesen gab es ein „Gestern“ der Bolschewiki. Gestern ? Gestern glaubten die Bolschewiki noch, die bürgerliche Revolution sei in Russland noch nicht abgeschlossen und man müsse mit der ganzen Bauernschaft gehen. Lenin engte das Bündnis ein, seine Thesen brachten eine Neuorientierung auf die armen Landarbeiter und auf die armen Bauern. Die Parteimitglieder stolperten nicht über das Phänomen der Doppelherrschaft, das sie hätte stutzig machen müssen, es gab mehr als nur eine bürgerliche Herrschaft als Frucht der demokratischen Revolution vom Februar und dieses ‚Mehr‘ wurde einfach hingenommen, wurde nicht gedeutet, nicht gedanklich weiterentwickelt, im Keim war die Möglichkeit des Sieges der revolutionären Diktatur über die formale Demokratie möglich, kurz: die Bolschewiki waren auf ihrem linken Auge blind. Indem Lenin anfing, Schachzüge im Geiste der Pariser Commune zu vollziehen, öffnete er das linke Auge wieder: Seid kreativ mit einer eigenständigen proletarische Politik gegen die Bourgeoisie– das war die Botschaft der berühmten Frühlingsthesen. Der Leninistin Ludmilla Stahl ist das Wort zu geben: „Alle Genossen haben bis zur Ankunft Lenins im Dunkeln getappt“.

1. Es hatte auch Überlegungen gegeben, aus der Schweiz mit einem Flugzeug nach Russland zu fliegen. Von den vielen russischen Emigrantenklüngeln in der Schweiz wurden die Leninisten natürlich vom deutschen Generalstab bevorzugt behandelt, denn nur sie traten konsequent für eine Niederlage der bürgerlichen Regierung ein. Der deutsche Generalstab sah durch die Leninisten die Chance, diese zu einem Friedensschluss zu zwingen.

2. Karl Marx, Die moralisierende Kritik und die kritisierende Moral, Werke Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1977, 338f.

3. Leo Trotzki, Geschichte der russischen Revolution, Februarrevolution, Mehring Verlag, Essen, 2010,254